Institut für Palästinakunde
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Zensur [29.04.2010]
'Nie wieder!' kritisches zu Israel in der taz?

taz: Tumult auf Antisemitismus-Tribunal Am Dienstag dieser Woche, sollte in Berlin ein Tribunal stattfinden, bei dem die Jüdische Gemeinde zu Berlin die taz-Chefredakteurin, Ines Pohl, Mores lehren wollte.

Das Vergehen der taz bestand in der Veröffentlichung eines Kommentars von Iris Hefets - Pilgerfahrt nach Auschwitz - in dem sie die Instrumentalisierung des Holocausts durch den israelischen Staat hart kritisierte. Wie zu erwarten führte dies zu einem Aufruhr, der auch nach dem später erfolgten Abdruck einer eher schwachen Replik von Alexander Hasgall - Lehren aus dem Holocaust - nicht abklingen wollte.

So beschloss die jüd. Gemeinde eine Podiumsdiskussion auszurichten, zu der sie allerdings nicht Iris Hefets - Jüdin und israelische Staatsbürgerin - einlud, sondern die Chefredakteurin der taz, Ines Pohl, die es gewagt hatte den Kommentar abzudrucken.

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Zensur [26.04.2010]
Bücherverbrennung beim 'Heidelberger Stückemarkt'?

Heidelberger Stückemarkt: Yassir Arafat unerwünscht Das ist natürlich - um es gleich vorneweg zu sagen - eine Übertreibung, jedoch mit einem wahren Kern:

Der seit 1984 alljährlich vom Theater in Heidelberg ausgerichtete 'Heidelberger Stückemarkt' ist ein Dramatikerwettbewerb und Theaterfestival, der jungen Autoren ein Forum bietet.

Dieses Jahr werden zwischen dem 29. April und 9. Mai unter anderem vier Gastspiele zum Thema Shoah zu sehen sein; das Gastland des Jahres 2010 ist Israel.

Gäste, die den Veranstalter zu ganz besonderer 'Rücksichtnahme' veranlasst haben, wie man einem offenen Brief des Verlegers des Palmyra Verlags, Georg Stein, entnehmen kann.

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Medien [25.04.2010]
Nachrichten aus Palästina, ausgewählt von Ellen Rohlfs

Nachfolgend finden Sie zumeist aktuelle Artikel zu Ereignissen rund um Israel/Palästina, allwöchentlich zusammengestellt und ins Deutsche übersetzt von Frau Ellen Rohlfs, der das IPK einen großen Teil seines Buchbestandes verdankt:

Uri Avnery: “Im Namen des Zionismus” (Quelle) / Adam Keller: “Ein verrücktes Land: Ein Land voller Flaggen” (Quelle) / JNEWS: “Eine geplante Kampagne für den israelischen Gedenktag nährt einen wachsenden Trend, den Dissenz zu delegimitieren” (Quelle) / Gideon Levy: “Die IDF nimmt Trauer als Feigenblatt für Siedler” (Quelle) / Saeb Erekat: “Die letzte Serie von Siedlergewalt gegen Palästinenser” (Link) / Esam Al-Amin: “Wie Elie Wiesel die Lüge aufrecht erhält” (Quelle) / Oakland Ross: “Israelische Raketen töten drei seiner Töchter – aber ein palästinensischer Vater weigert sich zu hassen” (Quelle) / Schattenblick: Rezension: "Nie wieder!"? Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina?" von Ellen Rohlfs


Gesellschaft [24.04.2010]
Bilin: Fünfte internationale Bilin-Konferenz abgeschlossen

Bilin: Imad Rizka wurde von einer Tränengasgranate am Kopf getroffen Bil'in hat heute seine fünfte, alljährliche internationale Konferenz mit einer großen Demonstration gegen die Apartheidsmauer abgeschlossen.

An dem Protest nahmen teil: die frühere Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Luisa Morgantini; außerdem Mustafa Al Barghouti, Mitglied des Palästinensischen Legislativrates und vormaliger Präsidentschaftskandidat, Hisham Abu Raya, Mitglied der Volksfront für die Befreiung Palästinas.

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Ipk [24.04.2010]
Bonn: Lesung von 'Hennanacht' (24. Apr, 18:00 Uhr)

Mervat's Aunt (copyright Paula Cox) Das IPK lädt Sie zusammen mit dem ALAWI-Verlag zur Lesung von Hennanacht ein. Autorin des Romans ist die in Syrien lebende Palästinenserin Nemat Khaled, von der wir hoffen, dass wir sie auch an dem Abend begrüßen dürfen.

Die Einleitung und Vorstellung des Romans erfolgt durch den Verleger Abdul Rahman Alawi, dessen Verlag sich auf die Übersetzung arabischer Autorinnen spezialisiert hat.
Für die sich anschließende Lesung aus der deutschen Übersetzung des Roman konnte die Schauspielerin Christiane Sturm gewonnen werden.

INTERNER FEHLER.


Kultur [23.04.2010]
Gaza: Photograph Khalil Hamra erhält 'Robert Capa Goldmedaille'

Reaktion einer Pal. angesichts ihrer durch eine isr. Rakete getöteten Verwandten in Beit Lahiya ( 8. Jan. 09) Der 1979 in Kuwait geborene Photograph Khalil Hamra ist der diesjährige Gewinner der 'Robert Capa Goldmedaille' der amerikanischen 'National Press Photographers Association'.

Der für AP in Gaza arbeitende Hamra erhielt die Medaille für die Photos, die er Anfang 2009 während des israelischen Überfalls auf Gaza machte.

Bei der Überreichung der Auszeichnung sagte Hamra: "Diese Leute sind meine Leute. Das photographieren des verweifelten Mädchens angesichts ihrer getöteten Verwandten war schockierend. ... Ich dachte die ganze Zeit 'Was, wenn es jemanden aus meiner Familie trifft oder jemanden den ich kenne?'. Viele Bilder machte ich mit Tränen in den Augen."

Den vollständigen englischsprachigen Bericht finden Sie hier.


Bibliothek [21.04.2010]
Buchvorstellung: „'Palestine on my mind' - 26 Zeugnisse aus unserer Zeit”; Hrsg. Günter Schenk (2010)

'Palestine on my mind' hrsg. von Günter Schenk

Aus einer Rezension von Dr. Ludwig Watzal:

Die Idee zu diesem Buch ist dem Herausgeber anlässlich einer Mahnwache der Straßburger „Frauen in Schwarz” gekommen, als ihm eine Passantin die Frage stellte: „Warum kümmern Sie sich denn um Palästina, warum nicht um Darfur, Tschetschenien oder Tibet?”
Die Antwort auf die tragische Geschichte des palästinensischen Volkes ist eine europäische, wie die Liste der Beiträger/Innen zeigt. „Nie wieder! Nie wieder schweigen bei Diskriminierung aufgrund von Zugehörigkeit, sei es rassische, religiöse, weltanschauliche!” Dazu schreibt der Herausgeber: „Die Zeit ist reif, Apartheid zu überwinden. Was in den Vereinigten Staaten von Amerika, was in Südafrika möglich war, auch im historischen Palästina kann es Wirklichkeit werden.” Jeder der Autoren/Innen schreibt etwas über seinen bzw. ihren Zugang zum Thema Israel/Palästina.

Das Buch kann in der Präsenzbibliothek des IPK eingesehen werden, wofür wir uns beim Herausgeber bedanken möchten. Wenn Sie eine Rezension des Buchs schreiben möchten, dann besuchen Sie uns doch bitte in unserem Büro in der Richard-Wagner-Strasse 10-12 in Bonn.


Bibliothek [21.04.2010]
Buchvorstellung: „Der Würfelspieler” von Mahmoud Darwish (2010)

'Der Würfelspieler' von Mahmoud Darwish; Übers. von Adel Karasholi Während mehr als vier Dekaden war Darwish nicht nur eine Ikone der Palästinenser; er galt als der größte lebende Dichter arabischer Sprache schlechthin und als einer der bedeutendsten Innovatoren der arabischen Lyrik ...
„Vielleicht zum ersten Mal in der neueren Geschichte haben arabische Könige und Präsidenten den Tod eines Lyrikers beklagt”, schrieb der jordanische Schriftsteller Fakhri Saleh in seinem Nachruf in der Neuen Zürcher Zeitung.

Wenige Wochen vor seinem Tod im August 2008 veröffentlichte Mahmoud Darwish in der in London erscheinenden Zeitung Al-Quds al-arabi sein langes Gedicht „Der Würfelspieler”. Bereits mit den ersten Versen setzt Mahmoud Darwish zu einer schonungslosen Selbstbefragung an, jenem Sich-selbst-in-Frage-stellen, das sein Spätwerk bestimmte. Dabei werden Leben und Dasein zu einem Spiel des Zufalls und stehen unter der spürbaren Gegenwart des Todes, während die Suche nach der verlorenen Heimat weitergeht.

INTERNER FEHLER.


Kultur [21.04.2010]
The palestinian 'problem' in a nutshell

by Khalil Bendib
The palestinian 'problem' in a nutshell


Gesellschaft [19.04.2010]
Boykott: Humboldt-Universität bietet Forum für ehemaligen isr. Militärrichter

Offener Brief des "Berliner Akademischer Boykott"

Prof. Gross: 'Fighting Terrorism With One Hand Tied Behind the Back' Der "Berliner Akademische Boykott" kritisiert die Einladung von Professor Emanuel Gross (Universität Haifa) zu einem Vortrag an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.
Prof. Gross hatte in den 1980er und 1990er Jahren die Ämter des Präsidenten bzw. stellvertretenden Präsidenten zweier verschiedener israelischer Militärgerichthöfe inne. Aber das ist nicht die einzige Kritik; BAB bezieht sich auch auf Dokumentationen von Amnesty International und dem AIC.

Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, den 21.04.2010, 18:oo Uhr, Juristische Fakultät, Unter den Linden 9, Hörsaal 213 (2.OG).

Den vollständigen Brief, mit Erläuterungen zu der Vergangenheit von Prof. Gross finden Sie hier.


Gesellschaft [16.04.2010]
Aufruf an alle deutschen Organisationen zur Gründung eines internationalen Netzwerks zur Unterstützung der palästinensischen Basisbewegung des gewaltfreien Widerstands

von Dr. Fanny Reisin (ILMR)

Liebe Mitstreiter, liebe Mitstreiterinnen,

im fünften Jahr der ersten Freitagsdemonstration gegen den Sperrzaun in Bil’in wird die für den 21. bis 23. April anberaumte 5. internationale Bil’in Konferenz auf Hochtouren vorbereitet. Erwartet werden Hunderte Aktivistinnen und Aktivisten aus aller Welt. Allein aus Frankreich planen 100 TeilnehmerInnen zu fahren, aus Italien 60 und aus Spanien ebenso viele. Aus der Bundesrepublik werden wir – so weit ich es überblicke – nicht mehr als fünf sein.

Nicht desto trotz gibt es eine Möglichkeit, die zivilgesellschaftliche Bewegung des gewaltfreien Widerstands in Palästina zu unterstützen und die Vielzahl der Unterstützungsorganisationen sichtbar zu machen.

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Politik [16.04.2010]
Israel wachsende Umklammerung Jerusalems verstehen




Gesellschaft [14.04.2010]
Spendenaktion für traumatisierte Frauen und Kinder in Gaza

Courtyard of Ibrahimi Mosque, Hebron 1947 (A. Hamadeh)

Olivenpflücker bei der Ernte, Melonenverkäufer, ein Kloster, die Via Dolorosa, eine Wassermühle, eine traditionelle Seifenfabrik, Fischer am See Genezareth ... in glänzenden Farben strahlen die zwölf Motive der "Before their Diaspora"-Serie des Künstlers Anis Hamadeh.

Seit März 2010 unterstützt Anis mit diesen Palästinabildern das Projekt "Hilfe für traumatisierte Frauen und Kinder in Gaza". Die Hälfte des Gewinns aus dem Verkauf der Postkarten und Poster ist eine Direktspende: Von 9,80 € für ein Postkartenset sind ganze 4 € Spende, von 4,90 € pro DIN A3-Bild gehen 2 € in das Projekt.
Bestellen kann man direkt bei Anis Hamadeh: anis(at)anis-online.de, t 06131-4809263, m 0151-17856928, Moselstr. 1-3, 55118 Mainz.

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Medien [14.04.2010]
Pressespiegel

'Naji al Ali' von Nader Al Hathweh Anat Kam: Ich stahl Armee-Dokumente zur Aufdeckung von Kriegsverbrechen (haa) / Analyse: Salam Fayyad ist schwanger! (J. Massad, ei) / H. Ashrawi: Keine Chance auf Frieden mit Netanjahu (ioa) / Eine neue Option in der Auseinandersetzung mit Israel (A. Nimah, ei) / IDF-Dekret ermöglicht Massendeportationen (A. Hass, haa) / Besatzer: Mit neuem 'Aufenthaltsrecht' zur nächsten nakba (imemc) / BDS: England - Werbung für isr. Touristik mit Bildern Ostjerusalems untersagt (gdn) / Wird Margaret Atwood Israel boykottieren? (at) / Flüchtlinge: Wenig Hilfen für die Flüchtlinge im Libanon (ind) / Gaza: Barenboim darf nicht nach Gaza wegen G. Shalit (cot) / El Baradei: Israel versteht nur die Sprache der Gewalt (ynet) / Erst in Gaza verletzt, dann in Israel gefoltert (ips) / 'Unsere Solidarität mit Gaza untermauern' (fgz) / HAMAS: HAMAS schliesst Gaza-Tunnels wg. angeblicher Terrordrohung im Sinai (haa) / Interview: Gideon Levy - ' ... die Links-Zionisten sind unerträglich.' (ei) / N. Chomsky - Über die Legitimität von Staaten (ioa) / Rückspiegel: Deir Yasssins unauslöschbares Feuer (ei) / Siedler: Siedler stürmen Tulkarem (maan) / Widerstand: Auch die PNA geht gegen Grasswurzelaktivisten vor (N. Barrows-Friedman, ei)


Politik [13.04.2010]
Israel schafft Voraussetzungen für willkürliche Deportationen

nakba 2010 Durch zwei Militärverordnungen die am heutigen Tag in Kraft treten, verschafft sich Israel einen Freibrief Palästinenser auf der Westank nach Gutdünken zu deportieren.

Durch die Änderungen der Verordnungen betreffend die "Prevention of Infiltration" und "Security Provisions" wird u.a. der Begriff "Infiltrant" neu definiert, so daß letztlich jede Person von dem Begriff erfasst wird, die sich in der Westbank aufhält und dazu keine "Erlaubnis" besitzt. Dabei bleibt unklar, was unter "Erlaubnis" genau zu verstehen ist.
Durch die neue Regelung werden daher auch Palästinenser erfasst, die keine israelische "Erlaubnis" besitzen, etwa weil sie nie im Besitz einer solchen waren.
Es ist daher zu befürchten, dass es im Westjordanland aufgrund der Neuregelung zu zahlreichen Verhaftungen und Deportationen von Palästinensern durch die israelische Armee kommen wird.

In deutschen Medien ist dazu nur von drohenden 'Ausweisungen' die Rede, womit die Palästinenser gewissermassen offiziell zu 'Eindringlingen' bzw. Flüchtlingen in Palästina erklärt werden.

Ergänzende Links:
Protestbrief isr. Menschenrechtsorganisationen (HaMoked)
Interview mit Elad Cahana, Anwalt von "HaMoked" (dw)
Interview mit Tsafrir Cohen (Audio, dw)


Bibliothek [12.04.2010]
Erste Erfassung des Buchbestandes abgeschlossen

Bibliotheksbestand des IPK Dank der Arbeit unserer Praktikanten - Mathis Blome und Laura Jaescke - liegt uns nun der grösste Teil des Buchbestands in digitaler Form vor, so dass die Daten in ein Bibliotheksprogramm eingefüttert werden können.
Dieser Prozess ist nun im Gange.

Für die zur Verfügungstellung der Bücher bedanken wir uns bei Frau Ellen Rohlfs, bei Frau Angelika Vetter sowie bei den Verlagen, die uns freundlicherweise Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt haben.


Bibliothek [12.04.2010]
INAMO 61 - Mauretanien

INAMO 61 - Mauretanien Gastkommentar: Antimuslimischer Feminismus und Rechtsextremismus - eine Replik ++ Mauretanien: Sozialstrukturen und politische Macht / Demokratie, Islamizität und Stammeskultur / Demokratie in Mauretanien - Übergangsphasen in Permanenz / Frömmigkeitsrente. „Moralisches Unternehmertum" und islamische Finanznetze / Das Gesetz Nr. 2007-048 zur Ahndung der Sklaverei / Die saharischen Schulen in der Geschichte Mauretaniens / Shaikhani ++ Afghanistan: Deutschland im Krieg: Es geht keinem um Afghanistan ++ Algerien/Frankreich: Die Ermordung der Mönche von Tibhirin und die franko-algerische Staatsräson ++ Westsahara: Bereitet der EU-Fischerei in der Westsahara ein Ende! ++ Palästina/Israel: Ja, zum Mobilegeschäft! Nein, zum Goldstone Bericht! ++ Türkei: Die „Kurdeninitiative" der AKP ++ Film: Palästinensisches Kino? ++ Islam in outer space (II): Die afghanische Weltraummission ++ Wirtschaftskommentar: Irak, EU und Nabucco: Die Dreigroschenpipeline ++ Zeitensprung: 1970 im September ++ Rezensionen: Al-Nakba - Dokumentarfilm / Bettina Marx: Gaza. Berichte aus einem Land ohne Hoffnung / Anna Kölling: Weibliche Genitalverstümmelung im Diskurs


Medien [31.03.2010]
Pressespiegel

BRING THE SETTLERS HOME (D. Tartakover, 1980) Analyse: "Warum Israel" - Vom Eklat zum Event (sb) / Worte! Worte! Worte! (S. Karkar, pchron) / Zionisten gegen Zion? (S. Alam, pchron) / BDS: Franz. Justizministerin droht BDS-Aktivisten (ptv) / Schwedischer Pensionsfond koykottiert ELBIT (imemc) / Mediziner der Univ. of Arizona fordern Boycott (ei) / Ein offener Brief an die Pixies (bi) / Gaza: US-Kongressabgeordneter Baird steht für die Menschen in Gaza auf (st) / HAMAS: FATAH muss sich bei den Palästinensern entschuldigen (maan) / Meinung: 'Israel resembles a failed state' (A. Abunimah, vn) / Israel: Israels blutige Diamanten (ei) / Ein neuer Krieg im Nahen Osten? (C. Hallinan) / Siedler: Siedler versuchen neue palästinensische Stadt zu verhindern (ynet) / Widerstand: Demonstranten demonstrieren für die Freilassung der Gefangenen in Ofer (ps)


Politik [31.03.2010]
34 Jahre 'Tag des Bodens'

Anfang 1975 wurden Pläne der isr. Regierung bekannt, in Galiäa eine jüdische Mehrheit herzustellen. Nachdem dazu im Februar 1976 nahe Sakhnin 2.100 Hektar Land beschlagnahmt worden waren, riefen die Palästinenser für den 30. März zu Protesten und Streiks auf.

Die isr. Antwort bestand in der Entsendung tausender von Soldaten und Polizisten, welche die Proteste mit Gewalt niederschlugen und sechs Palästinenser erschossen.
'Land Day' von Abdel Rahman Al-Muzain (1984)
Arraba: Kheir Mohammad Salim Yasin (23); Sakhnin: Khadija Qasem Shawahneh (23), Raja Hussein Abu Rayya (30), Khader Eid Mahmoud Khalaila (24); Kufr Kanna: Muhsin Hasan Said Taha (15); Nur Shams: Ra'fat Ali Az-Zheiri (21).


Bibliothek [30.03.2010]
Nachgelesen in Palästina (Jg. 1988, Nr. 2): '30 März - Tag des Bodens' - von Hamzeh Saadi

'Land Day' von Abdel Rahman Al-Muzain (1984) [Heute (30.3.10) erschossen isr. Soldaten bei Khan Younis den 15-jährigen Mohamed Al Faramaw während eines Protests zum 'Tag des Bodens'.]

Der 30. März wird von allen Palästinensern innerhalb und außerhalb Palästinas als “Tag des Bodens” begangen. Am 30. März 1976 hatte das “Komitee zur Verteidigung des arabischen Bodens” aus Protest gegen kurz zuvor erfolgte Landenteignungen in Galiläa zum Generalstreik aufgerufen.
Obwohl der Streik legal und öffentlich angekündigt war, griffen die israelische Armee, die Polizei und die Grenzpolizei in voller Kampfausrüstung mehrere arabische Dörfer in Israel an. Drei davon - Deir Hanna, Arabeh und Sakhnin noch am Vorabend des Streiks. Bei dieser Aktion wurden 10 Menschen verletzt und drei getötet. Am Tag des Generalstreiks kam es zu heftigen Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften, die das Feuer auf die Demonstranten eröffneten. Drei weitere Menschen wurden getötet, 69 schwerletzt ins Krankenhaus gebracht; insgesamt 260 Personen wurden verhaftet.
Der “Tag des Bodens” war geboren. Seither demonstrieren die Palästinenser von der Wüste des Negev bis zu den Hügeln Galiläas, in der Westbank wie im Ghazastreifen an diesem Tag gegen die israelische Landenteignungspolitik.

INTERNER FEHLER.


Gesellschaft [30.03.2010]
Unter Besatzung (16)

Nachrichten von A. aus Palästina (© C. Latuff) Die wöchentlichen Demonstrationen in Bil'in, Nil'in, Masa'ara und Nabi Saleh fanden trotz aller israelischen Drohungen und trotz der Verhaftungs- und Einschüchterungswelle gegen die Initiatoren statt.
Auch von der schärfste Waffe der Besatzer gegen jedweden gewaltlosen Protest - der Deklaration militärischer Sperrzonen, in denen jeder Eindringling/Demonstrant zum Rechtsbrecher wird - liessen sich die Demonstranten abschrecken.

Bilder der Aktionen finden Sie hier.

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Medien [29.03.2010]
Pressespiegel

Friedensmarsch von Bethelehem nach Jerusalem Besatzer: Jerusalem: Rabbi plant 'Wunder' an der Westmauer (J. Cook, gr) / Hebron: Immer mehr Verhaftungen und Internierungen von Kindern (icn) / BDS: 24 europ. Gruppen fordern Boycott von H&M (bds) / Isr. Lebensmittelfirma fälscht Herkunft für den EU-Export (A. Eldar, haa) / Gaza: Interview mit Nidal Bulbul in Berlin-Mitte (sb) / 502. Patient, Fuad Swerih (5), stirbt an den Folgen der Blockade (imemc) / UN Menschenrechts Gremium fordert Reparationszahlungen von Israel (ms) / Israel: Die aktuelle Knesset ist die rassistischste der isr. Geschichte (haa) / Die Aufnahme Israels in die OECD bedroht die Demokratie (S. Hever, ei) / Meinung: Geschwätz über eine US/Israel-Krise (pchron) / Die Plage der Dunkelheit hat die modernen Israeliten befallen (A. Eldar, haa) / PNA: Liebermann: Abbas forderte den Sturz der HAMAS im Gazakrieg (rw) / Widerstand: Friedensmarsch von Bethlehem nach Jerusalem (a4p)


Politik [29.03.2010]
Schweiz (NZZ): Nein zur bedingungslosen Aufnahme von Israel in die OECD!

Nein zur bedingungslosen Aufnahme von Israel in die OECD! Petition an den Bundesrat

Israel kommt solchen Zielen und internationalen Verpflichtungen jedoch in keiner Weise nach:

- Israel ignoriert seit mehr als 60 Jahren zahlreiche Resolutionen der Uno-Generalversammlung und des Sicherheitsrates: Es verwehrt den Vertriebenen und Flüchtlingen das Rückkehrrecht und zieht sich nicht hinter die international anerkannten Grenzen von 1967 zurück.
- Israel verstösst seit mehr als 40 Jahren gegen das Völkerrecht: Es eignet sich als Besatzungsmacht palästinensisches Land an, auch in Ost-Jerusalem.
- Israel hat im Gazastreifen die Genfer Konventionen verletzt: Diese verlangen, dass die Zivilbevölkerung im Krieg geschützt wird. Was die Bevölkerung von Gaza an Zerstörung zu erleiden hatte und aufgrund der israelischen Wirtschaftsblockade bis heute aushalten muss, ist eine humanitäre Katastrophe.
- Die Kontrollen und Demütigungen, die der palästinensischen Bevölkerung täglich zugemutet werden, zeugen von der zutiefst menschenrechtswidrigen Politik Israels.

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Gesellschaft [27.03.2010]
Prominente israelische Linke wenden sich an Linkspartei: Stillschweigen zur Besatzung beenden, Militaristen und Nationalisten stoppen,

by Carlos Latuff "Liebe Genossinnen und Genossen, diesen Brief schicken wir Euch als israelische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die in linken Gruppen und Organisationen in Israel/Palästina aktiv sind. ... Wir setzen uns in unserem Land und in unserer Gesellschaft für eine grundlegende soziale Veränderung ein, für das Ende der Besatzung und die Schaffung einer Gesellschaft, in der alle Bewohnerinnen und Bewohner des Landes gleiche Rechte genießen."

"Wir haben uns zu diesem Brief entschlossen, nachdem uns wiederholt Berichte über Aktivitäten Eurer Partei bezüglich der Situation in Israel/Palästina bekannt wurden, so die Teilnahme von führenden Mitgliedern Eurer Partei an einer Demonstration im Januar 2009 in Berlin, auf der die Weiterbombardierung des Gazastreifens gefordert wurde; das Bestehen und die Akzeptanz eines Bundesarbeitskreises in der Jugendorganisation Eurer Partei (BAK Shalom), der jedes militärische Vorgehen des Staates Israel unterstützt und militaristische und nationalistische Propaganda betreibt; schließlich das Schweigen der Mehrheit der führenden Parteimitglieder zur israelischen Besatzungspolitik. All das hat uns bewogen, unsererseits nicht länger zu schweigen, sondern zu intervenieren."

Den vollständigen Text können Sie hier nachlesen.


Gesellschaft [24.03.2010]
Wer brachte die "Wüste zum Blühen"?

Fotos aus 'Before Their Diaspora: A Photographic History Of The Palestinians 1876 - 1948' (Walid Khalidi)

"Das Land war zum grössten Teil eine Wüste, mit nur einigen wenigen arabischen Siedlungsinseln; und Israels heutiger kulivierbarer Boden musste tatsächlich den Sümpfen und der Wildnis abgerungen werden."
Shimon Peres (1970)

Eine britische Studie der landwirtschaftlichen Produktion Palästinas in den Jahren 1944/45 führte zu dem Ergebnis, daß die Araber

92% des Getreides Palästinas,
86% seiner Trauben,
99% seiner Oliven,
77 % seines Gemüses,
95% seiner Melonen ,
mehr wie 99% seines Tabaks,
und 60% seiner Bananen

produzierten. Offenbar hatten die Araber die 'Wüste zum Blühen' gebracht.

Mit dem Teilungsbeschluss sollten die Juden 55% des Landes erhalten - Land, auf dem - abgesehen von Oliven - der grösste Teil der landwirtschaftlichen Produktion erfolgte -, während die Araber 45% des Landes erhalten sollten.

Quellen:
"A Survey of Palestine" (bei www.palestineremembered.com)


Gesellschaft [23.03.2010]
Unter Besatzung (15)

Nachrichten von A. aus Palästina (© C. Latuff) In der ha'aretz mutmaßt Amos Goldberg, daß die massiven Attacken der isr. Organe auf die Palästinenser darauf abzielten, sie in eine Gewaltspirale hinein zu zwingen. Wohl zurecht - nicht nur weil die Palästinenser auf diesem Feld nur verlieren können - sondern weil ein ähnliches Drehbuch wohl auch der zweiten Intifada zugrunde lag.

20. März - Aktivisten aus Bil'in, Nabi Saleh, dem Süden Hebrons und dem Jordantal überreichten UN Generalsekretär Ban Ki Moon einen Brief.

21. März - Nablus: Isr. Soldaten erschossen Ussayed Qaddous (19) und Mohammed Qaddous (16) während einer Verhaftung in Iraq Burin.

23. März - Al Ma'asara: Heute wurde Omar Alaaeddin freigelassen, der am 14.3. verhaftet wurde. Während seiner Haft im 'Russian Compound' (Jerusalem) wurde er geschlagen, getreten und mit Stromstössen gefoltert. Alaaeddin ist nach Mahmoud Zwahre bereits der zweite Aktivist aus Al Ma'asara, der von isr. Grenzern misshandelt wurde.


Gesellschaft [23.03.2010]
Schweiz: Gaza-Petition an den Bundesrat übergeben

Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen ...

Am 19.3. übergaben Schweizer Aktivisten des 'Gaza Freedom March' eine von 7,500 Petenten unterzeichnete Petition an den Bundesrat in Bern.

In der Petition wird die Schweizer Regierung aufgefordert auf die Durchsetzung der 4. Genfer Konvention in Palästina zu drängen, sich für die Umsetzung der Empfehlungen des Goldstone-Reports einzusetzen sowie dazu beizutragen, daß die Blockade Gazas beendet wird

Teilnehmer an der Pressekonferenz anlässlich der Übergabe waren NR Andrea Hämmerle (Präsident der parlamentarischen Gruppe Schweiz-Palästina), NR Geri Müller, NR Carlo Sommaruga, NR Daniel Vischer, Matthias Hui (Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina), Mikael Eriksson (CH-Delegation am GazaFreedomMarch) und Daniela F. Vorburger (Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina).


Medien [20.03.2010]
Pressespiegel

EAPPI: Stille Vertreibung Aktivismus: Ein jüdisches Schiff nach Gaza  / Interview mit Yahav Zohar (ICAHD) (sbl) / Send letter: AIPAC doesn't speak for me (jvp) / Analyse: FAQ on Current Jerusalem Unrest (IMEU) / Besatzer: Stellungnahme der PLO zur isr. Vereinnahmung musl. Heiligtümer (nad) /  Ein ganz normaler Tag auf der Westbank - 39 Armeeüberfälle, 28 Verhaftungen (A. Hass, zmag) / BDS: Studentenparlament in Berkley für Desinvestment (jvp) / Ethnische Säuberung: Vertreibung auf der Westbank (I) (eappi) / Vertreibung auf der Westbank (II) (eappi) / Gaza: Die Lage in Gaza ist katastrophal (B. Marx, dw) / Israel: Weshalb die USA Israel für ein Sicherheitsrisiko halten (csm) / Pentagon Chef: Israelischer Angriff auf den Iran gefährdet den Nahen Osten (haa) / Risse in der Verbindung zwischen den USA und Israel (C. McGreal, gdn) / Libanon: Video - Nahr al-Bared (a-films)


Gesellschaft [19.03.2010]
"Antideutsche" Netzwerker bringen LINKE auf Israel-Kurs

LINKE in einem Boot mit völkischen Nationalisten?

Im Hintergrund hat sich Jens Mertens auf die Suche nach den Netzwerkern gemacht, die daran arbeiten die Partei DIE LINKE auf den Kurs der israelischen Staatsraison zu bringen. Seine Befunde sind beunruhigend:

Innerhalb der Partei Die LINKE gibt es ein Netzwerk von Mitgliedern, das gezielt an der Demontage linker Positionen arbeitet und zu dem Spektrum der sogenannten "Antideutschen" gehört.
Neben Islamfeindlichkeit sind auch andere Versatzstücke rechtsextremer Ideologie zentraler Bestandteil "antideutscher" Ideologie, wie die Verherrlichung von Krieg und Militär, das Denken in völkischen Kategorien, die Relativierung des Holocausts und die Denunziation kollektiver Kämpfe sozial Benachteiligter.
Die "Antideutschen" können weitgehend ungehindert in der Partei agieren ... Denn für die Regierungsfähigkeit auf Bundesebene müssen zwei inhaltliche Grundpfeiler der Partei geschliffen werden.

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Gesellschaft [16.03.2010]
Siebter Todestag von Rachel Corrie (* 1979, Olympia - † 2003, Rafah)

Rachel Corrie (1979-2003) Rachel Corrie wurde am 16. März 2003 in Rafah von einem Bulldozer der isr. Armee überrollt und getötet, als sie sich ihm in den Weg stellte, um die Zerstörung eines Hauses in Rafah zu verhindern.

Rachel musste sterben, weil der Humanismus das erste Opfer der Besatzung ist; weil die Besatzer die Palästinenser nicht als Menschen, sondern als zweibeinige Bestien betrachten, die man gleich lästigen Fliegen ungestraft erschlagen kann.

Ergänzende Links:
Interwiew mit Rachel Corrie (Video)


Bibliothek [15.03.2010]
Buchvorstellung: „Bedingungslos für Israel?”; Hrsg. Sophia Deeg u. Hermann Dierkes (2010)

'Bedingungslos für Israel?' hrsg. Sophia Deeg u. Hermann Dierkes Der Überfall der israelischen Armee auf den Gaza-Streifen im Winter 2008/09 hat weltweit schockiert. Gerechtfertigt wird das Vorgehen wieder einmal mit "Selbstverteidigung gegen palästinensische Angriffe". Die völkerrechtswidrige Besatzung, Abriegelung und Besiedlung von Palästinensergebiet werden dabei genauso Übergangen wie die massive Überlegenheit der israelischen Seite und die tatsächliche Opferbilanz.
Die deutsche Bundesregierung, EU und USA stehen bisher "bedingungslos an der Seite Israels" - politisch, diplomatisch, durch Wirtschafts- und Rüstungshilfe. Doch angesichts erdrückender Beweise, Bilder und Berichte über Täter und Opfer ist ein Großteil der internationalen Öffentlichkeit nicht mehr bereit, dies hinzunehmen.

INTERNER FEHLER.


Gesellschaft [15.03.2010]
Unter Besatzung - Eskalation in Bil'in (14)

Nachrichten von A. aus Palästina (© C. Latuff) Eskalation: Israelische Armee erklärt in Bil'in und Nil'in zu Sperrzonen für Internationals und isr. Demonstranten.
Bil'in und Nil'in werden per Verordnung an jedem Freitag - den Tagen, an denen normalerweise die Demonstrationen stattfinden - zu 'closed military zones' erklärt.
An diesen Tagen kann jedermann - der in den Orten angetroffen wird und dort nicht als Bewohner registriert ist - verhaftet werden.

Ergänzende Links:
IDF steps up fight against weekly separation fence protests


Gesellschaft [15.03.2010]
Lesung von "Bedingungslos für Israel" mit Hermann Dierkes

Hermann Dierkes Zitat aus der Rezension von Ludwig Watzal:

Im ersten Kapitel schildert Hermann Dierkes seinen „Fall”, der eigentlich ein „Fall Die Linke” und ihr deutscher Sonderweg ist. Dierkes wirft seinerseits den Parteioberen in Berlin vor, ihre Wischiwaschi-Haltung in der Nahostpolitik sei der Furcht geschuldet, sich nicht mit den „Dogmen der deutschen Mainstream-Politik” zu Nahost anlegen zu müssen und die Linke peu a peu an diese heranzuführen.

Termin: heute (Dienstag) / Ort: Internationales Zentrum (IZ) (Duisburg-Mitte) Niederstraße / Zeit: 19:00 Uhr.

Ergänzende Links:
Petition: On Anti-Semitism, Boycotts, and the Case of Hermann Dierkes: An Open Letter from Jewish Peace Activists


Medien [14.03.2010]
Pressespiegel

Verhaftung isr. Aktivisten bei Blockade von Route 60 Analyse: Danke Eli, daß du den Friedensprozess als Scharade entlarvt hast (G. Levy, haa) / Biden-Besuch: Israel im PR-Desaster (M. Frykberg, ips) / Besatzer: Wöchentlicher Report des pal. Menschen­rechts­zentrums (pchr) / Israel inhaftiert zunehmend Minder­jährige (R. McCarhty, gdn) / BDS: "Made in Israel"? - EU ignoriert Umgehung der eigenen Zoll­bestim­mungen (ei) / Gaza: 'European Jewish Congress'-Lobbyisten stoppen Goldstone-Ent­schei­dung im EU-Parlament (haa) / Die Kinder Gazas: vernarbt, gefangen, rachedurstig (ind) / Israel: Oberster Gericht genehmigt 'Aussenposten' entgegen eigener, vorangegangener Entscheidungen (A. Eldar, haa) / PNA: Abbas - Teheran verhindert Aussöhnung mit HAMAS (std) / Widerstand: Beduinen kämpfen um Land nahe am Toten Meer (A. Hass, haa) / 'Auf keiner Landkarte' - Nichtanerkannte Dörfer in Israel (Video)


Medien [12.03.2010]
Pressespiegel

Haifa 1948 - Pal. hoffen über See entkommen zu können Analyse: Internes PLO Papier zeigt kopf- und konzeptlose pal. Führung (A. Abunimah, ei) / Der Niedergang Israels: Interview mit J. Cook (pchron) / Biden Besuch: USA gibt grünes Licht für neue Siedlungen (A. Eldar, haa) / Jerusalem - Eine Stadt die geteilt werden sollte (econ) / BDS: Unterminiert die PA die BDS-Kampagne? (pchron) / Bil'in gedenkt Tristan Anderson (imemc) / Corporate Watch enttarnt Unternehmen, die sich an der Besatzung bereichern (cw) / Gaza: Film - Gaza Strophe (gs) / Interview mit Mahmoud A. Rahma aus Gaza (ei) / Geschichte: 1948 - Haifa - geplanter Tod einer Stadt (I. Pappe, md) / Israel: Familie der 2003 getöteten Rachel Corrie setzen Israel auf die Anklagebank (J. Cook, tn) /  Israel plant 50.000 Wohnungen in Ostjerusalem (haa) / PNA: Barghouti - 'Indirekte' Verhandlungen müssen gestoppt werden (imemc) / Widerstand: Westbank vor Beginn einer neuen 'weissen' Intifada (D. MacIntyre, ind) / Worum geht es in Sheikh Jarrah? (jlm) / Video-Dokumentation des Kampfs in Sheikh Jarrah (jlm)


Gesellschaft [11.03.2010]
'Internationale Liga für Menschenrechte' fordert die Freilassung des Sprechers des Bil'in Komitees (inkl. Unterschriftensammlung!)

Abu Rahmah, Organisator des Widerstands in Bil'in Abdallah Abu Rahmah, Sprecher des mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille 2008 ausgezeichneten Bürgerkomitees Bil'in, sitzt seit drei Monaten in Haft. Am Morgen des Internationalen Tages der Menschenrechte, am 10. Dezember 2009 wurde Abu Rahmah um 2:00 Uhr von israelischen Soldaten in seiner Wohnung in Ramallah verhaftet.

Am 28. Dezember 2009 wurde Abu Rahmah von einem israelischen Militärgericht zu einer Haftstrafe verurteilt. Die vorgeblichen Gründe: Anstiftung zur Gewalt, Ausübung von Gewalt durch Steine werfen sowie unerlaubter Waffenbesitz.
Der Vorwurf "Waffenbesitz" ist konstruiert, um den Koordinator Abu Rahmah und das Politikmodell Bil'in zu kriminalisieren. Gemeint ist der Besitz einer Sammlung von Tränengaspatronen und anderen, von israelischen Soldaten auf die Freitagsdemonstrationen abgefeuerten Geschossen, die Abu Rahmah im "Komitee-Raum" seines Hauses ausgestellt hat.

Den vollständigen Aufruf inkl. einer Unterschriftenliste finden Sie hier.


Gesellschaft [11.03.2010]
Buchmarkt: 'Goldstone Report' verfügbar

'Goldstone Report' ca. 816 S, 25 € Im September 2009 veröffentlichte die UNO einen umfangreichen Bericht über den Gaza-Krieg. Der unter Federführung des südafrikanischen Richters Richard Goldstone verfaßte Report dokumentiert zahlreiche Kriegsverbrechen gegen Zivilisten, die die israelische Armee während der »Operation Gegossenes Blei« begingen. Auch der palästinensischen Organisation Hamas werden Angriffe gegen zivile Ziele angelastet.

Der Goldstone-Bericht, der von 20 freiwilligen Volontären aus den verschiedensten Berufen übersetzt und von zwei professionellen Lektoren bearbeitet wurde ist nunmehr in deutscher Übersetzung im Melzer Verlag erschienen.
Exklusiv für diese Ausgabe verfaßte der israelische Historiker Ilan Pappe ein Vorwort, das die Junge Welt, veröffentlicht hat.

Ergänzende Links:
Presse-Konferenz zur Buchvorstellung (Video)
Vorwort zu der deutschen Übersetzung von Ilan Pappe: Systematische Tötung (I), Ziel Zivilbevölkerung (II).
EU-Parlament unterstützt Goldstone Report (haa)


Medien [09.03.2010]
Pressespiegel

JVP nimmt epischen Kampf in der jüd. Community auf Analyse: Es hat nie ein isr. Friedenslager gegeben (G. Levy, haa) / Wird die EU den isr. Siedlern einen Freifahrtschein ausstellen? (J. Cook, cp) / Mr. Goldstone und Mr. Falk (N. Hijab, cp) / Besatzer: Hassan Al-Muhtaseb (12) ist frei (maan) / Amir Al-Muhtaseb (10) von isr. Soldaten aus dem Bett verschleppt (ei) / Gaza: Interview mit Mahmoud Abu Rahma aus Gaza, Al-Mezan (ips) / Ban Ki Moon und Cathrin Ashton in Gaza erwartet (maan) / Israel: Sheikh Jarrah: Die isr. Linke erwacht aus dem Koma (M. Frykberg) / Das Grab der Hure (U. Avnery, pchron) / Eltern der getöteten Rachel Corrie verklagen Israel (reu) / NGO: JVP nimmt epischen Kampf in der jüd. Community auf (P. Weiss, afp) / PNA: UN-Berichterstatter Richard Falk: PA forderte mich auf abzutreten (pic)


Gesellschaft [08.03.2010]
Unter Besatzung - Neuigkeiten ... (13)

Nachrichten von A. aus Palästina (© C. Latuff) Das die isr. Behörden den zivilen Widerstand in Bilin, Nilin, Maasara, Nabi Saleh etc. durchaus ernst nehmen, zeigt nicht nur der Druck, den sie auf die Organisatoren und die Teilnehmer ausüben - u.a. durch die Anwendung exzessiver Gewalt und willkürliche Verhaftungen.

Nachdem sich der Erfolg nach Meinung der Besatzer anscheinend nicht so recht einstellen will, soll nun anscheinend versucht werden, die PA zu zwingen, gegen den Widerstand vorzugehen.

Inwiefern die PA - die sich auch in anderen Fällen als gefügiges Werkzeug der Besatzer erwiesen hat - dem Folge leisten wird, wird sich sicher bald erweisen.


Kultur [08.03.2010]
"Arabisches Fräuleinwunder" - Der Kölner Alawi-Verlag hat sich auf weibliche Autorinnen spezialisiert (DLF)

Verlagsleiter Abdul Alawi "Ein Verlag, der ausschließlich arabische Literatur auf Deutsch veröffentlicht - kann das funktionieren? Ja, meinte Abdul-Rahman Alawi und gründete vor zwei Jahren gemeinsam mit mehreren Mitstreitern den Alawi Verlag. Obwohl das Interesse an arabischer Literatur auf dem deutschen Buchmarkt auch nach dem Auftritt der arabischen Welt als offizielles Gastland der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2004 nur mäßig zunahm, glaubt der gebürtige Palästinenser Alawi fest daran, die Neugier für arabische Literatur beim deutschen Leser wecken zu können - und zwar mit Literatur aus weiblicher Feder. Zwei Titel hat Alawi bisher herausgegeben, der dritte erscheint im Februar. Warum aber diese Konzentration auf Literatur von Frauen, obwohl arabische Literatur es ohnehin schwer hat in Deutschland?"
Den vollständige Bericht des DLF finden Sie hier.

Die Bücher 'Hennanacht' sowie 'Lulu' können Sie auch im IPK-Büro einsehen bzw. erwerben.


Gesellschaft [07.03.2010]
Unter Besatzung - Neuigkeiten ... (12)

Nachrichten von A. aus Palästina (© C. Latuff) Ehab Afdal Barghouthi (14) Nabi Saleh - Ehab Afdal Bar­ghou­thi (14) wur­de Frei­tag wäh­rend Pro­tes­ten ge­gen die schlei­chen­de Land-Kon­fis­ka­tion durch eine be­nach­barte jü­di­sche Sied­lung von ei­nem Gummi-­Ge­schoss im Ge­sicht ge­trof­fen. Die Ku­gel drang durch das rechte Auge in den Schädel ein. Weitere Informationen finden Sie hier.


Gesellschaft [07.03.2010]
'Deutsch, deutscher, deutschest, Antideutsch' - Beobachtungen von R. Deane

Die Anti-Deutschen lehnen den deutschen Nationalismus ab. Dies führt sie zu einer bedingungslosen Unterstützung Israels, das sie als den Repräsentanten aller Juden begreifen ... Als nächstes sind sie für die bedingungslose Unterstützung der USA - Israels Hauptunterstützer - und die bedingungslose Unterstützung jedes einzelnen Krieges, an dem die USA oder die NATO beteiligt sind. Verstanden werden diese Kriege - unter Verwendung neo-konservativer Denkschemata - als Schlachten der westlichen Zivilisationen gegen die Kräfte der Finsternis. ...

So führt die ursprüngliche Ablehnung des Faschismus zu einem neuen Rassismus und dann zurück zu einer Art Faschismus. Der Absolutismus, mit dem rationale, liberale Positionen dabei auf den Kopf gestellt werden, deutet darauf hin, daß die Anti-Deutschen gar nicht deutscher sein könnten.
.... die bedingungslose Unterstützung für Israel nährt allein den Narzissmus dieser Deutschen, die darauf hoffen für die Demonstration ihrer Buße - übertragen auf palästinensische Sündenböcke - den andauernden Applaus des Publikums zu erhalten.

Den vollständigen englischsprachigen Text finden Sie hier.


Gesellschaft [06.03.2010]
Unterschriftensammlung zu Gaza wird am 19. März an die Schweizer Regierung übergeben

Aufruf an die Schweizerische Regierung Seit geraumer Zeit findet man in der rechten Spalte der IPK-Startseite einen Link auf einen zu unterschreibenden Aufruf, in dem die schweizerische Regierung aufgefordert wird, sich für die Durchsetzung des 4. Genfer Konvention in Palästina und das Ende der Blockade Gazas einzusetzen.

Von den schweizerischen Initiatoren des Aufrufs erhielten wir eine Nachricht, die wir hier auszugsweise wiedergeben:

"Bis heute haben wir im Internet 3240 und auf Papier schätzungsweise weitere 2000 Unterschriften erhalten. Wir werden diese Petition voraussichtlich am Fr. 19. März, dem Ende der Frühjahrssession unseres Bundesparlamentes mit Unterstützung durch Parlamentarier einreichen.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Kultur [06.03.2010]
The real Ajami (Al-Jazeera)

Der Oscar-nominierte Film 'Ajami' spielt in einer gleichnamigen arabisch-jüdischen Nachbarschaft in Israel und zeigt einen dramatischen Ausschnitt aus dessen rauher Wirklichkeit.
Unlängst fanden sich die Filmproduzenten jedoch in einem echten Drama wieder, als einer von Ihnen, Tony Copti und sein Bruder, verhaftet, geschlagen und anschliessend ohne irgendeine Anklage wieder freigelassen wurden.

Tony erklärte, daß sich solche Übergriffe für viele arabische Bewohner Ajamis mehr und mehr zum Alltag entwickelten.
Dies gehöre zu den israelischen Methoden, um die Araber aus Jaffa herauszudrängen - was in einem engen Zusammenhang mit den gestiegenen Immobilienpreisen in der Stadt stünde.

Ergänzende Links:
Während des Oscar-Wettbewerbs zeigen die Proteste in Jaffa die Realität hinter dem Film (haa)


Gesellschaft [05.03.2010]
URGENT ACTTION: Zwölfjähriger Palästinenser soll vor isr. Militärgericht (Hebron)

Al-Hasan Al-Mohtasib (12) in isr. Militärgefängis Der zwölfjährige Al-Hasan Al-Mohtasib wurde am 1. März zusammen mit seinem siebenjährigen Bruder, Al-Amir, in Hebron von der der israelischen Armee unter der Anschuldigung verhaftet, Steine auf isr. Soldaten geworfen zu haben.
Während der kleine Al-Amir nach zehn Stunden (!) wieder freigelassen wurde, wurde sein Bruder Al-Hasan in das Militärgefängnis nach Ofer verbracht.

Vom Ehepaar Dörfel aus Berlin (www.palaestina-heute.de) erhielten wir einen Aufruf, das Außenministerium und die Botschaften der USA und Israels anzuschreiben, um so die Freilassung des zwölfjährigen Al-Hasan zu erreichen.

Ergänzende Links:
Brief an das deutsche Aussenministerium
Brief an die israelische Botschaft
Brief an die amerikanische Botschaft
Charges of Palestinian Child torture in Israeli prisons


Gesellschaft [03.03.2010]
Zitat des Tages: „Deutsche Identitäts-Prothesen”

Israel - Deutsche Identitäts-Prothese ... Norman Finkelstein ist kein unbeschriebenes Blatt: von einer »Holocaust-Industrie« wußte er zu berichten, von »Antisemitismus als politischer Waffe«. Starker Tobak für zarte deutsche Seelen, die weder wollen, daß ihre ehrlich gemeinte »Wiedergutmachung« in Verruf gerate, noch daß der Fetisch »Israel«, den sie sich als Schuttabladeplatz für ihre schuldbeladenen Befindlichkeiten erkoren haben, demontiert werde.
Seelenökonomisch günstiger, vor allem aber ideologisch lohnenswerter ist es da, Finkelstein gleich als (jüdischen) »Antisemiten« und »Geschichtsrevisionisten« zu apostrophieren, womit sich denn die notwendige Auseinandersetzung mit seinen Aussagen erübrigt. Es ist schon merkwürdig, mit welcher Unbeschwertheit nichtjüdische Deutsche heutzutage Juden als »Antisemiten« zu schmähen sich anmaßen, wenn diese die wackligen Prothesen ihrer über »Juden« und »Israel« gewonnene Identität ins Wanken bringen.

Ergänzende Links:
Von Stiftungen und Anstiftern von Moshe Zuckermann (jw)


Gesellschaft [02.03.2010]
Unter Besatzung - Neuigkeiten ... (11)

Nachrichten von A. aus Palästina (© C. Latuff) Al Ma'sara - Isr. Grenzer verprügelt Mahmoud Zwahre - Organisator des Volkskommitees gegen die Mauer.

Ramallah - Nächtliche Verhaftung von fünf Aktivisten in Nabi Saleh, die regelmässig gegen den Landraub durch eine benachbarte jüd. Siedlung demonstrieren.

Sheikh Jarrah - Widerstand gegen die Hebronisierung Jerusalems.

Beit Sahour - Widerstand gegen Land-Konfiszierung

Gaza/Jerusalem - Sleepless in Gaza Video-Tagebuch

BDS - Ein offener Brief an die Pixies


Kultur [02.03.2010]
„Ajami” - Preisgekrönter Film kommt in deutsche Kinos

Ajami "Tel Aviv, Jaffa, Ajami. Hier ist das Babel der Gegenwart, das Leben ein permanenter Ausnahmezustand. Seit langem Verfeindete leben hier als Nachbarn auf engstem Raum. Omar, der sich in die junge Hadir verliebt hat, wird in einen blutigen Streit mit einer mächtigen arabischen Familien verwickelt und von ihrer grausamen Rache verfolgt. Ihm bleibt nur die Flucht und dennoch kann er die Stadt und Hadir nicht verlassen. Seine letzte Chance ist, das von einem islamischen Richter festgesetzte - und dennoch unbezahlbare - Schuldgeld aufzutreiben.

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Gesellschaft [28.02.2010]
Unter Besatzung - Neuigkeiten ... (10)

Nachrichten von A. aus Palästina (© C. Latuff) Video aus Sheikh Jarrah (25. Feb.)
Unruhen in Sheikh Jarrah

Video aus Bilin (26. Feb.)
WANTED: ISRAELI ARMY COMMANDER OF BIL'IN AREA, PALESTINE - Suspected of Committing Crimes Against Humanity


Open Shuhada Street!

Proteste in: Hebron / London.


Medien [25.02.2010]
Pressespiegel

Mehr wie eine Million Kugeln ... Mabhouh-Attentat: Der MOSSAD-Anschlag und Israels Weg zur Selbstzerstörung (ei) / MOSSAD-Agenten Bild-Galerie (bbc) / Lieberman würde es nur allzugern zugeben (alj) / Analyse: Aufstehen gegen die Mauer: Israelische Straflosigkeit bekämpfen (J. Juma, ei) / Israels neueste Propaganda-Unternehmungen (B. White, ei) / Gaza: Israels Krieg gegen internationales Recht (J. Halper, pls) / Besatzer: Harvard Mitglied fordert Massnahmen zu Senkung der Geburtenrate in Gaza (ei) / Nablus: Armee eskortiert 500 Siedler zu Josefs Grab (pic) / Israel annektiert heilige muslimische Stätten in Hebron und Bethlehem (alj) / BDS: EUGH - Keine Zollvergünstigungen für Unternehmen in Siedlungen (spon) / Adalah fordert Boykott des 'Israelischen Balletts' (adny) / Geographen protestieren gegen Konferenz der IGU in Tel Aviv (ei) / Israel: Isr. Behörden sollen Zerstörung von Beduinen-Behausungen verdreifachen (haa) / Neue Gesetze gegen dissidente NGOs (J. Cook, ioa) / Isr. zwingt Beduinen das Jordantal zu verlassen (b'tselem) / NGO: Den israelischen Helden zuhören (J. Pilger, aw) / Familie Rachel Corries plant Klage gegen Israel (am) / PNA: Wie die PNA die isr. Besatzung unterstützt (gdn)


Zensur [22.02.2010]
Dr. Rolf Verleger zur deutschen Israel-Lobby: "Da ist nur eine große nationalistische Leere"

Der Missbrauch der Antisemitimus-Anschuldigung - © C. Latuff Die intensive Kampagne der einschlägig bekannten 'besorgten' Bürger - vor allem besorgt, daß ein Schatten auf das Objekt ihrer hemmungslosen Idealisierung - des israelischen Besatzerstaats - fallen könnte, hatte den gewünschten Erfolg.
Allein dadurch, daß sie es vermochten in bewährter Art und Weise Antisemitismus, Antizionismus und Israelkritik zu einer klebrigen, braunen Masse zu verrühren und Norman Finkelstein damit einzureiben, gelang es ihnen Kirchengemeinden, die Böll-Stiftung und zuletzt auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung derart einzuschüchtern, daß diese die Türen vor Finkelstein verschlossen, der es daraufhin vorzog seinen Aufritt in Deutschland komplett abzusagen.

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Kultur [19.02.2010]
Berlinale - Mohammad Bakri erhält „Platin Bär für die Meinungs­freiheit” 2010

Preisverleihung an Bakri in Berlin ... 18 israelische Filmemacher - darunter ehemalige Teilnehmer oder Preisträger vergangener Berlinalen - haben sich zusammengefunden, um einen neuen Preis - den „Platin Bär für die Meinungsfreiheit” - zu stiften.
Preisträger 2010 ist der palästinensische Filmemacher Mohammad Bakri, dem der Preis an diesem Freitag im Ballhaus in der Naunynstraße (ab 17:00, Eintritt frei) nach den Vorführung seines neuen Films Zhara durch Udi Aloni und Scandar Kopti überreicht werden soll.

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Ipk [15.02.2010]
„Wege nach Gaza - Wege zu einer Friedenslösung” (E. Lutz, 05. Feb) - 120 € für ein deutsch-jüdisches Schiff nach Gaza gesammelt

Dr. Edith Lutz Zu dem Vortrag „Wege nach Gaza - Wege zu einer Friedenslösung” mit Frau Dr. Edith Lutz, fanden sich am Freitagabend ca. 30 Zuhörer im Hörsaal IV der Universität Bonn ein. Die Referentin berichtete sowohl über ihre Erfahrungen als Teilnehmerin an der “Free Gaza Flotte” und am “Gaza Freedom March”, sowie über das neue Projekt der “Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost”, mit einem deutsch-jüdischen Schiff an der nächsten Gaza-Expedition teilzunehmen.

Das Hauptmotiv für die Entsendung eines eigenen deutsch-jüdischen Schiff läge darin, in der deutschen Öffentlichkeit eine grössere Resonanz für die Situation in Gaza herzustellen.

INTERNER FEHLER.


Medien [15.02.2010]
Pressespiegel

Das Museum der Toleranz auf den Gräbern der Palästinenser ... Besatzer: Bewohnerin Sheikh Jarrahs in Haft (ptg) / Ägypter inhaftieren pal. Fischer aus Gaza (yho) / Jerusalem: Pal. gegen 'Museum für Toleranz' auf den Gräber ihrer Vorväter (unt) / Gaza: Vereinigte Solidarität mit Gaza (P. Rizk, ei) / Israel: Vergessene Beduinen im Negev? (nd) / Meinung: Der Zionismus ist ein Monster (dv) / NGO: PCHR-Website relaunched (pchr) / 'Human Rights Watch' kooperiert mit isr. Armee (fwd) / Siedler: Religiös fanatische Siedler zerstören Olivenbäume (b'tselem) / Siedler attackieren Mädchenschule in Nablus (gd)


Politik [14.02.2010]
'Wir sind keine Schachfiguren' (Ahmed Tibi, MK)

'Wir sind nicht auf Flugzeugen in diesem Land angekommen und wir sind nicht hierher immigriert...' "Wir sind keine Schachfiguren," sagte Tibi. "Wir sind nicht auf Flugzeugen in diesem Land angekommen und wir sind nicht hierher immigriert. Wir wollen niemand innerhalb der Grenzen dieses Landes vertreiben, aber wenn jemand uns verteiben will, dann sage ich: Jene, die hier zuletzt angekommen sind, werden als erste gehen. Und so wird es auch weniger Faschisten in Israel geben."

Quellen:
Ayalon touts population swap in peace deal


Gesellschaft [11.02.2010]
Unter Besatzung - Neuigkeiten ... (9)

Nachrichten von A. aus Palästina (© C. Latuff) Bilin: Drei Verhaftungen in der Nacht: Ibrahim Abed El Fatah Bornat, Hamde Abu Rahmah und ein Journalist
      (A., 2. Feb. 10)

Another one of those nights
      (A., 3. Feb. 10)

Israel admits detention of international activists illegal
      (8. Feb. 10)


Ipk [08.02.2010]
Internes: Bibliotheks-Webseiten reorganisiert

Palaestina-Logo von Burhan Karkutli Die Webseiten unter dem Menupunkt Bibliothek wurden wie folgt reorganisiert:
Unter dem Punkt finden Sie neben Meldungen zu aktuellen Büchern oder Zeitschriften und neben der Auflistung der Zeitschriften des IPK neuerdings auch eine Auflistung der Bücher, die Sie in der Präsenzbibliothek des IPK einsehen können.

Unser Dank für die Erfassung der Bücherliste geht an unseren Mitarbeiter Mathis Blome.


Medien [06.02.2010]
Pressespiegel

Goldstone-Assistent: Gaza ist ein Gulag, betrieben von Demokraten Analyse: Der kommende Krieg (R. Baroud, pchron) / Geschichte: Einstein über Palästina und den Zionismus (dv) / Rezension: K. Christison zu 'Israeli Zionism' von Shaid Alam (cp) / Besatzer: Khalil Toufakji Kartograph aus Ost-Jerusalem mit Reiseverbot belegt (unt) / Pal. Arbeiter in 40 Jahren um 2 Milliarden Dollars geprellt (pchron) / Ein Tag als Schäfer im Süden Hebrons (afp) / Isr. Soldaten attackieren pal. Schäfer im Süden Hebrons (youtube) / BDS: Santana sagt Auftritt für Jaffa ab (ynet) / Auftritt von Benny Morris in Cambridge abgesagt () / Sinn Fein fordert Boykott des isr. Botschafters (tjc) / Weiter Druck auf Veolia und Alstom erforderlich (ei) / Gaza: Free Gaza plant Frühlingsflotte (3071) / Goldstone: Colonel D. Travis - Gaza ist ein Gulag, betrieben von Demokraten (afp) / Keine Gerechtigkeit für die Bewohner Gazas (M. Frykberg, ips) / Ban Ki Moon knickt ein (nyt) / USA: Blockade lockern um Goldstone aus der Welt zu schaffen (afp) / NGO: Kanada setzt Isr./Pal. NGOs (Al Mezan, B'tselem) unter Druck (mw) / PNA: Peres - Fayyad ist Palästinas kommender 'Ben Gurion' (ynet)


Ipk [05.02.2010]
IPK-Veranstaltung (Bonn, 5.2.) - Vortrag: „Wege nach Gaza - Wege zu einer Friedenslösung”

Wege nach Gaza - Wege zu einer Friedenslösung Vortrag von Frau Dr. Edith Lutz von der 'Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost', Deutschland-Koordinatorin und Teilnehmerin des Gaza Freedom March 2009.

Frau Dr. Lutz berichtet von ihrer ersten Fahrt mit einem Schiff der “Free Gaza” Bewegung nach Gaza. Anschließend stellt sie eine neue deutsch-jüdische Initiative vor: Ein Schiff mit dringend benötigten Gütern (Medikamente, Babynahrung, Wäsche, Kinderbekleidung) und Lernmaterialien (Malutensilien, Musikinstrumente) auszustatten und nach Gaza zu entsenden.

Im Anschluss steht die Referentin für eine Diskussion zur Verfügung.
(Am IPK-Büchertisch können Sie unter anderem auch das Buch 'Grenzgänge im Januar' der Referentin erwerben.)

Ort: Uni Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal IV / Zeit: 19:00 Uhr / Einritt:: frei

Ergänzende Links:
Veranstaltungsflyer: "Wege nach Gaza - Wege zu einer Friedenslösung"
Edith Lutz in Kairo während des 'Free Gaza March': Ägyptens Polizei hat die Demo verhindert (jw, 2. Jan .2010)


Ipk [05.02.2010]
Büchertisch bei “Wege nach Gaza - Wege zu einer Friedenslösung” (5. Feb)

Grenzgänge im Januar; Edith Lutz (10,00 EU) Nach dem Vortrag von Dr. Edith Lutz, der Deutschland-Koordinatorin des 'Gaza Freedom Marchs', besteht die Möglichkeit das nebenstehende Buch von ihr signieren zu lassen, in dem sie Israel/Palästina aus einer sehr persönlichen Perspektive beschreibt.

Neben weiteren Büchern aus dem Programm des Aphorisma-Verlags können Sie am 5. Februar die folgenden Bücher am Büchertisch erwerben: Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina?; Ellen Rohlfs (10,00 EU) Der Palästinakonflikt - Wissen was stimmt; Alexander Flores (8,95 EU) Gaza; Bettina Marx (19,90 EU) Hennanacht; Nemat Khaled (19,90 EU) Gaza - Die Kriegsverbrechen Israels; Ricci (7,50 EU) Israel - Kolonialstaat in der Sackgasse (7,50 EU) Die ethnische Säuberung Palästinas; Ilan Pappe (22,00 EU) Unter der Oberfläche; Johannes Zang (15,00 EU)

Auf Wunsch von Fr. Ellen Rohlfs, soll der während der Veranstaltung erzielte Erlös aus dem Verkauf ihres neu aufgelegten Buchs - "Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina?" - an ein Projekt in Gaza gehen.




Medien [02.02.2010]
Pressespiegel

Goldstone Report unzureichend ... Analyse: Ethnische Geiselhaft. Wie soll sich Israel definieren? (jt) / Holocaust Erinnerung ist ein Segen für die isr. Propaganda (G. Levy, haa) / Falsche Hoffnungen für Palästina (B. White) / Korrupte arabische Regime - Wer ist schuld? (M. Frykberg, ips) / Besatzer: Fotos bei "Active Stills" (as) / Israel weist Abbas Wunsch nach einem Baustopp für 3 Monate zurück (am) / Palästinenser soll aus Jerusalem deportiert werden, da er sich zu lange in den USA befand (A. Hass, haa) / HRW: Jordanien muss aufhören Palästinensern die Pässe zu entziehen (hrw) / Addameer kritisiert Haftbedingungen für Frauen in isr. Gefängnissen (tdt) / Goldstone-Report: "Goldstone ist ein Verräter am jüdischen Volk" (A. Dershowitz) (haa) / Isr. Armee rügt zwei Offiziere für Granatenbeschuss von UNRWA-Gebäude (std) / 500-Pfund Blindgänger in Al-Badr Getreidemühle belegt isr. Wunsch, die Lebensgrundlagen Gazas zu zerstören (ind) / Goldstone-Report angesichts der Lage in Gaza unzureichend (hlr) / Gaza: Bilder aus Gaza (K. Wiedenhöfer) / Interview: "Zusammen können wir die Beatzung beenden" (ei) / Inland: Pro-Israel-Lobbyisten in der EU (ips) / Israel: Arabische Politiker unter zunehmendem Druck in Israel (J. Cook) / PNA: Abbas - Die Besatzung führt zur Einstaaten-Lösung (gdn)


Gesellschaft [01.02.2010]
Unter Besatzung - Neuigkeiten ... (8)

Nachrichten von A. aus Palästina (© C. Latuff) Arresting Gandhi - "Violent Clashes" and the Arrest of Abdullah Abu Rahma


Zu dem in der taz erschienen Artikel EU-Diplomaten zeigen Flagge merkt A. an:

Eine Kleinigkeit, die immer fälschlich wiederholt wird: die demos in Bil'in sind nicht zum Vorbild von anderen Demos geworden, sie sind sicher ein Symbol für viele Internationale, weil sie diese Demos kennen, aber diese Art von Demos fingen nicht in Bil'in an und finden seit Jahren anderswo auch statt - ebenso ist gewaltloser widerstand nichts neues hier.

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Meinung [01.02.2010]
"Israels Beiträge zur Menschheit" (Mark Elf)

Bild von einer Gaza-Demonstration Einer der Bereiche, in denen Israel ganz sicher zu den 'Lichtern unter den Nationen' zählt, ist die Abteilung für Wortverdrehung.

Israels grösster kultureller Beitrag zur Menschheit ist die Perfektionierung des Oxymorons: "Reinheit der Waffen", "Anwesende Abwesende", "Ein jüdischer und demokratischer Staat" und so weiter und so fort.

Ein weiterer Beitrag ist der zur Linguistik.
Normalerweise nennen wir Adjektive Eigenschaftsworte, weil sie dem Substantiv Eigenschaften hinzufügen. Ein 'gelbbrauner' Hund ist weiterhin ein Hund und ein 'hohes' Haus bleibt ein Haus auch wenn es hoch ist.

Aber nicht alle Adjektive sind so. Das Adjektiv 'israelisch' ist eine der Ausnahmen.

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Nablus [30.01.2010]
FGHA veranstaltet innerpalästinensisches Dialogtreffen

Majed Tbeileh - Interview mit dem 'General-Manager' der FGHA Die FGHA in Nablus veranstaltete am 15. Januar ein weiteres innerpalästinensisches Dialogtreffen.
Das Ziel dieser Treffen besteht darin, die Verbindung zwischen den Palästinensern in den besetzten Gebieten, im 48'er-Israel sowie in der Diaspora aufrecht zu erhalten, bzw. wiederherzustellen.
Damit soll der Zersplitterung der Palästinenser entgegengewirkt werden, einem der grössten Hindernisse im Kampf der Palästinenser für ihre Befreiung.

An dem Treffen, das auf die Initiave der FGHA und der 'Schule des Friedens' zurückgeht, nahmen zehn Palästinenser von Tel-Aviv'er Universitäten und zehn von der An-Najah Universität in Nablus teil.

Den vollständigen englischsprachigen Bericht können Sie hier nachlesen.


Gesellschaft [28.01.2010]
"urgent action": Stellungnahme der 'Internationalen Liga für Menschenrechte' zur Verhaftung Ahmed Khatibs (Bi'ilin)

Mohammed Khatib (Bi'ilin) Bekanntlich wurden vor einigen Tagen auch Menschen aus dem Umkreis des palästinensischen Parents Circle verhaftet. Insgesamt ist der Parents Circle ein Zusammenschluss von palästinensischen und israelischen Eltern, die durch den Konflikt Angehörige zu beklagen haben.
Die Kettenverhaftungen zeigen, daß die israelischen Besatzungsbehörden offenbar definitiv alle zivilgegesellschaftlichen, gewaltfreien Ansätze zerlegen wollen, alle jene Ansätze, die die Basis eines demokratischen Palästina bilden können.

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Gesellschaft [25.01.2010]
27. Januar: Gedenktag für die Opfer der Nazibarbarei
Schimon Peres als Redner im Bundestag – ein Affront (EJJP)

Erklärung der 'Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost – EJJP Deutschland e. V.' zum Auftritt Shimon Peres im Deutschen Bundestag.

Jüdische Stimme für gerechten Frieden Aufruf zu einer Kundgebung am Mittwoch, den 27. Jan., 11:00 bis 13:00 Uhr; Ort: Ecke Scheidemannstraße/Yitzhak-Rabin-Straße (südwestlich vom Bundestag/Reichstag, südöstlich vom Bundeskanzleramt); Anfahrt: Wegen Sicherheitsvorkehrungen am besten vom Hauptbahnhof zu Fuß


Am 27.01. – am Jahrestag der Befreiung der Überlebenden des KZ Auschwitz - wird in der Bundesrepublik und europaweit der Opfer der Nazibarbarei gedacht. In diesem Jahr fällt allerdings ein Schatten auf die Gedenkstunde im Bundestag: Gastredner ist der israelische Staatspräsident Schimon Peres.

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Gesellschaft [24.01.2010]
Unter Besatzung - "Bilal weint ..." (7)

Nachrichten von A. aus Palästina (© C. Latuff) Ich bin gerade auf der Arbeit. Heute Morgen habe ich einen Anruf von meinem Freund Bilal gekriegt. Er war ausser sich. Sagte, Soldaten seien im Haus und es gäbe Probleme.
Bilals Haus liegt auf der anderen Seite der Mauer, direkt hinter dem Checkpoint 300, welches Bethlehem von dem Gebiet, was Israel plötzlich "Jerusalem" nennt, trennt. Seine Familie lebt im Flüchtlingslager Aida, welches auf zwei Seiten von der Mauer abgegrenzt ist. Früher konnte er in einer Minute von dem Haus im Flüchtlingslager zum Haus seiner Großmutter gehen. Jetzt muss er durch den Checkpoint mit einem "Permit", das er alle drei Monate erneuern muss. Der Weg dauert jetzt 20-30 Minuten, wenn es keine Probleme am Checkpoint gibt.

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Gesellschaft [23.01.2010]
Unter Besatzung - "Saeed al-Brijiah ist frei ..." (6)

Nachrichten von A. aus Palästina (© C. Latuff) Der gestern festgenommene Saeed al-Brijiah wurde zwischenzeitlich wieder freigelassen.

Währenddessen geht die isr. Armee mit exzessiver Gewalt gegen die Bewohner des Dorfes Nabi Salah nördlich von Ramallah vor, die regelmässig gegen illegale Siedler auf ihrem Land und gegen den Diebstahl einer auf privatem pal. Land liegenden Quelle demonstrieren.
Youtube.


Gesellschaft [22.01.2010]
Unter Besatzung - "Soldiers kidnapped Saeed al-Brijiah ..." (5)

Nachrichten von A. aus Palästina (© C. Latuff) Friends,
today, no report, but I'll forward you the Imemc article below. Today, before the demo, we had a useful and interesting workshop with a lawyer and activist, who briefed us on our rights in case of detention. He also explained that often, one tactic is to arrest (often younger) people from a village and interrogate them using pressure, informants, etc., and then collect information on the leaders of the popular resistance.

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Medien [22.01.2010]
Pressespiegel

Oslo und das Ende der palästinensischen Unabhängigkeit Analyse: Oslo und das Ende der palästinensischen Unabhängigkeit (J. Massad, aa) / Besatzer: "Jerusalem ist in Gefahr" (ei) / Jerusalem: Sheikj Jarrah Rundumschlag (jd) / Israelis protestieren gegen 'faschistische' Sielder in Jerusalem (ind) / Gaza: MdB nach Besuch in Gaza: "Die Blockade gegen Gaza muss beendet werden" (nd) / Israel zahlt 10,5 Mio. Dollars an UN für Schäden durch 'Cast Lead' (maan) / Hamas akzeptiert Israels 'Existenzrecht' (jpost) / Gazs dünne rote Linien ein Jahr später / Israel: Ethnische Säuberung in Jaffa (reu) / NGO: HRW-Report über Zunahme von Attacken gegen Menschenrechtler (hrw) / PNA: Isr. Premierminister Salam Fayyad nimmt an isr. Sicherheitskonferenz teil (po)


Gesellschaft [20.01.2010]
Unter Besatzung - "Drei weitere Aktivisten in Ni'ilin verhaftet ..." (4)

Nachrichten von A. aus Palästina (© C. Latuff) Pressemitteilung:
Three more arrested in Ni'ilin night raid


Gesellschaft [20.01.2010]
Dt./isr. Kabinettsitzung in Berlin: Eindrücke vom Protest

Von Frank und Renate Dörfel erhielten wir den folgenden Bericht aus Berlin:

"Eindrücke von einem Protest" oder "Was können wir tun, um die Öffentlichkeit zu erreichen?"

Protestieren für Palästina ©Tatif Vorgestern, am Bundeskanzleramt, etwa dort wo bis zum Krieg die Kroll-Oper stand, spielte sich ein im Rückblick geradezu gespenstisches Schauspiel ab: Da standen wir, 100, 200 Menschen – wir wissen es nicht, wir kam nicht zum Zählen, weil wir ständig herumgingen und unsere selbstgebastelten Begrüßungstafeln für Merkels Gäste hoch- und in die Kameras hielten (s. Anhang).

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Medien [19.01.2010]
Pressespiegel

Aufruf zum Boykott des Filmfestivals in Tel Aviv Analyse: Der Gaza-Freedom-March, pal. gewaltfreier Widerstand und internationale Solidarität (pulse) / Besatzer: Nil'in: Besatzer verhaften vier Palästinenser (imemc) / Israel verhaftet pal. Menschenrechtsaktivisten (M. Frykberg, IPS) / Beduinen-Behausung bei Ramallah zerstört (maan) / BDS: England - Demonstration gegen brit. Waffenfabrikanten (pic) / Boykottaufruf für das internationale studentische Filmfestival in Tel Aviv 2010 (ism) / Deutschland: Israel will deutsche Unterseeboote - bezahlt vom deutschen Steuerzahler (dn) / Gaza: Ein noch härterer Krieg am Horizont? (M. Frykberg, ips) / Ein zweiter Krieg um die Ecke? (H. Nimah, ei) / amnesty international: Isr. Blockade erstickt das Alltagsleben (ai) / Interview mit Ewa Jasiewicz (Free Gaza Movement) in Gaza (ei) / 70 Familien von Überflutungen betroffen (pic) / Israel: Türkei: Israel ist ein strategischer Alliierter mit gemeinsamen Interessen (haa)


Gesellschaft [18.01.2010]
Unter Besatzung - "Die Situation wird schlimmer ..." (3)

Nachrichten von A. aus Palästina (© C. Latuff) Liebe Freunde, die Situation hier wird immer schlimmer. Sie berührt das Leben meiner engsten Freunde - und so auch das meine.

Hier ein neues Video.


Gesellschaft [18.01.2010]
Israels Mitgefühl in Haiti kann nicht unser hässliches Gesicht in Gaza vergessen machen (A. Eldar, haaretz)

Gaza: Keine Betroffenheit in Israel Wer sagt, wir lebten abgeschlossen in unserer Tel Aviv Blase? Wieviele kleine, von Feinden umgebene Nationen bauen Feldhospitäler am anderen Ende Welt auf? Gebt uns ein Erdbeben in Haiti, einen Tsunami in Thailand oder eine Terrorattacke in Kenia, und die IDF Öffentlichkeitsabteilung wird trumphieren. Es findet sich immer ein Cargo-Maschine, um Militär-Journalisten einzufliegen, um der Heimatfront über unsere braven jungen Männer zu berichten.

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Gesellschaft [18.01.2010]
Demo-Ankündigung und Presse-Erklärung des Koordinationskreises anlässlich des Besuch des israelischen Kabinetts am 18. Januar

Freiheit für die Palästinenser ...

Anlässlich des Besuchs des israelischen Kabinetts in Berlin am 18. Januar, haben Vertreter des Koordinationskreises Palästina eine Demonstration angemeldet, die südlich des Kanzleramtes von 11:00 bis 13:00 Uhr stattfinden wird. (Ort: Wiese zwischen Paul-Löbe-Allee und Heinrich-von-Gagern-Straße/westliche Verlängerung des Platzes der Republik; Anreise vom S-Bahnhof Brandenburger Tor und mit dem Bus 100).

Basis des Protests ist eine von über 50 Organisationen unterzeichnete Erklärung die neben dem Ende der Belagerung Gazas, dem Stop von Waffenlieferungen auch zur Freilassung pal. Menschenrechtsaktivisten wie Abdallah Abu Rahmah (Bil'in) oder Wa'el Al-Faqeeh (Nablus) aufruft (siehe dazu auch den Aufruf von amnesty internatonal).

Wir werden Sie über den Verlauf der Aktionen auf dem Laufenden halten. (Quelle: Martin Forberg; martin.forberg(at)web.de).

Ergänzende Links:
Israel will Geld für deutsche Kriegsschiffe (O. Nassauer, tagespiegel)


Gesellschaft [17.01.2010]
Unter Besatzung - "Bald wird hier jemand sterben ..." (2)

Nachrichten von A. aus Palästina (© C. Latuff) Ich komme gerade aus dem Dorf zurück. Heute Nacht ist dort nichts passiert (es kann gut sein, dass die Soldaten wussten, dass wir dort waren - dann hätte es ja schon geholfen). Für heute Nacht habe ich noch keine Gruppe.

Gestern waren wir eine ganz kleine Demo und waren dann erstaunt, dass Soldaten auf Dächern von mehreren Häusern im Dorf platziert waren, einige sichtbar, andere versteckt. Ein grosses Militärfahrzeug für den Transport einer Gruppe war auch wohl irgendwo versteckt. Die spinnen.

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Medien [17.01.2010]
Pressespiegel

Freiheit für Wael Al-Faqeeh (Nablus) Besatzer: Mitchell: Araber müssen Druck auf PA erhöhen - Kein Baustopp in Ostjerusalem (haa) / Siedler attackieren 16-jährige in Sheik-Jarrah (pic) / BDS: Ungebaut - Architekt zieht sich aus dem Bau des 'Museums der Toleranz' zurück (tmg) / Goldstone-Report: Diskin drohte Abbas aus der Westbank ein zweites Gaza zu machen (haa) / Gaza: Mubaraks eiserne Mauer (pchron) / Was sind die humanitären Hilfszusagen wert? (pchron) / Ägyptische Mauer gefährdet Gazas Aquifer (maan) / Britischer MP nennt Gazablockade 'teuflisch' (jpost) / Israel: Einstein über Palästina und Zionismus (dv) / Erdogan: Israel und Iran in der Atomfrage gleich behandeln (irib) / Kein Zutritt für Araber (haa) / PNA: Grundsteinlegung von Industriezone bei Bethlehem (maan) / PNA beauftragt Fatwa gegen den Bau von Tunneln in Rafah (jpost)


Gesellschaft [16.01.2010]
Unter Besatzung - Diesmal "nur" Terror ... (1)

Nachrichten von A. aus Palästina (© C. Latuff) Gestern erreichte uns der nachfolgende Bericht von A., einer Internationalistin in den besetzten Gebieten, die versucht allein durch ihre Anwesenheit die Akteure des gewaltlosen Widerstands des Dorfs M. vor den Übergriffen der Besatzer zu schützen.

Der folgende Bericht gibt dem Leser einen nachhaltigen Eindruck von dem damit verbundenen Stress und den Ängsten.

Hintergrund

Liebe Freunde,

nach ein paar Stunden schlaf möchte ich Euch eine Email weiterleiten, die ich an meine Kollegin hier geschrieben habe.

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Kultur [16.01.2010]
'Middle Eastern Cinemas'-Film (MEC) eröffnet Online-Shop

Online-Shop von mec-films Die Verleih und Vertriebsfirma mec (middle eastern cinemas), die sich auf kurze, mittellange und abendfüllende Dokumentar- und Spielfilme aus dem Nahen und Mittleren Osten spezialisiert hat, gibt die Eröffnung ihres neuen Online-Shops bekannt.

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Politik [13.01.2010]
Extremistisch - Kach oder Arbeitspartei?

Palästinensische Flüchtlinge (1948) "Kahane spricht über die Vertreibung der Araber, aber er hat nicht einen einzigen vertrieben. Jene, welche die Araber vertrieben sind genau die, die heute zum Lager der Arbeitspartei gehören. Sie vertrieben hunderttausende ohne mit der Wimper zu zucken, auch während des Sechstagekriegs, von den Golanhöhen. Und niemand hat sich darüber aufgeregt."

General Raphael Eitan (1929-2004) in einem Interview in der Yediot Ahronot (25. Dez. 1987).


Medien [12.01.2010]
Pressespiegel

Palästina 2009 Analyse: Nur Psychiater können Israels Verhalten erklären (G. Levy, cdr) / 2009 in Palästina (aufp) / Besatzer: Isr. entführt tschechische ISM-Medien Koordinatorin aus Ramallah (imemc) / Isr. Lynchjustiz in Nablus - erst schiessen, dann fragen (ei) / Hebron: Isr. Armee verhindert Anpflanzung von Bäumen, schießt auf Fahrer (ei) / BDS: Harter Kampf für akad. Freiheit an amerik. Universitäten (B. Friedman, ei) / Buch: P. Rooij bespricht 'Footnotes in Gaza' (pulse) / Gaza: 'Free Gaza' plant sechs Schiffe nach Gaza zu schicken (fg) / Mitglieder der Samouni-Familie erinnern an das Massaker an ihrer Familie (denow) / Die neue Untergrundmauer - das Ende der Tunnel? (ei) / Das 368. Opfer der Blockade (pt)


Medien [10.01.2010]
Pressespiegel

Gazas schrumpfende Grenzen Analyse: "Israel ist das einzige Apartheidsregime der westlichen Welt" (H. Siegmann, nat) / Besatzer: Landverkäufe der griech. orth. Kirche führen zu inneren Zerwürfnissen (ips) / Jerusalem: 50.000 Araber sollen Jerusalem-Residency verlieren (pic) / BDS: Mitchell droht Israel mit Sanktionen (ynet) / Gaza: Gazas schrumpfende Grenzen - 16 Jahre Oslo-Prozess / Ägypten deportiert Führer des Gaza-Konvois (alj) / Warum Hedy Epstein zum Palästina-Aktivisten wurde (lat) / Israel: Israels Behandlung äthiopischer Juden 'rassistisch' (J. Cook, tn) / Widerstand: Majida Abu Rahmah - Botschaft aus dem Gefängnis (hp)


Gesellschaft [06.01.2010]
100 Teilnehmer des 'Free Gaza Marchs' gelangen in den Gaza-Streifen

"Sie haben uns umarmt und geküsst" Waffentransport der HAMAS durch einen der 'Schmugglertunnels'

In der taz berichtet die GFM-Teilnehmerin Ivesa Lübben von ihrer Ankunft in Gaza, zusammen mit ca. 100 anderen Teilnehmern.

"Nach tagelangen Protesten in Ägypten dürfen 100 Friedensaktivisten in den Gaza-Streifen - auf kurze Zeit und unter Polizeibewachung. Ihre Berichte sind erschütternd."

Den vollständigen Bericht in der taz finden Sie hier.


Gesellschaft [06.01.2010]
'Viva Palestine'-Konvoi trifft in Gaza ein

Nach diplomatischen Interventionen der Türkei und Malaysias durfte der Viva-Palästina-Konvoi schließlich in den Gazastreifen einfahren. Siehe den folgenden Bericht von Al-Jazeera:

Überschattet wurde die Ankunft durch Auseinandersetzungen zwischen wartenden Palästinensern und ägyptischen Polizisten, die zu einer Schiesserei führten, bei der ein ägyptischer Polizist getötet und 35 Palästinenser verletzt wurden.


Politik [05.01.2010]
Majida Abu Rahmah: Mein Ehemann, verhaftet wegen seines Protests gegen die Mauer

Protest von Frauen in Bil'in (2005) Am internationalen Tag der Menschenrechte, 2008, befand sich mein Mann, Abdallah Abu Rahmah, in Berlin, um die Medaille der Internationalen Liga für Menschenrechte entgegen zu nehmen. Letztes Jahr, am selben Tag, dem 10. Dezember, wurde Abdallah um zwei Uhr morgens von zwei Soldaten abgeführt, die in unser Haus auf der Westbank eingebrochen waren. Abdallah wurde genau dafür verhaftet, wofür er den Preis erhielt – für seinen gewaltlosen Kampf für Gerechtigkeit, Gleichheit und Frieden in Israel/Palästina.

Mein Mann ist Schullehrer und Farmer im palästinensischen Dorf Bil'in. Als Israel hier seine Apartheidsmauer errichtete, trennte es Bil'in von mehr wie der Hälfte seines Landes, um damit die Expansion der illegalen Siedlung Ost-Mattityahu zu ermöglichen Als Reaktion darauf begannen Abdallah und anderer Dorfbewohner mit einer Kampagne für den gewaltlosen Widerstand. In den letzten fünf Jahren marschierten wir jeden Freitag mit israelischen und internationalen Unterstützern, um gegen den Diebstahl unseres Landes und unserer Güter zu protestieren.

Den vollständigen englischsprachigen Text finden Sie hier.


Bibliothek [04.01.2010]
Buchrezension: 'Sperrzonen. Israels Architektur der Besatzung' (E. Weizmann) & 'Sie legten den Grundstein' (M. Warhaftig)


Frau Dr. Viktoria Waltz danken wir für die folgende Doppel-Rezension:

Rezension: 'Sperrzonen' & 'Sie legten den Grundstein' Endlich ist eine Veröffentlichung eines israelischen Architekten auf dem deutschen Büchermarkt, der die Rolle von Architektur und Planung bei der Kolonisierung Palästinas enthüllt. Entsprechend gewürdigt bei den (wenigen) Kritikern Israelischer Besatzungspolitik spricht Weizman eine offene Sprache und benennt den gewaltsamen Charakter einer bewussten Architektur, die die Zerstörung Palästinensischer Landschaft, Identität und Geschichte und schließlich der gesellschaftlichen Realität beabsichtigt und eine imaginierte jüdisch/zionistische 'Realität in Stein und Beton' an die Stelle setzt.

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Gesellschaft [02.01.2010]
Gaza-Freiheits-Marschierer verabschieden 'Kairo Deklaration'

Kairoer Erklärung des Gaza Freedom Marchs Zum Endes des 'Gaza Freedom Marchs' verabschiedeten die Marschierer eine 'Kairoer Erklärung'. Darin heisst es unter anderem:

Wir bekräftigen hiermit unsere Forderungen nach:
- dem Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung
- dem Ende der Besatzung
- gleichen Rechten für alle Bewohner im historischen Palästina
- dem Recht auf Rückkehr für die palästinensischen Flüchlinge

Wir bekräftigen daher unsere Unterstützung für den allgemeinen palästinensischen Aufruf vom Juli 2005 für 'Boykott, Desinvestement und Sanktionen' (BDS), um Israel zwingen sich internationalem Recht zu beugen.
Zu diesem Zweck rufen wir zur Initiierung einer globale Massenbewegung auf, einer demokratischen Anti-Apartheidsbewegung, um bei voller Konsultation der palästinensischen Zivil-Gesellschaft den palästinensischen BDS-Aufruf zu implementieren.

Den vollständigen englischsprachigen Text können Sie hier nachlesen.


Medien [01.01.2010]
Pressespiegel

Why I stepped off the bus to Gaza today ... Analyse: 'Zweistaatenlösung immer weniger praktikabel' (J. Cook, jcn) / Israel ist demokratisch für Juden, aber jüdisch für Araber (haa) / Besatzer: Jerusalem - Vertreibung von 1500 Pal. geplant (pic) / Gaza: Wissenschaftsrat der Al-Azhar (Kairo) - "Widerstand gegen unterirdische Blockade Gazas ist unislamisch" (yh) / 'Schande über sie' - Von den Strassen Kairos (zmg) / Bil'in fordert Ende der Belagerung Gazas (psol) / Interview mit W. Rösch-Metzler (pax christi) (pc) / NGO: HRW versteht Israel: 'Israel is understandably frustrated by the difficulty of fighting Hamas' (fpif) / Siedler: Siedlungsbau floriert trotz Baustopp (A. Eldar, haa) / Siedler entwurzeln Bäume und zerstören einzige Quelle (imemc)


Nablus [01.01.2010]
Zum Jahresende bedankt sich die FGHA bei allen Freunden und Förderern

Grüsse an alle Freunde und Förderer der FGHA in Nablus Das Bild zur linken (bitte anklicken) erhielten wir von unseren Freunden, der „Future Generation Hands Organisation” aus Nablus, denen wir hiermit ebenfalls alles Gute für das kommende Jahr wünschen!


Medien [30.12.2009]
Pressespiegel

Gaza Freedom March Analyse: Ägyptens grösseres Problem (M. Bishara, alj) / Besatzer: Israel plant weitere 700 Wohnungen (bbc) / BDS: Isr. Bank in europ. Besitz trennt sich von Siedler-Organisationen (inn) / Gaza Freedom March: Marschierer weisen Angebot 100 Aktivsten einzulassen zurück (alj) / Gaza: Familie bittet um Medikamente für kranken Säugling (maa) / Zeugnis von Wafa al-Radia: Attackiert von einer isr. Drohne (gdn) / Israel: Für amerkanische Teenager, Eintauchen in Hebräisch und Siedlerideologie (fw) / 28 Kilometer destillierte Apartheid (G. Levy, haa)


Gesellschaft [28.12.2009]
Hedy Epstein startet Hungerstreik, um den Zugang zu Gaza zu erzwingen

Hedy Epstein in Kairo Hedy Epstein, eine 85-jährige Holocaustüberlebende und Friedenaktivistin, kündigte an, dass sie heute mit einem Hungerstreik beginnen werde, als Antwort auf die Weigerung der ägyptische Regierung, die Teilnehmer des 'Gaza Freedom March' nach Gaza durch zu lassen.

Frau Epstein ist Teil einer Delegation mit Teilnehmern aus 43 Ländern, die plant sich einem gewaltlosen Marsch von Palästinenser vom Norden Gazas zur Grenze nach Erez anzuschliessen, um das Ende der illegalen Belagerung zu fordern. Ägypten hindert die Marschierer zur Zeit daran Kairo zu verlassen, was sie dazu zwingt nach alternativen Wegen zu suchen, um ihre Stimme hörbar zu machen.

Frau Epstein wird sich heute vor dem UN-Gebäude nahe dem World Trade Center (Cairo) - 1191 Cornish al-Nil - befinden, in Begleitung anderer Hungerstreikender.
"Es ist wichtig die belagerten Menschen in Gaza wissen zu lassen, dass sie nicht alleine sind. Ich möchte den Menschen die ich in Gaza treffen werde mitteilen, dass ich viele Menschen aus meiner Stadt und anderen Orten der USA vertrete, die ausser sich über das sind, was die us-amerikanische, die israelische und die europäischen Regierungen den Palästinensern antun und das unsere Zahl zunimmt", sagte Epstein.

Den vollständigen englischsprachigen Text können Sie hier nachlesen.

Ergänzende Links:
'Anarchists against the Wall' vor Gaza (youtube)


Medien [28.12.2009]
Pressespiegel

Verbrechen am Zeichentisch Analyse: Israel - Macht schafft kein Recht (A. AbuKalil, alj) / BDS: US-Abgeordneter fordert Stop am. Finanzhilfen um Gazablockade zu brechen (mw) / Besatzer: "Verbrechen am Zeichentisch" (dw) / USA fordert isr. Erklärung zu Exekutionen in Nablus (haa) / Weißes Haus kritisiert Siedlungsausbau (maan) / Gaza: Countdown to genocide (S. Karkar, zm) / "Bei der Rückkehr werde ich einen hohen Preis für diese Aussage zahlen müssen" (maan) / War es das wert? (G. Levy, haa) / 'Anarchists against the Wall' vor Gaza (youtube) / PNA: Fatah warnt vor dritter Intifada gegen die PA (ma) / Siedler: Kleinbus überschlägt sich nach Steinwürfen durch Siedler (ynet)


Gesellschaft [27.12.2009]
BDS - "Datteln: Palästinenser schuften für ihre Besatzer"

Datteln: Palästinenser schuften für ihre Besatzer Fast die Hälfte der in der Schweiz verkauften Datteln stammt aus Israel. Israelische Firmen besitzen Plantagen in den besetzten Gebieten und nützen dort Palästinenser als billige Arbeitskräfte aus.
Kassensturz weiss: Auch Schweizer Händler verkaufen Datteln von fragwürdigen Lieferanten.
Interviewpartner: Andre Marty.

Das Video können Sie sich hier ansehen.

Ergänzende Links:
Andre Martys blog
Exposing the iraeli occupation industry: Who profits?


Gesellschaft [27.12.2009]
Gaza Freedom March: Schlechte Nachrichten aus Kairo

Schilder auf den Plätzen der getöteten Schulkameraden Aus Kairo erhielten wir heute schlechte Nachrichten von Dr. Edith Lutz - Deutschlandkoordinatorin des 'Gaza Freedom March'.
Die ägyptische Regierung scheint nicht nur - wie leider zu erwarten - darauf zu beharren, die Teilnehmer nicht nach Gaza einzulassen, sondern sie bemüht sich offenbar auch im Vorfeld darum, die Angereisten mit allen möglichen Mitteln aufzuhalten.

30 Teilnehmer wurden in einem Hotel in El-Arish festgehalten - und dürfen die Stadt nicht verlassen. Eine andere Gruppe von acht Teilnehmern wurde am Busbahnhof festgenommen. Ausserdem sprengte die ägyptische Polizei eine Gedenkveranstaltung für die Opfer in Gaza, der die Marschierer auf der 'Kasr al Nil'-Brücke gedachten.

Parallel dazu schweigen die deutschen Mainstream Medien eisern zu dem Thema - oder sie verbreiten die übliche verzerrte und kontextfreie israelische Darstellung, die aus dem Massaker Ende des vergangenen Jahres einen Akt der Selbstverteidigung macht.

Ergänzende Links:
Brief von Dr. Edith Lutz
25 israelische Aktivisten (Refuseniks) vor Gaza festgenommen


Ipk [24.12.2009]
Gruß zum Jahreswechsel 2010

Free Palesine (Ben Heine) Auch wenn die Ereignisse in Palästina wenig Anlass zu Freude oder Optimismus bieten, um so mehr möchten wir allen Unterstützern, Mitgliedern und Spendern danken und ihnen besinnliche Feiertage sowie ein glückliches neues Jahr 2010 wünschen.
Denn - ein neues Jahr mit neuer Kraft werden alle Freunde Palästinas brauchen, um beim Kampf gegen Dummheit, Lügen und Hass nicht den Mut zu verlieren.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dazu unsere Arbeit durch eine Spende (abzugsfähig) oder durch Ihre Beitrittserklärung (Monatsbeitrag: 10€) unterstützen würden.

Ihr IPK-Vorstand


Höre, Israel! (Erich Fried, 1921-1988)

Als wir verfolgt wurden,
war ich einer von euch.
Wie kann ich das bleiben,
wenn ihr Verfolger werdet?

Eure Sehnsucht war,
wie die anderen Völker zu werden
die euch mordeten.
Nun seid ihr geworden wie sie.

Ihr habt überlebt
die zu euch grausam waren.
Lebt ihre Grausamkeit
in euch jetzt weiter?

Den Geschlagenen habt ihr befohlen:
"Zieht eure Schuhe aus".
Wie den Sündenbock habt ihr sie
in die Wüste getrieben

in die große Moschee des Todes
deren Sandalen Sand sind
doch sie nahmen die Sünde nicht an
die ihr ihnen auflegen wolltet.

Der Eindruck der nackten Füße
im Wüstensand
überdauert die Spuren
eurer Bomben und Panzer.

(Syndikat)


Medien [24.12.2009]
Pressespiegel

Weihnachten unter Besatzung Repression: Warnung: Allgemeiner Volkswiderstand (A. Hass) / Für Palästinenser ist der Besitz gebrauchter isr. Waffen nun ein Verbrechen (A. Hass) / Die Zerschlagung des palästinensischen gewaltlosen Protests (N. Gordon, gdn) / Abdallah Abu Rahmah für Besitz und Zurschaustellung gebrauchter isr. Munition verurteilt (ynet) / Desmond Tutu zur Inhaftierung Abdallah Abu Rahmahs (mw) / Besatzer: UN-Report: Immer weniger Raum für die Palästinenser in Bethlehem (un) / B'tselem: Besatzer verbieten Heirat eines Paars aus Gaza/Bethlehem (bts) / Vertreibung: Israel händigt neue Abrissverfügungen im Jordantal aus (imemc) / Jahalin Beduinen sollen Siedlern weichen - Neue Heimat neben Müllkippe (jpost) / BDS: Tabus fallen, Boycott gewinnt an Einfluss (forward) / PNA: Abbas - 'Nur ich kann eine neue Intifada verhindern' (maan) / Gaza: UN-Menschenrechts-Berichterstatter Richard Falk fordert Sanktionen gegen Israel (ynet) / G. Galloway an Cairo: Öffnet die Tore für den 'Viva Gaza'-Konvoi (ptv) / Israel: Das Licht ausmachen (Y. Laor, haa) / 200 isr. Rekruten-Anwärter an Barak: "Wir werden keine Siedlungen räumen" (jta)


Medien [22.12.2009]
Pressespiegel

IPPNW: Offener Brief für die Freilassung palästinensischer Friedensaktivisten Analyse: Das internationale Recht ist klar: Israelische Siedlungen sind illegal (lat) / Besatzer: CIA in Folterung von Palästinensern verwickelt (gdn) / Keine Kinderklinik für Ost-Jerusalem (Silwan) (haa) / Gaza: Ein Aufruf aus Gaza (pchron)  / Hilfsorganisationen: Welt hat angesichts der Blockade versagt (bbc) / Was ist das Ziel des Gaza Freedom Marchs? - Interview mit Dr. Haidar Eid (pchron) / Ägyp. Offizielle kündigen an, die Gaza-Marschierer nicht durchzulassen (imemc) / Ägypten unter Druck, den Rettungs-Konvoi nach Gaza zu stoppen (pt) / 'Wall of shame' - Ägyptische unterirdische 30m tiefe Stahlbarriere an der Grenze zu Gaza (lat) / G. Galloway verurteilt Araber für mangelnde Beteiligung an Gaza Hilfskonvois (pic) / Israel: Isr. Pathologe gesteht illegale Entnahme von Organen (gdn) / Israelische Ärzte müssen Folter-Anschuldigungen zerstreuen (gdn)


Politik [22.12.2009]
Besatzer am Ende (II)

Jamal Juma (verhaftet 20.12.09) Jamal Juma, the director of the Stop the Wall campaign who met with Fayyad last week to discuss the ban, said the number of Palestinians employed in Israeli communities in the West Bank is much higher than the official numbers.

"Officially Israel gives permissions to between 10,000 and 15,000 Palestinians to work in settlements but it's more like 30,000 workers when you include Palestinians working both legally and illegally," he told The Media Line after the meeting with Fayyad. "The settlements are completely dependent on cheap Palestinian labor for their infrastructure so I think we can really hurt the settlements if all Palestinians stop working there."

Juma was arrested by Israel less than 48 hours after speaking with The Media Line.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Ergänzende Links:
Bericht von 'theRealNews' über die Verhaftung führender israelischer und palästinensischer Aktivisten
Interview mit Juma (Oktober 09) von E. Cantorow (znet)


Politik [20.12.2009]
Besatzer am Ende: Israel inhaftiert weiteren 'Graswurzel Aktivisten'

Am Abend des 20. Dezember wurde nunmehr der dritte prominente palästinensische Aktivist von den israelischen Behörden verhaftet, bzw. gefangen genommen.
Nach Muhammad Othman und Abdallah Abu Rahma aus Bil'in traf es nun den auch in Deutschland recht bekannten Aktvisten Jamal Juma.

Jamal Juma (verhaftet 20.12.09) Muhammad Othman (verhaftet 22.09.09) Adballah Rahmah (verhaftet 12.10.09)

Das IPK protestiert hiermit gegen die Inhaftierung Jamal Jumas - die ganz offensichtlich Teil einer Kampagne zur Zerstörung des palästinensischen zivilen Widerstands gegen die Besatzung ist. Eine Kampagne, der sich europäische NGOs in den Weg stellen müssen.

Jedoch, so traurig die auch Nachricht ist - so sehr zeigt sie doch auch, daß die Besatzer Arbeit von Juma, Othman und Rahmah ernst nehmen. Das sie zurecht fürchten, daß die Tage der straflosen und folgenlosen Besatzung gezählt sind.

Ergänzende Links:
Jamal Juma, coordinator of the Stop the Wall Campaign, in Israeli jail
Bericht von 'theRealNews' über die Verhaftung führender israelischer und palästinensischer Aktivisten


Gesellschaft [18.12.2009]
Kampagne zur Freilassung israelischer Kriegsdienstverweigerer

'FREE THE SHMINISTIM – ISRAEL'S YOUNG CONSCIENTIOUS OBJECTORS'.

Die Shministim sind israelische 'High School' Studenten, die für ihre Weigerung in den besetzten Gebieten zu dienen eingesperrt wurden.

Der 18. Dezember 2008 ist der Tag, an dem die erste globale Kampagne für ihre Freilassung aus dem Gefängnis gestartet wurde.

Den aktuellen Aufruf - mit der Möglichkeit einen Brief an den isr. Verteidigungsminister zu senden - finden Sie hier.

Ergänzende Links:
Solidarity with jailed Israeli Conscientious Objectors in the Palestinian weekly demonstrations (anarchists against the wall)


Medien [18.12.2009]
SEMIT 06/09


  Eine Inhaltsauswahl:

Deutschland: Für den Erhalt der freien Meinungsbildung (arbeiterfotografie), Antideutsche Provokation in Frankfurt/Main verhindert (C. Kneffel), Ein Lehrstück zur Demokratie in Deutschland – Was ist pro-israelisch? (S. Schiffer), Kurswechsel in der Nahostpolitik (G. Fulda) / Israel: Der Gerichtshof zeigt keine Gnade (N. P. Elhanan), Boykott Israel (N. Gordon), Gaza in Conflict (A. Loewenstein), Köln rettete 1996 die Ehre der deutschen Politik (R. Neudeck), Aufgeschobene Gerechtigkeit ist aufgehobene Gerechtigkeit (S. Nathan), Was bedeutet "demographische Zusammensetzung"? (K. Weiss), "Die Gnade der späten Geburt" (I. Musa) / Kultur: Jewishness as a blue cloak (Interview mit E. Dischereit) / Essay: "Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen" (A. Hoffmann), Davka: Jüdische Künstler in Deutschland – Tanya Ury (H. Rheinz)

Die SEMIT 06/09 ist in unserer Präsenzbibliothek einsehbar.


Meinung [17.12.2009]
Israel - die einzige Demokratie des Nahen Ostens? Mythos und Wirklichkeit

v. Dr. Viktoria Waltz

Manches scheint inzwischen in der Öffentlichkeit angekommen zu sein und kritisch gesehen zu werden:
Zerstörung in Silwan (icahd, 11.11.09)
 • Israel zerstört jegliche Hoffnungen auf Frieden willentlich durch weiteren Siedlungsbau und eine weitreichende Kolonisierung der West Bank
 • Israel zerstört willkürlich und nach Plan ganze Wohnquartiere palästinensischer Familien in Ost - dem arabischen - Jerusalem und widersetzt sich faktisch der internationalen Entscheidung, dass dies die Hauptstadt des palästinensischen Staates wird
 • Israel hat in dem letzten Angriff auf Gaza im Dez 08/Jan. 09 Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verletzung der Menschenrechte und der Genfer Konvention begangen - das ergibt sich aus dem Goldstone Bericht zweifellos
 • Israel erlaubt sich all dieses weil im Kern die USA und Europa, voran Deutschland, ihre vollständige Unterstützung dieses zionistischen Staates immer wieder zusichern, Waffen und Geld liefern und bedingungslose 'Solidarität' zusichern.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Politik [17.12.2009]
Tzipi Livni entgeht der Verhaftung in England

Tzipi Livni zu Besuch in England Am Dienstag dieser Woche entzog sich die Vorsitzende der Kadima-Partei und Mitverantwortliche für das Massaker im Gaza-Streifen, Tzipi Livni, einer möglichen Verhaftung, indem sie einen geplanten Aufritt bei einer Veranstaltung des 'Jewish National Fund' (JNF) in England kurzfristig absagte.

Nach Protesten der isr. Regierung - die erklärte, daß dieses Vorgehen die englische Beteiligung am 'Friedensprozess' gefährde -, erklärten die englischen Behörden alles unternehmen zu wollen, um israelische Politiker vor den Nachstellungen der eigenen Justiz zu schützen. Damit wolle man Beitrag zum Frieden im Nahen Osten zu leisten, erklärte der englische Aussenminister.

Hauptgegenstand der JNF-Veranstaltung war eine Promotion für die Ansiedlung von 300.000 Juden im Negev.

Ergänzende Links:
SPIEGEL: Israel empört über britischen Haftbefehl gegen Livni
haaretz: Negev group: Israel misinformed UN about woes of Bedouin


Bibliothek [15.12.2009]
Buchvorstellung: „Falastin” von Hubert Haddad bei 'Nautilus'

Link zum Verlag

Der Schweizer Journalist Andre Marty schreibt in seiner Rezension:

Literatur vom Feinsten. Auch wenn ein bisschen geografische Vorkenntnis nicht schaden kann, der tunesisch – algerische Schriftsteller Hubert Abraham Haddad liefert einen erschütternden Eindruck von der Liebe in Zeiten der Besatzung rund um die Stadt Hebron. Falastin und Nessim, die Palästinenserin und der israelische Soldat erleben für den Leser das Unmögliche. 156 feinfühlige Seiten erzählen vom Alltag, von der Radikalisierung, von der Liebe und vom Hass für das nicht bestehende Heimatland. Von den guten und üblen Seiten der Besatzung.

Wer's eher sanft mag, ohne die politischen Realitäten auszublenden, der wird lange an Palestine zu nagen haben.

Das Buch kann in der Präsenzbibliothek des IPK eingesehen werden.


Ipk [14.12.2009]
Abschluss von 'Solidarität mit den Menschen in Palästina' (11. Dez)

G. Kapo (Mezartha) begleitet die Rezitatoren Das IPK möchte hiermit allen Beteiligten danken, die zu dem grossartigen Abend am Freitag beitrugen, von dem sich alle angetan zeigten, die wir dazu ansprachen.

Für ihre solidarische Mitarbeit danken wir hiermit:
Kai Hofstetter (Technik), Mustapha Inahkamen (Rezitation), Dr. Edith Lutz (Referentin), den Mitgliedern von Mezartha (Musik) - insbesondere Gert Kapo und Habib El-Berri, Jalil Schwarz (Friedenkoch) Christiane Sturm (Rezitation) sowie unseren PraktikantInnen und FreundInnen, ohne wir diesen Abend nicht hätten durchführen können. Danken möchten wir auch den Vertretern der Hochschulgruppe Palästina Israel aus Mainz.

Der Erlös des Abends wird nach Abzug der Kosten zur einen Hälfte an die 'Future Generation Hands Organisation' in Nablus - zur anderem Hälfte an ein Projekt der 'Palestinian Medical Relief Society' in Gaza (vermittels 'medico international') gehen.

Ergänzende Links:
Video von Edith Lutz mit Bildern aus Gaza.
Bericht der tagesschau von der Landung der Liberty in Gaza


Medien [14.12.2009]
Pressespiegel

Isr. Grenzer exekutieren Laptop Besatzung: Die Rolle isr. akademischer Institutionen bei der Besatzung (ei) / BDS: England verlangt Kennzeichnung von Produkten aus isr. Siedlungen (gdn) / Angst vor Verhaftung - Tzipi Livni sagt JNF-Veranstaltung in England ab (thej) / Flashmob attackiert englische Niederlassung von isr. Kosmetikfirma (ind) / Christliche Palästinenser fordern Kirchen zu Boykott auf (ei) / Gaza: Ein Jahr später (D. MacIntyre, ind) / Bericht über den anstehenden Gaza-Freedom-March (copi) / Geschichte: Kindheitserinnerungen an die Nakba (pchron) / Hasbara: SPIEGEL: 'Supermärkte kennzeichnen "jüdische" Produkte' (spon) / Israel: Araber kämpft 12 Jahre um Baugenehmigung in jüd. Stadt (haa) / Negev Forum: Israel liefert der UN falsche Informationen zur Lage der Beduinen (haa) / Siedler: Siedler setzen Moschee in Yasuf in Brand (tim) / Siedler "bestrafen" Palästinenser für die Räumung von Siedlungen (tim)


Politik [14.12.2009]
Chronik 14.12.1948 - UNO beschliesst UN-Resolution 194

Paragraph 11

... beschließt, daß denjenigen Flüchtlingen, die zu ihren Wohnstätten zurückkehren und in Frieden mit ihren Nachbarn leben wollen, dies zum frühestmöglichen Zeitpunkt gestattet werden soll und daß für das Eigentum derjenigen, die sich entscheiden, nicht zurückzukehren, sowie für den Verlust oder die Beschädigung von Eigentum, auf der Grundlage internationalen Rechts oder nach Billigkeit von den verantwortlichen Regierungen und Behörden Entschädigung gezahlt werden soll

Ergänzende Links:
IPK-Chronik / UN-Resolution 194


Ipk [11.12.2009]
Veranstaltungsankündigung: 11. Dez., Bonn
'Solidarität mit den Menschen in Palästina'

Solidarität mit Gaza (Burhan Karkutli) Am 27. Dez. 2009 jährt sich zum ersten Mal der Beginn des israelischen Überfalls auf den Gazastreifen, dem hunderte von wehr- und schutzlosen palästinensischen Zivilisten zum Opfer fielen.
Bis zum heutigen Tag schneiden die israelischen Belagerer die Menschen in Gaza von lebensnotwendigen Gütern ab, was tagtäglich zum Tod Schwerstkranker führt.

Zum Gedenken an die Opfer und in der Solidarität mit den Überlebenden, veranstaltet das IPK am 11.12. ab 19:00 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr) im Grundmannhaus in Bonn Kessenich einen Solidaritätsabend. Eingeladen wurden dazu die 'Free Gaza' Aktivistin Dr. Edith Lutz, die renommierte Musikgruppe Mezartha (Weltmusik) und ein deutsch-/arabisches Rezitations-Duo, das mit einem Vortrag arabischer Lyrik begeistert.

Das Programm und weitere Details finden Sie hier. Den aktuellen Flyer finden Sie hier.


Politik [10.12.2009]
Walid Khalidi spricht zum 'Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk' (29. Nov 09)

Institute for Palestine Studies Am 30.11. trat anlässlich des 'Tags der Solidarität mit dem palästinensischen Volk' - dem 29. November - in New York das 'UN-Komitee für die unveräusserlichen Rechte des palästinensischen Volks' zusammen.
Gast des Komitees war der palästinensische Historiker Walid Khalidi (1925-), der Gründer des 'Institute for Palestine Studies'.

Den Kern seines Vortrags bildete Jerusalem - die religiöse und die politische Bedeutung der Stadt, die von drei Weltreligionen für sich reklamiert wird.

Den bemerkenswerten Vortrag können Sie unter den folgenden Links betrachten:
Part I / Part II / Part III / Part IV / Part V


Ipk [09.12.2009]
Aktualisierung: 'Solidarität mit den Menschen in Palästina' (11. Dez)

Grenzgänge im Januar; Edith Lutz (10,00 EU) Nach dem Vortrag von Dr. Edith Lutz, der Deutschland-Koordinatorin des 'Gaza Freedom Marchs', besteht die Möglichkeit das nebenstehende Buch von ihr signieren zu lassen, in dem sie Israel/Palästina aus einer sehr persönlichen Perspektive beschreibt.

Neben weiteren Büchern aus dem Programm des Aphorisma-Verlags können Sie am 11. Dezember die folgenden Bücher bei uns erwerben: Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina?; Ellen Rohlfs (10,00 EU) Der Palästinakonflikt - Wissen was stimmt; Alexander Flores (8,95 EU) Gaza; Bettina Marx (19,90 EU) Hennanacht; Nemat Khaled (19,90 EU) Gaza - Die Kriegsverbrechen Israels; Ricci (7,50 EU) Israel - Kolonialstaat in der Sackgasse (7,50 EU) Die ethnische Säuberung Palästinas; Ilan Pappe (22,00 EU) Unter der Oberfläche; Johannes Zang (15,00 EU)




Medien [09.12.2009]
Pressespiegel

Kanke Palästinenser am Erez Übergang Analyse: Pappe-Interview: 'Der Zionismus war eine koloniale Bewegung' (R. Hintze, jw) / Interview mit Ali Abuimah (pulse) / Die militärische Bedrohung (haa) / Meinung: 'auf der Westbank ... schlimmer wie alle Pogrome' (S. Aloni, yet) / H.G. Meyer: "Israel streut der Welt Sand in die Augen" (pp) / Besatzer: Jerusalem 2008: 4577 Pal. das Wohnrecht entzogen (gd) / Siedler-Rabbis erklären Pal. zu Vogelfreien (pic) / Jerusalem: Geschichte und Archäologie werden manipuliert (jw) / BDS: PA forciert Boykott von Waren aus Siedlungen (cbsn) / Türkei: Keine Manöver mit den Tätern von Gaza (haa) / Inland: Deutsche Diplomaten kritisieren Israel (rpo) / Die Holocaust-Industrie und die "Holocaust-Religion" (S. Elam, soal) / Israel: Isr. Beduinen wird das Wahlrecht verweigert (J. Cook, gr) / Isr. Justizminister fordert Einführung von Torah-Recht (ynet) / Siedler: Extremisten werden aus den USA finanziert (gdn) / Widerstand: Bilin - Repressalien werden verschärft (ei)


Bibliothek [08.12.2009]
Buchvorstellung: „Von Mohammed bis al-Qaida - Einblicke in die Welt des Islam” von Walter Dostal (2008)

von Walter Dostal Seit den Anschlägen auf das World Trade Center in New York beherrscht die Angst vor islamistischem Terror die westliche Welt – eine Angst, die die Grundlage tiefgreifender Einschnitte in die Demokratie ist.
Auf der Grundlage langjähriger Feldforschungen in Arabien liefert Dostal eine fundierte und kritische Untersuchung des Islam. In einer Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse der Qureisch – jenes Stammverbands, dem der Prophet angehörte – erklärt er die folgenreiche Spaltung der frühislamischen Gesellschaft in Omajaden und Abbasiden und die Gründe für das Aufkommen der Schi´a. Anhand einer Rekonstruktion des Weltbilds der aktiven islamistischen Terroristen analysiert Dostal die Kriegserklärung an den nicht-muslimischen Westen. Dass es aber auch eine innerislamische Ablehnung des Terrors gibt, beweisen Qadi al-Hitars Bemühungen um eine Wiedereingliederung ehemaliger jemenitischer Qaída-Kämpfer.

Das Buch kann in der Präsenzbibliothek des IPK eingesehen werden.

Ergänzende Links:
Rezension (Die Presse.com)


Ipk [07.12.2009]
Aktualisierung: 'Solidarität mit den Menschen in Palästina' (11. Dez)

Jalil der Friedenskoch Das IPK freut sich, daß am Abend auch Jalil den Friedenskoch unter uns weilen wird, um die Gäste mit arabischem Kaffee zu bewirten.

Gaza Freedom March Gert Kapo von Mezartha hat für den Abend einen Überraschungsgast angekündigt - den auch wir noch nicht kennen. Und die Gaza-Freedom-March-Aktivistin Dr. Edith Lutz lässt uns wissen, daß sie FreundInnen mitbringen wird, die an dem Marsch teilnehmen werden.


Gesellschaft [06.12.2009]
Vortrag von Ali Abunimah auf der 'Boykott-, Desinvestment-, Sanktions-Konferenz' in New Hampshire (MA) (21. Nov.)

Vortrag von Ali Abunimah Ali Abunimah, einer der Gründer der Website 'electronic intifada', hielt auf der BDS-Konferenz in New Hamshire (MA) einen bemerkenswerten, aktuellen Vortrag zu Stand, Zielen und Perspektiven der BDS-Bewegung:

Abunimah übersieht darin durchaus nicht die Unterschiede zwischen Israel und Südafrika, das anders wie Israel davon absah Straßensysteme nur für Weisse zu bauen und davon seine Townships mit Kampfflugzeugen zu bombardieren und sie regelrecht auszuhungern.
Das Beispiel Südafrikas zeige - so Abunimah, daß das Ende des Apartheidregimes nicht durch den bewaffneten Widerstand herbeigeführt werden konnte - dessen Übermacht zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Das Ende des Apartheidregimes sei vielmehr die Folge der Erosion und schliesslich des Zusammenbrechens seiner Legitimität gewesen.
Erst dieser Zusammenbruch bewirkte die internationale Ablehnung und Isolation Südafrikas, die dazu geführt habe, daß die Fortsetzung der Apartheid in den Augen der Weissen als nicht mehr lohnenswert erschien.

Diese und andere interessante Erkenntnisse und Ideen finden Sie hier (englischsprachig).


Ipk [06.12.2009]
Präsente aus dem IPK-Shop

Falls Sie für Ihre Lieben oder Freunde ein kleines - eventuell weihnachtliches - Geschenk suchen, so besuchen Sie uns doch elektronisch per Email oder in unserem Büro in Bonn. Eine kleine Auswahl sehen Sie hier:

Glocke mit Krippe Maria und Josef Engel (klein) Handala am Halsband Maria und Josef Krippe (klein) Weihnachtsschmuck Schlüsselanhänger aus Gaza Armband aus Perlen Tasche aus Gaza Salatbesteck Weihnachtsstern Untersetzer aus Gaza Krippe geschnitzt Krippe (klein) Kerze in Glockenform Maria und Josef (geschnitzt) Spiegel aus Gaza Kerze in Fischform Karawane Glocken mit Krippenmotiv Krippe (gross) Dose aus Gaza (Holz) Krippe (mittel) Dose aus Gaza Maria mit Kind (geschnitzt) Handala am Halsband Dose aus Gaza (Holz) Handalas Baumschmuck aus Holz Etui aus Gaza CD: Rezitation von Mahmoud Darwish Karawane Ohrclips (Holz) Krippe (mittel) Kerze in Öllampenform



Gesellschaft [04.12.2009]
Gemeinsame Kabinettssitzung der deutschen und der israelischen Regierung verschoben

Demonstranten gegen die gemeinsame Kabinettssitzung Die für diesen Montag geplanten deutsch-israelischen Regierungskonsultationen sind wegen einer Erkrankung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf Anfang 2010 verschoben worden. Das teilte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Sonntagabend in Berlin mit. Der israelische Ministerpräsident habe hohes Fieber.

Ergänzende Links:
Deutschland und Israel verschieben gemeinsame Kabinettssitzung (SPIEGEL)


Zensur [04.12.2009]
München: OB Christian Ude fordert Stop der Unterstützung für die DIG!?

"Man muß Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer." (Elie Wiesel)

Aus Sicht des deutschen Arms der Israel-Lobby, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), war der 23. Oktober in München ein Erfolgstag. Denn just an diesem Tag entzog die Stadt München - nach einem Schreiben der DIG an die Stadträte und den OB der Stadt - den Veranstaltern von 'Salam Shalom' in letzter Minute die Räumlichkeiten für eine Veranstaltung mit Ilan Pappe, dem Autor von 'Die ethnische Säuberung Palästinas'.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Gesellschaft [30.11.2009]
Protest gegen die gemeinsame Kabinettssitzung der deutschen und der israelischen Regierung

Protestaufruf für Berlin 30.11. Am 30.11.2009 wird in Berlin eine gemeinsame Sitzung der deutschen und der israelischen Regierung stattfinden. Dagegen soll zwischen 10:00 und 13:00 Uhr, südlich des Kanzleramtes eine angemeldete Demonstration stattfinden.

Dazu hat uns der folgende Protestaufruf erreicht:

Wir protestieren aus Anlass der gemeinsamen Kabinettsitzung der Regierungen Israels und Deutschlands gegen die Besatzungs-, Siedlungs- und Kriegspolitik der israelischen Regierung und die menschenverachtende Blockade des Gazastreifens. Gemeinsame Kabinettsitzungen bestärken Israel in seiner Haltung. Es muss aber für Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen zur Rechenschaft gezogen werden.

Den vollständigen Aufruf finden Sie hier.


Medien [27.11.2009]
Pressespiegel

Interview mit dem Regisseur von 'Einen Elefanten schiessen' Analyse: 'Das Land hat nie den Indianern gehört.' (R. Baroud, pchron) / Meinung: Was die Palästinenser für die Freilassung G. Shalits verlangen sollten (R. Amiri, cp) / Besatzer:"Wir müssen sie alle töten": Effi Eitam, der Brutalo-Messias (ei) / Beitar Illit: Arabische Arbeiter gefährden den 'Geist' der Stadt (ynet) / 69 Anzeigen von Zerstörungen pal. Olivenbäume - 0 Anklagen (Yesh Din) (haa) / Isr. Armee soll pal. Schulkinder vor Attacken isr. Siedler schützen (sky) / BDS: '... Desinvestment und Sankions-Kampagne gewinnt an Fahrt ...' (haa) /  'Boykott Teil eines Eisbergs, der Israels Legitimität bedroht' (haa) /  'Boykott Teil einer anwachsenden anti-israelischen Welle' (ynet) /  'Israel steht for einer westlichen Boykottbewegung' (haa) /  'Israels Ansehen im freien Fall' (ynet) /  Holland lässt Herkunft von Ahava-Produkten klären (ynet) / Gaza: Interview mit dem Regisseur von 'Einen Elefanten schiessen' (tla) / "To shoot an Elephant" / Israel: Südafr. Regierung: Israel praktiziert Apartheid in Jerusalem (haa) / Umfrage: Ethnische Säuberung ist die populärste Lösung (as) / Auftritt von Ali Abunimah auf BDS-Konferenz in Hampshire (video) (mw) / PNA: Abbas: Keine neue Intifada (haa) / Inland: Keine deutschen Korvetten für Israels Kriege (ippnw)


Bibliothek [25.11.2009]
„Der palästinensische Dichter Mahmud Darwisch (1941-2008)” - Bachelorarbeit von K. Kretschmann

Der palästinensische Dichter Mahmud Darwisch (1941-2008) Das IPK dankt Frau Kristin Kretschmann für ihre Zustimmung, ihre Bachelorarbeit - „Der palästinensische Dichter Mahmud Darwisch (1941-2008)” - auf den Seiten des IPK zu veröffentlichen:

„Ich will die Sache meines Volkes in allen Ausmaßen auf den Seiten des humanistischen Gedichtbandes festhalten, wie sie es verdient.“ Mit diesen Worten beschreibt Mahmud Darwisch in einem Gespräch 1968 selbst die Rolle, in der er seine Dichtung sieht. Sie sollte Ausdruck des Verlustes seines Volkes der Heimat, seines Leidens unter der israelischen Besatzung und dem Exil und vor allem des Widerstands sein – und ist es bis heute. Weltweit ist Mahmud Darwisch bekannt als Dichter der besetzten Erde, als Dichter des palästinensischen Widerstands. Sein persönliches Schicksal und seine Identität verschmilzen mit denen seines gesamten Volkes. Er verkörpert die Opfer, die der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern gefordert hat und bringt die Probleme zur Sprache, die er hervorgebracht hat.

Die Arbeit können Sie hier einsehen.


Bibliothek [20.11.2009]
Buchvorstellung: „Geheimoperation Nahost” von Buchard Brentjes (2001)

von Buchard Brentjes Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse stiessen wir auf das Buch "Geheimoperation Nahost", das uns der Verlag freundlicherweise zur Verfügung stellte,
Der Verlag schreibt zu dem Werk:

In den 30er Jahren arbeiteten zionistische Kreise in Palästina und Berliner Geheimdienstleute zusammen. Sie einte die Feindschaft gegenüber den Briten. Aus dieser temporären Verbindung wuchs später die Zusammenarbeit von Mossad und Bundesnachrichtendienst. Vermutlich ist das der Grund, weshalb bis heute auf deutscher wie auch auf israelischer Seite nie über dieses finstere Kapitel gesprochen oder gar geschrieben wird.

Der international renommierte Wissenschaftler Burchard Brentjes publiziert erstmals die verräterischen Akten.

Das Buch kann in der Präsenzbibliothek des IPK eingesehen werden.


Ipk [20.11.2009]
IPK am Wochenende (21.-22. Nov. ) auf der Bonner Buchmesse

Stand des IPK im Haus der Geschichte ... Das IPK befindet sich zur Zeit mit einem eigenen Stand auf der Bonner Buchmesse Migration im 'Haus der Geschichte', zusammen mit dem ALAWI-Verlag und der Bonner Büchergilde.

Neben Büchern aus dem Bestand des IPK - von Autoren wie Ilan Pappe, Bettina Marx und Alexander Flores - bietet die Büchergilde ein handverlesenes Sortiment von Büchern rund um die Themen 'Naher Osten' und 'Islam' an. Vervollständigt wird das Buchangebot durch zwei neue Bücher des ALAWI-Verlags, der sich auf Übersetzungen von arabischen Autorinnen spezialisiert hat.
Parallel dazu wird auch Kunsthandwerkliches aus Gaza und Bethlehem angeboten.

Über Ihren Besuch würde sich unser Team sehr freuen.


Politik [20.11.2009]
'Wir haben genug Obama' (Dr. Haidar Eid)

Barrack Obama & Edward Said
Sehr geehrter Herr Präsident,

wahrscheinlich werden Sie diesen Brief wegen Ihres vollen Terminkalenders nicht lesen und auch wegen der Berge von Post, die Sie von Präsidenten, Königen, Prinzen, Scheiks und Ministerpräsidenten bekommen. Wer ist schon ein palästinensischer Akademiker aus dem Gazastreifen, der die Frechheit besitzt, einen offenen Brief an den Präsidenten der USA zu schreiben? Was diesen Brief ausgelöst hat, ist ein Photo Eurer Exzellenz, auf dem Sie neben dem inzwischen verstorbenen palästinensischen Intellektuellen Edward Said sitzen. ...

Den vollständigen Text in der Übersetzung von Ellen Rohlfs finden Sie hier.

Ergänzende Links:
Interview mit dem BDS-Aktivisten Dr. Haidar Eid
Dr. Joseph Massad über den Nobelpreis für Barrack Obama


Medien [18.11.2009]
Pressespiegel

Bewohner Gazas erwartet ein harter Winter Meinung: Die desaströse Präsidentschaft Abbas (R. Amiri, cp) / Z. Zubeidi (Jenin) - "Für sofortige Auflösung der Autonomiebehörde" (uka) / Besatzer: "Der Messias kommt erst, wenn die Araber weg sind" (J. Zang, uka) / BDS: Pal. BDS-Bewegung fordert GCC zum Boykott auf (gn) / Gaza: Bewohner Gazas erwartet ein harter Winter (M. Fykberg, ips) / Tötung aus Versehen (jw) / Goldstone: Liebermann: "Erst verlangt PA Hilfe bei der Zerschlagung der HAMAS, dann beklagt sie sich" (imc) / Israel: Weitere jüdische Stadt schafft Regelungen um Araber fernzuhalten (haa) / Netanjahu: "Refuseniks bedeuten Israels Kollaps" (haa) / Wer bezahlt den Rabbi, der die Tötung nichtjüdischer Babies unterstützt? (haa) / McCarthysmus an isr. Universitäten (J. Cook, aw) / PNA: Abbas: "Einzige Lösung ist die Erklärung eines pal. Staates (haa) / Siedler: US-am. Bundesstaaten-Abgeordneter will 50 Siedlungs-Wohneinheiten kaufen (cdr)


Gesellschaft [15.11.2009]
Juden und Deutsche – Zwischen aufgeklärter und verklärter Symbiose! (R. Moskovitz)

Pervertierte Symbiose ... Diese Symbiose pervertiert allerdings die unter Hitler untergegangene Symbiose... . Heute kann man von einer fast kriminellen deutsch-jüdischen Symbiose sprechen. Diese entstand aus der Tragik der Geschichte. Das führte dazu, dass die meisten Juden sich als ultimative Opfer fühlen und darstellen, auch wenn sie eigentlich schon Täter geworden sind. Dagegen nehmen die Deutschen eine Schuldidentität an, auch wenn sie schon keine Täter mehr sind. ... Wegen des "besonderen Verhältnisses", das Deutschland mit Israel verbindet, solidarisiert sich Deutschland fortwährend und undifferenziert mit der Politik Israels, die sich schon seit der Staatsgründung als friedenswidrig zeigt.

Den vollständigen Text finden Sie hier.


Politik [13.11.2009]
Fayyad und Abu Amr über die Krise (H. Cobban)

Gestern hatte unsere Gruppe ein 40-minütiges inoffizielles Gespräch mit dem sehr pro-amerikanischen Ministerpräsidenten 'Salam Fayyad'. Wir hatten auch eine längere Diskussion mit Ziad Abu Amr, dem Aussenminister der kurzlebigen Einheitsregierung von 2007 und engen Vertrauten Abbas. Beide waren extrem bedrückt und zeigten sehr deutlich, wie sehr sich die äusserst pro-amerikanische PA-Führung von der Obama-Administration betrogen fühle.
Abu Amr sagte: "Abbas hat sich vollständig nach den Vorgaben gerichtet. Die PA hat Palästinenser getötet um zu beweisen, daß sie bereit ist israelischen Sicherheitsinteressen zu dienen.
Was hat er dafür bekommen? Nur die Fortsetzung des Siedlungsausbaus, Hauszerstörungen und Enteignungen.
Wenn das so weiter geht, dann wird und sollte er nicht weiter im Amt bleiben."

Den vollständigen Beitrag von Helena Cobban finden Sie hier.


Gesellschaft [12.11.2009]
Projekt für die dezentrale Energieversorgung palästinensischer Siedlungen benötigt Ihre Online-Unterstützung

COMET bringt Licht ins Zelt Das Projekt einer NGO - COMET-ME (Community, Energy and Technology in the Middle East) - in Palästina, die pal. Siedlungen bei Hebron ohne Anschluss an das öffentliche Stromnetz, auf Basis dezentraler, nachhaltiger Technologien zu elektrischem Strom verhilft, wurde von einer von der BBC, Newsweek und Shell getragenen Organisation als ein besonders förderungswürdiges Projekt zur nachhaltigen, dezentralen kommunalen Versorgung anerkannt.
Mit Ihrer Stimme können Sie dieses Projekt zum 'Gewinner' machen, und damit auch den Menschen bei Hebron helfen.


Medien [11.11.2009]
Pressespiegel

London 1989: Bus mit Werbung für den Boykott Südafrikas Analyse: Israels Juden und die Ein-Staaten-Lösung (A. Abunimah, ei) / Das Ministerium für sinnlose Gesten (St. Walt, fp) / Buch: Israels Apartheid für Anfänger (B. White) / BDS: Pal. Studenten in Israel fordern Boykott isr. Unis (aic) / Französische Gewerkschaft CNT für Boykott Israels (maan) / Portugiesischer Wasserversorger kollaboriert mit isr. Unternehmen (ei) / Gaza: Gaza benötigt Baumaterial vor Wintereinbruch (ap) / Geschichte: Pal. Flüchlinge == Isr. Flüchtlinge? (pulse) / Siedler: Wie Israel den Kampf um die Siedlungen gewann (R. Baroud, pchron)


Gesellschaft [09.11.2009]
20 Jahre Mauerfall: Auch diese Mauer muss weg

Mauerfall 1989 / Mauerfall 2009 Am Montag dem 9. November rissen ca. einhundert Palästinenser - Fahnen schwingend und bekleidet mit floureszierenden Westen, bedruckt mit dem Slogan "Wir kommen nach Jerusalem" - bei Kalandia einen Teil der Betonmauer nieder.

Dabei verteilte die Gruppe ein Flugblatt mit folgendem Inhalt:

Am neunten November 1989 wurde die Welt Zeuge des Falls der Berliner Mauer.
Am selben Tag, zwanzig Jahre später hat eine Gruppe von Palästinensern einen Teil der Apartheidmauer um Jerusalem zu Fall gebracht.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Gesellschaft [08.11.2009]
Hitler besiegt? Avraham Burg im Interview mit Mona Sarkis

Avraham Burg © SEMIT Unter dem Titel 'Im Zionismus stecken geblieben' veröffentlichte telepolis zu Beginn des Monats ein Interview von Mona Sarkis mit Avraham Burg - dem Author von "Hitler besiegen".

In der Einleitung des Interviews merkt M. Sarkis an:
Und so scheint es, Avraham Burg ist keineswegs selbst am Ende dessen angelangt, wozu er seine Landsleute aufruft: der Abschiednahme vom Zionismus – so mein Eindruck aus dem Gespräch mit Avraham Burg.

Das vollständige Interview finden Sie hier.

Ergänzende Links:
Gefangen im nationalen Trauma (qantara)


Medien [08.11.2009]
Pressespiegel

Ni'lin: Aktivisten durchbrechen die Mauer Der Rücktritt: Abbas gibt vielleicht das Amt auf, aber nicht die Macht (wp) / Tschüss, Abbas (S. Makdisi, fp) / Abbas stellt sich nicht mehr zur Wahl, Warnung an Obama (T. Karon, tim) / YNET: Dahlan ist der charismatischste und wertvollste Führungsfigur ... (ynet) / Goldstone-Report: Die Kongressentscheidung zum Goldstone-Report ist beschämend (tpr) / Analyse: Kein Partner für Frieden: Unser amerikanisches Problem (J. Halper, zmag) / Geschichte: Israel und das Bevin-Attentat (tso) / Israel: US-Aussenministerium: Israel ist kein toleranter, pluralistischer Staat (A. Eldar, haa) / Widerstand: Bil'in - Leben unter konstanter Furcht vor der Verhaftung (ei) / Ni'lin: Aktivisten durchbrechen die Mauer (ism)


Politik [04.11.2009]
Aus Washington und Jerusalem: Mehr schlechte Nachrichten

90% der US-Kongressmänner votierten gegen Richard Goldstone Am Montag dieser Woche erschien auf den Seiten von 'Foreign Policy' ein Artikel von Stephen M. Walt - einer der Verfasser von 'Die Israel-Lobby' -, in dem das Desaster der neuen alten US-Nahostpolitik auf den Punkt gebracht wird.
(Ergänzend sei angefügt, daß am Dienstagabend 344 Mitglieder des Repräsentantenhauses so wie von der israelischen Regierung gewünscht abstimmten. Nur 36 stimmten dagegen.)

Den vollständigen Artikel - mit Verweisen auf Stellungnahmen Richard Goldstones und Tony Judts - finden Sie hier.


Gesellschaft [03.11.2009]
BDS: Schlussanträge des Generalanwalts in der Rechtssache C-386/08
Brita GmbH / Hauptzollamt Hamburg-Hafen

Schlussanträge des Generalanwalts Yves Bot ... Nach Ansicht des Generalanwalts Yves Bot kann Erzeugnissen mit Ursprung in den besetzten Gebieten nicht die Präferenzbehandlung des Abkommens EWG-Israel gewährt werden
Die gemeinschaftlichen Zollbehörden dürfen den israelischen Ursprung dieser Erzeugnisse nicht anerkennen

... kann die Präferenzregelung nach dem Abkommen EWG-Israel nicht auf ein Erzeugnis angewendet werden, das seinen Ursprung im Westjordanland oder – allgemeiner – in den besetzten Gebieten hat.
Schließlich kommt Generalanwalt Bot zu dem Ergebnis, dass die Präferenzbehandlung nach dem Abkommen EWG-PLO für Erzeugnisse aus den besetzten Gebieten nur gewährt werden kann, wenn die erforderlichen Ursprungsnachweise gemäß diesem Abkommen von den palästinensischen Behörden ausgestellt werden.

Den vollständigen Schlussantrag des Generalanwalts finden Sie hier.

Ergänzende Links:
Die israelische Besetzung boykottieren, Warum sollen Produkte aus israelischen Siedlungen boykottiert werden? (ARIJ)
Boykott – Desinvestition – Sanktionen gegen Israel bis zum Ende von Apartheid und Besatzung in Palästina
Jews for Justice for Palestinians / BDS
News and resources for the UK BDS Movement


Medien [02.11.2009]
Pressespiegel

Clinton an Netanjahu: Siedlungen und Hauszerstörungen können weitergehen Meinung: Rütteln an der Käfigtür als die Opfer, die wir sind (jpost) / Der Einsatz erhöhen an der Al-Aqsa-Moschee (K. Amayreh, aa) / Amerika, hör auf Israel in den Hintern zu kriechen (G. Levy, haa) / Besatzer: Palästinenser von isr. agents provocateurs zusammengeschlagen (btselem) / BDS: Studenten der Universität Sussex stimmen für Boykott (bil) / Norwegen: Universität in Trondheim stimmt über Israelboykott ab (haa) / EU-Gericht: Keine Zollvergünstigungen für isr. Waren aus den besetzten Gebieten (haa) / Goldstone-Report: Südafrikanische Anwälte wollen an 'cast lead' beteiligte Südafrikaner vor Gericht stellen (alj) / Israel Clinton an Netanjahu: Stop des Siedlungsausbaus ist keine Bedingung für Friedensverhandlungen (imemc) / Siedler: Siedler mehrerer Attentate beschuldigt (ynet)


Medien [30.10.2009]
Pressespiegel

28 Bil'in-Aktivisten sind bei nächlichen Razzien seit Juni verhaftet worden Besatzer: Jerusalem - 275 Wohnungen vom Abriss bedroht (oen) / Die Wächter der israelischen Akademien (haa) / ai: Israel verweigert Palästinensern Zugang zu Wasser / 21-jährige Studentin bei Bethlehem nach Gaza deportiert / Gaza: WHO: "Israel verhindert Lieferung medizinischer Hilfsgüter" (imemc) / Olivenernte in der Todeszone mit einem Lied auf den Lippen (ips) / Mit Hilfslieferungen Israel die Stirn bieten (kti) / Goldstone-Report: Sechs Fragen an Ex-Colonel D. Travers (hpm) / US-Menschenrechtsgruppen gegen den Versuch den Goldstone-Report zu versenken (ips) / Geschichte: Gedenken an den Tod von Mark Edelman (jwd) / PNA: Britische Polizei und Geheimdienstler sollen Folterungen durch PA-Sicherheitskräfte abstelllen (oen)


Politik [30.10.2009]
Wasserraub - zum Bericht von Amnesty International

von Dr. Viktoria Waltz

Wasserraub - Eine andere Form der Zerstörung der Lebensgrundlagen in Palästina durch die Israelische Kolonisierung

Wasserressourcen der Region „Für viele Familien in der West Bank und im Gaza Streifen ist das Wasserrauschen aus einem intakten Wasserhahn seit langem ein Luxus. Muhammed Sharia lebt mit seiner Familie und zwei Brüdern in Bethlehem. Wenn er Glück hat, bekommt er städtisches Wasser einmal im Monat. Und wenn es dann kommt, füllt er die Zisterne und die großen Tanks auf seinem Dach als Reserve: „Seit genau 12 Monaten haben wir keinen Tropfen Wasser aus dem Leitungsnetz zapfen können. Wir müssen Wasser teuer kaufen um unsere Tanks zu füllen.“

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Bibliothek [28.10.2009]
Buchrezension: "Wall" (K. Wiedenhöfer) & "Sliman Mansour" (F. N. Mitwasi)


Frau Christiane Nagel danken wir für die folgende Doppel-Rezension:

Sliman Mansour Warum eine Bildband- und Buchbesprechung zweier, auf den ersten Blick so unterschiedlicher, Werke? Was hat ein Buch zur Vorstellung vom Leben und Werk Sliman Mansours mit einem reinen Bildband zur Mauer in den besetzen Gebieten gemein?

Diese Buchbesprechung hat den Wunsch, zwei Werke vorzustellen, die auch als Beitrag gegen das Vergessen eines Volkes gesehen werden können, einzeln betrachtet jedoch sehr verschieden sind. Zunächst ist da der Bildband von Kai Wiedenhöfer. Eine Sammlung aus 51 Fotos (20,5 x 30,5 cm) aus den besetzen Gebieten mit der Mauer als zentralem Motiv und einer kurzen Erläuterung zum jeweils Abgebildeten. Das zweite Buch ist kein eigentlicher Bildband, sondern eine Biographie mit Bildkatalog mit 85 Abbildungen zu Sliman Mansour von Faten Nastas Mitwasi auf 112 Seiten.

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Zensur [24.10.2009]
Stadt München unterwirft sich der Zensur der DIG

Am Abend des 23. Oktober sollte in München die Auftaktveranstaltung der Veranstaltungsreihe "Israel - Mythos und Wirklichkeit" stattfinden, zu der die Initiatoren Ilan Pappe, den Autor des Buchs "Die ethnische Säuberung Palästinas" (Rezension), eingeladen hatten.

Den Angaben der Veranstalter zufolge reichte ein von der 'Deutsch israelischen Gesellschaft' am Vortag an die Spitze der Stadt München gerichteter Brief, um die diese dazu zu bewegen, den Veranstaltern den für diesen Tag zugesagten Raum in der Münchener Karlstraße zu verweigern.

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Nablus [13.10.2009]
FGHA veranstaltet innerpalästinensisches Dialogtreffen

FHGA - www.fgha2005.org Die FGHA in Nablus veranstaltete unlängst ein innerpalästinensisches Dialogtreffen. Dazu erhielten wir den folgenden Bericht:

Die Stärkung des Dialogs zwischen den Palästinensern ist aus Sicht der "Future Generation Hands Association" von sehr hoher Bedeutung.
Vor diesem Hintergrund veranstaltete die FGHA ein zweitägiges innerpalästinensisches Treffen.

Das Treffen, bei dem die FGHA zehn Teilnehmer - darunter Universtätsstudenten - aus Nablus entsandte und die "Oasis of Peace" zehn weitere, wurde von sich verschärfenden israelischen Attacken auf Jerusalem, bzw. auf die Al-Aqsa-Moschee begleitet.
In einer Zeit zunehmender Siedlungsaktivtäten in Jerusalem und der sich verschärfenden Versuche der Regierung unter Netanjahu, die Palästinenser aus Jerusalem zu vertreiben, ist die Aufrechterhaltung von Kontakten mit anderen Palästinensern - speziell in Jerusalem - von ganz besonderer Bedeutung.

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Medien [05.10.2009]
INAMO 59: Jordanien: Hochglanzreformen


GASTKOMMENTAR: Afghanistan: Schon wieder ein Sieg der Demokratie (M. Baraki) / JORDANIEN: Hochglanzreformen: Regierung, Opposition in Jordanien und der Gaza-Krieg (A. Bank und Morten Valborn) / Ein Land - zwei Pfade? 20 Jahre ökonomische und sozialpolitische Reformen (K. Lenner) / Dezentralisierungsversuche: Große Pläne - kleines Land (M. Bouziane) / "Über-Individuen" und "Über-Stämme". Interview mit Mustafa Hamarneh / Brotunruhen, arabische Solidarität, tribaler Islamismus (A. Bank) / Neo-liberales Jordanien. Der Widerstand der Straße (H. Bustani) / Ungesichrete Zahl, unsichere Zukunft. Irakische Flüchtlinge in Jordanien (G. Chatelard) / Hochschulbildung zwischen Liberalisierung, Export und Capacity Building (A. al-Hamarneh) / Gesucht: Journalistische Professionalität (J. Pies) / DEUTSCHLAND/ÄGYPTEN: Der Mord an Marwa. Ein medienkritischer Rückblick (H. Badr) / SÖLDNER: Söldnerfirmen. Gefahr für die Demokratie (M. Baraki) / Marokko: Zu viele Sieger bei den Kommunalwahlen (J. Völkel) / ISRAEL/PALÄSTINA: Siedlungs- und Rohstoffpolitik. Geplanter Rückzig des Staates (D. Jadallah-Taschler) / SUDAN: Al-Bugaa-Theaterfestival 2009. Erzählen und Schweigen (K. Tuchmann) / LITERATUR: Erich-Fried-Preis für Esther Dischereit / Wirtschaftskommentar: EU-GCC-Freihandelsabkommen: Eine unendliche Geschichte (A. Zorob) / Zeitensprung: Das kurze, lange Leben des Hasan al-Banna (L. Rogler) / EX LIBRIS: John R. Bradley: Inside Egypt - The Land of the Pharaohs on the Brink of a Revolution. (E. Göll) / Stephen J. Sniegoski: The Transparent Cabal. The Neo-Conservative Agenda. (W. Ruf) / Corry Guttstadt: Die Türkei, die Juden und der Holocaust (H. Kökbudak)

Die Inamo 59 ist in unserer Präsenzbibliothek einsehbar.


Kultur [03.10.2009]
Bonn: Konzert mit Marwan Abado Duo & Kamilya Jubran

Kamilya Jubran In der Bonner Brotfabrik findet am 3. Oktober (Sa.) um 20:00 Uhr ein Konzert mit zwei hervorragenden Solisten der palästinensischen Musik-Avantgarde statt; zeitgenössische Poesie-Vertonungen mit dem zentralen Instrument arabischer Musik, der Oud.

Kamilya Jubran stammt aus einer berühmten Musikerfamilie in Palästina. Mit vier Jahren begann sie auf der Oud und dem Qanun zu spielen und sucht seit dem das musikalische Abenteuer. Sie vertont zeitgenössische arabische Gedichte, übersetzt und vertont Poesie aus anderen Kulturen ins Arabische.
Marwan Abado & Peter Rosmanith gaben ihr erstes gemeinsames Konzert in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Seither befinden sich die beiden auf einer Reise zwischen Orient und Okzident. Marwan Abados lyrische Stimme und seine erzählende, arabische Oud treffen auf Peter Rosmaniths weltoffene, einfühlsame Perkussion. Die Lieder stammen großteils aus eigener Feder oder von libanesischen und palästinensischen Dichtern.


Medien [02.10.2009]
Pressespiegel

Ohne Worte Goldstone-Report: Abbas hilft Israel bei der Verschleierung seiner Kriegsverbrechen in Gaza (A. Abunimah, ei) / Israel bietet PA Mobilfunkfrequenzen für Versenkung des Goldstone-Reports (ind) / PA unterstützt Vertagung der Untersuchung der Kriegsverbrechen in Gaza (haa) / US: Goldstone überflüssig - 'Israel is a vibrant democracy' (hrw) / Goldstone weisst Aussagen Netanjahus zurück (haa) / Goldstone hat Israel einen Gefallen getan (G. Levy, haa) / Analyse: Netanjahu relativiert den Holocaust (G. Levy, haa) / Besatzer:: 131 Apartments in Jerusalem vom Abriss bedroht (ptg) / BDS: Briten demonstrieren für Festnahme Baraks in Bighton (pchron) / Israel: Gaza Friedensaktivist Samih Jabareen unter Hausarrest in Jaffa (pchron) / Forderung nach allg. Wehrdienst führt zu unangenehmen Fragen (J. Cook, aw) / OPT: Bilin - Nächtliche Razzien sollen Aktivisten einschüchtern (ei) / Wasserkonvoi erzwingt Durchfahrt (ru) / Militärjeep überfährt und tötet Jugendlichen (bbc) / PNA: Abbas lässt Vorbedingung eines Baustopps der Siedlungen fallen (maan)


Ipk [29.09.2009]
Bonn, 27. Sep. - 'Fragments of Palestine' ausverkauft!

Der Märtyrer, der nicht sterben will ... Auch in Bonn füllte das Ensemble der Theaterschule des 'Freedom Theatre' aus Jenin den Saal des Rheinischen LandesMuseum in Bonn bis auf den letzten Platz. Einige der Besucher mußten sogar auf den Treppenstufen des Platz nehmen.

Sowohl für die Mitarbeiter des IPK wie auch für die Zuschauer wird die Aufführung wohl ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Und das gilt sicher auch für die vielen Helfer, die uns am Abend geholfen und die Schauspieler sowie den Regisseur Juliano Mer-Khamis während ihres dreitägigen Aufenthalts beherbergt und begleitet haben. Ohne ihre Hilfe hätten wir diese Veranstaltung sicher nicht durchführen können.
Bei allen diesen Menschen möchten wir uns hiermit ganz herzlich bedanken!


Medien [26.09.2009]
Pressespiegel

... RESERVED FOR THE EXCLUSIVE USE OF WHITE PERSONS Analyse: Obama ist gescheitert, aber unser Kampf geht weiter (A. Abunimah; ei) / Interview mit Khaled Amayreh (pt) / Besatzer:: Zeugnis: Fahrer brutal zusammengeschlagen (b'tselem) / Acht Jugendliche in B'ilin verhaftet (M. Frykberg, ips) / Wie Israel die Opposition gegen seine Annektionsmauer unterdrückt (S. Lendman, pchrn) / Gaza: Washington verspricht Israel-Lobbyisten Beerdigung des 'Goldstone-Report' (jta) / Zugang für israelische Menschenrechtsorganisationen wird verschlossen (csm) / Wie Israel den Protest gegen 'Cast Lead' erstickte (haa) / Israel: Psychologen sollen jüd. Frauen vor arab. Männern 'retten' (J. Cook, tn) / PNA: Isr. General inspiziert pal. Sicherheitskräfte in Bethlehem (imemc) / The making of Salam Fayyad (B. White, gdn)


Kultur [25.09.2009]
„Wiedersehen in Jenin” - Stephan Wolf-Schönburg beim 'Freedom Theatre' (Jun 09)

Ahmad al Ruh & Stephan Wolf-Schönburg Der Schauspieler Stephan Wolf-Schönburg hat nach Abschluss seiner Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien ebendort u.a. an Taboris Theater „Der Kreis” sowie am Volkstheater gearbeitet. Zu den Stationen seiner Karriere gehört eine Vielzahl weiterer prominenter Bühnen.
Im Frühjahr und Sommer diesen Jahres arbeitete er als Lehrer am 'Freedom Theatre' in Jenin:

„Während des Gazakrieges unterrichtete ich bereits die Studenten des medico-Partners The Freedom Theatre. In der Zeit stellte sich heraus, dass in April-Mai ein Lehrerengpass die Schauspielschule belasten würde, und so entschloss ich mich noch mal zwei Monate in Jenin im Norden Palästinas zu arbeiten. Nach mehrfachen Gesprächen mit Juliano Mer Khamis, beschließen wir, dass ich mit den Studenten an Texten von Mahmoud Darwish aus dem Gedichtband “The Butterfly´s Burden” arbeiten werde. ...”

Den vollständigen Beitrag bei 'medico international' finden Sie hier.


Ipk [24.09.2009]
'Fragments of Palestine' - Es sind noch Plätze frei!

Andrang vor dem 'Freedom Theatre' in Jenin Da der Theatersaal des Rheinischen LandesMuseums Platz für bis zu 300 Zuschauer bietet, sind wir in der glücklichen Lage noch Plätze anbieten zu können.

Dazu können Sie nach wie vor Karten bei BONNTICKET (inkl. VRS-Fahrschein!) erwerben oder sie bei ticket@ipk-bonn.de bzw. per Telefon unter (0228/18038637 (AB)) reservieren.
Auch an der Theaterkasse wird sicher ein hinreichendes Kontingent zur Verfügung stehen.

(Da es nur noch drei Tage bis zum Auftritt sind, empfiehlt es sich keine Karten mehr vorab zu bezahlen.)


Kultur [23.09.2009]
„Auftritt des 'Freedom Theatre' in Frankfurt” (von I. Radel, dpa)

Auftritt des 'Freedom Theatre' in Frankfurt Das "Freedom Theater" aus Jenin, das einzige Theater innerhalb eines palästinensischen Flüchtlingslagers, macht auf seiner ersten Auslands-Tournee auf die dramatische Lage in den besetzten Gebieten aufmerksam. Das kleine Willy Praml Theater platzt am Donnerstagabend beim Tourneeauftakt in Frankfurt aus allen Nähten - zusätzlich zu den regulären 200 Sitzen werden Matten ausgelegt und Stehplätze erfunden. In dem Stück "Fragments of Palestine" erzählen die jungen Menschen vom Alltag in Jenin. Unterdrückt von den Israelis, aber auch eingeengt von den archaischen Werten vieler Palästinenser.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.


Kultur [22.09.2009]
Fernsehen: west.art (Di., 22.9) - "Das 'Freedom Theatre' zu Gast in NRW"

Das 'Freedom Theatre' zu Gast in NRW ... Am Dienstagabend berichtet der WDR um 22:30 Uhr in 'west.art' über die Tournee des 'Freedom Theatre' in NRW:

„Wenn Kunst Menschen neue Lebenshoffnung gibt, dann hier. In Dschenin im Westjordanland wohnen rund 35.000 Palästinenser, deren Stadt von den Israelis besetzt ist. Personenkontrollen, Absperrungen, Einschränkungen - so sieht hier "Leben" aus. Das Veranstaltungszentrum "Freedom Theatre" möchte jungen Menschen Wege aufzeigen, mit den Mitteln der Kunst soziale und politische Veränderungen herbeizuführen. Junge Schauspieler des Freiheits-Theaters sind jetzt in NRW auf Tournee. west.art stellt das bewegende Projekt und die jungen Künstler vor.”


Medien [22.09.2009]
Pressespiegel

Gerechtigkeit für Gaza? Analyse: Verhandlungen mit Garantie des Scheiterns (St. M. Walt, wp) / Gaza: Der 'Goldstone-Report' (UN) / Goldstone: Die isr. Armee muss ihre Offiziere für deren Kriegsverbrechen bestrafen (haa) / 'Goldstone-Report' - Gerechtigkeit voraus? (R. Baroud) / A. Merkel zum 'Goldstone-Report': "Nicht drüber aufregen..." (ynet) / Die Versenkung des 'Goldstone-Reports' (cp) / BDS: Boykott-Bewegung gewinnt Unterstützung (fwd) / Britische Feuerwerker-Gewerkschaft für Boykott (cgv) / Spanien schliesst isr. Uni aus Wettbewerb aus (gbm) / Veolia und Alstom in Schwierigkeiten (J. Cook, pchron) / Palästinenser unter Boykott?! (A. Hamadeh, ao)


Ipk [21.09.2009]
Juliano Mer-Khamis über das 'Freedom Theatre' (Film)

Juliano Mer-Khamis über das 'Freedom Theatre' Unter diesem Link finden Sie einen Film (Flash, 13 min) in dem Juliano Mer-Khamis über sich und das 'Freedom Theatre' erzählt (englischsprachig).


Ipk [21.09.2009]
Noch freie Plätze im Theaterworkshop mit dem 'Freedom-Theatre'

Theaterworkshop mit Juliano Mer-Khamis Der Theaterworkshop mit den Schauspielern des 'Freedom Theatre', an der Bonner Freien Waldorfschule kommenden Samstag, bietet noch freie Plätze!

Der dreistündige Theaterworkshop unter der Aufsicht des Leiters des 'Freedom Theatre', Juliano Mer-Khamis, richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren und vermittelt den Teilnehmern grundlegende Techniken für den Einsatz nonverbaler schauspielerischer Mittel.
Was die Teilnehmer erwartet ist Lust am Spiel, Ausdruck von Körper und Stimme, laute und leise Töne und Spass an der Improvisation.

Details zu Ort, Zeit etc. finden Sie hier.


Bibliothek [18.09.2009]
Buchvorstellung: „Gaza - Israels Kriegsverbrechen” von Andrea Ricci

von Andrea Ricci Unlängst erhielt das IPK ein Rezensions-Exemplar von "Gaza - Die Kriegsverbrechen Israels".
Der Homilius-Verlag schreibt dazu:

Der israelische Krieg gegen Gaza begann am 27. Dezember 2008 und dauerte bis zum 18. Januar 2009. In dieser Zeit wurden 1.434 Palästinenser getötet, darunter 288 Kinder.
Doch welche Schicksale verbergen sich hinter diesen Zahlen? Was ist tatsächlich in diesen 23 Tagen des Tötens geschehen? Welche Lügen wurden uns über den Krieg gegen die palästinensische Zivilbevölkerung aufgetischt? Wer trägt die Verantwortung für die grausamen Kriegsverbrechen, und weshalb schauen die westlichen Regierungen einfach weg? Und warum stellt niemand sonst diese Fragen?
Der in Beirut lebende Autor Andrea Ricci beantwortet all diese Fragen in schonungsloser Weise. Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie Israel mit anderen Augen sehen.



Kultur [18.09.2009]
Marcel Khalife - Mahmoud Darwish: "Wir aber lieben das Leben"

Wir aber lieben das Leben wann immer wir es finden

Wir tanzen zwischen zwei Märtyrern, errichten zwischen beiden ein Veilchenminarett oder pflanzen Dattelpalmen

Wir lieben das Leben wann immer wir es finden

Der Seidenraupe rauben wir den Faden, um einen Himmel uns zu bauen und diesen Abschied uns zu weben

Wir lassen das Gartentor offen, damit der Jasmin an schönen Tagen ausgehen kann

Wir lieben das Leben wann immer wir es finden

Wo wir auch wohnen, säen wir schnellwachsende Pflanzen

Wo wir auch wohnen ernten wir einen Toten

Wir blasen auf der Flöte die ferne, ferne Farbe, und zeichnen ein Wiehern in den Staub unserers Weges

Dann schreiben wir unsere Namen auf, Stein für Stein

O Blitz, erhelle uns die Nacht, leuchte ein wenig

Wir aber lieben das Leben, wann immer wir es finden

Mahmoud Darwish

(dt. Claudia Ott)


Medien [16.09.2009]
Pressespiegel

Sabra Shatila ... Siedler: Schäfer angeschossen, 10 Schafe getötet (ynet) / Siedler attackieren Armee-Jeep mit Molotow-Cocktails (afp) / US-Steuergesetze stützen Siedlungen (J. Cook, cp) / Gaza: Ägypten zerstört 10 Tunnel (afp) / Israelische Blockade fordert 356. Opfer, Huda Qandil (3) (imemc) / Goldstone-Report: Isr. bekämpfte gezielt Zivilbevölkerung (D. Macintyre, ind) / Wasserversorgung vor dem Zusammenbruch (mc) / "Palästina": EU - Staat in zwei Jahren (haa) / Die Einrahmung Tel Avivs (aj) / BDS: US-Pensionsfond zieht sich aus 'Africa-Israel' Investmentfond zurück (haa) / Bilin fordert schwedisches Desinvestment (ei)


Ipk [15.09.2009]
'The Freedom Theatre' (youtube)

The Freedom Theatre ...

Ergänzende Links:
Theater von der Westbank - "Ich bin von hier" (I. Günther, fr)


Ipk [14.09.2009]
Tourneebeginn von 'Fragments of Palestine'

'Fragments of Palestine' on youtube  
Informationen zum Auftritt in Bonn finden Sie hier, Informationen zu unserem Theaterworkshop hier. Den Tourneeplan finden Sie hier.


Nablus [08.09.2009]
IPK übergibt Spende für 25 Schulranzen an FGHA (Nablus)

Al-Khadr-Moschee in Nablus Wie bereits angekündigt, übersandte das IPK am 7. September die im Verlauf dieses Jahres gesammelte Spendensumme von 330€ an unsere Partnerorganisation FGHA in Nablus, die dafür 25 Schulranzen erwarb:

"Die Verminderung des psychischen Drucks auf die Kinder ist ein sehr wichtiges Programm der FGHA, die bisher nahezu 320 Kindern helfen konnte.
Als Teil dieses Programms verteilte die FGHA 50 Schulranzen mit dem Slogan "Es ist unser Recht zu leben und zu lernen wie der Rest der Kinder auf dieser Welt!". 25 Ranzen wurden von unseren Freunden in Deutschland, dem Institut für Palästinakunde, zur Verfügung gestellt, 25 von der FGHA."

Den englischsprachigen Originaltext finden Sie hier.


Ipk [07.09.2009]
Nachlese: IPK beim 'Internationalen Begegnungsfest'

IPK trotzt dem Wettergott ... Der bestimmende Faktor des diesjährigen 'Internationalen Begegnungsfest' in den Bonner Rheinauen war der Wettergott.
Dieses Jahr bemühte er sich redlich die Rheinauen unter Wasser zu setzen und den kleinen Stand des IPK davon zu blasen. Ein Unterfangen, das allein durch den ebenso heroischen wie stoischen Einsatz von Frau Vetter, Frau Stahlheber und Herrn Siemon aufgehalten wurde. Ganz zu schweigen von dem regendichten Pavillon, zu dem uns freundlicherweise Frau Brigitta Schmidt verholfen hatte.

INTERNER FEHLER.


Ipk [04.09.2009]
IPK beim 'Internationalen Begegnungsfest' am 5. September (Sa.)

(Internationales Begnungsfest am 5. September) Das Institut für Palästinakunde nimmt mit einem eigenen Stand an dem 'Internationalen Begegnungsfest' in der Bonner Rheinaue am 5. September 2009 teil.
Dort werden wir neben Informationsmaterialien auch Bücher sowie einige Mitbringsel aus Palästina anbieten.

Den Stand finden Sie unter der Nummer 19 (am 'See') auf der Karte des Veranstaltungsflyers.


Medien [03.09.2009]
Pressespiegel

Gaza: Die Israelis zerstören Boote und Leben Analyse: "Israel exportiert die Besatzung" (S. Hever, taz) / Siedler: 15 Minuten Hass in Silwan (M. Rapoport,gdn) / HAMAS: Hamas will mit Obama reden (econ) / Gaza: Die Israelis zerstören Boote und Leben (E. Bartlett, aw) / OPT: Der 'missing link' des isr. Organdiebstahls? (J. Cook, cp) / Israel: Jewish Agency: Gemischte Ehen in der Diaspora - eine 'Bedrohung der Nationalen Sicherheit' (haa) / Die Gewalt abseits der Statistik (A. Hass, haa) / PA: "Erfolgreiche" Zusammenarbeit zwischen PA und Israel: Ramallah auch nach Erschiessung eines 14-jährigen durch die IDF "ruhig" (haa) / IDF verhindert ärztliche Versorgung eines von ihr angeschossenen 14-jährigen bei Ramallah (pchr) / BDS: Bravo Norwegen! Staatsfond trennt sich von 'Elbit' (jwn)


Ipk [02.09.2009]
Neues zu 'Fragments of Palestine' (I)

Juliano Mer-Khamis, Generaldirektor des 'The Freedom Theatre' Wie wir vor kurzem erfuhren, wird das Ensemble der Theaterschule des 'Freedom Theatre', das am 27. Sept. in Bonn 'Fragments of Palestine' aufführen wird, vom Leiter des Theaters, Juliano Mer Khamis, persönlich begleitet.
Sollten Sie an einem Interview mit Herrn Mer-Khamis interessiert sein, so wenden Sie sich bitte an unsere Frau Vetter (vetter@ipk-bonn.de).

Karten für das Stück können Sie nicht nur wie hier beschrieben gegen Vorkasse beim IPK bestellen, sondern nun auch bei BONNTICKET.

Ergänzende Links:
Interview: "Politisch gesehen bin ich ein Palästinenser" (qantara, 2006)
Interview: "Wir wollen die Mauer durchlöchern" (taz, 2009)
Die Kinder von Jenin (netzeitung, 2004)


Medien [29.08.2009]
Pressespiegel

A national anthem, flag, ministries, premierships and presidencies? We already have them. Analyse: Haidar Eid zum Zustand des pal. Nationalismus nach der FATAH-Konferenz (ei) / H. Abu Nimah zur Chance einer nationalen Versöhnung (ei) / Naomi Klein zu Durban II (zmag) / Boykott: Boykottiert Israel um es zu retten (N. Gordon, lat) / Rückzug von zwei Kuratoren aus der Tel Aviver Bienniale (haa) / Carter, Tutu und der 'Rat der Weisen' in Bil'in (wafa) / Gaza: Kämpfen um das Recht zu laufen (R. Baroud, pchron) / US Spezialisten sollen Ägyptern helfen Versorgungstunnel aufzufinden (imemc) / In einem verottenden Staat (E. Bartlett, ips) / Isr. Marine tötet Fischer vor Gaza (haa) / Human rights: Wöchentlicher Bericht der PCHR (pchr) / NGO: Netanjahus Angriff auf isr. NGO's schadet Israel (A. Lerman, gdn) / OPT: Die zwei Gesichter Israels (M. Frykberg, ips) / Israel: Organspender in Israel (A. Weir, cp) / Gericht verwirft Berichte von Untersuchungsbeamten mit 'Sub-Standard' Arabisch-Kenntnissen (A. Hass, haa) / Pal. Abgeordnete und Parlamentarier weiter in isr. Haft (M. Rizzo, ptt) / PA: PM Salam Fayyad sieht pal. Staat in zwei Jahren (ynet) / Abbas Angst vor der Wahl (K. Amayreh) / Siedler: USA lassen Siedlungsstopp in Jerusalem unter den Tisch fallen (haa) / Film von Siedlerattacken auf Palästinenser bei Susiya (btselem)


Gesellschaft [18.08.2009]
BDS: Amnesty International distanziert sich von Leonard Cohens Auftritt in Tel Aviv

www.freegaza.org Amnesty International (AI) hat heute angekündigt, daß es sich aus der Beteiligung an dem Konzert Leonard Cohens in Tel Aviv zurückziehen werde und auch nicht daran interessiert sei, Gelder aus dem Fond zu erhalten, der aus den Konzerteinnahmen gebildet werden sollte.

In verschiedenen Meldungen hieß es zuvor, daß AI den Fond hätte managen oder anderweitig an ihm hätte beteiligt werden sollen, dessen Gelder an israelische und palästinensische NGO's hätten fliessen sollen.
Die heutige Erklärung folgte nach internationalen Protesten, nach der Ankündigung, daß AI sich an dem Fond beteiligen wolle, und nach vorangehenden Appellen an Cohen, den israelischen Apartheidstaat zu boykottieren.

Den vollständigen englischsprachigen Bericht finden Sie hier.

Ergänzende Links:
Offener Brief an AI: Entertaining Apartheid Israel Deserves No Amnesty!
Amnesty dementiert Boykott: Amnesty Pulls Out of Leonard Cohen Israel Concert


Medien [18.08.2009]
3sat: "Das Freedom Theatre in Dschenin" (18. Aug, 22:25 Uhr)

Film von Vera Drude und Robert Kummer

Juliano Mer Khamis macht Jugendtheater im Westjordanland – gleichermaßen angefeindet von Israelis und Palästinensern. Als Sohn einer jüdischen Mutter und eines Palästinensischen Vaters lebt er im Flüchtlingslager Dschenin, bis vor einigen Jahren einer der gefährlichsten Orte der Welt. Schon seine Mutter hatte bis zu ihrem Tod ein Theater in Dschenin geleitet.

Mehr zu der Sendung finden Sie hier.


Medien [17.08.2009]
Pressespiegel

HRW-Report: Isr. Kriegsverbrechen in Gaza ... Siedler: Zweite Vertreibung (fr) / Susiya: Diebstahl mit freundlicher Hilfe der isr. Armee (S. Freedman, gdn) / Siedler beschleunigen Ausbau 'illegaler' Aussenposten (imemc) / FATAH: Abbas von handverlesenen FATAH-Delegierten gewöhlt (alz) / Nationale Befreiungsbewegung tagt mit freundlicher Genehmigung der Besatzer (B. White, gdn) / HAMAS: Hamas belegt Beziehungen zwischen 'Jund Ansar Allah' und Dahlans Getreuen (ynet) / Gaza: Free Gaza begrüsst Engagement aus Malaysia (fgm) / OCHA-Report: Zwei Jahre Gaza-Blockade (ocha) / Kaninchen: Knuddlig, sauber, nahrhaft (ind) / Israel: Administrativhaft für Opfer isr. Folter verlängert (imemc) / Hunderte demonstrieren gegen Hauszerstörung in Umm al-Fahm (ynet) / NGO: Ehem. ANC-Führer bestätigt isr. Apartheid (maan)


Ipk [15.08.2009]
IPK zu Gast bei 'Ferien vom Krieg' in Walberberg

Jugendgruppe aus Palästina/Israel Wie schon in den vergangenen Jahren, begleitet eines unserer Gründungsmitglieder, Angelika Vetter, auch dieses Jahr die Aktion Ferien vom Krieg in Walberberg, nahe Bornheim.
In vier Wochen bietet "Ferien vom Krieg" zweimal Gruppen von etwa fünfunddreissig Palästinensern und Israelis im Alter zwischen 20 bis 30 Jahren die Möglichkeit, auf 'neutralem' Territorium zusammenzutreffen.
Die Ziele des Zusammentreffens liegen darin, überzogene Feindbilder auf beiden Seiten abzubauen und sich mit der Sicht des 'Problems' aus der Perspektive der jeweils anderen Seite auseinander zu setzen.

INTERNER FEHLER.


Gesellschaft [12.08.2009]
Fatah: Uri Davis als Mitglied des 'Revolutionsrat' gewählt

Uri Davis Im Rahmen der FATAH-Konferenz wurde der 1943 in Jerusalem geborene israelische Staatsbürger Dr. Uri Davis in den 120-köpfigen Revolutionsrat der FATAH gewählt.
Uri Davis verweigerte bereits in den 60'ern den Militärdienst und distanzierte sich frühzeitig von seinem zionistischen Elternhaus und der zionistischen Linken. Gegen Ende der 60'er studierte Davis Arabisch und Anthropologie. 1976 erhielt er einen Doktor in Anthropologie.
In den 1980'ern wurde er von Abu Ijad für die PLO rekrutiert und vertrat die PLO in Großbritannien. 2008 heiratete Davis, der sich als "antizionistischer, palästinensischer Hebräer" bezeichnet in Ramallah eine arabische Palästinenserin und trat zum Islam über.

Mehr zu Uri Davis finden Sie hier.


Medien [08.08.2009]
SEMIT 04/09


  Eine Inhaltsauswahl:

Deutschland: Interview zum Fall Verleger (DLF), Verleihung des Immanuel Kant Preis (J. Halper), Rassismus bei den Linken (J. Bar Tal), Der Wald der Deutschen (Stutt. Pal.-Komitee) / Interview: Interview mit der neuen Trägerin des Verdienstkreuzes 1. Klasse, Felicia Langer (L. Watzal) / Nah-Ost: Obama und der Nahe Osten (N, Chomsky), Jugendliche Kollaborateure (S. F..Naser), Brief von der anderen Seite (S. Nathan), Überlebensprinzip oder jüd. Paranoia (A. Abarbanel) / Essay: Zum Kulturpreis in Hessen (R. Seeligmann), Muss man Herzl heute noch ernst nehmen? (V. Waltz), Islamfeindschaft und ihr Kontext (Hofmann)

Die SEMIT 04/09 ist in unserer Präsenzbibliothek einsehbar.


Medien [07.08.2009]
Pressespiegel

Der Siedungen natürliches Wachstum ... Analyse: US-Nahost-Offensive dient der Unterwerfung (K. Mellenthin, jw) / Siedler: Isr. Siedler wollen UN-Preis für "herausragende Beiträge für die Entwicklung und Verbesserung menschlicher Ansiedlungen" (ma) / Landraub unter dem Schutz der isr. Armee bei Hebron (maan) / Schweden empört über Zwangsräumungen in Jerusalem (SRN) / UN beunruhigt über weitere mögliche Zwangsräumungen in Jerusalem (uns) / FATAH: Abbas - "Meine Rede ersetzt den Rechenschaftsbericht." (bbc) / De-revolutionising Fatah (K. Amayreh, aa) / HAMAS: Khaled Meeshal akzeptiert 1967'er Grenzen (twn) / Inhaftierter Aktivist von PA zu Tode gefoltert (ptv) / Gaza: Zerstörten Universitäten können nicht wieder aufgebaut werden (ei) / Antony Loewenstein über seinen Aufenthalt in Gaza (tn) / OPT: ISM durchbricht Wasserblockade (ism) / B'tselem - Don't silence "Breaking the Silence" (bt) / Isr. Armee zerstört Zufahrtsstrassen für 700 Pal. bei Hebron (aic) / Die Industriezonen in Palästina – ein weiteres Instrument des Apartheidsystems (ca) / Israel: Kinderkrippe schliesst arab. Kind aus (ynet) / Shin Bet bestimmt über die Ernennung von Richtern (ind) / BDS: NGOs in SA verlangen Bestrafung isr. Soldaten mit südafr. Pässen (jp) / NGO: Wöchentlicher Bericht des pal. Zentrums für Menschenrechte


Medien [03.08.2009]
Pressespiegel

Israels neueste Waffe: Beethoven Israels neueste Waffe: Beethoven (J. Cook, jkn) / Umfrage in Israel: 53% für ethnische Säuberung (jta) / Arbeit die nicht frei macht: EU plant Kraftwerk für Maquiladora bei Jenin (jp) / Boykott: Englische Juden (JFJFP) planen Israel-Boykott (tjc) / Säuberung von Sheikh Jarrah: Polizei verhaftet 13 isr. Demonstranten (ynet) / Apartheid in Südafrika was 'far more humane' (A. Loewenstein, ci) / Gaza: "Badevergnügen" im Abwasser (irin) / HRW hilft: Wie man Gaza richtig überfällt! (rw)


Medien [03.08.2009]
INAMO 58: Sudan - Kosmos oder Chaos


  Aus dem Inhalt:

Sudan: Zwanzig Jahre unter al-Bashir: eine Bilanz (M. Mahmoud), Machtstrukturen und politische Lager (A. Weber), Bilanz: 4 Jahre nach dem Comprehensive Peace Agreement (CPA), (M. Peter), Wahlen 2010 (R. Deckert), Darfur (N. Mattes), Es muss schon ein Genozid sein, sonst interessiert Darfur nicht! (J. Flint und Alex de Waal), Der Internationale Strafgerichtshof und Darfur: Wie hinderlich ist Gerechtigkeit? (A. Weber/Denis M. Tull), Eine Kritik am Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar al-Bashir (A. de Waal), / Iran: 30 Jahre Islamische Revolution: Fortschritt, Rückschritt, Stillstand (M. Massarrat), / Libanon: Hizbullah nach Doha: Eine neue Politik für eine neue Ära? (M. Samir Sakmani), Aus den Erfahrungen des weltweiten Befreiungskampfes lernen (M. Samir Sakmani) / Palästina/Israel: Israel, Südafrika und Apartheid (J. Dugard), 60 Jahre Nakba: Von ethnischer Säuberung zur Dekolonisierung? (A. Fathollah-Nejad) / Zeitensprung: 1908: Einhundertundein Jahre nach der konstitutionellen Revolution im Osmanischen Reich (V. Kechriotis)

Die Inamo 58 ist in unserer Präsenzbibliothek einsehbar.


Medien [01.08.2009]
Pressespiegel

B'ilin - 5 Jahre Kampf gegen die Mauer Widerstand: Eine Nacht in Bi'ilin (ei) / Israels diskriminierende Bodengesetze (ga) / Säuberung in Sheikh Jarrah geht weiter (alj) / Gaza: Soldaten brennen pal. Anbauflächen nieder () / Westbank leidet unter Wasserknappheit (voa) / Boykott: 'amnesty international' liefert Feigenblätter für Leonard Cohen (ism) / Boykott: Europäischer Gerichtshof erklärt Boykottforderung zur Straftat (S. Cattori, vn) / Besatzer-Lobbyist beisst auf Granit (stn) / Besatzung mit EU-Unterstützung? Interview mit EU-Aussenkomissarin B. Ferrero-Waldner (ips) / Ebert Stiftung unterstützt 'economic peace' (jp) / Analyse: Obamas diplomatische Offensive im Nahen Osten (J. Shaoul, wsws) / Warum Obamas Friedensprozess weiter ins Leere läuft (A. Abunimah) / Saudis kühl gegenüber us-amerikanischer Diplomatie (alj) / Wöchentlicher Report des pal. Zentrums für Menschenrechte (pchr)


Gesellschaft [30.07.2009]
IWPS sucht Unterstützer für die Olivenernte in Palästina im Herbst

IWPS sucht freiwillige Helfer IWPS sucht, in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Versöhnungsbund, TeilnehmerInnen für die Olivenkampagne 2009, denn internationale Präsenz

- verringert Siedlergewalt gegenüber den PalästinenserInnen,
- hilft bei Verhandlungen mit Soldaten im Falle von militärischen Absperrungen,
- ist für die Bauern und ihre Familien eine wichtige Unterstützung in dieser kritischen Zeit des Jahres und
- zeigt den Einheimischen unsere Solidarität und dass sie in der Welt nicht vergessen sind.

Außerdem sind deine anschließenden Berichte an dein Umfeld und an Medien wichtig, um die Schwierigkeiten des palästinensischen Alltagslebens bewusst zu machen.

Nähere Informationen finden Sie hier.


Medien [30.07.2009]
Pressespiegel

'Natürliches Wachstum' auf Kosten der Beduinen (baz) / Boykott: Norwegen sucht Ethik in seinen isr. Investitionen (A. Hass, haa) / Isr. Aussenministerium interveniert in Holland um 'Breaking the Silence' unter Druck zu setzen (haa) / Gaza: UNICEF - Lage der Kinder prekär (un) / Gegen die Rechte der Palästinenser mit der UN? (H. Nimah, ei) / USA vs. Israel: Neuer Horizont oder alter Wein in neuen Schläuchen? (pchron) / Vaterlandsverteidiger am Hindukusch erhält isr. Ehrenprofessur (ntr) / Faschisten brauchen Feinde (R. HaCohen, aw) / Israel. Eine Ethnokratie? Eine Herrenvolkdemokratie? (imemc)


Gesellschaft [28.07.2009]
"Die Menschen mit ihrem Land verbinden" - Zu Besuch bei 'tent of nations' südlich Jerusalems

Von Brigitta Schmitt

Bericht von Brigitta Schmitt aus Bonn, die zwischen August und November 2008 am EAPPI-Begleitungsprogramm in Ostjerusalem teilnahm.

'tent of nations', südlich von Bethlehem ... "A land is worth nothing without people and people are worth nothing without a land" (Ein Land ohne Menschen ist nichts wert und ein Volk ohne Land ist nichts wert) - das ist Daoud's Devise und gleichzeitig seine Vision, die schon sein Grossvater hatte, als er 1916 dieses wunderschön gelegene Stück Land mit einem weiten Blick in die umliegenden Hügel südlich von Bethlehem erwarb und dort tagsüber mit seiner Familie Oliven, Weintrauben und Weizen anbaute und nachts in den Höhlen schlief.

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Gesellschaft [23.07.2009]
Farrah (Gaza, 17. Juli 2009)

Von anniealina

Farrah „Farrah ist zuerst scheu. Sie hängt an ihrem Vater. Ich mache Bilder von ihren Verletzungen, da wir versuchen wollen Farrah und Salama zu helfen für die dringend notwendige medizinische Behandlung nach Deutschland zu kommen.

Nachdem die Bombe das Haus der Familie zerstört und mehrere Familienmitglieder getötet hatte, versuchten sie ihre Toten zu begraben. Auf dem Weg zum Friedhof wurden sie von der israelischen Armee aufgehalten und gezwungen die Toten auf der Strasse liegen zu lassen.
Als sie einige Tage später wieder heraus konnten, um ihre Angehörigen zu beerdigen, hatten streunende Hund bereits die Hände des einen einjährigen Babies aufgefressen.”


Meinung [23.07.2009]
Vom Kreuz der Verdienste

Von Moshe Zuckermann

Das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (jw) Aufregung beim Zentralrat der Juden und bei Spiegel online über die Auszeichnung der Israel-Kritikerin Felicia Langer durch den Bundespräsidenten. Eine Dekodierung

Man mag sich die Frage stellen, warum sich honorige Menschen für ihr öffentliches Wirken von staatlichen Institutionen auszeichnen lassen. Abgesehen davon, daß politische, soziale oder kulturelle Lebensleistungen (zumeist) um ihrer selbst willen vollbracht worden sind, daher keiner anderer Entlohnung bedürfen, als eben die, daß verwirklicht wurde, was beabsichtigt war, birgt staatliche Verleihung von Preisen und Medaillen stets etwas Vereinnahmendes in sich. Man begibt sich gleichsam in die Obhut eines Kollektivgebildes, mit dessen Repräsentanten und den von ihm sonst Ausgezeichneten man sich nicht unbedingt eins weiß.

Den vollständigen Text finden Sie hier.


Medien [22.07.2009]
Pressespiegel

Rosa Luxemburg (1871-1919) Rosa-Luxemburg-Stiftung offen für Rassismus, Kolonialismus und Chauvinismus? (nds) / Die Linke: Eine deutsche Kriegs-Partei? (aic) / Israelisches Cyber-Team soll positive Meldungen verbreiten (J. Cook, tn) / HRW unter Beschuss der Israel-Lobby (thp) / Israel verhaftet pal. Zeugen für Todesschüsse in N'ilin nach Aussage vor UN-Gremium (ism) / Wöchentlicher Report der UN aus den besetzten Gebieten (ocha) / Isr. Lehrbücher sollen von 'naqba' gesäubert werden (aanc) / Abbas/Fayad: Wahlen von 2010 auf 2012 verschieben (jp) / Warum Jerusalem? Israels 'hidden agenda' (aa) / USA will Israel Bürgschaften kürzen (spon) / Ruprecht Polenz (CDU), Vors. des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, warnt Israel vor 'politischem Selbstmord' (spon) / "Keine Zollbefreiung für Waren aus den besetzten Gebieten" (spon) / England schränkt Waffenlieferungen nach Israel ein (welt)


Meinung [22.07.2009]
Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer - Hyperventilierende Besatzer-Lobby startet Kampagnenmaschine

Das IPK gratuliert Felicia Langer (V. Waltz) Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an Felicia Langer hat zu dem zu erwartenden Wehgeschrei der Besatzer-Lobbyisten geführt.
Das Netzwerk der israelophilen und islamophoben Paranoiker hat seine üblichen schrillen Wut- und Hassgesänge angestimmt, aus den Spalten seiner digitalen Druckerpressen tropfen Blut und Galle, und die üblichen Verdächtigen drohen ihre Bundesverdienstkreuze zurückzugeben.
Letzteres ist eigentlich zu begrüssen, denn es ist nicht nachvollziehbar, warum Menschen mit einem Bundesverdienstkreuz geehrt werden sollen, die der Überzeugung sind, dass Menschen- und Völkerrecht für die Araber in Palästina nicht gälten.

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Kultur [20.07.2009]
Al Quds - Arabische Kultur-Hauptstadt

Al-Quds - Capital of arab culture Die Webseiten von "Al-Quds 2009" legen den Schwerpunkt auf die palästinensische Kultur und bieten dem Leser immer wieder neue und überraschende Informationen...


Ipk [18.07.2009]
IPK-Seminar (18.-19. Juli 09): „Fremde im eigenen Land? Palästinenser in Israel.”

Während kaum ein Tag vergeht, an dem das Schicksal der Palästinenser unter der israelischen Besatzung nicht thematisiert wird, findet das Schicksal der Palästinenser, die in dem 1948 gegründeten israelischen Staat leben, praktisch keine Beachtung. So hat auch der Umstand, daß nahezu ein Fünftel der Staatsbürger Israels Araber sind, der Wahrnehmung Israels als dem 'Staat der Juden' keinen Abbruch getan.

Referenten: Abdul Alawi (Journalist u. Verleger), Dr. Katja Hermann (Islamwissenschaftlerin) sowie Khalil Toama (Publizist).

Programm 18.-19. Juli:
Sa.: „Nichtjuden in Israel; Bürger zweiter Klasse” (A. Vetter)
„Handlungsmöglichkeiten jenseits von Stammesdenken und Chauvinismus” (K. Toama)
So.: „Selbstorganisation als politischer Widerstand” (Dr. K. Hermann)
„Die ‚Zweistaatenlösung’: Lösung oder Problem?” (A. Alawi)

Mehr Informationen zum Seminar finden Sie hier. Einen doppelseitigen Flyer mit allen wichtigen Daten finden Sie hier.

Kontakt für Samstag: Wenn Sie Schwierigkeiten haben uns zu finden oder anderweitig Hilfe benötigen, können Sie uns am Samstag unter der folgenden Mobilfunknummer 0178 7130920 erreichen.


Medien [15.07.2009]
Pressespiegel

Dann eben ein gemeinsamer Staat ... Interview mit Jeff Halper (ICAHD): "Dann eben ein gemeinsamer Staat" (nrhz) / 'breaking the silence' zu Gaza: ... sie gleich Ameisen mit dem Brennglas zu verbrennen ... (bts) / Boycott: Leonard Cohen nicht erwünscht in Ramallah (pacbi) / Das Boykott Jahrhundert? Israels Dekolonialisierung (cp) / Economic Peace: 'Gib mir Freiheit ... oder einen Einkaufsbummel' (J. Cook, cp) / Palästinensische Autonomiebehörde schliesst Al-Jazeera Büros (am) / Gaza: Israel schuldig der Piraterie? (ei) / Clash zwischen der EU und Israel wegen der Siedlungen (M. Fryberg, ips) / Netanjahu: Vaters Mund tut Wahrheit kund (T. Karon, tn) / Nil'in: Israelische Undercover-Agenten kidnappen Demonstranten (jp) / Arabische Orte 'verschwinden' von den Strassenschildern (afp) / UNIFEM: Israel der Misshandlung schwangerer Gefangener angeklagt (afp) / Renate Künast im Fadenkreuz der Israellobby (jp)


Bibliothek [13.07.2009]
Buchvorstellung: „Der Palästinakonflikt” von Alexander Flores

von Alexander Flores, Historiker und Islamwissenschaftler Unlängst erschien bei Herder in der Reihe "Wissen was stimmt" das Buch "Der Palästinakonflikt" von Alexander Flores, Historiker und Islamwissenschaftler, der Wirtschaftsarabistik in Bremen lehrt.

Der Schriftsteller Rafik Schami schreibt zu dem Buch:
"Alexander Flores ist einer der besten Kenner des Palästina-Israel-Konflikts. Leise und fundiert klärt er auf ohne Trommel und Trompete und nimmt stets Partei, für die Menschen auf beiden Seiten des Stacheldrahts. Das macht ihn groß. Die Lektüre seiner Schriften öffnet neue Perspektive und ist ein großer Gewinn."

Dem Urteil ist nicht viel hinzuzufügen. Eine Rezension ist in Vorbereitung.


Kultur [12.07.2009]
Der Schuhputzer

Grafik von Muna al Su'udi
Kurzgeschichte von Ghassan Kanafani


War es ein reiner Zufall, daß ich ihn heute an derselben Stelle traf, an der ich ihn zum allererstenmal getroffen hatte?
Da kauerte er auf seinem niedrigen Hocker, als habe er seinen Platz niemals verlassen: mit lockigem schwarzem Haar und mit Augen, in denen der Abglanz eines verzweifelten Wunsches war. Soeben bückte er sich über die kleine Holzkiste und prüfte den sauberen Glanz eines kostspieligen Schuhs. Wie gut hatte sich sein Bild in meinem Gedächtnis eingeprägt, seitdem ich es vor einem Jahr zum erstenmal an derselben Stelle erblickte. Es hatte sich mir nicht deshalb eingeprägt, weil sein Anblick außergewöhnlich gewesen wäre, sondern einzig darum, weil ich - ja, ich selbst - vor zehn Jahren an derselben Stelle und hinter einer ähnlichen Kiste gehockt hatte, als unsere Lage nach der Flucht aus Palästina am elendsten war.

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Kultur [11.07.2009]
"Ghassan lebt in unserem Volk" - Interview mit Abdallah Frangi zur Ermordung Ghassan Kanafanis

Ghassan Kanafani (6. April 1936 - 8. Juli 1972) 1976 erschien im pdw-Verlag in Bonn ein Sonderheft mit dem Titel "Ghassan Kanafani - Ein Palästinensisches Leben".
Im folgenden geben wir das darin abgedruckte Interview mit Abdallah Frangi - damals Vertreter der PLO im Büro der arabischen Liga in Bonn - wieder:


Herr Frangi, seit dem Frühjahr 1972 unternahmen die Zionisten eine Serie von Anschlagen gegen palästinensische Führer und Einrichtungen im In- und Ausland. Ghassan Kanafani war eines von vielen Opfern. Welchen Zweck verfolgten die Zionisten mit dieser Terrorwelle?
Die Anschläge kamen zu einer Zeit, als die PLO auf internationaler Ebene noch sehr isoliert war, aber die schwere Niederlage des September 1970 überwunden hatte. Generell sollte die PLO geschwächt werden und man wollte der Anerkennung der PLO zuvorkommen. Das Ziel war die Liquidierung der PLO.

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Medien [09.07.2009]
Pressespiegel

Die Zerstörung Gazas (S. Roy, ei) Israels Mauer verschärft die Trennung im fünften Jahr ihrer Existenz (B. White, gdn) / UN an Israel: 'Tear down that wall' (ptv) / Die Zerstörung Gazas (S. Roy, ei) / Gaza: Mediziner des Gesundheitsministeriums konzipierten Hungerdiät (haa) / Die Zwei-Staaten-Lösung a la Israel - Almosen, Checkpoints und israelische Statthalter (J. Cook, gr) / Israel soll der PA eine Anti-Terror Einheit genehmigen (jp) / Netanjahu bezeichnet Stabsschef des Weissen Hauses als 'selbsthassenden Juden' (haa) / Temporärer Siedlungsbaustopp soll arabische Staaten zu Konzessionen bewegen (jp)


Politik [09.07.2009]
Die Mauer hat Geburstag: Der israelische „Sicherheitszaun“ und die internationale Doppelmoral

Von Fritz Edlinger

... ein Beispiel von vielen für Rechtsbruch und inakzeptable Doppelstandards der Nahostpolitik ... Am 9.7. jährt sich das Gutachten des Internationalen Gerichtshofes zum Bau des sogenannten Sicherzaunes durch Israel zum fünften Male. In seinem Beschluss hat der Gerichtshof eindeutig festgestellt, dass dieses Bauwerk illegal ist und hat seine sofortige Entfernung verlangt. Dieses – im Auftrag der UN-Vollversammlung erstellte Gutachten – wurde bislang von der Internationalen Staatengemeinschaft ignoriert, ebenso die im Gutachten enthaltene Aufforderung an die Unterzeichner der Vierten Genfer Konvention vom 12.8.1949, sicherzustellen, dass Israel auch dieser Aufforderung nachkommt.

Den vollständigen Text können Sie hier herunterladen.


Kultur [08.07.2009]
8. Juli 1972 - Todestag des palästinensischen Schriftstellers Ghassan Kanafani

Ghassan Kanafani (6. April 1936 - 8. Juli 1972)
Heute vor 37 Jahren, am 8. Juli 1972, wurde Ghassan Kanafani, Journalist, Schriftsteller und Sprecher der PFLP zusammen mit seiner 16jährigen Nichte Lamis in Beirut von einer israelischen Autobombe getötet.

Ghassan was the commando
who never fired a gun.
His weapon was a ballpoint pen
and his arena newspaper pages.
And he hurt the enemy more
than a column of commandos.
(Daily Star, 9.7.1972)




Medien [07.07.2009]
Pressespiegel

A. Abunimah: Analyse - Anerkennung oder Widerstand (ei) / Roger Waters (Pink Floyd) against 'The Wall' (alq9) / Jerusalem, die verbotetene arabische Kulturhauptstadt 2009 (alq9) / Paris: Jewish Defense League verwüstet Buchladen 'Resistances' (tgb) / Gaza: 100 U.S.-Aktivisten treffen in Ägypten ein (cdr) / Gaza: Cynthia McKinney und das Kidnapping der 'Spirit of Humanity' (F. Lamb, cp) / Nablus: Siedler terrorisieren Bewohner Bureens und zerstören ihren Besitz (imemc) / G. Levy: Unsere IDF (haa) / K. Amayreh: PA nutzt internationale Gelder um Menschen- und Bürgerrechte zu versenken (pic)


Gesellschaft [05.07.2009]
Kein Schiff nach Gaza - Bericht von Waltraud Schauer, Crew-Mitglied der „Free Gaza” aus Larnaca

www.freegaza.org Nach und nach trafen  am 22.6.09  alle Teilnehmer der Überfahrt nach Gaza im Hotel Sunflower in Larnaca ein. Nächsten Tag gab es von der Früh an "Einschulung", Verhalten an Bord bei Seenot, bei Kontakt oder Verhaftung durch israelische Kriegsmarine (keiner glaubte wirklich daran) etc. Am 24.6.09 sollten zwei Schiffe auslaufen, die "Spirit of Humanity" und die "Free Gaza". Wir waren mit Kapitäne, Crew und Passagieren insgesamt 36 Personen. Es sollte die achte derartige Aktion sein.

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Nablus [05.07.2009]
FGHA sucht Freiwillige für die Projektarbeit in Nablus

'Eingang von Nablus', David Roberts (1839) Von unseren Freunden von der FGHA in Nablus erhielten wir die Bitte darauf hinzuweisen, daß die FGHA nach Freiwilligen sucht, die sie bei der Projekt-Arbeit unterstützen können.

Die Kandidatin/der Kandidat sollten über Arabisch-Grundkenntnisse verfügen sowie Englisch fliessend in Wort und Schrift beherrschen. Ausserdem wird eine gewisse Erfahrung in der Organisation von Projekten und der Aquise von Projektmitteln erwartet.
Im Gegenzug bietet die FGHA freie Kost und Logis in Nablus.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte per Email (info(at)fgha2005.org) an den General Manager der FGHA, Herrn Majed Tubeileh, in Nablus.
Für eine Vorabklärung können Sie sich gern an Frau Angelika Vetter (vetter(at)ipk-bonn.de) wenden, die mit den Verhältnissen in Nablus vertraut ist.


Nablus [05.07.2009]
Fünftes FGHA-Sommercamp - "Smile & Joy Fifth Camp" - in Nablus

Impression des fünften 'Smile & Joy Fifth Camp' Auch dieses Jahr konnte - auch dank der Unterstützung des Komitees für Grundrechte und Demokratie - das alljährliche Sommercamp der FGHA in Nablus mit mehr wie hundert teilnehmenden Kindern ausgerichtet werden.

Am 'Smile & Joy Fifth Camp', das vom 27. Juni bis zum 6. Juli andauert, beteiligten sich 11 Mitarbeiter der FGHA, die für diesen Zweck eigens an vorbereitenden Kursen teilnahmen. Die Koordination und Supervision lag bei Abeer Sunon and Hanan Aghbar.

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Gesellschaft [04.07.2009]
UN Experte prangert Aufbringung von Hilfsschiff durch israelische Streitkräfte an

Ex-Kongressabgeordnete Cynthia McKinney Friedensnobelpeisträgerin Mairead Maguire Genf - Der spezielle UN Berichterstatter zur Lage der Menschenrechte in den den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten, Richard Falk, prangerte die widerrechtliche Kaperung eines mit medizinischem und Baumaterial beladenen Schiffes für die die belagerten Menschen in Gaza an, das von israelischen Kriegsschiffen auf hoher See aufgebracht wurde.

"Mit dieser Aktion implementiert Israel seine grausame Blockade der gesamten palästinensischen Bevölkerung Gazas, unter Verletzung von Artikel 33 der Vierten Genfer Konvention, die Kollektivstrafen gegen ein unter Besatzung lebendes Volk verbietet", sagte der Menschenrechtsexperte.

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Gesellschaft [04.07.2009]
E. Davidsson: Die Stadt Bonn muss die Rabinstraße umbenennen

Israel Shahak (1933-2001) Nachfolgend dokumentieren wir den Antrag des in Alfter, bei Bonn, lebenden Komponisten und Informatikers Elias Davidsson an die Stadt Bonn, die Rabinstrasse umzubenennen. Davidsson zeigt dazu in einem separaten Memorandum, dass Yitzhak Rabin an mehreren Kriegsverbrechen beteiligt gewesen und damit als Namenspatron untragbar sei. Anstelle Rabins solle die Stadt Bonn vielmehr Dr. Israel Shahak die Ehre der Benennung einer Strasse erweisen, einem Überlebenden des KZ-Systems und Gründer der israelischen Menschenrechtsliga.

Antrag an die Stadt Bonn
Betr. Straße im Namen eines israelischen Kriegsverbrechers

Wir, die Unterzeichneten, möchten hiermit darauf aufmerksam machen, dass in Bonn eine Straße im Namen eines mutmaßlichen Kriegsverbrechers benannt ist. Es handelt sich um die Rabinstraße in der Nähe des Bonner Hauptbahnhofes.

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Kultur [04.07.2009]
4. Rolandseck-Festival (15.-23. Juli): Konzertwoche mit 13 Musikern des West-Eastern-Divan-Orchestra

Festival 2006: Daishin Kashimoto, Chaim Taub, Kim Barbier, Verena Düren, Sol Gabetta Foto: Giovanni Ausserhofer Vom 15. bis zum 23. Juli 2009 findet im Festsaal des Bahnhofs Rolandseck eine Konzertwoche mit 13 jungen Musikerinnen und Musikern statt, Mitglieder des West-Eastern-Divan-Orchestras von Daniel Barenboim - aus dem Iran, Palästina, Ägypten, der Türkei, Syrien, Jordanien und Israel - unterrichtet von Chaim Taub.
Künstlerische Leitung: Guy Braunstein, 1. Konzertmeister der Berliner Philharmoniker.

Mehr Informationen finden Sie auf der Festival-Homepage.


Gesellschaft [03.07.2009]
Piraten und Kidnapper vor Gazas Küste
Israelische Marine kidnappt irische Nobelpreisträgerin, ehemalige US-Kongressabgeordnete und weitere Menschenrechtsaktivisten

The Free Gaza Movement Die deutsche Initiative "Ein Schiff nach Gaza" verurteilt das Einschreiten der israelischen Marine gegen die "Spirit of Humanity" auf das Schärfste. Das Aufbringen des Schiffes 23 Meilen vor der Küste von Gaza macht deutlich, dass sich Israel weiter als Besatzungsmacht versteht, ohne jedoch ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen, die Bevölkerung von Gaza zu versorgen, nachzukommen. "Wir sind empört, dass Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten bewusst in Gefahr gebracht wurden und daran gehindert werden, den notleidenden Menschen in Gaza Hilfsgüter zu bringen und fordern ein sofortiges Ende der Blockade des Gazastreifens", so Matthias Jochheim, IPPNW-Vorstand.

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Medien [02.07.2009]
Pressespiegel

AI: Ein Freibrief für das weitere Leiden von Zivilisten: Keine Verfolgung der Kriegsverbrechen in in Gaza und im Süden Israels (ai) / BDS: Dexia-Bank (belg./frz.) beschliesst Finanzierung israelischer Siedlungen zu stoppen (imemc) / Gaza: Aktivisten in planen Marsch auf Gaza um Blockade zu brechen (dstar) / Isr. Justizministerium zum Fall 'Ezra Nawi' (sen) / Tony Judt zum Tod von Amos Elon (nyrb) / Israelische Ärzte in Folter involviert (J. Cook, zmag)


Gesellschaft [30.06.2009]
Free Gaza Schiff: Israelische Marine bedroht 'Spirit of Humanity'
Organisatoren fordern zu Protesten bei israelischen Behörden auf

"ALLES WAS WIR WOLLEN IST GAZA ZU ERREICHEN. WIR SUCHEN KEINE KONFRONTATION."

Aktivisten an Bord des Gaza Gerechtigkeitsflotte verlangen, daß ihnen erlaubt wird ihre Freunde und Familien im belagerten Gaza zu besuchen und ihre Lieferung aus medizinischen Versorgungsgütern, Kinderspielzeug und Baugeräten abzuliefern.
Sie laden die Welt ein sich ihnen anzuschliessen.

(Auf See, 60 km vor der Küste des Gaza-Streifens) - Menschenrechts-Aktivisten an Bord des 'Free Gaza' Schiffs, der 'Geist der Humanität', verlangten heute, daß die israelische Armee sofort aufhört sie zu bedrohen.

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Medien [29.06.2009]
Pressespiegel

The Palestinian Authority's authoritarian turn (ei) PA-Truppen in Jenin: "… gründlich koordiniert mit Israel …" (ap) / Report: Israel foltert weiter Palästinenser (M. Frykberg, ei) / Mediziner gegen Folter: Hunderte Mediziner der WMA fordern Ablösung ihres israelischen Präsidenten (ynet) / Analyse: Gaza-Deal schreitet voran (ips) / Israelische Behörden drohen 500 kirchliche Gebäude in Jerusalem abzureissen (imemc) / Boykott: Leonard Cohen plant Auftritt in Ramallah (haa)


Gesellschaft [26.06.2009]
Naomi Klein ruft in Bilin zu Boykott auf

Die Bestsellerautorin Naomi Klein trug am Freitag ihren Aufruf Israel zu boykottieren in das in der besetzten West Bank gelegene Dorf Bilin, wo sie Augenzeuge von Auseinandersetzungen zwischen israelischen Truppen und Demonstranten wurde.

"Es handelt sich um einen Boykott israelischer Institutionen, einen Boykott der israelischen Ökonomie" erklärt die kanadische Autorin gegenüber Journalisten, als sie sich der wöchentlichen Demonstration gegen Israels umkämpfte Trennmauer anschloss.
"Boykott ist eine Taktik ... wir versuchen so eine Dynamik zu erzeugen, die Dynamik die das ultimative Ende der Apartheid in Südafrika herbeiführte" sagte Klein, die Autorin von "Die Schock-Doktrin: Der Aufstieg des Desaster-Kapitalismus".

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Bibliothek [25.06.2009]
Buchvorstellung: „Die Geburt Israels - Mythos und Wirklichkeit”

Details zum Buch ...
Die “Geburt Israels” von Simcha Flapan ist ein Klassiker, weil es der historischen Wahrheit über die Hintergründe des Nahostkonfliktes so nahe kommt wie kaum eine andere Publikation.
“Die Mythen des Staates bilden den Kern des israelischen Staatsverständnisses.” Sie zu entzaubern und der historischen Wahrheit zum Durchbruch zu verhelfen, war das zentrale Anliegen von Simcha Flapan (1911-1987), im Sekretariat der sozialistischen Mapam Partei zuständig für arabische Angelegenheiten.
Dieses Buch kann man nicht adäquat würdigen, man muss es lesen, um seine Bedeutung und Brisanz zu begreifen.

Wenn Sie „Die Geburt Israels” bei uns einsehen oder entleihen möchten, würden wir uns freuen Sie in unseren Räumen zu begrüssen.

Ergänzende Links:
Rezension von L. Watzal.


Medien [24.06.2009]
Pressespiegel

Bild: Mushir Abdelrahman/MaanImages Interview mit Rolf Verleger: "Judentum heißt plötzlich: Immer Recht haben" (nd) / Barak autorisiert die Errichtung 300 neuer Siedlungseinheiten (haa) / Loyal zum Rassismus (A. Bishara, aa) / Israelische Frau mit palästinensischem Ehemann soll aus der Sozialversicherung ausgeschlossen werden (haa) / Gaza: Erstmals seit neun Monaten Lieferung von 350 Rindern infolge US-Intervention genehmigt (ac) / Warum empören Juden sich nicht über die israelische Besatzung? (A. Loewenstein, haa) / Alltag der IDF: Kinder schlagen und foltern (J. Cook, cp) / Über die Notwendigkeit eines kulturellen Boycotts (I. Pappe, ei)


Gesellschaft [18.06.2009]
DAAD: Härtefallfond für palästinensische Studierende/Promovierende

DAAD Mai 09 - Dem DAAD zufolge beabsichtigt das Auswärtige Amt einen Sonderfond für hilfsbedürftige palästinensische Studenten bzw. Promovierende einzurichten, die aufgrund des israelischen Überfalls in Gaza in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.

Entsprechende Anträge für finanzielle Unterstützung sind bei den zuständigen Stellen in den Universitäten zu stellen.


Politik [17.06.2009]
Kein kleiner Schritt vor, ein ganz großer Schritt zurück!

Eine subjektive Einschätzung zur jüngsten Rede des israelischen Ministerpräsidenten

Von Fritz Edlinger

Die Reaktionen, leider auch die meisten aus Europa, auf die jüngste Rede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu offenbaren für Kenner der Nahostpolitik ganz deutlich das Dilemma mit der neuen israelischen Rechts-Regierung. Nachdem deren führende Exponenten im Wahlkampf aber auch schon danach die internationalen Erwartungen so niedrig wie nur irgendwie möglich geschraubt hatten, konnten die meisten Stellungnahmen aus dem Westen fast nur (vorsichtig) positiv ausfallen. Von ersten Schritten in die richtige Richtung wurde da in Washington und gestern auch in Straßburg bei der Konferenz der EU-Außenminister gesprochen. Nun, nachdem Netanjahu und seine Partner in der neuen israelischen Regierung bislang ja de facto jegliche konstruktiven Gespräche mit den Palästinensern abgelehnt hatten, tatsächlich ein Fortschritt! Aber welcher?

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Politik [15.06.2009]
Palästinensische Reaktionen zu Netanjahus Rede

Das einzig vorgeblich revolutionäre in der mit Spannung erwarteten Rede Netanjahus - die allgemein als Reaktion auf die Rede Obamas in Cairo gesehen wird - bestand in der Erwähnung (!) eines palästinensischen Staates. Diesen versah Netanjahu jedoch mit derart vielen Vorbehalten und Variablen, dass man sich dessen Gründung schenken kann.
Der 'palästinensische Staat' a la Netanjahu ist vor allem erst einmal 'zukünftig' - erst dann zu haben, wenn die Palästinenser Israel als den "Staat der Juden" anerkennen - d.h. wenn sie sich dazu bereit erklären, die Existenz von 1.2 Millonen Nichtjuden in Israel aufzugeben.
Ein Opfer des Rotstift Netanjahus wurden auch die Grenzen des Staates, in denen die Pal. in Freiheit leben könnten, er soll schlicht keine haben. Und logischerweise soll dieser Staat auch 'Demilitarisiert' sein - garantiert unfähig seine Bürger vor der Willkür des israelischen Nachbarn zu schützen.

Mit der von Obama erwähnten Zweistaatenlösung hat dieser 'Palästinenserstaat' rein gar nichts zu tun. Dementsprechend sehen die Reaktionen der Palästinenser aus:

Bitte lesen Sie hier weiter.


Medien [13.06.2009]
Pressespiegel

Obamas Ansprache: Grosse Rede, falsche Botschaft (R. Baroud, pchron) / "From Cairo with love" (A. Bishara, aa) / Netanjahu beginnt zu schwitzen (N. Gordon, pchron) / U.S.-Regierung: Angekündigte Netanjahu-Rede 'inadäquat' (haa) /  ... haben wir jetzt einen jüdischen Staat, in dem religiöser Fanatismus herrscht und der die Reinheit der Rasse vorschreibt (S. Aloni, fr) / Gaza: "Free Gaza" startet Kampagne "Recht zu Lesen" (imemc) / Gaza: Leben nach dem Tod in Gaza (ind) / Gaza: Die Blockade als Goldgrube (haa)


Gesellschaft [11.06.2009]
„Helfen Sie dem israelischen Menschenrechtsaktivisten Ezra Nawi!”

Ezra Nawi mit Gefängnis bedroht Der israelische Menschenrechtsaktivist Ezra Nawi, Mitglied von Ta'ayush, dessen Aktivität den israelischen Siedlern und Besatzern in den Hügeln Hebrons ein Dorn im Auge ist, wird mit Gefängnis bedroht:
„Ezra Nawi ist seit Jahren Jahren in der Gegend südlich der Hügel bei Hebron aktiv. Die palästinensichen Beduinen in Um El Hir, einer kleinen desolaten Gemeinde tief im Süden der Westbank leben seit nahezu 42 Jahren unter israelischer Besatzung; dort leben sie immer noch ohne Elektrizität, fliessendes Wasser und andere grundlegende Versorgungseinrichtungen, und werden kontinuierlich von jüdischen Siedlern drangsaliert die unablässig israelisches und internationales Recht verletzen, wobei sie von verschiedenen militärischen Kräften der israelischen Besatzer unterstützt werden, die alle daran arbeiten die Gegend von ihren palästinensischen Bewohnern zu reinigen und so eine neue demographische Realität zu erzeugen.”

Bitte lesen Sie hier weiter und beteiligen Sie sich an dem Protest, da Ezra Nawi ohne internationale Intervention hochwahrscheinlich ins Gefängnis gehen muss.

Ergänzende Links:
Israeli activist to be jailed for caring (Neve Gordon im Guardian)


Kultur [11.06.2009]
Henning Mankell zum Literaturfestival in Palästina

Von Apartheid gestoppt
Israelisches Militär versuchte das internationale palästinensische Literaturfestival zum Schweigen zu bringen

(www.palfest.org) Von Henning Mankell, 11. Juni 2009 (www.hintergrund.de)

Vor gut einer Woche besuchte ich Israel und Palästina. Ich gehörte zu einer Schriftstellerdelegation mit Vertretern aus verschiedenen Kontinenten. Wir sollten an einer palästinensischen literarischen Konferenz teilnehmen. Die Einweihung sollte im Palästinensischen Nationaltheater in Jerusalem stattfinden. Gleich nachdem wir uns versammelt hatten, kam schwer bewaffnetes israelisches Militär und Polizei und teilte uns mit, dass sie uns zu stoppen gedächten. Auf die Frage warum, kam als Antwort: "Sie sind ein Sicherheitsrisiko."

Bitte lesen Sie hier weiter.

Ergänzende Links:
Claire Messud - Walking miles in Palestinian feet
Palästinensisches Literaturfestival
Festival Blog


Medien [11.06.2009]
Interesting links

Democratic South Africas complicity in Israels occupation, colonialism and apartheid / Office for the Coordination of Humanitarian Affairs / GISHA: Legal Center for Freedom of Movement


Bibliothek [10.06.2009]
Dr. L. Watzal über Dan Diners Publikationen in den 80'ern

Buch ist Teil des IPK-Archivbestands Neben dem Buch „Keine Zukunft auf den Gräbern der Palästinenser” gehört die Habilitationsschrift „Israel in Palästina ” zu Dan Diners besten und kritischsten Büchern. In beiden Schriften wird eine Lösung des Nahostkonflikts diskutiert, die revolutionär genannt werden kann und heutzutage in dieser Weise nicht mehr geschrieben werden könnte. Es ist schon verwunderlich, dass diese beiden exzellenten Bücher nicht auf Dan Diners Publikationsliste auftauchen, gehören sie doch zu seinen besten. ... Diners fortschrittliche Vorstellungen würden den Nahostkonflikt bestimmt einer Lösung näher bringen.

„Keine Zukunft auf den Gräbern der Palästinenser” ist Teil des IPK-Archivbestands.

Ergänzende Links:
Rezension: „Keine Zukunft auf den Gräbern der Palästinenser”
Rezension: „Israel in Palästina”


Medien [10.06.2009]
Pressespiegel

Boykott: "Sieg! Veolia gibt Jerusalemer Stadtbahnprojekt auf" (O. Barghouti, mrz) / Obama in Kairo: Yossi Peled (Likud) verlangt israelische Sanktionen gegen die USA (jpo) / Obama in Kairo: Der Ton macht die Musik (U. Avnery, tp) / Obama in Kairo: Das grimmige Bild von Obamas Mittlerem Osten (N. Chomsky, cdr) / Israelische Abgeordnete auf dem Weg die Meinungsfreiheit zu beseitigen: Die Schlinge zieht sich zu (mzw) / Boykott: "Warum kaufe ich keine Kartoffeln aus Israel" (Gesellschaft Schweiz-Palästina)


Medien [06.06.2009]
Pressespiegel

General Bonaparte in Ägypten Barack Obamas Rede in Cairo (gdn) / Obama in Kairo: 'Ein Bush im Schafspelz' (A. Abunimah; gdn) / 24. Juni 2002: George W. Bush zur Zweistaatenlösung (arc) / Obama in Kairo: Zweistaatenlösung - Wiederbelebung einer Fata Morgana? (B. Marx, qnt) / Obama in Kairo: Isr. Armee erschiesst Demonstranten in Bi'lin, verwundet vier weitere (imemc) / M. Sarkis interviewt Jeff Halper (tpo)


Nablus [05.06.2009]
FGHA: "Gender training course" abgeschlossen

FHGA - www.fgha2005.org Vom 30. bis zum 31. Mai führte die FGHA in Nablus ein zweitägiges Training zum Thema Geschlechterrollen durch, an dem 12 Frauen - Hausfrauen und Studentinnen - teilnahmen.
Das Ziel des Kurses lag in der Stärkung des Gender-Bewusstseins. Dabei wurden verschiedene Gebiete berührt, die Vielzahl der Rollen, die von Frauen angenommen werden, betrachtet und analysiert sowie auch das Thema der Gewalt gegen Frauen bearbeitet.
Im zweiten Teil des Kurses wurden die Teilnehmerinnen in Gruppen aufgeteilt und an Fallbeispielen Möglichkeiten erörtert, die Partizipation von Frauen in den Bereichen Erziehung, Arbeit und der Öffentlichkeit auszudehnen.
Zum Ende des Trainings bedankten sich die Teilnehmerinnen bei dem Sponsor des Kurses, der britischen "Ailsa Moore Association" und riefen die internationale Gemeinschaft dazu auf, vermehrt solche Veranstaltungen zu unterstützen.

Den englischsprachigen Originalbericht finden Sie hier.


Kultur [04.06.2009]
Tamer Institute in Ramallah erhält Astrid-Lindgren-Preis

Am Dienstag übereichte die schwedische Kronprinzessin Victoria in Stockholm den Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis an Vertreter des Tamer-Instituts in Ramallah.

Der internationale, mit 445,000 € dotierte Kinderbuchpreis wird von der schwedischen Akademie der Künste alljährlich an Organisationen oder Erzähler vergeben, die das Lesen von Kindern oder Jugendlichen fördern.

In der Begründung der Jury hiess es:
Seit mehr als zwei Dekaden hat das Tamer-Institut das Lese-Interesse und die Kreativität palästinensischer Kinder mit Ausdauer, Mut und Ideemreichtum gefördert. Dieses Interesse förderte das Institut dabei unter schwierigen Umständen mit ungewöhnlicher Breite und Vielfalt. Im Geiste Astrid Lindgrens anerkennt das Institut die Macht des Worts und die Stärke des Buchs, Geschichten und Phantasie als wichige Schlüssel zu mehr Selbstbewusstsein, Toleranz und dem Mut das Leben zu meistern.

Weitere Informationen können Sie hier finden.


Bibliothek [30.05.2009]
20 Jahre Sechstagekrieg: Israels Weg in die Krise
Geschichtsbetrachtung eines israelischen Antizionisten (von 1987)

von M. Warschawski

Michael Warschawksi, geb. 1949 in Strasbourg, ist seit den sechziger Jahren in der israelischen Friedensbewegung aktiv.
Warschawski war u.a. Mitglied von "Matzpen" (1962-1984), ist Mitgründer von "Yesh Gvul" (seit 1982) und des "Alternative Information Center" (seit 1984).

Der nachfolgende Text Warschawskis erschien 1987 in der Nummer 27/28 des "Palästina Bulletins".


Nach dem 6-Tage-Krieg 1967 stürzte Israel in einen Freudentaumel: Wer eben noch von Ausrottung bedroht war, dem ist alles erlaubt. Die wenigen antizionistischen Kritikerlnnen waren politisch und sozial isoliert und geächtet. Doch zehn Jahre später sah alles anders aus, das Selbstbild vom kleinen, friedenshungrigen Staat lag in Scherben. Erinnerungen eines Aktivisten der Gruppe "Matzpen".

INTERNER FEHLER.


Politik [30.05.2009]
ARIJ: Israel täuscht und manipuliert die internationale Gemeinschaft bezüglich der Expansion von Siedlungen

ARIJ, das mit dem IPK befreundete Applied Research Intitute Jerusalem, veröffentlichte kürzlich einen Bericht zu den aktuellen israelischen Siedlungs-Expansionsplänen. Den originalen, englischsprachigen Bericht finden Sie hier.
Für die nachfolgende Übersetzung bedanken wir uns bei Frau Dr. Viktoria Waltz.

Mitte Mai 2009 hat der Oberste Gerichtshof in Israel der Regierung die Anweisung gegeben, ihrer Verpflichtung nachzukommen, nämlich binnen 90 Tagen sechs israelische ‚Outposts’ zu evakuieren, die auf Palästinensischem Boden in der Westbank errichtet worden sind. Diese Anweisung kam wie bestellt zum Besuch des Premier Ministers Benyamin Netanyahu in die USA, wo der Friedensprozess im Nahen Osten mit dem neu gewählten Präsidenten der USA, Barack Obama Thema war, während die Expansion Israelischer Siedlungen ganz öffentlich in vielen Regionen der besetzten West Bank weiter geführt wurde.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Politik [30.05.2009]
„Kafka in Palästina - Araber in Israel”

Symbol eines Staats, der seine Vergangenheit fürchtet „Für die palästinensischen Bürger Israels nimmt das Leben immer mehr kafkaeske Züge an.
Seit Jahren hat sich ihr Staat bemüht, seine jüdische Identität durch gesetzliche, konstitutionelle, kulturelle und politische Mittel zu stärken, trotz des Umstands, daß jeder Fünfte seiner Bürger Araber/in ist.
Die neueste Serie von Gesetzen ist nur ein weiterer Teil dieses Bemühens.
Zusätzlich zu der Diskriminierung, die sie bereits in allen Lebenbereichen erfahren, soll ihnen nun auch verwehrt werden die 'nakba', den Verlust ihrer Heimat zu betrauern oder gegen Israel als den 'Staat der Juden' zu opponieren.”

Den vollständigen englisch-sprachigen Text können sie hier nachlesen.


Kultur [27.05.2009]
ZOOM Kino Brühl: Filmreihe Palästina

Film review: Paradise Now (ei) Am Mittwoch dem 6. Mai startet im Brühler ZOOM Kino eine vierwöchige Filmreihe zum Thema Palästina. Dazu zeigt das ZOOM Kino jeweils an jedem Mittwoch Filme aus Palästina bzw. Israel. Auf dem Programm stehen „Paradise Now” (H. Abu-Assad; 2005), „Private” (S. Constanzo; 2003), „Promises” (C. Bolado, B. Goldberg, J. Shapiro; 2001).

Am 27. Mai wird Irit Neithardt, Ethnologin, Islam-/Politikwissenschaftlerin und Gründerin von mec film (middle east cinema) mehrere Kurzfilme vorführen.

Weitere Informationen können Sie hier finden.


Kultur [23.05.2009]
Literaturfestival in Palästina (23.-28. Mai)

(www.palfest.org) Vom 23. bis zum 28. Mai findet in Palästina das zweite jährliche Literatur Festival statt.

Aufgrund der Probleme, mit denen die Palästinenser bei dem Versuch unter militärischer Besatzung in ihrem Land herumzureisen rechnen müssen, wird die Festival-Gruppe - bestehend aus 17 internationalen Schriftstellern - zu ihrem Publikum in der Westbank reisen.
Stationen der Tour sind Ramallah, Jenin, al-Khalil/Hebron und Bethlehem.
Um Jerusalems Status als Kultur-Hauptstadt 2009 der arabischen Welt zu betonen, ist Jerusalem sowohl der Ausgangs- wie auch der Endpunkt der Tour.

Näheres zu dem Festival lesen Sie bitte hier nach.

Ergänzende Links:
Guardian: Bewaffnete israelische Polizei schliesst am ersten Abend das palästinensische Literaturfestival in Jerusalem"


Nablus [17.05.2009]
FGHA: Web-Auftritt aufgefrischt

Einladung der FGHA Aus Nablus erhielten wir die Information, daß die FGHA ihren Web-Aufritt aufgefrischt hat.
Dazu erhielten wir die folgende 'Einladung':

Willkommen auf unserer neuen Website
Willkommen auf den neuen Webseiten der 'Future Generation Hands Organisation', deren Design wir verbessert haben, um unsere Arbeit so besser darzustellen.
Damit sollte es Ihnen nun leichter fallen, sich einen Überblick über unsere Veranstaltungen zu verschaffen und über unsere aktuellen Aktivitäten und Veranstaltungen informiert zu bleiben.


Politik [17.05.2009]
„"Kan fii mustautaniin il yom - habt ihr heute jüdische Siedler gesehen?"”

Israel Must Rein in Settler Movement (imemc) "Kan fii mustautaniin il yom - habt ihr heute jüdische Siedler gesehen?" Eine der täglichen Fragen die im palästinensischen Dorf Yanoun die Runde machen. Die jüdischen Siedler leben in sogenannten "Outposts" rund sechs bis zehn Kilometer von der Muttersiedlung Itamar entfernt. Einem Adlerhorst gleich reihen sich die Aussenposten ringförmig auf den Hügeln um das 120-Seelendorf der Palästinenser. Wenn nachts die Scheinwerfer von den Hügelkämmen die Hänge und das Dorf nach Bewegungen absuchen, offenbart sich die allgegenwärtige Präsenz der Siedler.

Den vollständigen Bericht können hier nachlesen.


Politik [17.05.2009]
Palästinenser erinnnern an den 61. Jahrestag der nakba

von Carlos Latuff Tausende Palästinenser erinnerten am Donnerstag an den 61. Jahrestag der "naqba", der Katastrophe die nach der Gründung Israels zum Exodus hunderttausender palästinensischer Flüchtlinge führte.
Palästinensische Flaggen und Photos arabischer Dörfer in der Hand haltend, welche die israelischen Streitkräfte vor 60 Jahren zerstört haben, marschierten Demonstranten durch das Zentrum von Ramallah in der von Israel besetzten West Bank.
"Das Recht auf Rückkehr ist heilig", "Kein Friede ohne das Recht auf Rückkehr" forderten die Transparente, die von den Marschierern getragen wurden.
Die Demonstration fand einen Tag früher statt, da der Jahrestag der "naqba" dieses Jahr auf einen Freitag fiel, ein Ruhetag in den zumeist muslimischen palästinensischen Gebieten.

Den vollständigen englischsprachigen Text des 'Palestine Telegraph' können Sie hier nachlesen.


Gesellschaft [15.05.2009]
V. Waltz: „Israel Day in Dortmund”

Um den 7. Mai haben jüdische Kultusgemeinden in diversen Städten zu einem sogenannten „Israel Day” eingeladen. Während in Recklinghausen der Rabbiner der gefallenen Israelischen Soldaten gedachte (andere Opfer gab es wohl nicht?), gab es in Dortmund eher ein lockeres Event mit Musik, Tänzen, und israelischem Essen – einer gewissen Kichererbsenboulette, die beliebte arabische Falafel.

Den vollständigen Bericht können Sie hier nachlesen.


Medien [15.05.2009]
Pressespiegel

Papstbesuch: Spirituelle Reise bleibt nicht ohne politische Obertöne (J. Cook, tn) / Abbas Ansehen im freien Fall (M. Frykberg, ips) / 88% aller Insassen in den Gefängnissen der PA ohne Verurteilung (haa) / Isr. Militär kidnapped Mutter eines "gesuchten" Palästinensers in Qaliquilia (imemc) / Gaza: UN unterstützt Vertuschung isr. Kriegsverbrechen (H. Nimah, ei) / Gaza: Kriegsverbrechen an Kindern (rweb) / Das Paradoxon der isr. Machtpolitik (M. Hastings, gdn) / Liebermans Partei: Gedenken an nakbha verbieten (haa)


Gesellschaft [11.05.2009]
Berlin: Bettina Marx stellt "Gaza. Berichte aus einem Land ohne Hoffnung" vor

Gaza. Berichte aus einem Land ohne Hoffnung Die Journalistin Bettina Marx (Deutsche Welle) stellt ihr neues Buch "Gaza. Berichte aus einem Land ohne Hoffnung" im Gespräch mit der Islamwissenschaftlerin Katja Hermann vor.

Ort: Zweitausendeins-Laden, Friedrichstr. 119, Berlin-Mitte
Zeit: 19. Mai 2009, 19.30 Uhr
Veranstalter: Zweitausendeins, Zentrum Moderner Orient
Eintritt: frei

Ergänzende Links:
Rezension von Rupert Neudeck


Meinung [11.05.2009]
Zitat der Woche

Mauer zwischen Gilo und Beit Jala

And when it's all over,
my dear, dear reader,
on which benches will we have to sit,
those of us who shouted „Death to the Arabs!”
and those who claimed they „didn’t know”?

-- Nostalgia (2002), by Aharon Shabtai


Die Mauer zwischen der jüdischen Siedlung Gilo und dem daneben gelegenen palästinensischen Dorf Beit Jala. Auf der israelischen Seite ist die Mauer bemalt, dass es so aussieht, als ob es keine Palästinenser und kein Beit Jala gäbe.
(Foto: Simon Norfolk).


Kultur [10.05.2009]
Leonard Cohen tritt in Tel Aviv auf - Israelis fordern Boykott

Im Rahmen seiner Welt-Tournee 2009 will der weltberühmte Sänger Leonard Cohen - der auch in Deutschland gastiert - einen Auftritt in Tel Aviv absolvieren. Dagegen protestieren 43 israelische Unterzeichner dieser Petition.


Questions for Shomrim (L. Cohen, 1970)

And will my people build a new Dachau
And call it love,
Security,
Jewish culture
For dark-eyed children
Burning in the stars
Will all our songs screech
Like the maddened eagles of the night
Until Yiddish, Arabic, Hebrew, and Vietnamese
Are a thin thread of blood clawing up the side of
Unspeaking steel chambers
I know you, Chaverim
The lost young summer nights of our childhood
We spent on street corners looking for life
In our scanty drops of Marx and Borochov.
You taught me the Italian Symphony

Bitte lesen Sie hier weiter.


Gesellschaft [08.05.2009]
Bericht zur Israel-Review-Konferenz in Genf (18.-19. April)

United Against Apartheid, Colonialism and Occupation, Dignity & Justice for the Palestinian People Von Hanspeter Gysin (Solidarität mit Palästina) erhielten wir folgenden Bericht zur Genfer „Israel Review Konferenz”:

„Am 18. und 19. April 2009 fand im Genfer Hotel Le Grenil unter dem Titel „Vereint gegen Apartheid, Kolonialismus und Besatzung - Würde und Gerechtigkeit für das palästinensische Volk”, die so genannte Israel-Review-Konferenz statt.
Sie wurde angekündigt als ein „Treffen der Zivilgesellschaft” und stand unter der Patenschaft des Nationalen Ausschusses der palästinensischen Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionenkampagne (BNC) in Zusammenarbeit mit: International Coordinating Network on Palestine (INCP), European Coordinating Committee on Palestine (ECCP) und dem International Jewish Antizionist Network (IJAN).”

Den vollständigen Bericht können Sie hier als PDF-Datei erhalten.

Ergänzende Links:
Augenzeugen in Palästina (2004, pdf)
Netzwerk Schweiz für einen gerechten Frieden in Palästina/Israel
International Jewish Anti-Zionist Network


Ipk [07.05.2009]
Bericht: „Palästina - Begegnungen unter Besatzung”; 69 € für FGHA/Nablus gesammelt

Kristin Kretschmann In Ihrem Bild-Vortrag zeigte unsere Mitarbeiterin Kristin Kretschmann eindrucksvolle Bilder der von Ihr besuchten Orte - Ramallah, Jenin, Nablus und Hebron - und der Menschen, die sie dort traf.
Dabei waren es insbesondere Bilder aus Hebron - Bilder der von jüdischen Extremisten besetzten und zerstörten Häuser im Stadtzentrum - welche die Unerträglichkeit der isr. Besatzung plastisch hervortreten liessen.

An den Vortrag schloss sich eine Fragerunde an. Auf die Frage, was Sie in Palästina besonders beeindruckt habe, erklärte Sie, daß dies die Offenherzigkeit und Gastfreundschaft der Palästinenser gewesen sei.

Am Ende der Veranstaltung wurde für das 'Schulranzenprojekt' unseres Kooperationspartners in Nablus - die FGHA - gesammelt, wobei 69,20 € zusammen kamen. Dafür möchten wir uns im Namen der FGHA bei allen Spendern recht herzlich bedanken.


Ipk [06.05.2009]
Bild-Vortrag (6. Mai): Palästina - Begegnungen unter Besatzung

Uni Birzeit Am 6. Mai (ab 19:00 Uhr) wird Kristin Kretschmann im Internationalen Frauenzentrum Bilder aus Palästina zeigen, die sie Ende 2008 während ihres viermonatlichen Praktikums an verschiedenen Orten in den besetzten Gebieten aufgenommen hat.
Kretschmann, die während ihres Praktikums in Ramallah lebte und dazu Kurse an der Uni Birzeit besuchte, wird von ihren Erfahrungen - vom Alltag unter der Besatzung - und ihren Begegnungen mit den Menschen Palästinas berichten.

(Kristin Kretschmann studiert Asienwissenschaften mit dem Schwerpunkt Arabisch an der Uni Bonn. Seit 2009 ist sie Mitarbeiterin des IPK.)


Kultur [03.05.2009]
Film in Köln: „'Heart of Jenin'”

Als Ismael Khatib 12-jähriger Sohn Ahmed im Flüchtlingslager von Jenin von der Kugel eines israelischen Soldaten tödlich getroffen wird, entscheidet sich der Palästinenser, die Organe seines toten Kindes an sechs fremde, israelische Kinder zu spenden, um damit deren Leben zu retten. Zwei Jahre später macht er sich nun auf die Suche nach ihnen und damit auf die Suche nach Ahmed.

Der Regisseur, Marcus Vetter, wird persönlich zugegen sein.

Näheres finden Sie hier.


Medien [03.05.2009]
Pressespiegel

52 neue Gefängnisse in der Westbank PA plant die Errichtung 52 neuer Gefängnisse in der Westbank (pic) / Pogrom in Um Safa (tc) / UN: Wohnungen von 60.000 Palästinenser in Jerusalem bedroht (ips) / Papstbesuch erzeugt keine Hoffnung (meo) / Um das Dorf Tarabin räumen zu lassen sind alle Mittel zulässig (aic) / Armeedienstverweigerer sind Helden, keine Kriminellen (G. Levy, haa)


Medien [02.05.2009]
Pressespiegel

Ethnische Säuberung, ein Haus nach dem anderen Weltbank findet Israels Wasserpolitik schwer zu schlucken (tn) / Die autoritäre Wende der Palästinensischen Autonomiebehörde (B. White, ei) / Umfrage: 75% der US-Amerikaner sind gegen neue Siedlungen (maan) / Israel droht kritischer EU mit Ausschluss aus den Verhandlungen (bbc) / Soziologie-Professor an UCSB im Fadenkreuz der zionistischen Lobby (cp) / 'Free Gaza' auf youtube (fg)


Ipk [25.04.2009]
IPK dankt seinem ersten Praktikanten: Mathis Blome

Mathis Blome Am Mittwoch, dem 25. Februar, startete Mathis Blome sein Praktikum im IPK.
Mathis Blome (geb. 1983) studiert seit 2005 Politikwissenschaft, Neuere Geschichte und Kulturanthropologie an der Universität Bonn.

Im Rahmen seine achtwöchigen Praktikums hat Mathis Blome Zeitschriften für das Archiv3 verschlagwortet, Publikationen des IPK aktualisiert und eine Zeittafel des Palästinakonflikts erstellt, die zu einem Teil des Webauftritts des IPK werden soll.

Sie können Mathis Blome unter der folgenden Email-Adresse erreichen: blome(at)ipk-bonn.de.


Medien [22.04.2009]
Pressespiegel

Bilin: Der Tod Bassem Abu Rahmes Liebermann-Interview: "Glaubt mir, die USA wird alle unsere Entscheidungen akzeptieren!" (haa) / Redetext Ahmadinejads in Genf (pc) / England überprüft Waffenexporte nach Israel in Anbetracht des Gazakriegs (haa) / Kanada: Grasswurzel Boykott-Kampagne (gab) / PA verhaftet mehrere Reporter und Berichterstatter in der Westbank (imemc) / Firmen von Söhnen Mahmud Abbas erhalten Aufträge der US-Regierung (reu) / Ethnische Säuberung in Ostjerusalem, ein Haus nach dem anderen (M. Newman; ei)


Gesellschaft [21.04.2009]
„Arrest als Mittel politischer Disziplinierung”

Petition für Samieh Jabbarin Der Fall des Theaterregisseurs Samieh Jabbarin

Der auf unbegrenzte Zeit verhängte Hausarrest gegen den Theaterregisseur Samieh Jabbarin aus Jaffa ist ein Beleg für die verschärfte Schikanierung von Bürgern, die ihre politischen Ansichten auf demokratischem Weg zum Ausdruck bringen wollen. Sein Fall wirft ein grelles Licht auf die enge Zusammenarbeit zwischen den israelischen Sicherheitskräften, der Polizei und der Staatsanwaltschaft. Hier wird der Versuch unternommen, einen friedliebenden und sozial engagierten politischen Aktivisten unter dem Vorwurf der Gewalttätigkeit zu inkriminieren.

Die deutsche Übersetzung des englischen Originals der Petition finden Sie hier.


Meinung [20.04.2009]
W. Pirker zu 'Durban Review': „Weißer Boykott” (17. März)

Politicizing Racism Sollte es jemandem nicht aufgefallen sein: Es sind ausschließlich die weißen Herrennationen, die Probleme haben, an einer antirassistischen Konferenz teilzunehmen. Das wäre an sich nicht einmal verwunderlich, hätte das Hegemonialkartell zwischenzeitlich nicht auch noch den Eindruck zu erwecken vermocht, daß selbst der Antirassismus eine Errungenschaft der in allen Belangen überlegenen westlichen Zivilisation sei.

Den vollständigen Text können Sie hier nachlesen


Politik [20.04.2009]
„Israel Review Konferenz” in Genf (18.-19. April)

United Against Apartheid, Colonialism and Occupation, Dignity & Justice for the Palestinian People Am 18. beginnt in Genf die „Israel Review Konferenz”, zwei Tage vor dem Beginn der „Durban Review” UN-Konferenz, um den Fortschritt bei der Implementierung, der 2001 von der Weltkonferenz gegen Rassismus angenommen 'Durban-Deklaration' und des 'Durban-Aktionsprogramms' zu begutachten und deren Empfehlungen zu unterstützen.

Die „Israel Review Konferenz” wird international anerkannte Experten und Akteure zusammenbringen, die für soziale und politische Gerechtigkeit eintreten, um zu begutachten ob bzw. wie die Anti-Rassismus-Instrumente der UN auf die Politik und Praktiken Israels gegenüber den Palästinensern angewendet werden können; und um praktische Empfehlungen zu entwickeln, um Israel dazu zu zwingen internationales Recht einzuhalten und die Rechte der Palästinenser zu schützen.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Medien [19.04.2009]
Pressespiegel

The Freedom Theatre: 'Animal Farm' Durban: UN schützt Israel vor Rassismus Anklage (N. B.-Friedman; ei) / Gewaltlosigkeit in Palästina: Timing und Intentionen (R. Baroud; pchron) / 'Animal Farm' findet eine palästinensische Bühne (M. Frykberg; ips)


Politik [16.04.2009]
9. April 1948: Massaker in Deir Yassin

Am frühen Morgen des 9. April 1948 attackierten Kommandos des Irgun (angeführt von Menachem Begin) und der 'Stern Gang' Deir Yassin, ein Dorf mit ungefähr 750 palästinensischen Bewohnern. Das Dorf lag ausserhalb des Gebiets, das die Vereinten Nationen dem jüdischen Staat zugesprochen hatten und war für seine friedliche Beziehungen zu den jüdischen Nachbarn bekannt. Aber es lag auf der Hochebene im Korridor zwischen Tel Aviv und Jerusalem. Daher sollte Deir Yassin der Besatzung gemäss dem Plan Dalet anheim fallen, weshalb es die jüdischen Hauptstreitkräfte, die Haganah, den irregulären terroristischen Kämpfern des Irgun und der Stern Gang ermöglichten, es einzunehmen.

Alles in allem wurden mehr als 100 Männer, Frauen und Kinder systematisch ermordet. Dreiundfünfzig Waisenkinder wurden entlang der Mauer der Altstadt buchstäblich weggeworfen, wo sie von Hind Husseini gefunden und in ihr Haus hinter dem 'American Colony Hotel' gebracht wurden, das später zum Dar El-Tifl El-Arabi Waisenhaus wurde.

Die englischsprachige Webseite von 'Deir Yassin Remembered' finden Sie hier.


Ipk [15.04.2009]
Reges Interesse an der gestrigen Veranstaltung mit Prof. Dr. Moshe Zuckermann; 275 € für die FGHA/Nablus gesammelt

Den Kern der gut besuchten Veranstaltung (ca. 100 Zuhörer) bildete ein eindringlicher Vortrag Zuckermanns zur Situation in Israel nach den Wahlen und nach dem Gaza-Überfall, an die sich eine Fragerunde anschloss.

Die Wahl habe eine aufgeblähte Koalition der Stagnation an die Macht gebracht, deren einzige Klammer darin bestünde, sich an dieselbe zu klammern.
Das Motiv des vorangegangenen brutalen Überfalls auf den Gazastreifen habe allein darin bestanden, sich gegenüber dem Wähler als 'Experte' - als besonders skrupelloser Schlagetot - in 'Sicherheitsfragen' zu profilieren, gewissermassen zur Kompensation der Abwesenheit anderer inhaltlicher Differenzen.

INTERNER FEHLER.


Ipk [14.04.2009]
Prof. Dr. Moshe Zuckermann (Tel Aviv) am 14. April (Di.) in Bonn: „Israel im Dilemma”

Prof. Dr. Moshe Zuckermann Der israelische Historiker Prof. Dr. Moshe Zuckermann, aus Tel Aviv, wird am 14. April sein neuestes, im Pahl Rugenstein Verlag im Februar erschienenes Buch, „Sechzig Jahre Israel - Die Genesis einer politischen Krise des Zionismus”, vorstellen.
Im Mittelpunkt des Vortrags wird der Versuch stehen, die jüngsten Ereignisse - der Gazakrieg, die Wahlen und ihr Ergebnis - einer Analyse zu unterziehen, fussend auf der zentralen These des Buches, dem „Dilemma des Zionismus”.

Der Vortrag beginnt um 19:00 Uhr im Hörsaal XII (siehe Lageplan) der Universität Bonn. Veranstalter sind neben dem IPK der „Arbeitskreis Israel Palästina e.V.” sowie der „Pahl Rugenstein Verlag”.

INTERNER FEHLER.


Kultur [26.03.2009]
arte (heute, 10:40 Uhr) - „My First War”

www.mozer-films.com „Bei einem Einsatz als Reservesoldat im zweiten Libanonkrieg im Sommer 2006 hatte der israelische Filmemacher Yariv Mozer eine Kamera im Gepäck. Seine Aufnahmen dokumentieren den brutalen Kriegsalltag und zeigen gleichzeitig die Soldaten in ganz privaten und emotionalen Momenten.”

Hinweise zu der Sendung finden Sie hier.


Politik [23.03.2009]
Guardian: „Wie Sanitäter bei dem Versuch Verletzte zu bergen getötet wurden”

„Mediziner und Krankenwagenfahrer, die bei der israelischen Invasion des Gazastreifen an Versuchen zur Bergung von Verletzten beteiligt waren berichteten dem guardian, dass sie bei dem Versuch ihren Arbeit zu tun von israelischen Kräften angegriffen wurden.

Die Offensive liess 16 Sanitäter tot zurück. Beinahe alle von ihnen wurden bei dem Versuch Leben zu retten von israelischem Feuer getötet und noch viel mehr verletzt. Der Weltgesundheitsorganisation zufolge wurden mehr als die Hälfte der 27 Hospitäler in Gaza durch israelische Bomben beschädigt. Zwei Kliniken wurden vollständig zerstört und 44 andere beschädigt.”

Den vollständigen englischsprachigen Text können Sie hier nachlesen.


Gesellschaft [20.03.2009]
ICAHD: Bevorstehende Häuserabrisse in Silwans Stadtteil Al-Abbasiyya

The Israeli Committee Against House Demolitions „Die Stadt Jerusalem setzt ihre diskriminierende und aggressive ‘Bau- und Planungspolitik’ uneingeschränkt fort, indem sie am 5. März 2009 den Abriss von zwei großen Wohnhäusern in Silwans Stadtteil Al Abbasiyya angeordnet hat. Den 34 Familien, die in den zwei Gebäuden leben, wurden schlichte 10 Tage Zeit gegeben um Ihre Wohnungen restlos zu räumen, bevor die Abrissverfügung in Kraft tritt und die Zerstörung jederzeit ab dem 15, März 2009 angeordnet werden kann.”

Das vollständige deutschsprachige PDF-Dokument können Sie hier herunterladen.


Kultur [20.03.2009]
„Warum hast du das Pferd allein gelassen?” - Lyrikabend mit Gedichten von M. Darwish in Bonn

M. Darwish - 'Warum hast du das Pferd allein gelassen?' Poetische Texte des berühmten palästinensischen Dichters Mahmoud Darwish, gelesen in der arabischen Originalversion von Dr. Sarjoun Karam und in der deutschen Übersetzung von Walter L. Mik, musikalisch eingerahmt vom Lautensolisten Ahmad Al-Khatib auf der arabischen Oud.

Die Veranstaltung findet am 20. März um 20:00 Uhr im Haus der syrischen Botschaft statt. Der Eintritt ist frei.


Kultur [18.03.2009]
Köln: Benefizkonzert für die Musikarbeit in Palästina

Guy Braunstein, Violine. 1. Konzertmeister der Berliner Philharmoniker (Berlin/Tel Aviv) Am 18. März beginnt ab 20:00 Uhr im Alten Pfandhaus, Köln, ein Benefizkonzert für die Musikarbeit in den palästinensischen Gebieten. Dazu spielen sechs international renommierte Instrumentalsolisten Kammermusik von Schumann, Mozart, Penderecki und Dohnnanyi.

Der Erlös wird Musikprojekten und Konzerten im Westjordanland zukommen, insbesondere der deutschen Schule Talitha Kumi in Beit Jala/Bethlehem sowie Konzerten in den arabisch-lutherischen Kirchen in Jerusalem.

Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen zu € 18,00 im Vorverkauf, an der Abendkasse zu € 24,00.


Medien [16.03.2009]
Pressespiegel

Gerechtigkeit für Rachel und für die Palästinenser Cindy und Craig Corrie: Gerechtigkeit für Rachel und für die Palästinenser (ei) / Nilin: US-Friedensaktivist schwer verletzt (ei) / Boykott; Interview mit Hermann Dierkes (jw) / Israelis glauben, dass die "Gaza-Operation" zu früh endete (jp) / Westbank: Besatzer terrorisieren Kinder und deren Familien (pnn) / Kommentar: Zionismus ist das Problem (lat) / Ethnische Säuberung in Ost-Jerusalem (M. Newman, ei) / Intifada: Das dritte Kapitel (R. Baroud, atimes) / Flechettes: Schwerste Verletzungen erzeugen in Gaza (E. Bartlett, ei)


Zensur [15.03.2009]
Joel Kovel, Autor von „Overcoming Zionism” zum Schweigen gebracht

L. Watzal zu 'Overcoming Zionism' Mit der Terminierung des Vertrags von Prof. Joel Kovel durch das Bard College - Autor des Buches "Overcoming Zionism" mit dem Untertitel "Creating a single democratic state in Israel/Palestine" - hat jene Lobby in den USA einen weiteren Sieg davon getragen, deren Ziel darin besteht, den wissenschaftlichen Diskurs durch Dogmen und Verleumdungen zu ersetzen und die akademische Freiheit zu beseitigen.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Medien [13.03.2009]
Pressespiegel

Histadrut: Israels rassistische "Gewerkschaften" (ei) / Gaza: Willkommen in Najd, ethnisch gesäubert vor 22162 Tagen (prmbrd) / Bauen auf fettgedruckten Lügen (K. Amayreh, aa) / Ethnische Säuberung in Ost-Jerusalem (ei) / Gaza: Israelische Offiziere fürchten internationale gerichtliche Verfolgung (jp) / Gaza: Aufruf zur Untersuchung israelischer Kriegsverbrechen (R. Falk, mdplo) / Die Ent-Oslo-isierung des palästinensischen Bewussteins (H. Eid, zmag) / PA verhaftet 15-jährigen, der einen Schuh nach Salaam Fayyad warf (jpost) / Einheitsregierung: Die Beschränkung des palästinensischen Widerstands (pchron) / Chas Freemans Erklärung zu seinem Rückzug unter dem Druck der Israel-Lobby (tcab)


Nablus [01.03.2009]
FGHA-Seminar: Interkonfessionelles Treffen in Nablus

Father Ibrahim Nairouz; Episcopal Church-Nablus Angeregt durch eine kontroverse Sendung zum Thema Christentum auf 'Channel 10' des israelischen Fernsehens, veranstaltete die FGHA in Nablus ein Seminartreffen zwischen christlichen und muslimischen Jugendlichen. Die FGHA traf dazu unter der Leitung von deren Vorsitzenden Majed Tubeileh mit der Jugendorganisation der Episkopalen Kirche in Nablus zusammen.
Eins der Ergebnisse des Seminars - so die FGHA - war die Bestätigung, dass für alle Beteiligten die palästinensische - nicht etwa konfessionelle - Identität im Mittelpunkt steht.

Den vollständigen englischsprachigen Bericht können Sie hier nachlesen.

Die FGHA in Nablus ist für ihre Projekte auch weiterhin auf Ihre Spenden angewiesen. Näheres, speziell zum 'Schulranzenprojekt' der FGHA, können hier Sie hier nachlesen.


Medien [25.02.2009]
Pressespiegel

Report (2007): Palestinians abandon 1,000 Hebron homes under IDF, settler pressure Hintergründe und Konsequenzen des Massakers in Hebron (I. Shahak, mepc) / 5. jährliche Marschwoche gegen Apartheid in Israel (iaw) / Israel: Blockade von Menschenrechts- beobachtern vor Gaza stoppen (btselem) / Duisburg: Empörungswelle nach Boykott-Aufruf durch Ratsvorsitzenden der Linksfraktion (jw)


Medien [24.02.2009]
„Was Irans Juden sagen”

Campaigners launch legal bid to stop support for Israel „Lasst sie 'Tod für Israel!' rufen” sagte er. „Ich bin seit 43 Jahren in diesem Geschäft und hatte nie ein Problem. Ich habe meine Verwandten in Israel besucht, aber wenn ich so etwas wie den Angriff auf Gaza sehe, dann demonstriere ich auch, als Iraner.” Quelle.


Medien [23.02.2009]
Pressespiegel

Amnesty International fordert Waffenembargo gegen Israel und Hamas (std) / Israel die Ausnahme (Sh. Alam, aa) / Kanadische Gewerkschaft stimmt für akademischen Boykott Israels (tsc) / 'Waltz with Bashir' nichts als eine Scharade (G. Levy, haa) / Olmert entlässt seinen Emissär in Kairo (std) / Besatzungstruppen zerstören Wohnhäuser von fünf Familien in der Nähe von Nablus (gdp) / PLO ruft zu Protesten gegen die isr. Entscheidung auf ein pal. Viertel in Jerusalem abzureissen (imemc)


Medien [21.02.2009]
Pressespiegel

Bi'lin Zurück in Bi'lin (gdn) / Gaza: IDF benutzte Bewohner als 'menschliche Schilde' (A. Hass, haa) / HAMAS weigert sich israelischen Soldaten für die Aufhebung der Blockade freizulassen (gdn) / Israelische Soldaten schiessen auf palästinensischen Bauern, 4. Bauer in drei Wochen angeschossen (frgz) / Israelische Gesellschaft: Kein Raum für Veränderung (swo) / Queer Aktivisten rufen zu Boykott des Tel Aviv Film Festivals auf (ei) / Brooklyn Coop zieht Boycott israelischer Waren in Betracht (wcbs) / Abraham Foxmans 'Antisemitische Pandemie' (RanCohen, aw)


Politik [19.02.2009]
NRZ: 'Die weithin unbekannte Vergangenheit Israels'

Poster der IRGUN TerrorgruppeSpricht oder schreibt man über Terrorismus sind in der Regel islamistisch motivierte Gewalttaten gemeint, wobei die zionistisch-terroristische Vergangenheit vieler Offizieller in Israel in der Regel selten zur Sprache kommt. Alan Schink will dieser Betrachtungsweise entgegenwirken – in einer dreiteiligen Serie über den friedlichen Ursprung des Zionismus und die Geschichte zionistischer Untergrundbewegungen der 30er, 40er und 50er Jahre. Ohne deren Gewalttaten würde der israelische Staat nicht existieren, und sie prägen seine Politik bis in die Gegenwart. (NRZ)

Ursprünge des Zionismus (Teil 1)
Die Geburtsstunde des Terrors (Teil 2)
Die „Post-Terror”-Ära (Teil 3)



Medien [18.02.2009]
Pressespiegel

Hampshire College first in US to divest from Israel Gaza: Türkische Justiz ermittelt gegen israelische Verantwortliche (tlax) / Gaza: Ägypten unterbricht Versorgung durch die Tunnel (lat) / Waffenstillstandsverhandlungen: HAMAS mit dem Rücken an der Wand (ips) / Großbritannien: 'Salz der Erde' mit Hilfskonvoi nach Gaza (pchron) / Israel auf dem Weg in den Faschismus (A. Abunimah, ei) / In Marokko, Zorn über die geheime Zustimmung der arabischen Regime zu Gaza (dst)


Nablus [18.02.2009]
FGHA: Workshop für friedliche Konfliktlösung in Nablus

FHGA: Workshop für friedliche Konfliktlösung Von unseren Freunden in Nablus erhielten wir eine Nachricht über einen Workshop für friedliche Konfliktlösung, der dort am 7. Februar von der FGHA veranstaltet wurde.
Die Teilnehmer erlernten dabei Strategien um Konflikte anzugehen und - so möglich - einvernehmlich zu lösen.

Den englischsprachigen Bericht zu dem Workshop finden sie hier.


Bibliothek [17.02.2009]
IPK übernimmt Verschlagwortung der INAMO

(www.archiv3.org)
Das IPK übernimmt ab sofort vom Archiv Hagen (AWH) die Verschlagwortung der INAMO, beginnend mit der Dezember 2008 Ausgabe: „Pakistan - Viele Fronten (Nr. 56)”.

Für die Kooperationsbereitschaft der Redaktion der INAMO möchten wir uns an dieser Stelle recht herzlich bedanken!


Kultur [15.02.2009]
Arabische Autorinnen als Brücke zwischen Orient und Okzident

ALAWI VERLAG Der Alawi Verlag will ein Fenster für die arabische Literatur und das arabische Buch öffnen und somit eine freie und engagierte Darstellung der arabischen Kultur ermöglichen. Dazu bemüht er sich, Brücken zu schlagen für einen lebendigen Kulturaustausch zwischen der deutschen und der arabischen Gesellschaft.

Aus unserer Sicht sind arabische Autorinnen die geeigneten Botschafterinnen für die moderne arabische Literatur. Wir sind der Auffassung, dass Romane und Poesie aus weiblicher Feder eine besondere Form des Dialogs und eine fruchtbare Debatte zwischen dem arabischen Kulturkreis und den europäischen Gesellschaften ermöglichen.


Kultur [15.02.2009]
The Freedom Theatre: „The Opsimist”

Said der Glücklose gespielt von Mohammad Bakri Auf dem aktuellen Spielplan des 'The Freedom Theatre' in Jenin steht das Stück „The Opsimist”, offenbar angelehnt an Emil Habibis Roman „Der Peptimist”.
Der Roman erzählt das Leben des unbedarft wirkenden Palästinensers Said, dem Glücklosen, der sich gezwungenermaßen an die Israelis verkauft und in tragikomische, teils abstruse Situationen verstrickt wird.

In Jenin wird Said der Glücklose von Mohammad Bakri gespielt, dem Schauspieler und Regisseur von 'Jenin Jenin'.


Medien [15.02.2009]
Zitat des Tages von Tzipi Livni


„Zu töten und zu morden, auch wenn es nicht strikt legal ist, wenn du es für dein Land tust, dann ist es legitim.”

Quelle.


Gesellschaft [12.02.2009]
Jüdische Künstler protestieren gegen Gaza-Krieg

Max Weinberg „Im Gegensatz zu den meisten bürgerlichen Medien und Parteien, die das Massaker der israelischen Armee an der palästinensischen Bevölkerung des Gazastreifens verteidigt und mit dem Recht Israels auf "Selbstverteidigung" gerechtfertigt haben, sind einige jüdische Künstler mutig gegen den Krieg aufgetreten. Sie haben Israels Anspruch bestritten, es handle im Namen aller jüdischer Bürger.

In Frankfurt veröffentlichte der Maler Max Weinberg Ende Dezember einen Offenen Brief, in dem er dagegen protestiert, "dass der israelische Staat von genau den Mitteln Gebrauch macht, denen das jüdische Volk in der Geschichte selbst zum Opfer gefallen ist".”

Den vollständigen Bericht können Sie hier nachlesen.


Medien [12.02.2009]
Pressespiegel

Abdel Rahman al Mozayen, 'Children of the Intifada' (1988) Gaza 2009: Die Kultur des Widerstandes gegen die Kultur der Niederlage (H. Eid, ei) / Ban Ki Mun: Israel blockiert den Grossteil der Hilfslieferungen (nyt) / Eine vergiftete Macht erhebt das Haupt in Israel (J. Freedland, gdn) / Erste amerikanische Universität - Hampshire College (Mass.) - schliesst sich Boycott-Bewegung an (indy) / Philip Rizk beschreibt seinen Leidensweg, Schicksal von Blogger Diaa Eddin Gad weiter ungewiss (nyt)


Gesellschaft [11.02.2009]
Philip Rizk freigelassen

Der deutsch-ägyptische Blogger und Student Philip Rizk ist vergangene Nacht nach fünf Tagen Haft wieder freigelassen worden. Das berichtet Reporter ohne Grenzen (ROG). Die Organisation fordert nun die Freilassung des Bloggers Dia'Eddin Gad, der am gleichen Tag wie Rizk in Ägypten festgenommen worden sei.

Bitte lesen Sie hier weiter.

Ergänzende Links:
Kommentar 'angry arab': Weisse und Halbweisse Gefangene in Ägypten


Medien [11.02.2009]
Pressespiegel

M. Barghouti zur Wahl: Israel am Ende der Transformation in einen Apartheidsstaat (demnow) / Vor der Wahl: Die Hoffnungslosigkeit der Palästinenser nimmt zu (cnn) / 'Politizid' Ziel der Operation in Gaza (S. Makdisi, bb) / Besetzung der Edinburgh Universität für Gaza (wp) / Gaza Tunnel: Untergrund-Ökonomie und Widerstandssymbole (gr)


Gesellschaft [09.02.2009]
Free Philip Rizk!

Sie haben sicher schon mal von verhafteten Bloggern gehört, in China, in Myanmar, in Saudi-Arabien oder sonstigen garstigen Pflastern für Verfechter der freien Bloggerei. Philip ist ein deutsch-ägyptischer Blogger, er lebt und schreibt in Kairo. Genauer gesagt: Er sitzt irgendwo im Ägypten im Gefängnis – weil er bloggt.

Philip Rizk wird am Freitag abend in nördlich von Kairo gelegenen Ort Kaljubia verhaftet. Der 26jährige beteiligte sich an einer Kundgebung für die Palästinenser im Gaza-Streifen – denn Philip bloggt ausschliesslich über den Gaza-Streifen. Polizisten hätten ihre Auto mehrere Stunden blockiert, sagt eine Mit-Demonstrantin – und dann Philip in ein Fahrzeug ohne Kennzeichen gebracht und seien davongerast.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Medien [09.02.2009]
Pressespiegel

Kahane hat gewonnen (G.Levy, haa) / Archiv: Gaza Massaker 2005 vorhergesehen (U. Davis, I. Pappe, T. Yaron) / Südafrikanischer Präsident: Israel schlimmer wie Apartheids-Südafrika (toi) / Boykottiert Israels Alliierte (tds) / Rechtsberaterin der isr. Armee für den Gazaüberfall an Universität Tel Aviv berufen (J. Cook) / Eine kurze Geschichte Israels - Die Vergangenheit ist die Zukunft (S. Lendman; gr) / Ägypten blockiert Ermittler des ICC vor Gaza (ptv) / Entführte britische 'Free Gaza'-Aktivistin im Gefängnis in Ramle 'gefunden' (frgaza) / Film: Isr. Armee feuert auf pal. Bauern (ism)


Kultur [08.02.2009]
TV-Tipp: Eine enttäuschte Liebe zu Israel

Angelika Schrobsdorff im Gespräch mit Roger de Weck
Angelika Schrobsdorff

Die Deutschjüdin Angelika Schrobsdorff ging 1983 nach Israel, um das Glück, das ihr die Nazis genommen hatten, wiederzufinden. Lange schien ihr Jerusalem die schönste Stadt der Welt, dann aber erlebte sie die hässliche Seite Israels.

Die Sendung wird am 8. Februar um 09:15 Uhr auf 3sat wiederholt.


Medien [08.02.2009]
„SEMIT” Jan. 09 erschienen

Die Zeitschrift - „SEMIT - Unabhängige jüdische Zeitschrift” - hat mit Beginn dieses Monats ihr Erscheinen wieder aufgenommen.

Informationen zu den Möglichkeiten eines Abonnements finden Sie hier. Eine Online-Zugriffsmöglichkeit besteht hier.


Medien [07.02.2009]
Pressespiegel

Südafrika: Nein zu israelischen Waren (pchron) / Ein jüdischer Djihad in Gaza? (J. Cook; pchron) / Das Voranschreiten der Vertreibung der Beduinen im Süden (pchron) / Waffenversteck von vor 1948 in Synagoge gefunden (ynet) / Israel: Die Attacke - bei welcher die Töcher von Dr. Ezzeldeen Abu al-Aish getötetet wurden - war 'vernünftig' (msnbc) / Ändert die Lobby (R. Baroud; pchron)


Meinung [07.02.2009]
SEMIT: „Friede sei mit dir”

Michel Friedman wurde im Oktober 2005 als einziger „Deutscher” in den Aufsichtsrat der Jewish Agency for Israel berufen. ... Was für ein Deutscher ist nun dieser Friedman, der im Aufsichtsrat dieser zionistischsten aller zionistischen Organisationen sitzt und dafür sorgen soll, dass andere „Deutsche” nach Israel einwandern und dort womöglich auf Land angesiedelt werden, das Palästinensern gehört.

Den vollständigen Text können Sie hier nachlesen.


Meinung [06.02.2009]
A. Hamadeh: Der zweite Fall - Was will Israel mit den Menschen in Gaza machen?

Bei nüchterner Betrachtungsweise ist dies kein Holocaust. Aber wo stehen wir jetzt in Palästina? Sind wir nicht über das Stadium von 1933 - einfache Diskriminierung - schon hinaus? Kann man nach dem Gaza-Mord wirklich noch sagen, dass dies nicht einmal mit dem Deutschland von 1938 vergleichbar ist? Wo sind wir jetzt? 1939? 1940? 1941? Ist es also bei nüchterner Betrachtungsweise nur NOCH kein Holocaust? Was will Israel denn mit den Menschen in Gaza machen?

Den vollständigen Text können Sie hier einsehen.


Medien [02.02.2009]
Pressespiegel

IStGh: Ankläger sucht nach Wegen um israelische Offiziere wegen Kriegsverbrechen in Gaza anzuklagen (tonl) / Warum der Westen Israel stützt - und wie das gestoppt werden kann (glau) / Palästinensische Abgeordnete applaudieren dem Einfrieren der Beziehungen zwischen der EU und Israel (maan) / PLO verurteilt den israelischen Plan zum Bau 3500 neuer Siedlerwohnungen (ram) / Belagerung von `Azzun Atmeh verschärft, 75 Einwohner noch weiter isoliert (stw) / Geheime israelische Datenbank enthüllt den vollen Umfang der illegalen Siedlungsaktivitäten (haa)


Politik [02.02.2009]
Waffenstillstand, israelischer Stil

(www.ipsnews.net) Krieg zu führen und dabei vom Frieden zu sprechen ist die übliche israelische Praxis. Am 19 Januar schrieb haaretz: "Israel erklärt einen einseitigen Waffenstillstand. Das Sichrheitskabinett autorisierte letzte Nacht einen einseitigen Waffenstillstand beginnend um 02:00 Uhr am Sonntagmorgen, drei Wochen intensiver Kämpfe beendend".

Bitte lesen Sie hier weiter.


Medien [31.01.2009]
Pressespiegel

Spanischer Richter akzeptiert PCHR Klage gegen israelische Offizielle Spanisches Gericht eröffnet Untersuchung gegen israelische Offizielle wegen 'Verbrechen gegen die Menschlichkeit' (ynet) / Linke Aktivisten legen schwarze Listen der Offiziere an die in Gaza kämpften (haa) / Order an israelische Soldaten in Gaza: „Schießt auf alles was sich bewegt in Zeitoun” (tim) / Mein Alptraum als menschlicher Schuzschild: Die Geschichte von Majdi Abed Rabbo (ind) / N. Chomsky: "Löscht alle Wilden aus!" (dt. Übers.) (lsa) / Subcomandante Marcos: Gaza wird überleben (cp)


Kultur [30.01.2009]
„Yusuf Islam (Cat Stevens) veröffentlicht Lied für Kinder in Gaza”

Yusuf & Klaus

Die Vereinten Nationen erklärten, dass Yusuf Islam (Cat Stevens) zusammen mit dem deutschen Bassisten Klaus Voorman das Lied „The day the world gets around” von George Harrison für die Kinder in Gaza neu aufgenommen haben.

Die Einnahmen aus dem Verkauf des Liedes kommen direkt den Kindern in Gaza zu Gute durch das Projekt „Save the Children” und einer Kooperation mit der UNRWA.

Mehr als 400 sind bei den Angriffen Israels auf den Gaza-Streifen ums Leben gekommen. Weit mehr wurden verletzt und haben zum größten Teil keine Obdach mehr.

Das Lied können Sie hier herunterladen.

Ergänzende Links:
Webseiten der UNRWA
Webseiten von Save the Children


Medien [30.01.2009]
Pressespiegel

ei: Die Abkürzung zum Frieden Zum ersten Mal fordern Professoren in den USA einen akademischen und kulturellen Boykott Israels (haa) / Die Abkürzung zum Frieden (H. A. Nimah; ei) / England: Studentischer Proteststurm wegen Gaza gewinnt an Stärke (gdn) / „Als Israelin wünsche ich mir, daß die internationale Gemeinschaft mehr Druck auf mein Land ausübt” (jw)


Meinung [30.01.2009]
R. Verleger zu Gaza: Kollektive Bestrafung

Holocaust Ausstellung in Ni'ilin Das Irritierende an Israels Angriff auf Gaza ist unter anderem, daß er aussieht wie ein gigantischer Pogrom.

Es wurde viel gerätselt über Israels strategische Ziele bei diesem Krieg gegen Gaza. Rational schien das alles nicht zu sein. Und so ist es auch. Ein Pogrom ist irrational. Das Motiv eines Pogroms ist der pure Haß. Ein Pogrom hat eine klare Aussage an die überlebenden Opfer: »Wir wollen Euch hier nicht. Haut ab!«. So war es in Kischinjow 1903 und 1905, in Berlin 1938, in Kielce 1946, und so ist es nun in Gaza 2009.

Den vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen


Medien [29.01.2009]
Pressespiegel

1. Todestag von George Habash, Gründer der PFLP (2. August 1926 – 26. Januar 2008) Avi Shlaim: Israel und Gaza - Realität und Rhetorik (lsa) / Guardian: Gaza / Zeugen in Gaza: Israelische Truppen töteten Kinder die eine weisse Fahnen trugen (mcl) / Norman Finkelstein: Gaza - Vereitelung einer weiteren palästinensische Friedensoffensive (cp) / Jonathan Cook: Auswärtige Behandlung für Kinder aus Gaza verweigert (jkn) / N. Chomsky: Mit Obama kommt kein Wandel (zmag) / Petiton für den Rücktritt des EU-Komissars Louis Michel (pon)


Meinung [28.01.2009]
Avi Shlaim: Der Newspeak israelischer Propagandisten

 Professor Avi Shlaim Erstens, HAMAS ist die demokratisch gewählte Regierung des palästinensischen Volkes, nicht das korrupte von Mahmud Abbas geführte Regime.
Zweitens, HAMAS Sprecher haben wiederholt ihre Bereitschaft zu einem langfristigen Waffenstillstand erklärt. Khaled Meshal tat dies kürzlich auf diesen Seiten ('Kommentar', 6. Januar).
Drittens, die HAMAS kann eine lange Liste eingehaltener Waffenstillstände vorweisen, wohingegen Israel eine lange Liste mit von Israel sabotierten Waffenstillständen vorweisen kann.

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Medien [27.01.2009]
Gaza: Kampf in den Medien

Im SPIEGEL liest man heute folgendes über eine ebenso handfeste wie vorbildliche Rückeroberung der - irreführenderweise 'öffentlich' genannten - Meinung:

Studenten stürmen BBC-Zentrale
Die BBC gerät immer mehr unter Druck, weil sie sich weigert, einen Spendenaufruf für Opfer des Gaza-Kriegs zu veröffentlichen. ... am Abend stürmten Studenten die Zentrale in London.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Meinung [26.01.2009]
S. Esmeir: Der Horror israelischen Friedens

Mit Krieg und des Frieden zielt Israel auf die Zerstörung der Palästinenser ab, physisch und psychologisch

„Die Palästinenser in der West Bank und Gaza sind seit 41 Jahren der israelischen Besatzung unterworfen. In der Zwischenzeit waren sie Teilnehmer eines Friedensprozesses der nun seit mehr wie 18 Jahre andauert. Beinahe die Hälfte der seit 1967 vergangenen Jahre wurden mit Friedensveranstaltungen verbraucht.
Sollte uns dieses simple Faktum nicht warnen, daß es eine innere Verwandtschaft zwischen Frieden und Besatzung, Gehorsam und Zerstörung gibt?”

Den vollständigen englischsprachigen Text können Sie hier nachlesen.


Meinung [25.01.2009]
Selten oder ungewöhnlich

Rawan Abu Taber, 4, screams in pain as doctors change bandages to her severe burns, at the Shifa hospital in Gaza City, Wednesday Jan. 21. Rawan Abu Taber, 4, screams in pain as doctors change bandages to her severe burns, at the Shifa hospital in Gaza City, Wednesday Jan. 21. „Die IDF ist die einzige Armee der Welt, deren ethischer Kodex den Terminus „Reinheit der Waffen” beinhaltet, womit gemeint ist, dass Waffen nur für gerechte Zwecke benutzt werden dürfen. Außer in seltenen und ungewöhnlichen Fällen, handeln israelische Soldaten in Einklang mit diesem Kodex, manchmal riskieren sie dabei ihr eigenes Leben.”
(Quelle.)


Politik [23.01.2009]
I. Lübben: „Über die Hintergründe des Krieges im Gazastreifen”

Abu'l Walid Muhammas Ibn RushdD Al-Qurtubi (Averroes), 1126-1198 „Ich bin sicher, wir werden irgendwann ... in all den anderen Teilen dieses Landes ... siedeln, sei es durch gegenseitiges Einverständnis mit unseren Nachbarn, sei es durch Gewalt. Errichtet jetzt einen jüdischen Staat, selbst wenn es nicht im ganzen Land ist. Der Rest wird im Laufe der Zeit noch kommen. Er muss kommen.” David Ben Gurion 1937

Diskurse über politische Ereignisse haben oft die Tendenz, sich zu verselbstständigen. Irgendwann setzen sie sich in den Köpfen fest und werden als wahr angenommen. ... Problematisch werden solche "diskursiven Wahrheiten" jedoch ... wenn es wie im Gaza um das Leben tausender Menschen geht.

Den vollständigen Text können Sie sich hier ansehen.

Ivesa Lübben, Mitarbeiterin des Averroes Institut für Wissenschaftliche Islamforschung, ist Politologin und Journalistin


Politik [23.01.2009]
Israelische Kriegsverbrecher vor dem internationalen Strafgerichtshof?

Zur Zeit laufen Aktivitäten verschiedener NGOs mit dem Ziel, israelische Militärs und Politiker, die für die Kriegsverbrechen in Gaza verantwortlich sind, vor den Internationale Strafgerichtshof in Den Haag zu bringen. Siehe hier, hier oder hier.
Diese Anstrengungen werden von der israelischen Führung offenbar durchaus ernst genommen - siehe hier oder hier - was nach dem was man in Gaza gesehen hat auch nicht sehr verwundert.

Würden dazu Boykotte gegen von der israelischen Besatzung profitierende Unternehmen in Europa in Schwung geraten - siehe hier - so könnte dies vielleicht tatsächlich dazu beitragen, die Israelis von ihrem selbst/zerstörerischen Kurs abzubringen.

Ergänzende Links:
AI: Beweise für den Einsatz von Phosphor gegen Zivilisten.
Guardian: Demands grow for Gaza war crimes investigation
IPS: Cornering of Civilians Unprecedented, Says UN Official
HRW: "The Incendiary IDF" by Kenneth Roth


Gesellschaft [22.01.2009]
Daniel Barenboim, kommender Träger des Friedenspreises des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels 2009?!

Daniel Barenboim Von unserer Förderin, Ellen Rohlfs, erhielten wir heute einen Brief mit dem Vorschlag, Daniel Barenboim - den Leiter des 'West-östliche-Diwan-Orchesters' - für den Friedenspreis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels 2009 vorzuschlagen.
Wenn Sie diese Idee unterstützen wollen, dann senden Sie bitte bis zum 2. März eine entsprechende Email an m.schult(@)boev.de.

Adresse: Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Berliner Büro, Geschäftsstelle Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, z. Hd. Martin Schult, Schiffbauerdamm 5, 10117 Berlin.

Ergänzende Links:
Qantara: Tröstende Töne


Medien [22.01.2009]
Pressespiegel

Ayman al-Najar (15 J.) im Al-Nasser Hospital in Khan Younis. Er wurde bei der Bombardierung von Khoza'a schwer verletzt und erlitt chemische Verbrennungen. Israels Lügen (H. Siegman, lrb) / Israel beschuldigt, Eltern vor den Augen ihrer Kinder erschossen zu haben (tgp) / Gaza's Willen zu brechen: Israels nicht enden wollender Traum (R. Baroud, pc) / Wachsende Befürchtungen über den Einsatz neuer tödlicher Waffen (ips) / Gaza: Gefangene Nation (Avi Shlaim, tac) / Die Leugnung der Realität ist mittlerweile israelische Norm (P. Cockburn, ind) / Gaza: Kommentare von Eric Hobsbawm, Tariq Ali u.a. (lrb)


Medien [22.01.2009]
Zitat des Tages: 'Perfekt'

"Die Fatah, die von vielen Palästinensern nach wie vor als kollaborierend und für korrrupt gehalten wird." Das macht sie perfekt - ideal, um die Ziele der US-amerikanischen Aussenpolitik in Palästina zu befördern und zu implementieren, und die internationale Hilfe für Gaza zu administrieren, worauf Obama heute insistierte.
(angry arab)


Gesellschaft [21.01.2009]
Aufruf: Deutsche Juden und Jüdinnen sagen NEIN zum Morden der israelischen Armee

Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden im Nahen Osten Nach einer 18 Monate währenden Blockade, nach systematischer und umfassender Bombardierung eines unent- rinnbar umschlossenen Landstreifens, der mit 1,5 Millionen Menschen der dichtest besiedelte Raum der Welt ist, nach einem Blutbad, das über 1000 Menschen in den Tod gerissen, Tausende schwer verletzt und die gesamte Bevölkerung von Gaza traumatisiert hat, nach den unsäglichen Zerstörungen, die seit dem 27. Dezember die Weltöffentlichkeit täglich entsetzen, - nach all diesem gibt es immer noch Stimmen, die diese Maßnahmen Israels als gerechtfertigt, human und notwendig bezeichnen.
Wir sind über diese Unmenschlichkeit erschüttert.


Medien [21.01.2009]
Pressespiegel

Gaza: "Rottet die Tiere aus" (Noam Chomsky) / Gaza: "Ich sah zu, wie der israelische Soldat meine zwei Töchter erschoss" (gdn) / Israel wollte eine humanitäre Krise (gdn) / Israel hindert Abbas daran Geld nach Gaza zu senden (reuters) / Amnesty: Israels Einsatz von weissem Phosphor gegen Zivilisten "klar und nicht zu leugnen" / Wie Israel seine Dissidenten 'ertränkt' (gdn) / UN-Chef entsetzt über die Verwüstung in Gaza (ips) / Israels Doktrin der Zerstörung (J. Cook, cp) / Israels Recht auf Selbstverteidigung (J. Massad, ei)


Politik [21.01.2009]
Interview mit Noam Chomsky: "Undermining Gaza"

CHOMSKY: Jedes Mal wenn man die HAMAS in der Zeitung steht heisst es, die "vom Iran gestützte HAMAS, die Israel zerstören will".
Versuchen sie mal einen Satz zu finden mit "der demokratisch gewählten HAMAS, die zu einer Zwei-Staaten-Lösung aufruft" und das seit Jahren.
Tja, das ist ein gutes Progaganda System. Sogar in der US-Presse haben sie gelegentlich Gastbeiträge von HAMAS-Führern, Ismael Haniya und anderen zugelassen, die sagten, ja wir wollen eine Zwei-Staaten Lösung auf der international anerkannten Grenze wie jeder andere.

Das vollständige englischsprachige Interview finden Sie hier.


Medien [20.01.2009]
Wiedererscheinen von „SEMIT” geplant

Abraham Melzer hat uns auf Anfrage bestätigt, daß das Wiederscheinen der Zeitschrift „SEMIT - Unabhängige jüdische Zeitschrift” geplant ist.

Wenn Sie an einem Abonnement interessiert sind, wenden Sie sich bitte an abimelzer(@)t-online.de.

 




Kultur [19.01.2009]
Palästina/Israel Filmwoche in München (24.-31. Jan.)

Blickwechsel Kommende Woche findet in München eine Filmwoche unter dem Titel "Blickwechsel Palästina/Israel" statt.
Ab Samstag werden im Gasteig, im Vortragssaal der Münchener Stadtbibliothek, die folgenden Filme aus Palästina/Israel gezeigt: "Jerusalem – The East Side Story", "Alles für meinen Vater", "9 Star Hotel", "Laila's Birthday", "Lemon Tree", "Alles für meinen Vater", "The Encounter Point", "Lady Kul el Arab", "Nuran", "Shahida Brides of Allah", "Bil'in Habibti" und "Laila's Birthday" sowie diverse Kurzfilme, die von Irit Neidhardt präsentiert werden.
Getragen wird die Veranstaltung u.a. von der 'Jüdisch-Palästinensischen Dialoggruppe München'

Näheres erfahren Sie hier. Das Programm finden Sie hier.


Kultur [19.01.2009]
„Rette sie, die Kinder von Gaza ...”


Gebet eines Juden für die Kinder von Gaza
Von Bradley Burston

Wenn es jemals eine Zeit zum Gebet gegeben hat,
dann ist es jetzt.
Wenn es jemals einen vergessenen Ort gegeben hat,
dann ist es Gaza.

Herr, Schöpfer aller Menschenkinder,
erhöre unser Gebet an diesem verfluchten Tag.
Gott, den wir den Gesegneten nennen,
wende dein Antlitz ihnen zu, den Kindern von Gaza,
dass sie deinen Segen erfahren und Schutz.
Dort, wo jetzt nur Dunkelheit und Rauch herrscht,
und eine Kälte, die in die Haut schneidet.

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Medien [19.01.2009]
Zitat des Tages: 'Ironisch'

"Wenn ein belagertes und wehrloses Volk Versorgungsgüter und Waffen erhält, so nennt man das 'Schmuggeln - und wenn ein terroristischer Erobererstaat massive Massenvernichtungswaffen erhält, dann nennt man das 'Militärhilfe'." (angry arab)


Politik [19.01.2009]
„Ein kinderleichter Krieg” (G. Levy)

Fotos aus Gaza Der Kampf im Gazastreifen ist ein De-Luxe-Krieg. Verglichen mit den vorausgegangnen Kriegen ist er wie ein Kinderspiel – Piloten bombardieren ungehindert, und - als ob es eine Probe wäre beschießen Soldaten aus Panzern und die Artillerie Häuser und Zivilisten, Kampftruppen zerstören ganze Straßen aus ihren Fahrzeugen ohne auf einen ernsten Widerstand zu stoßen. Eine große, umfassende Armee kämpft gegen eine hilflose Bevölkerung und eine schwache, in sich zerrissene Organisation, die aus den Kampfzonen geflüchtet ist und noch nie solch einen Kampf durchgefochten hat. All dies muss offen gesagt werden, bevor wir damit beginnen, über unser Heldentum und unsern Sieg zu frohlocken.

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Meinung [18.01.2009]
Der SPIEGEL glaubt: "Israel verkündet einseitigen Waffenstillstand"

Die israelische Militärmaschinerie legt nun eine Zigarettenpause ein, nachdem sie heute erst einmal wieder eine UN-Schule bombardiert hat - eine Frau und zwei Kinder tötend - eins der üblichen Anzeichen für die Überlegenheit westlicher Werte.
Der tatsächliche Grund dürfte dabei allerdings weniger das angebliche Erreichen der israelischen Ziele sein - wie offiziell verlautbart wird - sondern die feinfühlige israelische Rücksichtnahme auf die kommende Inthronisation des neuen 'Kaisers' der westlichen Weltordnung - Barack Obamas - dessen obszöne Nacktheit durch den israelischen Überfall auf Gaza bereits überdeutlich zur Schau gestellt wurde.

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Politik [18.01.2009]
Gaza - Prof. A. Soffer (Haifa): „dann müssen wir töten und töten und töten”

„Wenn erst 2.5 Millionen Palästinenser in einem abgeschlossenen Gaza leben, dann werden diese Menschen noch grössere Tiere sein wie sie es heute sind, mit der Hilfe eines kranken fundamentalistischen Islams. Daher - wenn wir am Leben bleiben wollen, dann müssen wir töten und töten und töten. An allen Tagen, an jedem Tag. Wenn wir nicht töten, werden wir aufhören zu existieren.
Die einzige Sache, um die ich mich sorge ist wie wir sicherstellen können, daß die Jungs und die Männer, die das Töten ausführen werden, fähig sein werden nach Hause zu ihren Familien zurückkehren und dabei normale menschliche Wesen bleiben.”
(Arnon Sofer, Jerusalem Post, Wochenendbeilage vom 21. Mai 2004, zit. bei Omar Barghouti)

Arnon Sofer war 2004 Leiter des Zentrums für geo-strategische Forschung an der Universität Haifa.

Ergänzende Links:
Artikel in counterpunch 2005: Freedom vs. "Academic" Freedom



Bibliothek [14.01.2009]
IPK-Archiv erhält Bibliotheks-Sigel

Zeitschriftendatenbank Das IPK-Archiv ist nun auch offiziell als Bibliothek registriert.

Den entsprechenden Eintrag finden Sie hier.



Meinung [13.01.2009]
Gaza: Kommentar von Dr. Waltz

Zynisch/zionistische Vorschläge zu Gaza's Zukunft zeigen nur eins: europäische Ignoranz und den immer wieder aktuellen Orientalismus

Guernica 1937 - Gaza 2008 Alle Vorschläge gehen am Kern vorbei
Seit es den ‚Friedensprozess' gibt, ist jeder vorgelegte Plan Israelischer Regierungen im Verbund mit Europa und Amerika auf eine Verkleinerung des palästinensischen Staatsgebietes und auf weitere Demütigung der palästinensischen Seite hinausgelaufen. Auf gleicher Augenhöhe wurde, konnte nie verhandelt werden unter Bedingungen der Besatzung. Israel, von allen Mächten finanziell, militärisch und politisch bedingungslos unterstützt, hat seit 1993 die völkerrechtswidrigen Kolonien verdoppelt, die Zahl der Siedler ebenso – alles gegen Haager Konvention und UN-Beschlüsse. Bedingungen wurden immer nur an die palästinensische Seite gerichtet, und zwar als 'sine qua non' Voraussetzung – die israelische Seite konnte weiterhin ihre Kolonisierungspläne verwirklichen. Was von Israel, dem Quartett und Amerika als ‚Lösungen' angeboten wurde, war immer mit einer Forderung des Verzichts auf Land und Souveränität verbunden.

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Gesellschaft [11.01.2009]
AJJP: "Juden fordern israelische Juden auf die Kriegsverbrechen zu stoppen"

Wir, Vertreter der internationalen jüdischen Gemeinde rufen israelische Soldaten auf, die schwarze Flagge der Illegalität über den Operationen gegen die Bevölkerung in Gaza zu hissen.

Wir weigern uns zu schweigen, während israelische Führer israelische Soldaten zwingen Kriegsverbrechen zu begehen: Verbrechen gegen die Menschenlichkeit, für welche sie eines Tages zur Rechenschaft gezogen werden. Israelische Soldaten mit einem Gewissen können und müssen diesen gefährlichen, illegalen und unmoralischen Krieg stoppen.

Den vollständigen Text des Aufrufs der 'Amerikanischen Juden für einen gerechten Frieden' können Sie hier nachlesen.


Gesellschaft [11.01.2009]
500 Israelis fordern Sanktionen gegen Israel

Burhan Karkutli In der folgenden, von 500 israelischen Staatsbürgern unterschriebenen Petition, wird die internationale Gemeinschaft aufgefordert Sanktionen gegen Israel zu verhängen.

Die Petition erhielten wir zusammen mit der folgenden Email der Initiatoren:

Liebe Freunde,
die angefügte Petition, zusammen mit dem Anschreiben (ebenfalls angefügt), wurde gestern allen ausländischen Botschaften in Israel und der EU-Delegation in Tel Aviv zugesandt.

Wir versuchten auch ein wenig PR zu betreiben und sandten sie an die Presse, die sie - soweit ich weiss - komplett ignorierte. (Wir, das sind Rachel Giora, Yael Lerer, Koby Snitz and ich. Angela Godfry half uns bei der Pressearbeit)
Bitte beachtet, daß mehr als 500 israelische Bürger den Aufruf unterschrieben, - eine noch nie dagewesene Anzahl für einen Aufruf, der konkrete Maßnahmen gegen Israel fordert.

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Politik [08.01.2009]
Israelisches Kriegsverbrechen in Zeitoun (Gaza)?

Der englische 'telegraph' berichtet über Geschehnisse in Zeitoun, die alle Merkmale eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit erfüllen.

Einhundert Mitglieder einer Grossfamilie wurden demnach in einem Haus zusammengepfercht, das danach von der israelischen Armee zusammengeschossen worden sein soll, wodurch nahezu 70 Menschen getötet wurden.
Der Rote Halbmond wurde anschliessend mehrfach mit Waffengewalt davon abgehalten, zu dem Ort vorzudringen.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Gesellschaft [07.01.2009]
CPT-Friedensmission bricht nach Israel und Palästina auf

Jakob Fehr vom Deutschen Mennonitischen Friedenskomitee, wird am 6. Januar mit einer Gruppe von 13 Friedensstiftern in den Nahen Osten reisen.
Die Delegation trifft sich mit israelischen und palästinensischen Friedens- und Menschenrechtsaktivisten. Geplant sind Besuche bei palästinensischen Familien, deren Land, Haus und berufliche Existenz durch die Erweiterung illegaler israelischer Siedlungen und den Bau der sogenannten Sicherheitsmauer gefährdet sind.

Weitere Informationen können Sie in dem folgenden blog finden.


Medien [07.01.2009]
Pressespiegel

Number of Palestinian rockets fired in each month of 2008 Gaza: Isr. Luftangriff während der 'Waffenruhe' tötet drei Schwestern; bald 700 Tote / Israel attackiert Schulen, Ambulanzen (ips) / Vizepräsidentin des EU-Parlaments Luisa Morgantini zu Gaza / Wie Israel Gaza an den Rand einer humanitären Katastrophe brachte (A. Shlaim, gdn) / Warum hassen Sie den Westen so sehr, werden wir Fragen (R. Fisk, ind) / Israels Ziel: Das Gaza-Gefängnis noch sicherer machen (J. Cook, gr) / Welche Art Sicherheit wird diese Barbarei Israel bringen? (S. Makdisi, cp) /  Israels 'koloniale Taktik' angeprangert (A. Bishara, aj)


Gesellschaft [06.01.2009]
Presserklärung von Roni Hammermann (machsom watch)

(Logo v. machsom watch) Roni Hammermann, Trägerin des Aachener Friedenspreises 2008, die das IPK im Sommer diesen Jahres eingeladen hatte, veröffentliche die folgende Presserklärung zu dem Überfall auf Gaza:

Dieser schändliche Krieg muss sofort beendet werden und an seiner Stelle müssen diplomatische Verhandlungen treten. Bilaterale Abkommen sind der einzige Weg zur Begleichung von Konflikten. Und hier sind wir wieder bei unserem Demonstrationsslogan: " Wollt ihr den Hamas aufhalten, gebt Gaza Hoffnung und nicht Krieg".

Die vollständige Erklärung können Sie hier nachlesen.

Ergänzende Links:
Webseiten des Aachener Friedenspreises.


Gesellschaft [06.01.2009]
Aufruf: IHH sucht nach Chirurgen für die Verletzten in Gaza

(www.ihh.com) Die IHH e.V. in Frankfurt sucht Ärzte - besonders Orthopäden, plastische Chirurgen, Unfallchirurgen und Neurochirurgen - die bereit sind, verletzten Patienten aus Gaza in Ägypten unentgeltlich zu helfen.

Das IHH bietet an, die Kosten für die Anreise sowie für die Unterbringung zu übernehmen.

Die Mission wird zu Zeit von Frau Zeliha Vural - Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin aus Hannover - geleitet. Kontakt vor Ort: vuralzeliha@hotmail.com; Tel. 01772576807.
(siehe auch hier oder hier).

Ergänzende Links:
Webseite der Internationale Humanitäre Hilfsorganisation e.V..
Egypt bars doctors from entering Gaza Strip (haaretz)


Medien [06.01.2009]
Gaza: Pressespiegel

"Shooting Back": Israelische Besatzung gefilmt von 100 pal. Kameras (gdn) / Tony Karon interviewt Avraham Burg: Kann das jüdische Volk ohne einen Feind überleben? (ptt) / Ambulanz und Nothelfer während der Bergung Verletzter beschossen (btselem) / Kinder werden Zeugen der Ermordung der eigenen Mutter und einer weiteren Frau in Gaza (btselem) / Gaza Krankenhäuser unter Beschuß (maan) / Norwegischer Arzt: Israel zielt vorsätzlich auf Zivilisten - "Wir waten in Toten, Blut und Amputierten" (rwst) / Mauretanien ruft Botschafter in Israel zurück (aa) / Venezuela weist israelischen Botschafter aus (ptv) / Belagerte Familien fliehen aus ihren Heimen, suchen Schutz unter der UN-Flagge (gdn) / Dutzende bei Bombardierung einer UN-Schule getötet (ism)


Meinung [06.01.2009]
Petra Wild: "Angriff auf terroristische Ziele oder Terrorisierung der Bevölkerung?"

Die Analyse von Petra Wild auf 'Telepolis' liefert sehr einleuchtende Erklärungen für die Bombardierung der zivilen Infrastruktur sowie der schutzlosen Bevölkerung des Gazastreifens durch Israel:

Der Krieg gegen den Gaza-Streifen hat vier Ziele:

Den vollständigen Text finden Sie hier.

Ergänzende Links:
Egypt's Mubarak to EU: Hamas must not be allowed to win in Gaza (haaretz)
Kadima-Partei erstmals bei Umfragen vorn (standard)


Gesellschaft [05.01.2009]
Aufruf: SRK hilft Shifa-Krankenhaus!

Sehr geehrte Damen und Herren

Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Gazastreifen fordern viele zivile Opfer. Die betroffenen Menschen haben zudem wenig Möglichkeit, sich vor den anhaltenden Kämp- fen in Sicherheit zu bringen. Angesichts der dramatischen humanitären Situation stellt das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) vorerst 200‘000 Franken für die medizinische Sofort- hilfe zur Verfügung. Damit werden Spitäler mit lebensnotwendigen Medikamenten und Verbandstoff versorgt.

Den vollständigen Aufruf finden Sie hier.


Schweiz:
Schweizerisches Rotes Kreuz
Postcheck-Konto 30-4200-3
Vermerk "Gaza"

International:
UBS AG
3000 Bern 94 / Switzerland
BIC: UBSWCHZH80A
Clearingnummer 235
IBAN: CH77 0023 5235 6942 0061 E


Medien [05.01.2009]
Gaza: Pressespiegel

Gegangen, traumatisiert und terrorisiert (ei; L. El-Haddad) / Oxfam: Notarzt getötet, Ambulanz zerstört (oxf) / IPPNW: Verstoß gegen internationales Recht / Ramallah: 300 PA-Polizisten stoppen Gaza-Demo (iht) /  Verwundete, blutende Familie in Gaza wartet 20 Stunden (haa; A. Hass) / "Israel attackiert vorsätzlich pal. Journalisten" (rst) / Gewalt sogar gegen Nothilfeboot (ao) / Gazas Krankenhäuser unter Beschuss (maan)


Meinung [05.01.2009]
C. Kühntopp: "Der Grundfehler ist die pro-israelische Schlagseite"

Man würde sich wünschen, daß sich Kommentare wie der folgende auch in der eigentlichen Berichterstattung der ARD widerspiegeln würden:

Die Bomben auf Gaza und die Raketen auf Israel sind eine direkte Folge der völlig fehlgeleiteten Politik, die die Europäische Union im Nahen Osten in den letzten Jahren betrieben hat. Der Tiefpunkt war die Entscheidung, die Blockade des Gaza-Streifens mitzumachen. Anderthalb Millionen Menschen immer tiefer ins Elend zu drücken, war nicht nur unmoralisch und kriminell - es war dumm.

Den vollständigen Kommentar finden Sie hier.


Meinung [04.01.2009]
J. Massad: "The Gaza Ghetto Uprising"

Joseph Massad Auf den Seiten von 'electronic intifada' findet sich eine bemerkenswerte Betrachtung von Joseph Massad (Politologe und Historiker an der Columbia University in New York), die die Ereignisse in Gaza in den historischen und politischen Kontext des Nahen Ostens rückt.

Im folgenden geben wir einige Passagen des englischsprachigen Textes wieder, den sie hier finden können.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Medien [03.01.2009]
Gaza: Israel bombardiert Schulen, Moscheen

Berichten von electronic intifada zufolge, bormbardiert Israel im Gaza-Streifen Schulen, Moscheen, Brücken, Gewächshäuser und die gesamte zivile Infrastruktur, weil die ja 'HAMAS' ist. Zivilisten - im medialen Newspeak entweder 'menschliche Schilde' oder im nachhinein zu Opfern der HAMAS umdefiniert - werden dabei straflos wie Insekten zerquetscht.

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Politik [03.01.2009]
Tsafrir Cohen (medico international): EU-Steuerzahler bezahlen die israelische Besatzung

In einem Interview mit Tsafrir Cohen von 'medico international' weist Cohen auf diverse Sachverhalte hin, die im Schlachtgetümmel im Allgemeinen immer wieder untergehen:

Q.: Die israelische Außenministerin Zipi Livni betonte dieser Tage in Paris, Israel sorge für die palästinensische Bevölkerung. Können Sie das bestätigen?

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Medien [02.01.2009]
Gaza: Israel beglückt von eigener PR-Arbeit

(guardian) Israel glaubt, daß es die breite internationale Unterstützung in den Medien für seine Aktionen in Gaza seiner PR-Strategie verdankt, dank einer neuen Organisation, die seit Monaten damit befasst war Pläne und Skripte zu formulieren, um sicher zu stellen, daß die Regierungsoffiziellen eine klare und eindeutige Botschaft an die Weltpresse liefern würden.

Den vollständigen englischsprachigen Bericht können Sie hier nachlesen.


Medien [02.01.2009]
Gaza, Lügen und Videos

(b'tselem) - Am 29. Dezember 08 bombardierte die israelische Armee einen Laster in Gaza, tötete dabei acht Palästinenser und behauptete, daß er GRAD-Raketen für Attacken auf Israel transportiert habe.

Videoaufnahmen dieser Aktion durch eine Aufklärungsdrohne wurden von der israelischen Armee gezeigt.

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Politik [02.01.2009]
Rückspiegel: 5. November - Israel bricht Waffenruhe durch die Ermordung von sechs HAMAS-Kämpfern

(guardian) „Ein viermonatiger Waffenstillstand zwischen Israel und militanten Palästinensern in Gaza geriet in Gefahr, nachdem Israel heute sechs HAMAS-Kämpfer bei einem Einfall in den Gaza-Streifen tötete.”

Den vollständigen englischsprachigen Bericht können Sie hier nachlesen.


Medien [01.01.2009]
'tagesschau' als israelisches Sprachrohr

(www.tagesschau.de) Aus Paris wird die israelische Aussenministerin Zipi Livni mit Statements zitiert, die in ihrem Zynismus auch bei allerbestem Willen nicht zu überbieten sind:

„Die humanitäre Lage sei in der Region 'wie sie sein soll'” erfahren wir und in der Überschrift lässt uns die tagesschau - hier ganz Sprachrohr der isr. Staatsführung - wissen: „Es gibt keine humanitäre Krise im Gazastreifen”.

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Politik [01.01.2009]
Bewohner Sderots, Gazas fordern Erneuerung des Waffenstillstandes

(ynet) - Trotz der andauernden Raketenangriffe auf ihre Stadt während der letzten Jahre, haben circa 500 Bewohner Sderots kürzlich eine Petition unterzeichnet, in welcher der Stop der IDF-Operation in Gaza und die Erneuerung des Waffenstillstandes mit der HAMAS gefordert wird.

Den englischsprachigen Bericht können Sie hier nachlesen.


Kultur [31.12.2008]
Erich Fried: "Worauf es ankommt"


Es kommt im Augenblick nicht darauf an
wann es war
daß die Unterdrückerregierung
in Israel
sich verwandelt hat
in eine Verbrecherregierung

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Politik [31.12.2008]
Israelische Luftschläge




Politik [31.12.2008]
Gaza: Juden gegen den Überfall auf Gaza

Verschiedene jüdische Gruppen verurteilen den Angriff auf Gaza:

Juden im Iran demonstrieren in Teheran: „Mitglieder der kleinen jüdischen Gemeinschaft im Iran (c. 25,000) demonstrierten vor dem UN-Büro in Teheran gegen die Operationen der IDF im Gaza-Streifen.” Näheres können Sie hier nachlesen.

Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost: „Wir die Mitglieder der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost, Deutschland, fordern die sofortige Einstellung aller Gewalt in GAZA.” Näheres können Sie hier nachlesen.

Jewish Voice for Peace: „Die Jüdische Stimme für den Frieden schliesst sich den Millionen an, die - inklusive der 1,000 Israelis, die an diesem Wochenende auf den Strassen Tel Avivs demonstrierten - den andauernden israelischen Angriff auf Gaza verurteilen.” Näheres können Sie hier nachlesen.


Politik [31.12.2008]
Palästinensische Luftschläge




Medien [30.12.2008]
Gaza: Pressespiegel

(Neuer Schlag tötet fünf Schwestern) Gaza: Neuer Schlag tötet fünf Schwestern (imemc) / Ägypten verhindert libyische Hilfslieferung für Gaza (imemc) / Israelische Armee erschiesst pal. Demonstranten in Ni'lin (palsol) / Israel trifft Apotheke in Rafah (ism) / Ägyptische Grenztruppen in Rafah schiessen auf Palästinenser (ch4)


Politik [29.12.2008]
Gaza: Bericht und Spendenaufruf von 'medico international e.V.'

medico international e.V., Ärzte für Menschenrechte – Israel, Palestinian Medical Relief Society (Ramallah), Al-Mezan Center (Gaza):

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Medien [28.12.2008]
Gaza: Pressespiegel

(gaza) Warum muss für den israelische Wahlkampf immer palästinensisches Blut vergossen werden? (R. Amiri) / PA bereit Gaza zu übernehmen wenn HAMAS gestürzt wird (jpost) / "Was in Gaza passiert ist fantastisch." (bbc) / Die Friedensbewegung in Israel: 300 Aktivisten demonstrierten (ynet) / Abbas entsendet Kräfte um Proteste zu zerstreuen (fox) / Der Nachbarschafts-Schläger schlägt erneut zu (G. Levy) / Führende Politiker der Welt schweigen zu Gaza-Massaker (pach)  / Palästina: Ein weiteres Massaker (pach) / Desinformation, Geheimhaltung, Lügen: Angriff seit sechs Monaten geplant (haa) / Der Irrglaube an einen Sieg in Gaza (haa)


Politik [28.12.2008]
Gaza: „In Gaza zu sein, bedeutet gefangen zu sein”

Einen 'Überblick' über die neuere Geschichte Gazas, gibt Peter Beaumont im Guardian:

„Gaza. Immer das Leiden von Gaza, dem stärksten Symbol für die Tragödie der Palästinenser. 1948, während der 'nakba' - oder "Der Katastrophe", wie die Palästinenser den Krieg beschreiben, der am Anfang der Geburt des Staates Israel stand - strömten 200,000 Flüchtlinge nach Gaza, was die Bevölkerung um mehr als zwei Drittel anschwellen ließ.”

Den vollständigen englischsprachigen Text können Sie hier nachlesen.


Politik [28.12.2008]
Widerständige Bewohner im Norden Gazas sehen dem Tod in's Auge

(www.maannews.net) (maan) Die isr. Armee hat die Bewohner des Nordens von Gaza per Lautsprecher aufgefordert ihre Häuser zu verlassen, bevor man mit der Beschiessung begänne.
Als die Abu Sultan Familie im Jabalia Flüchtlingscamp ihre Habseligkeiten packte regneten isr. Granaten auf ihr Haus, töteten einige Mitglieder der Familie und verletzten andere.
Zeugen des Massakers am Samstag beschlossen sich der israelischen Anweisung zu widersetzen, und versammelten sich in Zonen unter Beschuss, um sich auf die Dächer der Häuser der Familien zu setzen, deren Häuser von der sofortigen Zerstörung bedroht sind.

Den vollständigen englischsprachigen Bericht können Sie hier nachlesen.


Politik [27.12.2008]
AIC verurteilt tödliche Angriffe auf Gaza, Aufruf zur Mobilisierung zivilgesellschaftlicher Kräfte, Forderung nach internationale Sanktionen

'(www.alternativenews.org) (AIC) - Das Alternative Information Center (AIC) verurteilt den heutigen tödlichen Angriff der israelischen Luftstreitkräfte auf den Gazastreifen [...].
Das AIC ruft die sozialen Bewegungen in aller Welt auf, gegen diese israelischen Kriegsverbrechen zu mobilisieren und fordert, daß die internationale Gemeinschaft Sanktionen gegen Israel verhängt und Tzipi Livni, Ehud Barak und andere Mitglieder der politischen und militärischen Führung Israels wegen dieser himmelschreienden Verbrechen anklagt: Verbrechen, begangen als Teil des israelischen Wahlkampfs. (Übers. T:I:S).

Näheres können Sie in dem folgenden englischsprachigen Bericht nachlesen.


Zensur [25.12.2008]
Uni Dortmund verpasst sich einen Maulkorb

(http://amos-zeitschrift.eu) Diese Einschätzung legt zumindestens der Bericht nahe, den wir von Dr. Viktoria Waltz (pens.) erhielten, die das IPK im Frühsommer diesen Jahres als Referentin geladen hatte.
Am Anfang der Ereignisse stand dem Bericht zufolge ein interner Rundbrief an die Mitglieder der DAVO, in dem Frau Fr. Dr. Waltz vorschlug eine neue Informationsplattform für den Nahen Osten aufzubauen.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Kultur [24.12.2008]
Marcel Khalifé und das Al Mayadine Ensemble zu Gast in Bonn

mkkhalife.com Der libanesische Oud-Spieler und UNESCO-Künstler für den Frieden ist erstmals zusammen mit dem von ihm vor über 30 Jahren gegründeten "Al Mayadine Ensemble" zu Gast in Bonn.

Den Titel des „Künstler für den Frieden” erhielt Marcel Khalifé von der UNESCO „in Anerkennung seines leidenschaftlichen und großzügigen Engagements für das musikalische Erbe”.

Das Konzert beginnt am 24. Januar (Sa.) um 19:00 Uhr in der Bonner Beethovenhalle.

Karten können Sie hier erwerben.


Nablus [23.12.2008]
Die FGHA grüsst alle Freunde und Förderer zum Jahresende

(Grüsse an alle Freunde und Förderer der FGHA in Nablus) Das Bild zur linken (bitte anklicken) erhielten wir von unseren Freunden „Future Generation Hands Organisation” aus Nablus, denen wir hiermit ebenfalls alles Gute für das kommende Jahr wünschen!


Ipk [22.12.2008]
Buchempfehlungen des IPK für das Fest

(Buchempfehlung des IPK) Anlässlich des unmittelbar vor der Tür stehenden Weihnachtsfestes, schlägt Ihnen das IPK die in dem nebenstehenden Flyer angegebenen Bücher als Geschenk für Ihre Freunde und Angehörigen vor.


Medien [22.12.2008]
Fragen an die "Bundeszentrale für politische Bildung"

Zu den publizistischen Aktivitäten der „Bundeszentrale für politische Bildung” (bpb) zählt die Herausgabe von Themenheften, u.a. auch zu den Themen "Israel" sowie "Menschenrechte".

In einem offenen Brief vom 20. Dezember an das bpb kritisiert ein Leser (Herr S. Ullmann) dieser Hefte den Herausgeber für sachlich nicht nachvollziehbare Auslassungen, sowie für das Fehlen eben jener Pluralität, die man von den Veröffentlichungen einer öffentlichen Stelle wie dem bpb eigentlich erwarten sollte.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Politik [22.12.2008]
Palästinensischer Schäfer zum Krüppel geschossen, Siedler zu 16 Monaten verurteilt

'(Muhammad Abu-Mutawe'a im Hospita in Jenin) (B'tslem) - Im September 2007 feuerte Ehud Gadot, Bewohner der Siedling Yitav, in der Gegend von 'Ein al-Beida' im Nordwesten der West Bank auf Palästinenser die in der Gegend ihre Herde grasen liessen, von denen er einen traf und der seitdem gelähmt ist.

Infolge einer Verfahrensabsprache wurde Gadot der "schweren Körperverletzung mit erschwerenden Tatumständen" schuldig gesprochen. Am 14. Dezember 2008, verurteilt ihn das Gericht zu sechszehn Monaten Gefängnis.

Näheres können Sie in dem folgenden englischsprachigen Bericht nachlesen.


Kultur [16.12.2008]
Dez. 1987: Beginn der ersten Intifada


Die Kinder der Steine

Sie haben die Welt geblendet
mit nichts in ihren Händen als Steinen
Sie brachten Licht Fackeln gleich...
und kamen als gute Nachricht...
Sie leisteten Widerstand... sie explodierten...
sie wurden Märtyrer

Bitte lesen Sie hier weiter.


Medien [15.12.2008]
"Ein Wurf für viele" - Carsten Kühntopp, ARD-Hörfunkstudio Amman

(www.tagesschau.de) „Schade, dass er nicht getroffen hat - das denken heute viele Menschen in der arabischen Welt, sehr viele ...
Übrigens: Auch manch ein Palästinenser würde gerne mal seine Schuhe nach Bush werfen oder nach Tony Blair oder Angela Merkel - alles Politiker, die das eine sagen, aber das andere tun, die von Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung reden, aber die jahrelange Abriegelung von anderthalb Millionen Menschen im Gaza-Streifen für normal halten.”

Ergänzende Links:
Kommentar Carsten Kühntopp, ARD-Hörfunkstudio Amman


Politik [14.12.2008]
Gazas Familien essen Gras, während Israel die Grenzen verschlossen hält

(http://www.timesonline.co.uk) Während ein Konvoi von blau-weissen UN-Lastwagen beladen mit Nahrungsmitteln letzte Nacht auf die israelische Erlaubnis wartete Gaza betreten zu dürfen, gingen Jindiya Abu Amra und seine 12 Jahre alte Tochter los, um nach dem wilden Gras zu suchen, von dem die Familie jetzt lebt.

„Wir hatten eine Mahlzeit heute - khobbeizeh,” sagte Abu Amra, 43, und zeigt dabei die Blätter einer Pflanze, die entlang der Strassen des Gaza-Streifens wächst. „Jeden Tag wenn ich aufstehe, beginne ich nach Holz oder Platik zu suchen als Brennstoff und ich bettele. Wenn ich nichts finde, dann essen wir dieses Gras.”

Den vollständigen englischsprachigen Text können Sie hier nachlesen.


Bibliothek [08.12.2008]
Hagen: IPK wird Mitglied der 'Kooperation Dritte Welt Archive'

(www.archiv3.org) Der Vorstand des IPK hat am Seminar (6.-7. Dezember) der 'Kooperation Dritte Welt Archive' in Hagen teilgenommen.

Nach der Vorstellung des IPK durch die Vorsitzende Angelika Vetter, erklärten sich die anwesenden Vertreter der Archive von biz (Bremen), FDCL (Berlin), AWH (Hagen), IFAK (Göttingen), Nicabüro (Wuppertal) und iz3w (Freiburg) mit dem Beitritt des IPK einverstanden.

Das IPK übernahm damit die Verpflichtung, neben dem eigenen Zeitschriftenbestand auch die Zeitschriften 'INAMO' sowie 'Israel und Paläsina' zu verschlagworten.

Das nächste Treffen soll am 23. März 2009 in Bremen stattfinden.

Ergänzende Links:
INAMO
israel & palästina


Politik [07.12.2008]
"Pogrom" in Hebron

Brandanschlag auf pal. Haus in Hebron In einer Analyse in der haaretz vom 7. Dezember beschreibt A. Issacharoff die Attacken von Siedlern in Hebron auf Palästinenser als ein 'Pogrom durch und durch':

„Eine unschuldige palästinensische Familie, circa 20 Personen. Bis auf drei Männer nur Frauen und Kinder. Um sie herum stehend einige dutzend maskierte Juden in der Absicht sie zu lynchen. Ein Pogrom. Das ist kein Spiel mit Worten. Es ist ein Pogrom im schlimmsten Sinne des Wortes. Erst setzten die maskierten Männer ihre Wäsche im Vorgarten in Brand und dann versuchen sie einen der Räume des Hauses in Brand zu setzen.”

Den vollständigen englischsprachigen Artkel können Sie hier nachlesen.

Ergänzende Links:
Olmert wirft jüdischen Siedlern "Pogrom" vor
Kommentar d. tagesschau: "Stoppt den Siedler-Terror!"


Politik [26.11.2008]
Vorsitzender der UN Generalversammlung fordert zum Boykott Israels auf

www.un.org/ga Pater Miguel D'Escoto Brockman (Nicaragua), der Präsident der UN Generalversammlung betonte, daß Israel ein Apartheidstaat sei und rief die UN und die Mitgliedstaaten dazu auf sich den NGO's anzuschliessen, um Israel durch Boykott, Investionsstopps und Sanktionen dazu zu zwingen internationales Recht anzuerkennen.

Die englischsprachige Erklärung Brockmans finden Sie hier.

Ergänzende Links:
Informationen zu Miguel d' Escoto Brockmann



Gesellschaft [21.11.2008]
Ökumenischer Friedensdienst sucht Freiwillige für Palästina und Israel

Der Ökumenische Friedensdienst in Palästina und Israel (EAPPI) ist eine Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) im Rahmen der Dekade zur Überwindung von Gewalt.
Die Kirchen suchen Freiwillige, die sich für politische Veränderungen einsetzen und Solidarität üben wollen. Gesucht werden Menschen, die für drei Monate gewaltfreie israelische und palästinensische Aktionen begleiten möchten.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Gesellschaft [21.11.2008]
Angebot für StudentInnen: "Studium im Mittleren Osten" (SiMO)

Für Studierende aus Deutschland besteht seit 8 Jahren die Möglichkeit, über das Studienprogramm "Studium im Mittleren Osten" (SiMO) ein Jahr lang an der Near East School of Theology (NEST) in Beirut/Libanon zu studieren.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Medien [17.11.2008]
Aus der internationalen Presse:

In einem Brief von 2006 an Bush bot Haniya einen Kompromiss mit Israel an (haa) / Mofaz fordert Ermordung der HAMAS Führung in Gaza (imeu) / Gaza: Israel verweigert medizinischem Hilfskonvoi den Zugang (maan) / Schottischer Aktivist filmt die Beschiessung von Fischern aus Gaza durch die israelische Marine (imeu) / Schweiz bezeichnet israelische Zerstörung palästinensischer Häuser als Kriegsverbrechen (maan)


Kultur [09.11.2008]
Geschichte von unten: Das Nakba Archiv in Beirut

www.nakba-archive.org Obwohl bei der Geschichtsschreibung zu den Ereignissen von 1948 in Palästina ein wachsendes Interesse an dem Narrativ der bislang Marginalisierten - den Bauern, Frauen, Flüchtlingen, dem städischen Proletariat, den Beduinen etc. - zu verzeichnen ist, gibt es doch immer noch vergleichsweise wenig Material, das die Ereignisse aus der Perspektive der nichtprivilegierten Mehrheit der palästinenschen Gesellschaft dokumentiert.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Medien [09.11.2008]
Aus der internationalen Presse:

Lasst uns hoffen, dass Obama kein 'Freund Israels' sein wird (G. Levy; haa) / Nablus: Isr. Soldaten brechen drei palästinensischen Arbeitern die Knochen (maan) / Jenin: Condoleeza Rice lobt Erfolge der PA im Kampf gegen den Terrorismus (haa) / Palästinas wichigstes Kapital: sein Volk (ei)


Kultur [08.11.2008]
Interview mit der Filmemacherin von „Slingshot Hip Hop” Jacky R. Salloum

slingshothiphop.com Auf Al-Jazeera findet man ein Interview mit der Dokumentarfilmerin und Exil-Palästinenserin Jackie Reem Salloum, deren neuester Dokumentarfilm „Slingshot Hip Hop” erst kürzlich auf dem „Toronto Palestine Film Festival” gezeigt wurde.
Al Jazeera: Warum betrachten Sie Ihren Film als eine Form des Widerstands?
Salloum: Jeder Araber der daran arbeitet Stereotype und staatliches aussenpolitisches Handeln zu hinterfragen oder der ein Werk erschafft, das unsere Kultur und Geschichte reflektiert, leistet damit Widerstand.

Das englischsprachige Interview können Sie hier lesen.


Politik [05.11.2008]
Ali Abunimah skeptisch über Wahl Obamas

Senator Barack Obama greets Representative Rahm Emanuel at the Democratic National Convention 2004; Photo: Tom Williams Der Journalist und Mitbegründer der 'electronic intifada' Ali Abunimah ist skeptisch hinsichtlich der zukünftigen Politik der USA in Palästina. In einem Kommentar mit dem Titel "Obama bestimmt Pro-Israel Hardliner für Spitzenposten" schreibt er:
„Während der US-Wahlkampagne versuchten Rassisten und Pro-Israel Hardliner ein Problem aus dem zweiten Namen des Präsidentschaftskanditen Barack Obama, Hussein, zu machen. Diesen Leuten wird ein anderer zweiter Name weitaus mehr gefallen, den der Person die Obama für den Posten als Stabschef aussuchte: Rahm Israel Emanuel.”

Den vollständigen englischsprachigen Artkel können Sie hier nachlesen.
Siehe auch die kritische Analyse des Juristen für internationales Recht John V. Whitbeck.


Politik [04.11.2008]
Teile der Fraktion der Linken verweigern sich dem Antisemitismus-Antrag der Bundesregierung

(www.ulla-jelpke.de) Die Abgeordnete U. Jelpke der Linksfraktion hat auf ihren Internetseiten eine Erklärung abgegeben, warum 11 Abgeordnete ihrer Fraktion dem Antisemitismus-Antrag der Bundesregierung die Zustimmung verweigert haben.
Einer der Gründe sei: „Der Antrag versucht, diejenigen als antisemitisch und antiamerikanisch zu diskreditieren, die Kritik an der Kriegspolitik von Nato, USA und Israel äußern. Unter dem Deckmantel der Antisemitismus-Bekämpfung will er damit wesentliche außen- und innenpolitische Ziele der Bundesregierung legitimieren.

Die vollständige Erklärung können Sie hier nachlesen.


Politik [03.11.2008]
Free Gaza: 'SS Dignity' sticht erneut in See

(www.freegaza.org) Am Freitag dem 7. November wird die 'SS Dignity' um 5:00 pm von Larnaka nach Gaza aufbrechen. Diesmal werden dreizehn Mitglieder des europäischen Parlaments aus England, Irland, Italien, Türkei, Wales, Schweiz und Schottland an Bord sein.
Nach zwei erfolgreichen Reisen, eine im August und eine letzte Woche, freut sich die 'Freiheit für Gaza'-Bewegung erneut eine Delegation nach Gaza zu bringen, damit diese mit eigenen Augen die israelischen Verheerungen zu sehen bekommen, denen 1.5 Millionen Palästinenser aussetzt sind.

Den vollständigen englischsprachigen Bericht können Sie hier nachlesen.
Eine deutsche Übersetzung von Anis Hamadeh finden sie hier.



Kultur [30.10.2008]
Gilad Atzmon zu Gast auf beim Jazzfestival Frankfurt

Gilad Atzmon; Photo: Karin Dillmann HR-online: Jazz als Form des Widerstands – Der israelische Saxophonist Gilad Atzmon.
Er ist einer der umstrittensten Musiker des Jazz, er ist einer der derzeit intensivsten Musiker des Jazz, er ist ein explizit politischer Jazz-Musiker, er ist gleich zweimal auf dem Deutschen Jazzfestival Frankfurt 2008 zu hören.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Medien [28.10.2008]
Pressespiegel

Todesschüsse in Ramallah / Gaza: Eine Generation traumatisierter Kinder / Die Olivenernte in der West Bank wird zum Kampfgebiet / Zweites 'Freiheit für Gaza' Boot verlässt Zypern / Gazas florierender Tunnelhandel / Gaza: Israelische Blockade forderte 255-stes Todesopfer


Medien [27.10.2008]
Aus der internationalen Presse:

'Unruhen' in Akka: Der amüsante Begriff der 'Koexistenz' / Israel ermittelt nach Drohungen gegen Siedler / Schicksal palästinensischer Bauern in den Händen der Siedler


Gesellschaft [26.10.2008]
Heimspiel in Palästina - "Ein Sieg für den Fussball"

AFP: Fahed Atal (Palästina) und Mohamed Almutasim (Jordanien) kämpfen um den Ball. Am 26. Oktober fand das erste Länderspiel Palästinas gegen Jordanien (1:1) auf palästinensischem Boden seit 1998 statt.
Im vollständig renovierten Al-Husseini-Stadion in Al-Ram waren unter anderem der FIFA-Präsident Joseph S. Blatter und der Ministerpräsident Dr. Salam Fayyad zugegen.
"Fussball ist weit mehr als ein Spiel. Beim Fussball geht es nicht nur um Tore, sondern auch darum, die Welt zu berühren und eine bessere Zukunft zu gestalten. ... Als FIFA-Präsident bin ich sehr stolz, beeindruckt und geehrt, beim ersten Länderspiel des palästinensischen Teams in Palästina dabei zu sein. Dies ist ein historischer Moment und ein Sieg für den Fussball", erklärte der FIFA-Präsident.

Näheres können sie hier nachlesen.


Medien [25.10.2008]
Aus der internationalen Presse:

Eine Delegation des europ. Parlaments wird in Gaza erwartet  /  Israel: Cat Stevens überraschend wieder ausgeladen  /  Gideon Levy: Twilight Zone / Night of prayer


Kultur [24.10.2008]
Khalil Hamra (Gaza) erhält 'Robert Capa Goldmedaille'

(www.thefreedomtheatre.org) Der 1979 in Kuwait geborene Photograph Khalil Hamra ist der diesjährige Gewinner der 'Robert Capa Goldmedaille' der amerikanischen 'National Press Photographers Association'.

Der für AP arbeitende Hamra erhielt die Medaille für die Photos, die er Anfang 2009 während des israelischen Überfalls auf Gaza machte.

Bei der Überreichung der Auszeichnung sagte Hamra: "Diese Leute sind meine Leute. Das photographieren des verweifelten Mädchens angesichts ihrer getöteten Verwandten war schockierend. ... Ich dachte die ganze Zeit 'Was, wenn es jemanden aus meiner Familie trifft oder jemanden den ich kenne?'. Viele Bilder machte ich mit Tränen in den Augen."

Den vollständigen englischen Bericht finden Sie hier.


Gesellschaft [22.10.2008]
Veranstaltungen mit Illan Pappe in Deutschland

(Illan Pappe; Quelle: wikipedia) Der Historiker Illan Pappe - bekannt geworden durch sein Werk 'Die ethnische Säuberung Palästinas' (Rezension) - ist im November Gast mehrerer auch anderweitig interessanter Veranstaltungen in Kiel und Berlin.
Näheres entnehmen Sie bitte demnächst unserem Kalender.


Ipk [21.10.2008]
IPK-Büro im Bonner Musikerviertel (1)

(IPK-Büro in der Richard-Wagner Strasse) Seit Beginn des Sommers diesen Jahres ist das IPK Mieter eines kleinen Büroraums im Bonner Musikerviertel in der Richard-Wagner-Strasse 12.
Für 2009 ist geplant, in den Räumlichkeiten ein Archiv- und Dokumentationzentrum aufzubauen, basierend auf Büchern, Zeitschriften, Bildern und Videos aus dem Fundus der IPK-Vorsitzenden, ergänzt um Materialien, die uns die Bundesverdienstkreuzträgerin Frau Ellen Rohlfs freundlicherweise aus ihrem Bestand überlassen hat.

Zur Zeit ist das Büro nachmittags (Mo.-Fr.) besetzt.



Gesellschaft [10.10.2008]
IWPS sucht Freiwillige für die Begleitung der Olivenernte in Palästina

Der „International Women's Peace Service” sucht aktuell Friedens- und Menschenrechtsaktivistinnen die bereit sind Olivenbauer bei Salfit zu unterstützen und sie durch ihre Anwesenheit vor Überfällen und Angriffen jüdischer Siedler oder Militärs zu schützen.

Weitere Informationen können Sie hier finden.


Kultur [09.10.2008]
Filmreihe: "Israelisches Kino. Eine Retrospektive" (Nov./Dez.)

Vom 19. November bis zum 17. Dezember wird in Bonn (Brotfabrik, Haus der Geschichte, Rheinisches Landesmuseum) eine Reihe israelischer Filme aus den Jahren 1954 bis 1974 gezeigt.
Details können Sie demnächst hier finden.


Politik [05.10.2008]
Seminar in Bonn: "Israel – Demokratie und Besatzung" (11.-12. Okt.)

Die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft lädt zu dem zweitägigen Seminar "Israel – Demokratie und Besatzung" ein.
Als Referenten sind geladen: der Journalist und Publizist Dr. Ludwig Watzal (Bonn), Dr. Hassan Jabbarin als Vertreter der Bürgerrechtsorganisation „Adalah” (Haifa) sowie Shir Hever von der Menschenrechtsorganisation „Alternative Information Center” (Jerusalem).


Kultur [02.10.2008]
„Freunde und Freundinnen des Freedom Theatre Jenin” nehmen Arbeit auf

www.thefreedomtheatre.org In Berlin hat sich ein Förderkreis - die „Freunde und Freundinnen des Freedom Theatre Jenin in Deutschland” konstitutiert, um die Arbeit des „Freedom Theatre Jenin” zu schützen und zu unterstützen.

Näheres können Sie hier nachlesen.


Kultur [23.09.2008]
Weltweite Lesung in memoriam Mahmud Darwisch am 5. Oktober 2008

Mahmoud Darwish (www.mahmouddarwish.com) Das internationale literaturfestival berlin ruft zu einer weltweiten Lesung von Gedichten Mahmud Darwischs am 5. Oktober 2008 auf. Mit den damit verbundenen Veranstaltungen soll das Werk des Dichters, aber auch sein Einsatz für eine friedliche und gerechte Koexistenz zwischen Arabern und Israelis gewürdigt werden.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Kultur [17.09.2008]
IDW - In Palästina gehen wichtige Kulturgüter verloren

Informationsdienst Wissenschaft Archäologische Kulturgüter auf palästinensischem Gebiet werden unwiederbringlich verlorengehen, wenn sich die politische Situation in dieser Region nicht bald ändert. Davor warnt der Mainzer Palästina-Experte Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Zwickel.

Näheres können Sie hier nachlesen.


Nablus [04.09.2008]
„Schulranzenprojekt” in Nablus: Jedes palästinensische Kind hat das Recht zu lernen!

(Bild der FGHA aus Nablus - www.fgha2005.org) Nachfolgend ein Spendenaufruf für das „Schulranzenprojekt” der FGHA aus Nablus.
(Auf der gestrigen Veranstaltung mit Fr. Dr. Hammermann spendeten die Teilnehmer bereits Geld für 15 Schulranzen, wofür sich das IPK hiermit herzlich bedanken möchte!):

Artikel 2 des Zusatzprotokolls der Konvention zum Schutz der Menschenrechte (1952) schreibt fest, dass alle Menschen ein Recht auf Bildung haben. Ein Recht, das den Kindern von Nablus, die ganz besonders unter den Folgen der Besatzung leiden,verwehrt wird.

Bitte lesen Sie hier weiter.


Ipk [03.09.2008]
Aachener Friedenspreisträgerin zu Gast in Bonn

(Dr. Roni Hammermann) Auf Einladung des IPK sprach Frau Dr. Roni Hammermann von 'machsom watch' am Mittwoch im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung in Bonn.

INTERNER FEHLER.


Gesellschaft [30.08.2008]
Bilder von "Wir feiern Palästina"

Impressionen von der 'nakba'-Veranstaltung in Bonn vom gestrigen Freitag:
(Die 'Mauer' auf dem Münsterplatz) (Auftritt von Hanin)
(Collage aus den 500 von Israel zerstörten Dörfer) (Dr. Paul-Otto Samuelsdorff im Interview mit Hakam Abdel-Hadi)



Ipk [30.08.2008]
IPK & AK Israel/Palästina beim 'Internationalen Begegnungsfest' am 6. September

(Internationales Begnungsfest am 6. September) Vertreter des Institut für Palästinakunde und des Arbeitskreises Israel/Palästina nehmen mit einem eigenen Stand an dem 'Internationalen Begegnungsfest' in der Bonner Rheinaue am 6. September 2008 teil.
Dort werden neben Informationsmaterialien auch diverse Waren aus Palästina angeboten.

Den Stand finden Sie unter der Nummer 66 auf der Karte des Veranstaltungsflyers.


Politik [27.08.2008]
Israel treibt illegalen Siedlungsausbau voran

(www.ipsnews.net) Nach Berichten von Peace Now hat Israel neue Ausschreibungen für die Konstruktion von 1,761 illegalen Wohnungseinheiten allein im besetzten Ost-Jerusalem getätigt.

Den vollständigen englischsprachigen Bericht können Sie hier nachlesen.


Nablus [24.08.2008]
Abschluss des 'Smile and Joy Summer Camp' 2008 der FGHA in Nablus

(Teilnehmer des 'Smile and Joy Summer Camp' 2008 der FGHA in Nablus) Das FGHA berichtet von seinen Aktivitäten:

„Nach zehn Tagen unseres vierten 'Joy and Smile' Sommerlagers und als Folge der Aktivitäten, die eine grosse Rolle dabei spielten die Düsternis aus den Köpfen der Kinder zu vertreiben, erschien es uns wichtig ein Fest zu veranstalten, um wieder ein Lächeln auf ihre Gesichter zu malen.”

Bitte lesen Sie hier weiter.


Politik [23.08.2008]
'Free Gaza' Boote in Gaza angekommen!

(SS Free Gaza & SS Liberty in Gaza) GAZA (23 August 2008) - Zwei kleine Boote, die 'SS Free Gaza' und die 'SS Liberty', sind heute Abend erfolgreich in Gaza gelandet, die israelische Blockade des Gaza- Streifens durchbrechend.
Die Boote waren dazu mit einer Gruppe internationaler Menschenrechtsaktivisten des 'Free Gaza Movement' bemannt. Diese hatten zwei Jahre für das Projekt gearbeitet und Mittel bei Vorträgen gesammelt, die sie in Kirchen, Moscheen, Synagogen und in den Heimen von Familien, Freunden und Unterstützern hielten.

Den vollständigen englischsprachigen Bericht können Sie hier nachlesen.


Ipk [21.08.2008]
Technische Probleme mit IPK-Email-Adressen gelöst

Nachdem uns einer unserer Besucher darauf hingewiesen hat, daß einige unserer Email-Adressen nicht funktionieren, hat unser Webmaster das Problem nun hoffentlich gelöst.
Für die Ihnen so entstandenen Unannehmlichkeiten möchten wir Sie hiermit um Verzeihung bitten.


Kultur [21.08.2008]
Palästinensisches Kulturfestival auf dem Bonner Münsterplatz am 29. August

'Via Dolorosa' von Anis Hamadeh Das Programm des Kulturfestival 'Wir feiern Palästina' in Bonn, am kommenden Freitag den 29. August, hat mittlerweile einen finalen Zustand erreicht.
Zu dem Angebot gehören palästinensische Musikgruppen - vom Kinderorchester bis zur Hiphop-Gruppe -, palästinensische Künstler, Interviews mit palästinensischen und jüdischen Zeitzeugen, eine Ausstellung zur nakba und spez. Angebote für Kinder.

Ergänzende Links:
Vollständiges Programm für den 29. August


Politik [21.08.2008]
Zypern lässt Aktivisten nach Gaza segeln, trotz der israelischen Belagerung

(SS Free Gaza & SS Liberty) Die 'haaretz' berichtet in ihrer Online-Ausgabe, daß die Boote 'Free Gaza' und 'Liberty' von den zypriotischen Behörden dier Genehmigung erhalten haben auszulaufen.
An Bord der beiden Schiffe befinden sich eine Reihe von Friedensaktivisten aus Israel und anderen Staaten, darunter Jeff Halper vom 'ICAHD', Lauren Booth - eine Schwiegertocher Tony Blairs, Hedy Epstein - eine Holocaust-Überlebende und die Deutsche Dr. Edith Lutz - Gründerin von 'Abrahams Toechter' - aus Sötenich in der Eifel.

Die allgemeine Erwartung ist, daß die israelische Marine eine Landung der beiden Boote in Gaza verhindern wird, mit der gegen die im Gazastreifen gezielt herbeigeführte humanitäre Katastrophe protestiert werden soll.

Ergänzende Links:
Cyprus lets activists sail to Gaza, despite Israeli siege
Webseiten von 'The free Gaza movement'



Medien [19.08.2008]
"Wir haben gehört, es wird deprimierend" - Torsten Teichmann; ARD-Hörfunk Tel Aviv

(www.tagesschau.de) „ Es sind ungewohnte, extreme Eindrücke, die Touristen auf dieser Fahrt sammeln können - Busreisen für Touristen ins Westjordanland und entlang des israelischen Sperrwalls. Fred Schlomka will damit nicht weniger als den Verlauf der Dinge in Nahost verändern.”

Ergänzende Links:
Bericht der tagesschau


Kultur [18.08.2008]
"Zorn, Sehnsucht und Hoffnung" - Uri Avnery gedenkt M. Darwish

Mahmoud Darwish (www.mahmouddarwish.com) EINEN DER weisesten Aussprüche, die ich je in meinem Leben hörte, sagte ein ägyptischer General ein paar Tage, nachdem Anwar Sadat Jerusalem besucht hatte. Wir waren die ersten Israelis, die nach Kairo gekommen waren. Vor allem wollten wir von dem General wissen, wie es möglich war, dass man uns beim Oktoberkrieg 1973 derart überraschen konnte. Der General antwortete: „Statt die Berichte des Nachrichtendienstes zu lesen, hättet ihr unsere Dichter lesen sollen.”

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Ipk [17.08.2008]
IPK erhält weitere Archivarien von Frau Ellen Rohlfs

(Palästinensiches Kleid) Am Sonntag - dem 10. August 2008 - fuhr der IPK-Vorstand nach Leer, um dort von Frau Ellen Rohlfs weitere Gegenstände - vornehmlich Bücher, aber auch Zeitschriften und Videos - für das Archiv des IPK entgegen zu nehmen.
Ein besonderes Highlight unter den Stücken bilden vier palästinensische Kleider - siehe Abbildung links - die uns von Frau Rohlfs freundlicherweise überlassen wurden.

Sollten Sie daran interessiert sein die Kleider für Ausstellungs- oder ähnliche Zwecke ausleihen zu wollen, so senden Sie bitte eine Email an die folgende Adresse.

Frau Ellen Rohlfs möchten wir an dieser Stelle noch einmal recht herzlich danken!


Medien [17.08.2008]
WELT sorgt für Antisemitismusskandal

In ihrer Online-Ausgabe vom 14.08.2008 beteiligt sich nun auch die WELT an der Schmierenkampagne gegen Ludwig Watzal.
Dass die WELT dabei meint, sich erlauben zu können, L. Watzal allein auf der Grundlage unbewiesenener und haltloser Anschuldigungen als 'Antisemiten' bezeichnen zu können, ist schon ein Skandal an sich, der tief in das Rechtsverständnis und die journalistische Qualität dieses Presseerzeugnisses blicken lässt.

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Kultur [15.08.2008]
Klage gegen Nakba-Ausstellung des Amsterdamer Tropenmuseums abgewiesen

Al Nakba witness Fawzi Mohammed Tanji (Photo:  Alan Gignoux) Michael Jacobs, ein jüdischer Niederländer, ist mit seinem Versuch gescheitert, gerichtlich die äusserst bemerkenswerte Ausstellung des Amsterdamer Tropenmuseums zu stoppen, die sich der Vertreibung der Palästinensers durch den vor 60 Jahren neu gegründeten Judenstaates annimmt.
Das Gericht entschied, daß "nichts im Text- oder Videomaterial der Ausstellung zu Hass oder Gewalt aufreize würde" und dass die Austellung auch nicht die Juden oder deren Glauben attackiere.

Die Ausstellung ist noch bis zum 9. Januar 2009 zu sehen.

Ergänzende Links:
Bericht auf RNW: Palestine exile exhibition 'is not Jew-bashing'
Ausstellung: "Erinnerungen an ein verschwundenes Vaterland"


Kultur [14.08.2008]
Palästina trauert um Mahmoud Darwish

Mahmoud Darwish (www.mahmouddarwish.com)








* 13. März 1941
(Birweh bei Akka)

† 9. August 2008
(Houston)


Schreib auf: Ich bin Araber
 
Schreib auf!
Ich bin Araber,
Ausweisnummer fünfzigtausend,
acht Kinder,
das neunte …es kommt nach dem Sommer!
Macht dich das zornig?

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Nablus [13.08.2008]
Nablus: Das 'Smile and Joy Summer Camp' 2008 ist gestartet!  -  FGHA dankt seinen Spendern

'Smile and Joy Summer Camp' 2008 Wie wir aus Nablus erfuhren, ist das 'Smile and Joy Summer Camp' 2008 der 'Future Generation Hands Organisation' in Nablus am 9. August gestartet.

Das bis zum 18. August andauernde Sommerlager ist Teil einer mehrmonatigen Kampagne, um Kinder bei der Verarbeitung des psychischen Drucks zu unterstützen, dem sie unter der Besatzung tagtäglich ausgesetzt sind.

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Gesellschaft [12.08.2008]
Kulturfest - "Wir feiern Palästina" - in Bonn

'Via Dolorosa' von Anis Hamadeh Das Bonner Aktionsbündnis 'nakba 60' lädt am 29. August ab 15:00 Uhr auf dem Münsterplatz zu einem Kulturfest unter dem Titel "Wir feiern Palästina" ein:

"Diese Kultur wollen Palästinenserinnen und Palästinenser und ihre Freunde bei unserer Veranstaltung auf dem Bonner Münsterplatz zeigen. Gleichzeitig geht es um die Forderungen nach einem gerechten Frieden, dem Ende der israelischen Besatzung und dem Rückkehrrecht in ihre Heimat."

Ergänzende Links:
Einladung
Programm


Ipk [24.07.2008]
IPK-Vorsitzende unterwegs mit "machsom watch"

Während ihres Aufenthaltes in Israel/Palästina im Juli diesen Jahres, nahm die Vorsitzende des IPK - Angelika Vetter - an einer der Routine-Exkursionen der Frauen von 'machsom watch' teil.

Den englischsprachigen Report dieser Exkursion können Sie hier nachlesen.

Ergänzende Links:
Webseite von 'machsom.watch'
'machsom watch' erhält den Aachener Friedenspreis
Roni Hammermann von 'machsom watch' zu Gast in Bonn
Rezension von 'Checkpoint Watch' von L. Watzal


Kultur [13.07.2008]
Gemeinsamer Auftritt des palästinensischen Jugendorchesters und des Collegium Musicum der Universität Bonn in Jerusalem

Palästinensisches Jugendorchester Ein Wunsch geht in Erfüllung: Im Gründungsjahr des Palästinensischen Jugendorchesters äusserten die Mitglieder des Ensembles den Wunsch, innerhalb der kommenden fünf Jahre in Jerusalem auftreten zu können.
Die ersten drei Workshops, des 2004 vom Edward Said National Conservatory of Music (ESNCM) gegründeten Orchesters, fanden in Jordanien statt, der vierte in Deutschland. Jetzt – im fünften Gründungsjahr, wird ihr Wunsch wahr: Sie treten am 27. Juli gemeinsam mit dem Collegium Musicum der Uni Bonn in Jerusalem auf.

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Medien [13.07.2008]
SPIEGEL: Ahmadinejad forderte nicht die Vernichtung der Juden

In der Online-Ausgabe des SPIEGEL vom 15.5.2008 erkennt auch der SPIEGEL an, daß der iranische Präsident am 26. Oktober nicht dazu aufgefordert habe Israel von der Landkarte zu tilgen.

Vielmehr habe er gesagt, daß das "Besatzerregime Geschichte werden muss", eine Ansicht mit der Ahmadinedschad weniger allein stehen dürfte.

Ergänzende Links:
Erstmeldung:
NAHOST: Irans Präsident will Israel von der Landkarte tilgen
Korrektur:
PÖBEL-PRÄSIDENT: Ahmadinedschads absurder Droh-Dschihad


Nablus [12.07.2008]
Schenken Sie den Kindern in Nablus zehn Tage des Lächelns und der Freude!

FHGA - www.fgha2005.org Aus Nablus erreicht uns folgender Spendenaufruf der Vorsitzenden des IPK - Angelika Vetter - die sich zur Zeit auf einer Rundreise in Palästina/Israel befindet:

Das Leben der Kinder in Nablus ist hart. Von Geburt an sind sie der täglichen Gewalt der israelischen Besatzer ausgesetzt. Anlässe zu Spass und Freude sind nicht gerade häufig.

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Politik [03.07.2008]
Gaza: In Gaza zu sein, bedeutet gefangen zu sein

Verführte Einen 'Überblick' über die neuere Gschichte Gazas, gibt Peter Beaumont im Guardian: „Gaza. Immer das Leiden von Gaza, dem stärksten Symbol für die Tragödie der Palästinenser. 1948, während der 'nakba' - oder "Der Katastrophe", wie die Palästinenser den Krieg beschreiben, der am Anfang der Geburt des Staates Israel stand - strömten 200,000 Flüchtline nach Gaza, was die Bevölkerung um mehr zwei Drittel anschwellen ließ. Dann fiel Gaza unter ägyptische Kontrolle.”

Den vollständigen englischsprachigen Text können Sie hier nachlesen.


Gesellschaft [26.06.2008]
A. Grosser: "Die Erben von Verachteten sollten nicht verachten."

Alfred Grosser, Prof. em. am Institut d'études politiques Paris und Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels wird am 26. Juni in Aargau (Schweiz) Stellung zur Politik des Staates Israel nehmen:
"Ich bin als kleiner Junge 1933 in Frankfurt gedemütigt worden. Ich kann nicht verstehen, daß Juden demütigen. Es geht auch um das Verständnis für das Leiden der anderen."

Ergänzende Links:
Forum für Zeitzeugen - Gegen Gleichgültigkeit und Vergessen (Veranstalter)
IPK-Kalender


Politik [17.06.2008]
Freispruch für neun Antikriegs-Aktivisten in Derry - "Aktion zur Verhinderung israelischer Kriegsverbrechen rechtmässig"

Support the Raytheon 9 Unter dem Eindruck des israelischen Angriffs auf den Libanon im Sommer 2006 - bei dem die israelische Armee Ambulanzen, Flüchtlingskonvois und schiitische Wohnviertel in Beirut bombardierte, wobei über 1000 libanesische Zivilisten zu Tode kamen - besetzten neun irische Antikriegs-Aktivisten der 'Derry Anti War Coalition' am 9. August 2006 die Büros des Waffenherstellers Raytheon in Derry, wobei Unterlagen und Computer des Unternehmens entwendet oder beschädigt wurden.

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Ipk [29.05.2008]
IPK lädt Roni Hammerman - Mitbegründerin von 'machsom watch' - nach Bonn ein

Anlässlich der Verleihung des Aachener Friedenspreises an die israelische Organisation 'machsom watch' am 1. September diesen Jahres, laden das IPK, der Arbeitskreis Israel/Palästina e.V. Bonn und das 'Frauennetzwerk für Frieden' am 3. September Frau Dr. Roni Hammermann - eine der Mitbegründerinnen, die den Preis in Aachen entgegen nehmen wird - zu einer Podiumsveranstaltung nach Bonn ein.

INTERNER FEHLER.


Ipk [24.05.2008]
Seminar "60 Jahre Israel - und wo ist Palästina?" erfolgreich abgeschlossen

Rahman Abdul Alawi, Victoria Waltz, Ludwig Watzal Am Abend des 22. Mai endete das IPK-Seminar "60 Jahre Israel - und wo ist Palästina?", das von allen Beteiligten - den Teilnehmer/innen wie auch den Referenten - einhellig gelobt wurde.

Wesentlichen Beitrag zu dem Erfolg leisteten die Vorträge von Herrn Dr. Ludwig Watzal - mit einem fundierten Überblick über die historische Entwicklung des Nahostkonflikts, von Frau Dr. Viktoria Waltz - mit einer detaillierten Vorstellung der Systematik der zionistischen Kolonialisation Palästinas, sowie von Herrn Abdul-Rahman Alawi, der Perspektiven für die friedliche Überwindung des Zionismus - dem grundlegenden Hindernis einer friedlichen Lösung im Nahen Osten - aufzeigte.

INTERNER FEHLER.


Politik [13.05.2008]
Schweiz: Kampagne zu 60 Jahren Nakba

Die Palästina-Solidarität Region Basel organisiert in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen rund um den 15. Mai, den 60. Jahrestag der Vertreibung der PalästinenserInnen im Zuge der Staatsgründung Israels, eine nationale Kampagne. Ziel ist die internationale Anerkennung der ethnischen Säuberung seit 1947 in Palästina sowie die Durchsetzung des Internationalen Rechts und der UN-Resolutionen (u.a. des Rechts auf Rückkehr). Ausführliche Informationen über die zahlreichen Veranstaltungen siehe www.nahostfrieden.ch.


Politik [09.05.2008]
Aachener Friedenspreis 2008 für MachsomWatch und Pfarrer Mitri Raheb

Die israelische Frauenorganisation MachsomWatch erhält gemeinsam mit dem Palästinenser und evangelischen Pfarrer der Weihnachtskirche in Bethlehem, Mitri Raheb, den internationalen Aachener Friedenspreis 2008.


Politik [04.05.2008]
Transkript zur SWR2-Sendung 'Nicht in unserem Namen!'

Das Transkript zur SWR2-Radio-Sendung 'Nicht in unserem Namen! - Juden kritisieren die israelische Nahostpolitik' - mit Beiträgen von Jeff Halper, Rolf Verleger, Tsafrir Cohen, Dror Feiler und Fanny-Michaela Reisin - können sie  hier nachlesen.


Gesellschaft [03.05.2008]
'Wir feiern Israels Geburtstag nicht'

In einem am 30. April im Guardian erschienenen Brief bekunden mehr als einhundert britische Juden ihre Absicht, den Geburtstag Israels nicht feiern zu wollen, bis „Araber und Juden als Gleiche in einem friedlichen Nahen Osten zusammenleben”.

Nachfolgend geben wir die deutsche Übersetzung dieses Textes wieder:

Bitte lesen Sie hier weiter.


Politik [28.04.2008]
Kafka in Palästina

Nachdem den Mitgliedern der Khader-Familie bei Nablus am 16. April diesen Jahres wieder einmal erlaubt wurde ihr Land nahe der jüdischen Siedlung Kedumim zu betreten, stellten sie fest, daß man ihnen circa 1.400 der von ihnen im März angepflanzten Olivenbäume gestohlen hatte.

Auf Anfrage erklärte das israelische Militär, daß dieser Diebstahl unter die Jurisdiktion der Zivilbehörde falle. Die Zivilbehörde erklärte, daß die israelische Polizei verantwortlich sei. Diese bestätigte den Eingang einer Anzeige und riet das israelische Militär zu kontaktieren.

Quellen:
West Bank farmers face ruin after trees uprooted


Politik [25.04.2008]
Fawzy Emrany: Ausstellung in Ramallah

Fawzy Emrany, geboren in Gaza/Palästina, seit 2001 in Bonn lebend und künstlerisch tätig, eröffnete am 21. April seine Ausstellung in Ramallah. Seine Ölgemälde und Fotos sind noch bis zum 30. April 2008 im Deutsch-Französischen Kulturzentrum und im Khalil Sakakini Kulturzentrum in Ramallah zu sehen.

Ergänzende Links:
Goethe-Institut in Ramallah.


Zensur [14.04.2008]
Unterschriftenaktion für Ludwig Watzal in Köln

Während einer Informationsveranstaltung zum 60sten Jahrestag der nakba in Köln am 12. April unterschrieben 72 Besucher der Veranstaltung einen von dem Fraktionsgeschäftsführer der Linken in Köln - Michael Kellner - formulierten Brief an den deutschen Innenminister Wolfgang Schäuble, in dem dieser ersucht wird, den Redakteur und Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische Bildung, Dr. Ludwig Watzal, gegen eine von mehreren zionistischen Lobbyistenverbänden initiierte Rufmordkampagne in Schutz zu nehmen.
Den Brief können Sie hier nachlesen. Hier finden Sie das entsprechende Word-Dokument.


Zensur [10.04.2008]
Tagesspiegel reiht sich in die Rufmord-Kampagne gegen Ludwig Watzal ein

Mit dem am 5. April unter der Rubrik 'Antisemitismus' erschienen Artikel 'Juden protestieren bei Schäuble' macht sich 'Der Tagesspiegel' mit der Rufmord-Kampagne gemein, die zur Zeit gegen den Bonner Publizisten Ludwig Watzal - einen fundierten Kritiker israelischer Politik - abläuft.
Geradezu genüsslich berichtet Frank Janssen über den neuesten konzertierten Vorstoß von Funktionären aus dem Dunstkreis israelischer Nationalisten - Vorstände verschiedener jüdischer Organisationen - um Ludwig Watzal bei seinem Dienstherren - dem deutschen Innenminister - als Antisemiten zu denunzieren.

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Zensur [25.03.2008]
taz: "Jagt den Watzal"

Georg Baltissen setzt sich in der taz vom 25. März mit dem neuesten Versuch der Israel-Lobby auseinander, den für seine israel-kritischen Publikationen zum Nahostkonflikt bekannten Redakteur und Publizisten Ludwig Watzal einzuschüchtern.
Watzal, eine der wenigen Stimmen, die für eine fundierte, akribisch recherchierte Analyse und Kritik der Politik Israels bekannt ist, und dem sein Arbeitgeber - das bpb - bereits einen Maulkkorb verpasst hat - soll nun anscheinend auf Basis fadenscheiniger Vorwürfe durch eine undurchsichtige Seilschaft rund um den Bundestagsabgeordneten Gerd Weisskirchen gänzlich mundtot gemacht werden.
Vorwürfe, für deren Klärung der SPD-Bundestagsabgeordnete Weisskirchen der taz nicht zur Verfügung stand.

Den Artikel in der taz lesen sie hier.


Politik [17.03.2008]
Aktionen in Frankreich zum Thema "60 Jahre Nakba"

Von März bis Mai 2008 finden in ganz Frankreich zahlreiche Veranstaltungen zur Nakba statt. Beteiligt sind Tausende von Menschen, unzählige Organisationen und als Einzelpersonen Politiker, Wissenschaftler, Journalisten, Künstler und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.
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Kultur [13.03.2008]
Daniel Barenboim und das West-Eastern Divan Orchestra zu Gast in Köln am 16. August 2008

Nicht enden wollenden Beifall erhielt das West-Eastern Divan Orchestra als es zuletzt im August 2006 in Köln zu Gast war. So wie überall, wo Daniel Barenboim zusammen mit dem "Orchester für den Frieden" auftrat.

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Politik [02.03.2008]
Veranstaltung zum 60sten Jahrestag der nakba

Der Deutsch-Palästinensische Frauenverein e.V. lädt zu einer Informationsveranstaltung in Köln am 12. April ein. (Kalender)


Kultur [23.02.2008]
Al-Jawal-Theater aus Sakhnin zu Gast in Frankfurt

Verständnis ohne Krieg - so lautet der Leitspruch des Jawal-Theaters aus Sakhnin, einer kleinen Stadt im Norden Israels. Der Club der Arabischen Kultur e.V. präsentiert die palästinensische Theatergruppe, die in Frankfurt in der "Interkulturellen Bühne" am 20. und 21. März das preisgekrönte Stück "Das letzte Feld" aufführen wird (in arabischer Sprache mit deutschen Untertiteln).

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Politik [22.02.2008]
Veranstaltung mit R. Neudeck in Godesberg am 26. Feb

R. Neudeck ist an diesem Tag verhindert, an seiner Stelle tritt Marcel Pott auf.
Kalender


Kultur [21.02.2008]
Ausstellung zur 'nakba' im Amsterdamer Tropenmuseum

Zum 60. Jahrestag der Gründung Israels eröffnet das Amsterdamer Tropenmuseum am 1. März eine Ausstellung mit dem Titel "Palästina 1948 - Erinnerung an eine verlorene Heimat". Für diese Gründung, die dazu führte, dass hunderttausende von Palästinensern gezwungen wurden, ihre Heimat zu verlassen haben die Palästinenser einen eigenen Namen - 'nakba' - die Katastrophe.
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Politik [29.12.2007]
200 neue Wohncontainer in der West Bank

Nach wie vor stellen Siedler illegale Wohncontainer in der West Bank auf. Nach Berichten der israelischen Tageszeitung "Haaretz" beläuft sich deren Zahl seit Beginn des Libanon-Krieges im Juli auf 200. Der ganze Artikel ist hier in englischer Sprache nachzulesen.


Politik [28.12.2007]
683 Menschen wurden 2006 im Palästinakonflikt getötet

Nach der Pressemitteilung des Israelischen Informationszentrums für Menschenrechte in den besetzten Gebieten (B'Tselem) wurden vom 1. Januar bis zum 27. Dezember 2006 683 Menschen in Israel und Palästina getötet. Israelische Sicherheitskräfte töteten 660 Palästinenser in der West Bank und in Israel, darunter 141 Minderjährige. Mindestens 322 der Getöteten waren zu dem Zeitpunkt ihrer Tötung nicht in feindliche Handlungen verwickelt. Palästinenser töteten im gleichen Zeitraum 17 israelische Zivilisten in der West Bank und in Israel, darunter einen Minderjährigen. Zusätzlich kamen 6 Angehörige der israelischen Sicherheitskräfte durch Palästinenser ums Leben. Die ganze Pressemitteilung in englischer Sprache ist auf den Seiten der Organisation einzusehen.


Politik [21.12.2007]
Online-Petition: Bundesregierung soll im Nahen Osten aktiv werden

Jüdische Bürger aus Deutschland fordern die Bundesregierung zum Handeln für den Frieden auf: "Das Grundübel ist die seit 1967 andauernde israelische Besetzung palästinensischen Gebiets. Die Besetzung bedeutet Entwürdigung und Entrechtung der Palästinenser. Sie lähmt ihr wirtschaftliches, politisches und soziales Leben. Darüber hinaus verhindert dieses täglich neu erlebte Unrecht einen friedlichen Ausgleich des alten Unrechts, das den Palästinensern mit der Vertreibung von 1948 angetan wurde. All dies treibt die Spirale der Gewalt an. " Die Petition und eine Liste der deutschen jüdischen Erstunterzeichner kann hier eingesehen werden.


Gesellschaft [25.10.2007]
Klage gegen Caterpillar von US-Berufungsgericht verworfen

Die Eltern von Rachel Corrie und Angehörige von palästinensischen Opfern der von der israelischen Armee eingesetzten Caterpillar Bulldozern hatten in den USA eine Klage gegen die Firma Caterpillar eingereicht. Forderungen der Klage waren u. a. Entschädigung für die erlittenen Verluste und die Untersagung, weitere Bulldozer nach Israel zu liefern, solange diese zu völkerrechtswidrigen Zwecken eingesetzt werden. Die Klage wurde in erster Instanz abgelehnt und jetzt auch die Berufung dagegen.

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Kultur [24.10.2007]
Goldener Löwe für Emily Jacir

Die palästinensische Künstlerin Emily Jacir wurde auf der gerade stattfindenden 52. Biennale in Venedig mit dem „Goldenen Löwen” für einen Künstler unter 40 Jahren ausgezeichnet. Das ausgezeichnete Werk Jacirs trägt den Titel „Material für einen Film” und ist eine Installation, die den Spuren des palästinensischen Künstlers Wael Zuaiter folgt. Zuaiter, der 1972 in Rom ermordet wurde, war der erste in einer Reihe palästinensischer Intellektueller und Künstler, die vom israelischen Geheimdienst in Europa „liquidiert” wurden.

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Politik [23.10.2007]
Libanonhilfe echt gut

Noch bis zum 1. November kann im Internet oder per Telefon darüber abgestimmt werden, wer beim Wettbewerb „Echt gut! - Ehrenamt in Baden-Württemberg” einen der ersten drei Plätze belegt. Es konnten sich Einzelpersonen, Gruppen, Vereine, Projekte oder Initiativen für herausragendes ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement in sechs verschiedenen Kategorien bewerben. In der Kategorie „Soziales Leben” gehört der „Flüchtlingskinder im Libanon e.V.” mit zu den Kandidaten, die von einer Jury als die zehn zur Entscheidung stehenden Bewerber ausgewählt wurden.

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Politik [23.10.2007]
Rassismus und Komik

In einer Rubrik namens „Stimmt das?” versucht die Jerusalemer Nachrichtenagentur „Israel heute” Antworten auf Fragen zu geben, die sie selbst für wichtig hält. Die Antworten schwanken dabei von offenem Rassismus über historische Unwahrheiten bis hin zu ungewollter Komik.

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Politik [22.10.2007]
Geister in Gaza

Von den 54.000 Palästinensern, die von 1993 annach Gaza und in die West Bank zurückkehrten, haben viele bis heute keine Ausweise, weil Israel sie ihnen verweigert. Seit kurzem finden in Gaza wöchentlich Protestkundgebungen statt, in denen diese Menschen Ausweise fordern, die sie nicht nur zum Reisen, sondern auch bei Geschäften des Alltags, wie der Eröffnung eines Bankkontos oder der Ausstellung eines Führerscheins benötigen.

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Kultur [21.10.2007]
Al Khalife Konzert abgesagt

Ein Konzert vergangenen Sonntag mit dem libanesischen Musiker Marcel Al Khalife in der kalifornischen Stadt San Diego wurde abgesagt. Nach Khalife teilte ihm der Manager der Veranstaltung mit, dass sein Auftritt die Gefühle der jüdischern Gemeinde in der Stadt verletzen könnte. Der Auftritt könne aber stattfinden, wenn Khalife zustimmen würde, sich den Abend mit einem israelischen Künstler zu teilen.

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Politik [21.10.2007]
Verbannt und leidend: Palästinensische Flüchtlinge im Libanon

„Alle 12 offiziellen [palästinensischen] Flüchtlingslager [im Libanon] leiden unter ernsten Problemen: keine angemessene Infrastruktur, Überbevölkerung, Armut und Unterbeschäftigung. [Libanon] hat den höchsten Anteil palästinensischer Flüchtlinge, die in erniedrigender Armut leben ...”

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Politik [16.10.2007]
Europäischer Aktionsplan für den Nahen Osten

Norman Paech, außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, kritisiert in einer Pressemitteilung den von Außenminister Steinmeier angekündigten „EU-Aktionsplan für den Nahen Osten”. „Die darin enthaltenen Maßnahmen entsprechen in keiner Weise dem, was die Palästinenser derzeit am dringendsten benötigen. ” Angesichts der sich zu einer humanitären Katastrophe ausweitenden Abschnürung des Gaza-Streifens und des unvermindert fortschreitenden Landraubs zur Ausweitung der Siedlungen in der Westbank, habe die EU am dringendsten die israelische Regierung zur Einhaltung der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts zu bewegen.

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Politik [16.10.2007]
Studie über Sicherheit in Gaza

Die jüngeren Ereignisse in Gaza belasten nicht nur den israelisch-palästinensischen Konflikt, sondern üben einen großen Einfluss auf den gesamten Mittleren Osten aus. Nach der palästinensischen Präsidentenwahl im Januar 2005, Israels einseitiger Loslösung von Gaza im September 2005, den palästinensischen Wahlen im Januar 2006 und der Bildung einer Einheitsregierung nach der Übereinkunft von Mekka im März 2007, schienen die Zeichen für eine Verbesserung der Situation in den Besetzten Gebieten günstig zu sein. In der Realität hat sich aber die Situation der Palästinenser seit Juni 2006 drastisch verschlechtert. Gazas sowieso schon kritische politischen, ökonomischen und Sicherheitsbedingungen erreichten zuvor nie da gewesene Stufen der Blockade, Armut, Gewalt und Unsicherheit.

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Politik [16.10.2007]
Selbst Blair bestürzt

Der britische Ex-Premier Tony Blair zeigte sich bei seinem Besuch in Hebron und der West Bank über die angetroffenen Zustände schockiert. Sein Ausflug in das in der West Bank liegende Jordan Tal machte ihn fassungslos, wo Palästinenser Grundwasserbrunnen nur ein Drittel so tief graben dürfen wie die das Land okkupierenden Israelis, wo die reichen jüdischen landwirtschaftlichen Siedlungen die natürlichen Ressourcen auf Kosten eingeschlossener palästinensischer Bauern ausbeuten.

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Kultur [14.10.2007]
Barenboim zu Kritik an Israel

Der Berliner Generalmusikdirektor Daniel Barenboim sprach sich in einem Interview mit dpa erneut für eine Linie der gegenseitigen Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern aus. Auch gegen den Mythos, dass die Juden in Palästina ein menschenleeres Land vorfanden, bezieht er Stellung: „Israel behauptet noch immer, Palästina sei leer gewesen und deswegen hätten wir, die Juden, das Land bevölkert. Dabei war zur Zeit des Ersten Weltkriegs der jüdische Anteil an der Bevölkerung nur 15 Prozent.

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Kultur [12.10.2007]
Friedenskonzert in Jericho abgesagt

Die Organisation „One Voice” mit Sitz in New York hat ein Konzert im Fußballstadium von Jericho aus Sicherheitsgründen abgesagt. Das Konzert, für das der kanadische Rockstar Bryan Adams als Hauptattraktion gebucht war, sollte am 18. Oktober gleichzeitig in Jericho und in einem Park in Tel Aviv stattfinden. Für die Konzerte sollte kein Eintritt erhoben werden.. „One Voice” wollte stattdessen die Besucher bitten, ihre Petition zu unterzeichnen, die israelische und palästinensische Politiker auffordert, eine Vereinbarung zu treffen, den Palästinensern einen Staat zu schaffen, in dem sie in Frieden mit Israel leben können.

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Politik [10.10.2007]
Erzbischof Desmond Tutu wieder eingeladen

Nach der skandalösen Ausladung von Erzbischof Desmond Tutu von der St. Thomas University in St. Paul, Minnesota, erreichten die Universität über 2700 Protestbriefe. Hinzu kamen massive Proteste der „Anti-Defamation League”, die die „Jewish Telegraphic Agency (JTA)” davon überzeugen konnte, Tutu falsch zitiert zu haben. Auch protestierten 18 Mitglieder der juristischen Fakultät gegen die Ausladung Tutus. Der Präsident der Universität, Father Dennis Dease, bezeichnete daraufhin heute, die Entscheidung, Tutu auszuladen, als einen Fehler.

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Politik [8.10.2007]
Israelischer Arzt Präsident der WMA

Der Vorsitzende des Israelischen Ärzteverbandes, Dr. Yoram Blachar, ist am Wochenende als Präsident der „World Medical Association (WMA)” gewählt worden. Blachar war bereits zuvor im Vorstand der WMA und wegen seiner Haltung zur Folter kritisiert worden.

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Kultur [7.10.2007]
Gaza als Treffpunkt der Kulturen

Heute schloss die Ausstellung „Gaza an der Kreuzung der Kulturen” im Museum für Kunst und Geschichte ihre Tore. Vom 13. bis 15. Juli hatte das IPK eine Exkursion zu der Ausstellung veranstaltet. In einem kurzen Bericht schildern A. Vetter und W. Guting vom Vorstand des IPK ihre Impressionen:

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Kultur [7.10.2007]
Preise für palästinensische Fotografen

Mehrere palästinensische Fotografen und Fotojournalisten sind am Wochenende mit Preisen ausgezeichnet worden.

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Kultur [6.10.2007]
Photojournalistin Alexandra Boulat gestorben

Die französische Photojournalistin Alexandra Boulat ist am gestrigen Freitag, den 5.10.2007, im Alter von 45 Jahren in einem Pariser Krankenhaus verstorben. Ihre Fotos, die häufig aus Krisengebieten stammen, wurden in Magazinen wie Time, Newsweek und National Geographic veröffentlicht. Ihre letzten Jahre verbrachte Boulat in Ramallah in der West Bank. Ihre letzten fotographischen Arbeiten zeigen das Leben unter der Besatzung und das Aufkommen der Hamas..

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Kultur [6.10.2007]
Kunstakademie in Palästina eröffnet

Im September eröffnete die Internationale Kunstakademie Palästina. In einem vierjährigen Studium sollen die Studenten dort an den Abschluss Bachelor of Arts in den gegenwärtigen bildenden Künsten herangeführt werden. Das Projekt ist der Versuch, in der schwierigen Zeit der Besatzung qualifizierte Ausbildung zu institutionalisieren.

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Politik [4.10.2007]
Israels Friedensabsichten nur verbal

In einer Presseerklärung stellte Mustafa Barghouthi, Leiter der „Palestinian National Initiative (PNI)”, fest, dass die Entscheidung der israelischen Regierung, das Jerusalemer Polizeipräsidium in palästinensisches Gebiet zu verlegen, ein weiterer Beweis für den Widerspruch in den erklärten Friedensabsichten Israels und der tatsächlichen Politik liefert.

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Kultur [3.10.2007]
Die Reise nach Jerusalem

Kabarettist Matthias Deutschmann ist mit einem neuen Soloprogramm unterwegs, das den Titel „Die Reise nach Jerusalem trägt”. Seine Recherchen für das Programm gründen zu einem erheblichen Teil auf den Reportagen von Robert Fisk über den Nahen Osten. Deutschmann macht sich auf den Spuren der Kreuzritter ins Heilige Land auf, findet dabei aber immer wieder den Bezug zu Deutschland. Deutschmann sieht den Terror als den „Dauerbrenner” unter den Themen der nächsten Jahre. Terror werde auch in den nächsten Wahlkämpfen zum Thema, wie es jetzt schon der Wahlkampf von Roland Koch in Hessen zeige. Deshalb habe er sich der fundamentalen Themen Abendland und Morgenland angenommen.

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Kultur [3.10.2007]
Bücherei auf Rädern

„Die israelische Besatzung verweigert uns durch ihre militärischen Checkpoints die Bewegungsfreiheit in unserem Territorium. Die ‚Bücherei auf Rädern für Gewaltlosigkeit und Frieden’ startet zusammen mit der Allgemeinen Gewerkschaft der Öffentlichen Transportarbeiter eine Kampagne, die wir „Bücher entlang der Kluft - An den Checkpoints Lesen” nennen. Wir betonen damit, dass Lesen aus Spaß eine sehr wichtige Beschäftigung für Reisende in öffentlichen Verkehrsmitteln ist und dass das Warten an den Checkpoints eine großartige Zeit ist, um es in vollen Zügen zu genießen.” So lautet die Ankündigung einer Kampagne der palästinensischen unabhängigen und basisdemokratischen Organisation „Library on Wheels for Nonviolence and Peace (LOWNP)”.

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Politik [3.10.2007]
Erzbischof Desmond Tutu ausgeladen

Eine Friedensgruppe an der St. Thomas University in St. Paul, Minnesota wurde von der Universitätsleitung veranlasst, eine Einladung an Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu rückgängig zu machen. Der Präsident der Universität, Vater Dennis Dease, entschied sich nach Gesprächen mit dem lokalen jüdischen Rat und Rabbinern gegen Tutus Auftritt. Begleitet wird die Absage an Tutu mit der Abberufung der Professorin Cris Toffolo, die den Lehrstuhl für Studien über Gerechtigkeit und Frieden innehatte. Zwar darf sie weiter lehren, doch der Vorsitz wurde ihr entzogen.

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Politik [3.10.2007]
Patriarch gegen Teilung der Palästinensergebiete

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Michel Sabbah, hatte sich deutlich gegen die sich abzeichnende Trennung der palästinensischen Gebiete in den Gaza-Streifen und die West Bank ausgesprochen. Ebenfalls forderte er, die Hamas in Verhandlungen mit einzubeziehen.

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Politik [1.10.2007]
Kinder in Abfallbergen

Wer kennt nicht die erschreckenden Bilder aus den ärmsten Ländern der Dritten Welt. Menschen wühlen in Müllkippen, um in den Abfällen genug zu finden, das für ihren Lebensunterhalt reicht. Diese Bilder erreichen uns inzwischen auch aus Palästina. Der rapide Anstieg der Armut in Gaza und der West Bank zwingt inzwischen Dutzende von Menschen, unter ihnen Kinder, den Müll nach wieder verwertbaren Materialien zu durchforsten. In einer Reportage der „Integrated Regional Information Networks-(IRIN)”, einer Abteilung des „UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs”, von einer Müllkippe in der Nähe der Stadt Al-Bireh werden die trostlosen Zustände geschildert.

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Politik [1.10.2007]
Reise palästinensischer Wissenschaftler abgesagt

Nach der Entscheidung der britischen Gewerkschaft „University and College Union (UCU)”, keinen Boykott gegen akademische Einrichtungen in Israel durchzuführen, strich die UCU jetzt einen Besuch von Wissenschaftlern aus Palästina in de Großbritannien. Vorgesehen war, dass die palästinensischen Wissenschaftler auf einer Rundreise an britischen Universitäten ihre Sicht der Vorteile eines akademischen Boykotts gegen Israel darstellen.

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Politik [1.10.2007]
Freier Zugang zu religiösen Stätten

„Jede Politik und alle Maßnahmen, die von Israel als Besatzungsmacht ergriffen werden, den Zugang der Palästinenser zu ihren religiösen Stätten auf Grund ihrer Nationalität, Religion, Geburt, Geschlecht oder irgendeines anderen Status zu begrenzen, besonders in dem Besetzten Ost-Jerusalem,” sind eine Verletzung der Menschenrechte und der 4. Genfer Konvention. In einer Resolution ruft der „Human Rights Council” der Vereinten Nationen Israel dazu auf, die Menschenrechte in den Besetzten Gebieten zu beachten.

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Politik [30.9.2007]
Rechte Aktivisten planen fünf neue Siedlungen

Für den heutigen Sonntag planen Aktivisten der rechten „Ne'emanei Eretz Israel” Organisation fünf neue Siedlungen in der West Bank zu errichten. Die israelische Armee lässt verlauten, dass sie unterrichtet ist und die Ausführung des Plans verhindern wird. Journalisten sind von der Region ausgeschlossen.

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Politik [29.9.2007]
Geplanter akademischer Boykott Israels fallen gelassen

Die britische Gewerkschaft „University and College Union (UCU)” musste ihren Plan, akademische Institutionen in Israel zu boykottieren fallen lasen. Es war u. a. vorgesehen, Gelder einzubehalten, Besuche und Konferenzen abzusetzen sowie keine gemeinsamen Publikationen mit israelischen Institutionen zu veröffentlichen. Die Gewerkschaft stufte diese Pläne nun als illegal ein.

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Kultur [28.9.2007]
My Name Is Rachel Corrie in Denver

Das Theaterstück „My Name Is Rachel Corrie” über das Leben und den Tod der US-amerikanischen Friedensaktivistin wird nach vielen Hindernissen heute in Denver aufgeführt. Das Londoner Royal Court Theatre setzte Corries Tagebücher in ein Drama für eine Frau um, das eine idealistische und leidenschaftliche junge 23jährige zeigt, die ihren Platz in der Welt inmitten der komplexen politischen Vorgänge im Nahen Osten sucht. In den USA erfuhr die Aufführung des Stückes diverse Hindernisse, so dass die von Brian Freeland in geleitete Produktion erst die vierte in den USA ist.

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Politik [26.9.2007]
Kurt Julius Goldstein gestorben

Am Montag, den 24. September 2007, ist nach kurzer Krankheit Kurt Julius Goldstein (3.11.1914 - 24.9.2007) im Alter von 92 Jahren in Berlin verstorben. Der 1913 in Hamm geborene Spanienkämpfer, Auschwitz- und Buchenwaldhäftling Goldstein, war Ehrenbürger Spaniens, Ehrenvorsitzender der VVN-BdA, Ehrenvorsitzender des Internationalen Auschwitz-Komitees und Mitglied des Ehrenpräsidiums der Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) - Bund der Antifaschisten. 1935 floh Goldstein vor den Nazis nach Palästina, um beim Aufbau eines jüdischen Staates mit zu helfen. Von den dortigen Bedingungen und dem Umgang mit der arabischen Bevölkerung enttäuscht, zog er 1936 als Interbrigadist in den spanischen Bürgerkrieg. Goldstein hatte nie mit seiner Kritik am Zionismus und an Israel zurückgehalten.

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Politik [26.9.2007]
Haidar Abdel-Shafi gestorben

Am gestrigen Dienstag verstarb in Gaza Haidar Abdel-Shafi (*10.6.1919 - +25.9.2007), Mitbegründer der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Politiker und Arzt, im Alter von 88 Jahren. Nach Mitteilung seiner Familie ist er einem Krebsleiden erlegen. Abdel-Shafi war einer der allgemein respektierten palästinensischen säkularen Führungspersonen in Gaza, der anfangs der ehemals kommunistischen „Palestinian People’s Party” nahe stand. 1991 war er der erste Delegationsleiter der PLO-Vertretung bei den Madrider Verhandlungen, die zwei Jahre später zu den Osloer Verträgen und zur Einrichtung der Palästinensischen Autonomiebehörde in Teilen des Westjordanlands und im Gazastreifen führten. Er war aber auch einer der ersten und heftigsten Kritiker der Osloer Verträge, die seiner Ansicht nach die israelische Besatzung nicht beendeten, sondern verstärkten. Er scheute auch vor Kritik an PLO-Chef Yasser Arafat und der Autonomieverwaltung nicht zurück, die er der Korruption und Vetternwirtschaft bezichtigte. Zusammen mit Mustafa Barghouthi gründete er im Januar 2002 in Ramallah die „Palestinian National Initiative” (Mubadara).

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Politik [25.9.2007]
USA: Overcoming Zionism nun doch im Verkauf

Auf die Liste der Repressionen gegen israelkritische Stimmen wurde vor einigen Wochen der Stop des Verkaufes des Buches „Overcoming Zionism” von Joel Kovel zugefügt. Kovel propagiert in seinem Werk die Bildung eines einzigen säkularen Staates aus Israel und den Besetzten Gebieten. Das bei der Londoner Pluto Press erschienene Buch wurde in den USA von der University of Michigan Press, die die Bücher von Pluto Press in den USA vertreibt, aus dem Handel genommen. Diese Entscheidung wurde jetzt zurückgezogen.

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Politik [25.9.2007]
Sozioökonomie der Besatzung: Erziehungswesen in Ost-Jerusalem

„Das Erziehungssystem der palästinensischen Bevölkerung in Ost-Jerusalem ist ein treffendes Beispiel für die Diskriminierung und Ungleichheit, die ein direktes und beabsichtigtes Ergebnis der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern sind.” In einem am Wochenende erschienenen Bericht des Alternative Information Center (AIC) untersucht der Ökonom Shir Hever das Erziehungswesen in Ost-Jerusalem. Der Bericht ist Teil der Untersuchungen des AIC über die Ökonomie der Besetzung.

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Politik [24.9.2007]
Aufruf: Enthaltet der Bevölkerung von Gaza keine Elektrizität, kein Wasser und keine Waren vor!

Die Jüdische Stimme für Frieden (Jewish Voice for Peace - JVP) ruft dazu auf, in einem Protestbrief an Condoleezza Rice und Ehud Olmert seine Missbilligung über den Entschluss der israelischen Regierung, den Bewohnern von Gaza Elektrizität, Wasser und Waren zu entziehen, auszudrücken. Diese Handlungen sind inhuman und gegen geltendes internationales Recht. Wer sich dem Aufruf anschließen möchte, muss dazu auf der Seite der JVP nur seine Adresse eintragen.

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Politik [24.9.2007]
Tony Judt erhält Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis

Alle zwei Jahre verleiht die Stadt Osnabrück den nach ihrem berühmten Sohn Erich Maria Remarque benannten Friedenspreis. Dieses Jahr erhielt der 1948 in London geborene Historiker Tony Judt den mit 15000 Euro dotierten Preis. Die Preisverleihung fand letzten Freitag, den 21. September, statt. Judt ist Direktor des Erich Maria Remarque Institutes an der New York University. Judt ist für seine kritische Haltung gegenüber der israelischen und amerikanischen Politik bekannt.

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Politik [23.9.2007]
Yom Kippur: T’shuva, T’fila, Tzedakah

Zwei Mädchen verteilten am Yom Kippur in Jerusalem ein Flugblatt an Passanten, in dem sie die jüdische Tradition nach Gerechtigkeit anmahnen. Im folgenden der Text in der Übersetzung von Ellen Rohlfs.

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Politik [23.9.2007]
UNICEF-Report zur Lage in den Besetzten Gebieten

In ihrem aktuellen Report zur humanitären Lage in den Besetzten Gebieten kommt die UNICEF zu den Ergebnissen, dass die internen Kämpfe einen hohen Zoll an toten Kindern fordern, dass nur minimale humanitäre Hilfe und keinerlei Handelsware Gaza erreichen, dass die internen Machtkämpfe humanitäre Operationen behindern und dass die Fähigkeit, Lesen und Rechnen zu können, unter jungen Palästinensern stark rückläufig ist.

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Politik [21.9.2007]
35 palästinensische Flüchtlinge nach Brasilien

Am gestrigen Donnerstag verließen 35 Palästinenser das Flüchtlingslager Ruweished in Jordanien. Ihr Ziel ist der Staat Rio Grande do Sul in Brasilien, der Ihnen zur neuen Heimat werden soll. Weitere 70 Flüchtlinge aus dem Lager sollen ihnen in den nächsten Wochen folgen. Die Umsiedlung der Flüchtlinge geht auf eine Initiative des „Office of the United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR)” zurück.

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Politik [21.9.2007]
Kollektivbestrafung der palästinensischen Bevölkerung ist völkerrechtswidrig und menschenverachtend

Norman Paech In einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung verurteilt Norman Paech, außenpolitischer Sprecher der Fraktion „Die Linke”, den Beschluss des israelischen Sicherheitskabinetts, den Gaza-Streifen zum „Feindesland” zu erklären. Paech fordert die Bundesregierung auf, die israelische Regierung zur sofortigen Rücknahme des Beschlusses zu bewegen. „Die israelische Politik muss endlich begreifen, dass menschenwürdige Lebensbedingungen in den besetzten Gebieten die Vorraussetzung für erfolgreiche Friedensbemühungen sind.”

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Kultur [20.9.2007]
Refuge - Neue CD von Gilad Atzmon

Am 1. Oktober erscheint Gilad Atzmons neue CD „Refuge”, die er mit seinem Orient House Ensemble eingespielt hat. Sie enthält Bebop mit Einflüssen aus dem Mittleren Osten, der „neuen Musik” und der „elektronischen Musik”. Es ist das mittlerweile fünfte Album des Orient House Ensemble und lässt erneut eine atemberaubende Mischung von arabischen Rhythmen und Melodiebögen mit diversen Spielarten des Jazz erwarten. Momentan befindet sich die Band auf einer ausgedehnten Tour durch Großbritannien, auf der sie die neue CD vorstellt.

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Politik [20.9.2007]
Appell an Österreichs Parlament

Die österreichischen Gruppen von den „Frauen in Schwarz” und der „Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost” haben Nationalratspräsidentin Barbara Prammer in einem Appell zur Unterstützung des palästinensischen Volkes aufgerufen. Es müsse endlich Druck auf Israel ausgeübt werden, damit es die UNO-Resolutionen und die Erkenntnisse des Internationalen Gerichtshofes befolge.

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Politik [19.9.2007]
Diskussion in niederländischer Kirche über Positon zu Israel

Einem Bericht der israelischen Tageszeitung Haaretz zufolge, wird die zweitgrößte Kirche der Niederlande, die Protestant Church in the Netherlands (PCN), ihre Position zu Israel im November neu überdenken. Honorationen der Kirche, die über zwei Millionen Mitglieder zählt, warnten davor, dass die Kirche im Begriff sei, von pro-palästinensischen Aktivisten „in Geiselhaft” genommen zu werden. Anlass dazu war eine Rede von Henri Veldhuis, Mitglied der Generalsynode, in Utrecht gehalten hat. In seiner Rede stellt Veldhuis die „unaufgebbare Verbundenheit” mit Israel in Frage.

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Politik [18.9.2007]
Gerichtliche Verfolgung gegen Jenin, Jenin Regisseur Bakri

Am Donnerstag, den 20. September findet ein Gerichtsverfahren gegen Mohamed Bakri, Regisseur des Dokumentarfilms „Jenin, Jenin” in Israel statt. Bakri sieht sich seit der Veröffentlichung des Films intensiven Nachstellungen in Israel ausgesetzt. Das jetzige Verfahren beruht auf der Klage von fünf Angehörigen der israelischen Armee, die an dem Massaker in Jenin 2002 teilgenommen haben. Dieselben Soldaten strengten auch eine Klage gegen zwei Kinos in Jerusalem und Tel Aviv an, die den Film gezeigt hatten.

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Politik [18.9.2007]
Wirtschaft als Schlüssel für Frieden

In einem 56 Seiten starken offiziellen Bericht nimmt die Britische Regierung zu den Voraussetzungen für den Frieden in Israel/Palästina Stellung: „Die Weltwirtschaft hat sich in den letzten 40 Jahren verändert. Viele Länder, auch Israel, profitierten vom Prozess der Globalisierung. Die palästinensische Wirtschaft blieb jedoch zurück. Ihre heutige Zusammensetzung ähnelt bemerkenswert der von 1967; der private Sektor ist im Vergleich zu regionalen und globalen Wettbewerbern stark fragmentiert und unproduktiv. Die Entwicklungen seit dem Ausbruch der Zweiten Intifada 2000 haben die ökonomischen Möglichkeiten weiter reduziert, was in einer Zeit, in der ein großer Teil der Welt ein unerwartetes Wachstum erfährt, in einem Absinken des Bruttosozialprodukts von 40% pro Kopf resultiert.”

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Politik [17.9.2007]
TIPH -Bürgerbüro in Hebron

Die „Temporary International Presence in Hebron” (TIPH) eröffnet am morgigen Dienstag, den 18. September 2007, ein weiteres Büro im Herzen der Altstadt von Hebron. Mit dem Büro in der Salah Al-Din Straße soll den Bewohnern der Altstadt ein leichterer Zugang zur TIPH eröffnet werden.

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Politik [17.9.2007]
Friede als Werbemaßnahme

In seinem Leitartikel vom heutigen Montag brandmarkt der Daily Star aus dem Libanon die von den USA initiierte und geleitete neuerliche Friedenskonferenz als „Übung in Public Relations”. Israels Premier Olmert hat das gesamte Wochenende über jegliche Erwartungen an die Konferenz heruntergespielt. Es sei lediglich eine ‚Absichtserklärung’ zu erwarten.

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Politik [15.9.2007]
Deutsche Filmproduktion über suicide bomber

Die Hamburger Produktionsgesellschaft Relevant Film arbeitet z. Z. an einem Film namens „Schabat Schalom, Maradona”, dessen Hauptfigur ein palästinensischer Sprengstoffattentäter ist. Der Film wurde mit 200.000 Euro Fördermitteln von der FFA Filmförderungsanstalt in Berlin ausgestattet. Regie führt Dror Zahavi, der schon mit Arbeiten für die TV-Serien „Doppelter Einsatz” und die „Die Männer vom K3” erfolgreich war. Zuletzt drehte er das Historiendrama „Der geheimnisvolle Schatz von Troja”, eine Produktion für den Privatsender SAT1 mit Heino Ferch in der Hauptrolle. Der Film soll Anfang 2008 in den Kinos anlaufen.

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Politik [15.9.2007]
Verschärfung der Restriktionen für UN-Hilfslieferungen

UN-Mitarbeiter am Checkpoint Die israelische Armee und Vertreter des Außenministeriums haben die UN wissen lassen, dass Ende des Jahres alle Übergänge in das palästinensische Territorium standardisiert werden. Der Bau der Mauer soll bis dahin fast abgeschlossen sein. Schon jetzt stellen Vertreter der UN an den Übergängen in die West Bank ein Anwachsen der Restriktionen fest. Die Zustände nähern sich denen, die an den Übergängen in den Gaza-Streifen herrschen.

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Kultur [14.9.2007]
Palästinensisches Hip-Hop Trio DAM auf jüdischen Kulturtagen

Bei den Jüdischen Kulturtagen in Berlin ist zum ersten Mal eine palästinensische Gruppe aufgetreten. Eingeladen war das palästinensische Hip-Hop Trio DAM. In ihren Texten wendet sich die Gruppe gegen die Unerdrückung der Palästinenser durch den israelischen Staat. Die Band wohnt in der zwischen Tel Aviv und Jerusalem gelegenen arabisch-jüdischen Stadt Lod.

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Politik [14.9.2007]
Galtung: Konföderation Israels mit Nachbarländern

Der norwegische Friedensforscher Johan Galtung äußert in einem Interview mit dem Internet-Portal „online Reports” seine Vorstellung, wie eine Friedenslösung im Nahen Osten aussehen müsste. Dazu rät er Israel eine Konföderation nach de Beispiel der frühen EU mit seinen Nachbarländern Syrien, Libanon, Jordanien, Ägypten und Palästina einzugehen.

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Politik [13.9.2007]
Weitere Zerstörungen von Häusern in Jerusalem

Nach lokalen Berichten begannen israelische Bulldozer am Dienstag Morgen mit einer groß angelegten Kampagne der Zerstörungen von Häusern arabischer Bürger in Nord Jerusalem.

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Politik [13.9.2007]
Nur 30% für Haniyeh

In einer Anfang September durchgeführten Meinungsumfrage des „Palestinian Center for Policy and Survey Research” (PSR) äußerten 30% der Befragten die Meinung, dass die Haniyeh Regierung die legitime Regierung der Palästinenser ist, während 38% die Fayyad Regierung als legitim ansehen. 22% halten beide Regierungen für nicht legitimiert. Die Zustimmung für Haniyeh ist im Gaza Streifen (35%) höher als in der West Bank (27%), während die Zustimmung für Fayyad in beiden Teilen fast gleich ist.

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Politik [12.9.2007]
Ein Israeli in Palästina

Das Buch von Jeff Halper, „An Israeli in Palestine” ist jetzt für April 2008 angekündigt. Der ursprünglich vorgesehene Erscheinungstermin vom September 2007 konnte nicht eingehalten werden. Das Buch wird bei der britischen Pluto Press erscheinen. Halper berichtet in dem Buch von seiner Arbeit gegen die israelische Besatzung Palästinas. Von einer deutschen Übersetzung ist bisher nichts bekannt.

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Politik [11.9.2007]
Anwohner gegen Wiederaufbau von Flüchtlingslager

Nach einem 15 Wochen dauernden Kampf gegen die Fatah al-Islam im palästinensischen Flüchtlingslager Nahr al-Baredin im Libanon, verkündete Verteidigungsminister Elias Murr am 2. September ein Ende der Kämpfe. Nach Angaben Murrs wurden 222 Kämpfer des Fatah al-Islam getötet und 202 gefangen genommen.

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Politik [11.9.2007]
Architekten gegen Browns Engagement für Jewish National Fund (JNF)

Die „Architects and Planners for Justice in Palestine (APJP)”, eine Gruppe von Architekten, Planern und anderen im Baugewerbe Tätigen in Großbritannien, protestierten in einem Brief an den neuen britischen Premier Gordon Brown gegen dessen Entscheidung, Schirmherr des Jewish National Fund (JNF) zu werden: Diese Entscheidung könne „als billigende Inkaufnahme des unakzeptablen Status Quo angesehen werden, und bringt sie in die Position, nicht als unbefangener Mittler im Friedespozess angesehen zu werden.”

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Politik [10.9.2007]
Holocaust als Argument gegen Audi

Itzhak Cohen , Minister der Shas-Partei im israelischen Knesset, ruft alle anderen Minister des Knesset zum Boykott von Autos deutscher Fabrikation auf. Cohen führt als Gründe für diese Entscheidung den Respekt vor dem Holocaust und eine neue Welle von Menschen, die den Holocaust leugnen, an.

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Politik [10.9.2007]
UNWRA Generalbeauftragte warnt vor zunehmender Armut in Palästina

In einer Erklärung warnt Karen AbuZayd, Generalbeauftragte der United Nations Relief and Works Agency for Palestinian Refugees in the Near East (UNRWA), vor „skrupellosen” Stufen der Armut unter palästinensischen Flüchtlingen. Gleichzeitig ruft sie die Arabische Liga auf, finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen.

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Kultur [8.9.2007]
Tamim Barghouthi erreicht 5. Platz bei einem Poeten Wettstreit

Tamim Barghouthi, Poet mit palästinensischer Herkunft, ereichte bei einem Lyrikerwettbewerb eines Fernsehsenders in Abu Dhabi den 5. Rang.

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Politik [7.9.2007]
Libanonkrieg: Israelische Angriffe töteten hauptsächlich Zivilisten

In einem 249 Seiten starken Report hat die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch” festgestellt, dass die meisten der im letzten Libanonkrieg getöteten Zivilisten Opfer der wahllosen Luftangriffe waren, die die israelische Armee angeblich gegen die Hisbollah durchführte. „Human Rights Watch” hat über 500 der Todesfälle untersucht.

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Kultur [6.9.2007]
Gründerin des Palästinensischen Jugendsinfonie Orchesters erhält Musikpreis

Anna-Sophie Bruening Anna-Sophie Brüning erhält den Prätorius Förderpreis des Landes Niedersachsen. Brüning ist Gründerin und Künstlerische Leiterin des Palästinensischen Jugendsinfonie-Orchesters, mit dem sie regelmäßig Konzerte in Palästina, Israel und Jordanien gibt.

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Politik [6.9.2007]
Professor Finkelstein verlässt Uni

Norman Finkelstein , der selbst Sohn von Holocaust Überlebenden ist, geriet in die Kritik, weil er einigen Juden vorwarf, den Holocaust zur Unterbindung von Kritik an Israel zu missbrauchen. Am gestrigen Mittwoch verließ er die DePaul Universität.

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Politik [6.9.2007]
Salesianer gegen Mauerbau

In einer Erklärung protestieren die Salesianer Don Boscos gegen den Bau der Mauer auf dem Gelände der Niederlassung Cremisan in der Nähe von Bethlehem. Die Niederlassung Cremisan betreibt mit Hilfe von einheimischen Kräften den Anbau von Wein, mit dessen Erlös sie soziale Einrichtungen in Bethlehem fördert. Die politischen Verhältnisse haben den Anbau und den Vertrieb des Weines in den letzten Jahren erheblich erschwert.

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Politik [6.9.2007]
Hanan Ashrawi erhält Mercator-Professur

Die palästinensische Gelehrte Dr. Hanan Daoud Khalil Ashrawi wird neue Inhaberin der Mercator-Professur an der Universität Duisburg-Essen.

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Politik [4.9.2007]
Gaza Grundversorgung gefährdet

Israels Vize-Pemier Haim Ramon plant für den Fall weiterer Raketenangriffe, den Gaza-Streifen von der Versorgung mit Elektrizität, Wasser und Benzin gänzlich abzuschneiden: „Wir müssen den Palästinensern eine Grenze setzen. Wir müssen klar machen, dass wir für jede abgeschossene Rakete für zwei oder drei Stunden die Versorgung mit Wasser, Elektrizität und Benzin in den Gaza-Streifen aussetzen.” Anlass zu dieser Reaktion ist die Explosion eines Projektils in der israelischen Stadt Sderot am Montag in der Nähe eines Kinergartens.


Politik [4.9.2007]
Gusenbauer zur Mauer

Österreichs Bundeskanzler Gusenbauer hat bei seinem Besuch in den palästinensischen Gebieten die verheerenden Folgen der Mauer beklagt. Das monatliche Einkommen der Palästinenser sei stark gesunken. Palästinensische Vertreter erklärten während seines Besuchs, wie, die Kinder von ihren Schulen abgeschnitten werden.


Politik [2.9.2007]
20 Jahre Deutsch-Palästinensischer Frauenverein

Am 15. September 2007 veranstaltet der Deutsch-Palästinensische Frauenverein e.V. (DPFV) eine Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen. Die Feier findet in den Räumen der ehemaligen Syrischen Botschaft in Bonn statt. Eingeladen sind alle Mitglieder, Freunde und Förderer des Vereins.
Das Rahmenprogramm bestreiten u.a. der palästinensische Lyriker Saleh Sroudij, der aus seinen Gedichten vortragen wird und der Oud-Spieler Samir. Auch eine Vorführung palästinensischer Trachten wird stattfinden. Der Deutsch-Palästinensische Frauenverein e.V. (DPFV) hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch gezielte finanzielle Unterstützung und Projektförderung vor allem Hilfe zur Selbsthilfe für palästinensische Frauen und Kinder zu leisten. Der Verein vermittelt auch Patenschaften für Kinder und Jugendliche aus besonders bedürftigen Familien und übernimmt selbst Patenschaften. Die Partnerschaftsstudentin Tamara aus Nablus wird bei dieser Gelegenheit einen Vortrag über das Bildungssystem in Palästina halten.


Politik [2.9.2007]
Aussetzung des EU-Handels mit Israel

Luisa Morgantini , Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, erklärte auf einer Konferenz der Vereinten Nationen in Brüssel, dass ihre Institution die so genante „Association Agreement” mit Israel aussetzen wolle.
Diese Vereinbarung garantiert Israel freien Handel mit der EU, was industrielle Güter und landwirtschaftliche Produkte betrifft. Die EU-Regierung und die Europäische Kommission lehnen die Aussetzung ab. Artikel 2 der Vereinbarung besagt, dass beide Vertragspartner die Einhaltung der Menschenrechte zusichern.
Morgantini kritisierte auch die Einbehaltung der direkten Hilfe an Palästina. Dies sei als Reaktion auf den Sieg der Hamas in einer Wahl, die allseits als fair und demokratisch erachtet wird, falsch. Auf der gleichen Konferenz sagte Eoin Murray von der irischen Anti-Armuts-Organisation „Trócaire”, dass die EU zu einem Vertragspartner der Okkupation Palästinas geworden sei und dass die EU-Mission in Rafah beendet werden müsse. „Die Öffnung von Rafah ist für ... das Ende der Erstickung Gazas wesentlich. Im Moment ist es so, dass Du, wenn Du in Gaza an Krebs erkrankt bist, sterben wirst, nur weil die Israelis es Dir nicht erlauben, die Grenze nach Ägypten zu einer radiologischen Untersuchung zu überschreiten.”


Politik [31.8.2007]
Die humanitäre Auswirkung israelischer Siedlungen auf Palästienser und die Infrastruktur in der Westbank

Der 148 Seiten starke aktuelle Report des United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) untersucht die andauernde israelischen Besiedlung der Westbank und ihre Begleiterscheinungen.
Bereits fast 40% der Westbank sind von der israelischen Infrastruktur eingenommen. Straßen, die die israelischen Siedlungen verbinden und und das weitläufige Sysem der Checkpoints schneiden die palästinensischen Gemeinden voneinander ab. Der Niedergang der sozio-ökonomischen Bedingungen wird zu einem großen Teil durch die Beschränkung der Bewegungsfreiheit verursacht.
Download: Der vollständige Report in englischer Sprache kann von unseren Seiten als PDF geladen werden. Größe: 23,6 MB.


Politik [30.8.2007]
Die Sprache der Gewalt

In einem in der Middle East Times erschienenen Beitrag äußert Uri Avnery seine Gedanken zur Rolle der Gewalt im israelisch-palästinensischen Konflikt. Er zieht dabei Paralellen von der heutigen Situation in Palästina zu dem Berfreiungskampf der Israelis: „Es gibt einige Ähnlichkeiten (natürlich nicht ideologisch): Fatah ist etwa wie die große Hagana-Organisation, die von der offiziellen zionistischen Führung kontrolliert wurde; Hamas und der islamische Jihad, die die PLO-Führung ablehnen, sind wie der Irgun und die Sterngruppe. Fatahs Al-Aksa-Bataillone können mit der Palmach verglichen werden, den regulären Kampftruppen der Hagana.” Seine Bedenken bezüglich der gegenwärtigen Situation der Olmer-Abbas Verhandlungen: „Die ganze Sache ist für die Palästinenser sehr gefährlich. Wenn solch ein Dokument tatsächlich fertig gestellt wird, wird es zwar offiziell das Minimum sein, das die israelische Regierung zu geben bereit ist, aber es kann auch dahin interpretiert werden, dass es das Maximum ist, das Palästinenser fordern dürfen. Im politischen Leben ist nichts dauerhafter als das ‚Vorläufige’.”


Politik [29.8.2007]
Rabbinat versucht arabische Bauern zum Verkauf von Land an Nicht-Juden zu zwingen

Einem Bericht der israelischen Tageszeitung Haaretz zufolge werden israelische Araber dazu gezwungen, ein Papier zu unterzeichnen, das der israelischen Landverwaltung und dem Rabbinat das Recht einräumt, ihr Land zu verkaufen. Nach Ansicht des Obersten Rabbinats ist dieses Papier die Voraussetzung dafür, das die auf dem Land erzeugten Produkte als koscher klassifiziert werden können. Großhändler, die Ware von Bauern beziehen, die dieses Papier nicht unterzeichnen, würde ihr Zertifikat, koschere Produkte zu verkaufe, verlieren. Die Ware dieser Großhändler wäre damit auf dem israelischen Markt nur noch schwer verkäuflich. Hintergrund der Aktion ist das beginnende Sabbatjahr „Heiter Mechira”, das strenggläubigen Juden erlaubt, Produkte aus dem Land Israel nur zu verzehren, wenn sie auf Land angebaut wurden, dessen Eigentümer Nicht-Juden sind.


Politik [28.8.2007]
Schiff nach Gaza legt erst 2008 ab

Die für diesen Monat geplante Fahrt eines Schiffes nach Gaza ist auf nächstes Jahr verschoben worden. 70 Menschenrechtsaktivisten wollten die über Gaza verhängte israelische Sperre mit einem Schiff überwinden und Hilfsgüter im Wert von 25.000 US $ anlanden.
Initiiert wurde die Aktion von der Free Gaza Campaign, die mit der in Texas ansässigen Palestine Childrens' Welfare Fund verbunden ist. In einem auf den Seiten von Global Research veröffentlichten Interview äusserten sich Hedy Epstein und Greta Berlin zu den Gründen für die Verschiebung, deren wichtigster der Geldmangel ist. Epstein ist eine Überlebende des Holocaust und Berlin eine US-amerikanische Friedensaktivistin jüdischer Herkunft.
Das Schiff soll nun im Frühjahr 2008 von Alexandria über Zypern nach Gaza fahren.


Politik [27.8.2007]
Gaza Schulkinder ohne Bücher

Einem Bericht von IRIN (Integrated Regional Information Networks), einer Unterorganisation des UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs, zufolge, werden 200.000 Schulkinder im Gazastreifen 1. September zu Beginn des neuen Schuljahres ohne die benötigten Schulbücher sein. Dies ist auf das Verbot der israelischen Regierung zurückzuführen, Papier nach Gaza zu importieren. Seit der Machtübernahme durch die HAMAS im Gazastreifen unterbindet Israel fast jede Ein- und Ausfuhr mit Ausnahme der notwendigsten Lebens- und medizinischen Mittel.
Selbst wenn die Einfuhr des Papier sofort genehmigt würde, müssten die palästinensischen Schüler ohne ihre Textbücher auskommen. Es müssten ca. 350.000 Bücher gedruckt werden, was alleine 25 bis 30 Tage dauern würde - und auch das nur, wenn die Elektrizität normal funktioniert, was nicht der Fall ist.
Nach inoffiziellen Quellen ist der Hintergrund für das Importverbot die Vermutung der israelischen Verantwortlichen, dass die HAMAS das Papier zum Druck indoktrinierter Bücher oder zu Propagandazwecken gebrauchen könnte. Gershon Baskin, israelischer Direktor des Israel-Palestine Centre for Research and Information, der sich um die Einfuhr des Papiers bemüht, führte dazu aus: „Wenn man ihnen nicht erlaubt, Bücher zu drucken, werden die Gedanken und Ideen verschwinden? Wenn sie [Radikalismus] lehren wollen, kann man das auch ohne Buch tun” .


Bibliothek [26.8.2007]
Die ethnische Säuberung Palästinas

Das Buch „The Ethnic Cleansing” des israelischen Historikers und Politikwissenschaftlers Ilan Pappe erscheint morgen bei dem Frankfurter Versandhändler Zweitausendeins. Pappe, der an der Universität von Haifa das dortige Institut für Konfliktforschung leitete, lebt zur Zeit auf Grund des Drucks, dem er in Israel wegen der Veröffentlichung des Buchs ausgesetzt war, im Londoner Exil.
Die deutsche Übersetzung trägt den Titel „Die ethnische Säuberung Palästinas ”. Pappe dokumentiert in seinem Buch, wie es der Führung des neugegründeten S aates Israel gelang, „die arabische Bevölkerung in den Augen des eigenen Volkes und der Welt zu entmenschlichen, zu vertreiben und eigene Greueltaten zu legitimieren.


Politik [25.8.2007]
40 Jahre Besatzung

Einen kommentierten Atlas in englischer Sprache zur Geschichte Palästinas und der nunmehr 40 Jahre andauernden Okupation, kann man auf der eigens dafür eingerichteten Website 40 Years of Israeli Occupation 1967-2007 einsehen. Eingerichtet wurde die Seite von dem Applied Research Institute-Jerusalem (ARIJ). Das ARIJ ist eine 1990 gegründete non-profit Organisation, die sich der Förderung angewandter Forschung, des Technologietransfers, nachhaltiger Entwicklungsarbeit und der Selbstbestimmung der Palästinenser über ihre natürlichen Resourcen verschrieben hat.
Die Seite ist mit einer großen Anzahl an Karten augestattet. Man kann hier auch auf eine interaktive Karte gelangen, deren Benutzung allerdings die Installation von Google Earth voraussetzt.


Politik [24.8.2007]
The Raging Grannies Anti Occupation Club

Die Berliner Dokumentarfilmerin Iwajla Klinke filmte drei Monate lang in Israel die Aktivitäten der "Raging Grannies", einer Gruppe älterer Damen, die sich gegen die Besatzung palästinensischen Landes durch den israelischen Staat einsetzt. Der Film ist jetzt als DVD in deutscher Sprache erhältlich.


Kultur [22.8.2007]
Neue Rim Banna CD

Für Ende August ist die neue CD der palästinensischen Musikerin Rim Banna, Seasons of Violet (Lovesongs from Palestine), angekündigt. Banna wurde uner den Palästinensern Anfang der 90er populär, als sie palästinensische Kinderlieder aufnahm und sie so vor dem Vergessen bewahrte. Viele dieser Lieder werden heute wieder dank Rim Banna gesungen. Näheres zur CD finden Sie hier.


Politik [21.8.2007]
Debatte über Buch verhindert

Nach einem Bericht der Chicago Tribune wurde die Debatte über das Buch The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy, Autoren John Mearsheimer von der University of Chicago und Stephen Walt von der Harvard University, verhindert.
Das Buch wirft einen kritischen Blick auf den Einfluss der Israel Lobby, zu der jüdische Organisationen, christliche Fundamentalisten und Neo-Konservative gehören, auf die Nahost-Politik der USA. Dieser Einfluss sei für die Unterbrechung der Gespräche mit Syrien verantwortlich und behindere die Lösung des Israel-Palästina-Konflikts. Der Druck auf das renommierte Chicago Council on Global Affairs, dem Veranstalter der Debatte, war offensichtlich so stark, dass das Council seine Existenz gefährdet sah.
Nachzulesen in englischer Sprache hier.


Politik [20.8.2007]
Vereinbarungen über Mobilität

Der 45.Report der UNO über die Vereinbarungen über die Mobilität der Palästinenser liegt jetzt vor. Einzusehen als PDF in englischer Sprache hier.


Politik [20.8.2007]
Beduinen fordern besseren Zugang zur gesundheitlichen Grundversorgung

Die 11 medizinischen Gesundheitsstationen in den "nicht anerkannten Beduinendörfern" im Negev sind nicht an das israelische Stromnetz angeschlossen. Sie erhalten ihre elektrische Energie ausschließlich von Generatoren, die nur während der Öffnungszeiten arbeiten. Medikamente, die eine gekühlte Lagerung erfordern, können so nicht bevorratet werden.
Einige der 80.000 Bewohner der "nicht anerkannten Beduinendörfern" haben keinen direkten Zugang zu den Gesundheitsstationen und können diese nur über längere Märsche erreichen. Die Association for Civil Rights in Israel (ACRI), das Regional Council for the Unrecognized Bedouin Villages (RCUV) und die israelische Abteilung der Physicians for Human Rights (PHRI) haben eine Petition bei der israelischen Regierung eingereicht, die diesen Zustand ändern soll. Nachzulesen ist dies in einem Report von IRIN (Integrated Regional Information Networks), einer Unterorganisation des UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA), in englischer Sprache hier.
Zur allgemeinen Information über die Situation der palästinensischen Beduinen empfehlen wir einen Artikel von Arturo Avendaño in This Week in Palestine, hier in englischer Sprache nachzulesen.


Politik [8.8.2007]
Photostory: Die Apartheid Mauer

Eine Photostory mit 27 hervorragenden Photos des Journalisten Tom Spender kann auf den Seiten der electronic intifada hier angesehen werden. Ein Kommentar in englischer Sprache zu den Photos erscheint, wenn man auf das i auf der unteren Menuzeile klickt.


Politik [2.8.2007]
Bremen Friedenspreis 2007

Die Bremer Stiftung "Die Schwelle" verlieh den diesjährigen Internationalen Bremer Friedenspreis in der Kategorie "Unbekannter Friedensarbeiter" an den Palästinenser Bassam Aramin. Aramin geriet als ehemaliger Fatah-Kämpfer mit 16 Jahren in israelische Gefangenschaft. Trotz mehr als siebenjähriger Haft gehört der 39-Jährige zu den treibenden Kräften der israelisch-palästinensischen Friedensinitiative „Combatants for Peace”. Auch der Tod seiner zehnjährigen Tochter Abir, die von israelischen Grenzsoldaten erschossen wurde, hat seine Friedenappelle nicht verstummen lassen. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Stiftung "Die Schwelle".


Politik [1.8.2007]
"Todesschwadron" SAMSON

In der aktuellen Online-Ausgabe der ägyptischen Wochenzeitung Al-Ahram wird von einer neuen "Todesschwadron" namens SAMSON berichtet. Es soll sich hierbei um Einheiten von Arabern handeln, die den Widerstand in den palästinensischen Territorien bekämpfen sollen. Nachzulesen in englischer Sprache hier.


Politik [27.7.2007]
Warum spricht Bush über Israels Negev und Galiläa?

Nadia Hijab, Senior Fellow am Institute for Palestine Studies, setzt sich mit einer Rede des amerikanischen Präsidenten Bush vom 16. Juli d.J. auseinander, in der er erklärte: "Premierminister Olmert hat klargestellt, dass Israels Zukunft in der Entwicklung von Gebieten wie dem Negev und Galiläa liegt - nicht in der andauernden Besetzung der Westbank. " Bush stellte in dieser Rede auch fest, dass die USA "eine Verpflichtung gegenüber der Sicherheit Israels als einen jüdischen Staat und als Heimat für Juden " haben. Nachzulesen auf den Seiten des Institutes in englischer Sprache hier.


Kultur [24.7.2007]
Nigel Kennedy in Ost-Jerusalem

Nigel Kennedy Buch Der britische Ausnahmeviolinist Nigel Kennedy spielte am vergangenen Sonntag auf dem Jerusalem Festival in Ost-Jerusalem. Alle bisherigen Versuche, ihn für Konzerte in Israel zu verpflichten scheiterten. In einem Interview mit der israelischen Tageszeitung Haaretz äußerte er sich zu den Gründen, die ihn nun bewegten, in Ost-Jerusalem zu spielen: "Ich wurde der palästinensischen Geschichte gewahr, als ich in New York studierte. Meine damalige Freundin war Palästinenserin und durch sie wurde ich mit dem Problem vertraut und begann es zu verstehen, noch vor dem Mauerbau und all der anderen Grausamkeiten. Sie musste jedes Jahr nach Hause fahren, weil sie sonst ihre Staatsbürgerschaft verlor ... Damals verstand ich, dass es nur darum ging sie zu gängeln und vom Studium abzuhalten. ... Heute war ich wirklich schockiert, als ich die Mauer hier sah. Es ist ein neuer Typus Apartheid, barbarischen Verhaltens. Wie kann man kollektive Bestrafungen verhängen und Menschen von einander trennen? Wir sind alle Bewohner des selben Planeten. Ich würde denken, dass die Welt etwas von Süd Afrika gelernt hat. Die Welt sollte eine Nation bestrafen, die nichts gelernt hat. Das ist der Grund, warum ich hier auftrete. ... Das Konzert heute abend ist sehr emotional, weil ich vor Leuten spiele, die gefangen sind, um ihnen zwei Stunden Freude zu geben und ihnen zu zeigen, dass die Welt sie nicht vergessen hat. " Nachzulesen ist der Artikel mit Interview in englischer Sprache hier.


Politik [19.7.2007]
Volvo

Adri Nieuwhof, ein in den Niederlanden tätiger Menschenrechtsanwalt, beschrieb am 2. Juli 2007 in einem Artikel auf den Seiten der Electronic Intifada die Rolle des schwedischen Automobilherstellers Volvo im israelisch-palästinensischen Konflikt. Volvo Bulldozer werden zur Zerstörung von Beduinendörfern und palästinensischen Häusern eingesetzt. Mayers Cars and Trucks, ein Händler für Volvo Produkte in Israel, ist einer der Hauptausrüster für die beim Bau der Mauer eingesetzten Gerätschaften. So profitiert Volvo vom israelisch-palästinensischen Konflikt. (Nachzulesen in englischer Sprache hier. ) In einem Antwortschreiben stellte Mårten Wikforss, Vize-Präsident von Volvo, dazu fest: "Es gibt keinen Weg, wie Volvo letztlich den Einsatz seiner Produktekontrollieren kann. " Der Brief in englischer Sprache ist als PDF hier nachzulesen. In diesem Zusammenhang empfehlen wir als weiterführende Lektüre auch den "Profiting from the Occupation" Report der Organisation War on Want. Dieser ist in englischer Sprache hier zu laden. Eine der drei Fallstudien befasst sich mit den beim Bau der Mauer und bei der Zerstörung von Häusern eingesetzten Machinen.


Politik [13.7.2007]
Schweiz - Palästina - Israel

In ihrer gestrigen Ausgabe beschäftigt sich die Schweizer Wochenzeitung WOZ mit der "Petition für einen gerechten und dauerhaften Frieden in Nahost", die als private Initiative gestartet war und inzwischen von verschiedenen Organisationen, insbesondere von der Gesellschaft Schweiz-Palästina, unterstützt wird. In einem Streitgespräch unerhalten sich Vreni Müller-Hemmi und Rechtsanwalt Daniel Vischer, beide Mitglieder des Nationalrats, über die Petition und die offizielle Politik der Schweiz. Nachzulesen in den Online-Seiten der WOZ hier. Die Palästina-Petition kann hier eingesehen und auch online unterzeichnet werden.


Politik [11.7.2007]
Kritik: OCHA-Sonderbericht

"Es ist allgemein bekannt, dass die Palästinenser an einem Mangel an Selbstdisziplin leiden, der schon im Mutterleib beginnt. Es gibt Foeten, die darauf bestehen, das Licht der Welt genau zu der Zeit zu erblicken, wenn israelische Soldaten schlafen gehen. Was kann man mit dieses Babies machen, wenn Azun Athma nur eine Klinik hat, die zweimal die Woche für zwei Stunden die medizinische Grundversorgung sichert. Um eine angemessen medizinische Versorgung während der Geburt zu erhalten, tendieren schwangere Frauen (durchschnittlich werden 50 Babies pro Jahr in dem Dorf geboren) dazu, ihr Heim zu verlassen und zu Verwandten zu ziehen, die an Orten leben, wo man einen zugänglichen und guten medizinischen Dienst erhalten kann. So wurden von den 33 Babies, die von den Bewohnerinnen des Dorfes zwischen Januar diesen Jahres und Anfang Juni geboren wurden, 20 außerhalb des Dorfes zur Welt gebracht. Die anderen wurden ohne die Hilfe eines Arztes oder einer ausgebildeten Hebamme in den Heimen ihrer Mütter zur Welt gebracht."
Azun Athma ist eines der Dörfer in der südöstlichen Westbank, das vollkommen von der israelichen Mauer eingeschlossen ist. In der israelischen Tageszeitung Haaretz beschäftigt sich Akiva Eldar kritisch mit dem OCHA-Sonderbericht vom 9. Juli (siehe unten). Eldar weist auf die 'übergeordneten' politischen Interessen hin, die zur Veröffentlichung des Reports führten. Nachzulesen in englischer Sprache hier.




Politik [9.7.2007]
Drei Jahre danach

Vor drei Jahren, am 9. Juli 2004, stellte der Internationale Gerichtshof fest, dass der Verlauf der Mauer in der Westbank und die damit verbundenen Restriktionen eine schwere Verletzung Internationale Rechts ist. In einem Sonderbericht beobachtet das UN Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten in den besetzten Gebieten (OCHA) verschiedene Dörfer der nördlichen Westbank, die durch die Mauer von ihren Nachbardörfern und von ihrem Land getrennt sind. U. a. werden dort folgende Ergebnisse genannt:




Politik [6.7.2007]
Humanitäre Situation in Gaza

Das UN Büro für Koordination humanitärer Angelegenheiten in den besetzten Gebieten (OCHA) hat seinen Bericht über den Zeitraum vom 28. Juni bis zum 5. Juli 2007 vorgelegt. Zu den Ergebnissen zählen dass nur 70% des existenziellen Bedarfs an Nahrungsmitteln Gaza erreichte und dass 75% der Industrie Gaza gar nicht oder auf einem Level von unter 20% arbeitet. Der Bericht in voller kann in englischer Sprache hier geladen werden. Zur Situation in Gaza weisen wir auch auf den Artikel "Die Krise in Gaza - Made in Israel" von Michael Warschawski in der deutschen Übersetzung von Ellen Rohlfs hin. Hier als Word-Dokument zu laden.


Ipk [4.7.2007]
Gaza ist ein großer Knast

Die BRD sollte Druck auf Israel ausüben, um den Friedensprozeß im Nahen Osten zu fördern. Ein Interview, das nach der Informationsveranstaltung des IPK am 26. Juni mit Roni Hammermann in Bonn geführt wurde, ist jetzt in der Jungen Welt hier zu lesen. Unseren Hinweis auf die Veranstaltung und die Mitveranstalter können Sie hier einsehen.


Politik [4.7.2007]
Zum israelischen Planungsvokabular

„Mehr als 100.000 Palästinenser leben in 'nicht anerkannten' Wohnsiedlungen in Israel. Der Staat erlaubt sich, sie so zu bezeichnen und auch zu behandeln: Die Menschen leben isoliert, sind nicht an die staatliche Versorgung mit Wasser und Elektrizität angebunden; Schulen und Krankenhäuser gibt es nicht.”. In einem auf den Seiten der Generaldelegation Palästinas veröffentlichtem Artikel erklärt Dr. Viktoria Waltz den Terminus 'nicht anerkannt', „der längst zum israelischen Planungsvokabular gehört und einzig und allein der ethnischen Beraubung, Verdrängung und Verelendung dient.” Der Artikel ist hier nachzulesen.


Politik [3.7.2007]
Umfrage: 70% der Israelis für 2-Staaten Lösung

In einer in der israelischen Tageszeitung Haaretz veröffentlichen Umfrage sprechen sich 70% der jüdischen Bevölkerung Israels für eine zwei-Staaten Lösung nach der "Zwei Staaten für zwei Völker" Formel aus. Die Mehrheit der Befragten glaubt jedoch nicht, dass dies in der nahen Zukunft zu erreichen ist. 26,5 der israelischen Juden ist gegen eine solche Lösung. Mehr als 60% der Befragten sind gegen einen vollständigen Abzugs Israels von den Golan-Höhen als Gegenleistung für einen Friedensvertrag mit Syrien. Nachzulesen in englischer Sprache hier.


Politik [29.6.2007]
US-Regierung konfisziert deutsche Spendengelder

In einer Presseerklärung teilt Helga Dieter, Beauftragte für die Aktion "Ferien vom Krieg", mit.
Gestern (28.6.07) wurde in vielen Medien das neue EU- Abkommen über die Weitergabe von Daten europäischer Passagiere an die US-Behörde bekannt. Im diesem Zusammenhang sagte der Brüsseler Korrespondent Rolf-Dieter Krause in der 20.00 "tagesschau": "Der Zufall aber will es, dass Europa heute ebenfalls einwilligte, den USA auch die Daten internationaler Banküberweisungen zu überlassen. Die sollen zwar wie die Passagierdaten nur dem Kampf gegen den Terrorismus dienen, aber das ist für die Skeptiker eher das Problem. In dessen Namen hätten die USA schon anderes Recht gebrochen." Diese Meldung wurde in späteren Sendungen nicht wiederholt und ist auch in der sonstigen Presse nicht zu finden.

Der Zufall will es auch, dass wir dieser Tage erfuhren, dass solche Kontrollen bereits stattfinden - und schlimmer noch - das Geld durch US-Behörden willkürlich beschlagnahmt werden kann.
Das "Komitee für Grundrechte und Demokratie" finanziert seit Jahren im Rahmen der Aktion "Ferien vom Krieg" auch Ferienspiele für Kinder in Palästina. Dazu überwies es mit dem Stichwort "summer-games" 8.000 USD aus privaten Spendengeldern an eine humanitäre Organisation in Nablus/Westjordanland. Am 26.6. erreichte die Bank des Komitees ein Schreiben aus New York, das Geld sei blockiert und läge bei "Bankers Trust" (Deutsche Bank Trust Company) in NYC.
Das Komitee kann durch einen Vertrag beweisen, dass es sich um das vorher ausgehandelte Budget für die Ferienspiele handelt und es sich bei dem Adressaten um eine langjährige Partnerorganisation bei dem Dialog- und Aussöhnungsprojekt "Ferien vom Krieg" für bisher fast 800 junge Menschen aus Israel und Palästina handelt.
Die Koordinatorin des Projekts fragte den zuständigen Sachbearbeiter des Spendenkontos: "Aber wir haben doch dieses Jahr schon Geld an andere Partnerorganisationen in Palästina geschickt".
"Aber in Euro, das geht durch", antwortete er, "alle Dollarüberweisungen laufen über die USA. Dass Palästina nun auch der Blockade unterliegt, wusste ich auch nicht. Das ist sehr, sehr schwierig, dass Sie das Geld wieder erhalten! Hätten Sie es nur in Euro überwiesen! "
Nach der gestrigen Tagesschau-Meldung wird das in Zukunft auch nichts nutzen.
Die Blockierung dieses Geldes zeigt wieder einmal den willkürlichen Machtmissbrauch der US-Regierung. Sie ist ein Treppenwitz der Geschichte, denn die Ferienspiele dienen vertragsgemäß ausdrücklich der Friedenserziehung palästinensischer Kinder.
Ein ausführlicher Bericht von Helga Dieter kann hier als PDF geladen werden.


Politik [29.6.2007]
Tony Blair als Sonderbeauftragter des Nahost-Quartetts

Hierzu einige Dokumente und Links auf unseren Seiten.


Ipk [26.6.2007]
Informationsveranstaltung mit Roni Hammermann

Die Veranstaltung findet im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung in Bonn statt. Näheres hier.


Politik [24.6.2007]
Ende der Demokratie in Palästina

Mit der derzeitigen Situation im Gaza-Streifen setzt sich ein Beitrag von Peter Schäfer auf dem Internet-Portal Telepolis auseinander. Der Artikel kann hier nachgelesen werden.


Politik [22.6.2007]
Der rufende Berg

Der kanadische Rundfunkjournalist Seth Porcello produzierte im Sommer 2006 vier Radio-Dokumentationen über die Situation in den Besetzten Gebieten. Eine dieser Dokumentation spielt in dem Dorf Majdal Shams in den Golan-Höhen, dessen Bewohner durch die Waffenstillstandslinie von 1967 von ihren Verwandten in Syrien getrennt sind.Man kann hier die Realität der Familie Safhia erleben, die sich über die Stille des Minenfeldes an der Waffenstillstandslinie hinweg mit Megaphonen verständigt. Diese Dokumentation ist als MP3 (18.2 MB, 19:54 min) hier teilweise unkommentiert, sonst aber in englischer Sprache, zu hören.


Politik [21.6.2007]
Neue Bücher

Für den Sommer und Herbst 2007 sind zahlreiche Neuerscheinungen zum Thema Palästina von den Verlagen angekündigt. Wir empfehlen einen Blick in unsere Rubriken Neuerscheinungen und in Vorbereitung . Bis zur Frankfurter Buchmesse ist noch mit zahlreichen weiteren neuen Publikationen zu rechnen.


Politik [20.6.2007]
Kinder im Flüchtlingslager Beddawi

Ca. 21.000 Flüchtlinge haben das Camp Nahr El Bared im nördlichen Libanon wegen der anhaltenden Kämpfe inzwischen verlassen. Die meisten von ihnen flüchteten in das nahegelegene Beddawi Lager, das ohnehin schon übervölkert war. Über die Situation der Kinder in diesem Lager berichtet ein Report von Nicole Ireland für die UNICEF. Ein regulärer Schulalltag ist kaum durchführbar, was viele 14 - 18 Jährige sehr belastet, da die nationalen Prüfungen, die über die weitere Ausbildung entscheiden, kurz bevorstehen. Doch die trostlose Situation hat den Mut für die Zukunft der meisten Jugendlichen nicht gebrochen. Nach ihren Berufswünschen befragt, antworten viele: "Arzt", "Lehrer", "Ingenieur - damit ich beim Wiederaufbau helfen kann". Nachzulesen auf den Seiten der UNICEF in englischer Sprache.


Politik [17.6.2007]
Öffnet Gazas Grenzen, um eine menschliche Katastrophe zu verhindern!

8 israelische Menschenrechtsgruppen richten einen dringenden Appell an den israelischen Verteididigungsminister. "Während wir dieses schreiben stecken hunderte von Flüchtlingen zwischen dem verschlossenene Übergang Erez und und der militärischen Macht der Hamas, die ihre Rückkehr nach Gaza verhindert, in der Falle. Die Kranken und die bei den jüngsten Ereignissen Verletzten stecken in Gaza in der Falle. Grundnahrungsmittel werden knapp und es gibt einen steigenden Fehlbedarf an medizinischer Grundversorgung. In einer Zeit, wo die fundamentalen Menschenrechte der Bewohner von Gaza verletzt werden und das Recht auf Leben bedroht ist, kann der Staat Israel nicht untätig zusehen. " Der Aufruf ist hier in englischer Sprache nachzulesen.


Politik [14.6.2007]
Zur Situation in Gaza

Carsten Kühntopp vom ARD-Hörfunkstudio in Amman, beschreibt in einem Kommentar in der Tagesschau die fatale Rolle, die die Unterscheidung des amerikanischen Präsidenten Bush in "gut und böse" für die Auseinandersetzungen in Gaza haben. "In Palästina und im Libanon schlägt er sich deswegen jeweils massiv auf eine Seite, anstatt Ausgleich und Verständigung zu fördern. " Der Kommentar kann hier nachgelesen werden. Das gleiche Thema behandelt auch ein Artikel von Wolf Reinhardt in der Jungen Welt: "Washington zieht im palästinensischen Bürgerkrieg die Fäden. " Nachzulesen hier.


Politik [11.6.2007]
40 Jahre und 18 000 zerstörte Häuser sind genug!

Zum Auftakt in der Bundesrepublik der weltweiten von Jeff Halp FR Inserat er iniziierten Kampagne (vgl. Nachricht vom 3.6.2007 weiter unten) erschien heute in der Frankfurter Rundschau eine Anzeige, in der ein Ende der israelischen Besatzung und der mutwillen Zerstörung palästinensischer Häuser gefordert wird. Die Kampagne wird von zahlreichen Friedensorganisationen unterstützt. Auch das IPK unterstützt die Aktion. Zum Einsehen der Anzeige klicken Sie bitte hier.


Politik [6.6.2007]
Die Welt sagt NEIN zur israelischen Besatzung!

Im Juni 2007 jährt sich zum 40sten Mal die israelische Besatzung von Westbank, Gaza, Ostjerusalem und den Golanhöhen. Unter dem Motto "Die Welt sagt NEIN zur israelischen Besatzung!" protestieren am 9. und 10. Juni in Palästina und weltweit die Menschen gegen die anhaltende israelische Besatzung, gegen Entrechtung, Landraub und Vertreibung. Der Aufruf des Internationalen Koordinationsnetzwerks für Palästina kann hier nachgelesen werden.


Politik [3.6.2007]
Palästinensische Frauen-Fußballnationalmannschaft in Deutschland

Die Palästinensische Frauenfussballnationalmannschaft ist gestern, Fußball1 am 2. Juni, in Deutschland angekommen, sie wird bis zum 19. Juni bleiben. Auf dem ev. Kirchentag in Köln wird sie sich Donnerstag, ab 14.15 Uhr auf der open-air-Bühne des Tanzbrunnens vorstellen.
Die beiden Aufnahmen entstanden heute, Sonntag 3. Juni, auf einem informellen Treffen auf Einladung der Palästinensischen Gemeinde Köln. Zwei Fußball2 Mitarbeiterinnen des IPK, die am Ball bleiben werden, sprachen mit dem Team. Nähere Informationen werden folgen.
Auf dem ersten Fotos sind zu sehen: 15 junge Fussballspielerinnen (zwischen 14 und 23 Jahre jung), der blonde junge Mann ist Jonathan Schaller, ehemaliger Assistenz- und Torwarttrainer der Palästinensischen Frauenfussballnationalmannschaft, Sportstudent. Er betreut sie auch hier in Deutschland. Das zweite Foto zeigt : Die Mannschaftsführerin, ihr Name ist Honey M.I. Thaljieh, 22 Jahre jung.
© Fotos: RKB


Politik [3.6.2007]
40 Jahre und 18 000 zerstörte Häuser sind genug!

Jeff Halper , Koordinator des Israelischen Komitees gegen Hauszerstörungen (ICAHD) ruft in einer von deutschen Friedensorganisationen unterstützten Erklärung zu einer einzigartigen Initiative auf. Am 11. Juni startet das ICAHD eine Kampagne, in der jedes palästinensiche Haus wieder aufgebaut wird, das von Israel in den besetzten Gebieten 2007, im 40. Jahr der Besatzung, zerstört wird - geschätzt rund 300 Häuser insgesamt. Der Aufruf ist in englischer Sprache hier als PDF (15 KB) zu laden. Eine Übersetzung ins Deutsche ist in Vorbereitung.


Politik [30.5.2007]
Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost - EJJP - Deutschland

Presseerklärung
In einer Presseerklärung fordert die EJJP eine entschlossene europäische Initiative für einen gerechten Frieden im Nahen Osten: "Die Föderation, European Jews for a Just Peace (EJJP), hat ihre Jahresversammlung am Vorabend des 40. Jahrestages der israelischen Militärbesatzung der palästinensischen Gebiete nach Berlin einberufen, um ihre Besorgnis angesichts der Gleichgültigkeit der EU- und der G8-Staaten gegenüber den israelischen Verletzungen des internationalen Rechts und der Not der Palästinenser zum Ausdruck bringen. " Auf einer Pressekonferenz am 4. Juni werden die Abschlusserklärung der 5. Jahrestagung und die zentralen Forderungen der EJJP an die bundesdeutsche Regierung als Präsidentin des EU-Rats sowie an die Regierungen der EU- und G8-Staaten vorgestellt. (Siehe dazu auch unseren Terminkalender. ) Rolf Verleger und Reiner Bernstein werden über den Verlauf der Initiative Schalom 5767 berichten und die Anzahl der im ersten Halbjahr 2007 gesammelten Unterschriften bekannt geben. Die Presseerklärung ist als PDF in deutscher und in englischer Sprache zu laden.


Politik [25.5.2007]
Akademischer Boykott

In einer 18 Seite starken Broschüre hat das Alternative Information Center (AIC) diskriminierende Praktiken des israelischen Hochschulsystems gegenüber palästinensischen Bürgern zusammengestellt. Das AIC will beweisen, dass das israelische akademische System mit seinen Institutionen selbst Teil des israelischen kolonialen Systems ist und aktiv an der Besatzung palsätinensischen Gebietes teilhat. Die Broschüre ist als Arbeitspapier gedacht, das fortlaufend aktualisiert werden soll. Gleichzeitig will das AIC aufzeigen, welche Auswirkungen ein akademischer Boykott auf das israelische Hochschulwesen hat.
Das AIC ruft zur Mitarbeit auf. Im Moment arbeitet die Organisation an einer Dokumentation über die Verflechtung israelischer Universitäten mit dem israelischen Militär.
Downloads: Die vollständige Broschüre kann hier in englischer Sprache als PDF geladen werden. Größe: 197 kb.


Politik [21.5.2007]
CARITAS-Jerusalem beklagt zunehmend schwierigere Verhältnisse

In ihrem aktuellen Rundbrief "Staying in Touch" beklagt die Jerusalemer-Vertretung der CARITAS die immer schwieriger werdenden Bedingungen für ihre humanitäre Arbeit in den besetzten Gebieten. Dies liege an den wachsenden Behinderungen in der Mobilität durch die israelischen Einirchtungen und Behörden, aber auch an der ansteigenden Desintegration der sozialen Ordnung. Der Newsletter ist in englischer Sprache hier als PDF (581kb) zu laden.


Politik [21.5.2007]
UN-Generalsekretär fordert Waffenstillstand

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon fordert beide Seiten zur Einhaltung des Waffenstillstands in Gaza auf. Er bezeichnete den palästinensische Raketenbeschuss Israels als völlig unakzeptabel und als Verletzung internationalen Rechts. Er zeigte sich auch über die anwachsende Zahl der Opfer aus der Zivilbevölkerung besorgt, die bei den israelischen Militäroperationen verletzt oder getötet werden. Die Erklärung ist hier in englischer Sprache nachzulesen.


Politik [20.5.2007]
40 Jahre Entrechtung, Landraub, Vertreibung. Internationaler Aufruf:

Die Welt sagt NEIN zur israelischen Besatzung!
In einem Aufruf an die deutsche Bundesregierung fordert die Palästinensische Gemeinde in Hamburg und Umgebung e. V. ein Ende des militärischen, wirtschaftlichen und politischen Unterstützung der israelischen Besatzung. Mitunterzeichner des Aufrufs sind: Palästinensische Ärzte- und Apothekervereinigung e.V., Regionalgruppe Hamburg / Deutsch-Palästinensische Gesellschaft e.V., Regionalgruppe Hamburg / Deutsch-Palästinensischer Frauenverein e.V. / Frauen in Schwarz, Hamburg / AG Palästina von ATTAC Hamburg / IPPNW - Ärzte in sozialer Verantwortung e. V / Collectif judéo-arabe et citoyen pour la paix, Strasbourg / Comité pour une Paix Juste au Proche Orient, Luxembourg. Der Aufruf ist hier als PDF zu laden Die entsprechende Unterschriftenliste können Sie hier als Word-Dokument laden.


Politik [15.5.2007]
Mit unserer Realität hat das nichts zu tun - Palästinenser und die israelisch-arabischen Gespräche

Das Treffen Israels mit Vertretern der Arabischen Liga zur Besprechung der Arabischen Friedensinitiative letzten Donnerstag in Kairo wurde von den palästinensischen Medien wenig beachtet. Israel soll anerkannt werden, sobald sich dieses völlig aus den 1967 besetzten Gebieten zurückzieht. "Wozu kommentieren?", fragt Issa Kukali: "Dass das nichts mit der Realität zu tun hat, sieht hier jeder." Ein Artikel von Peter Schäfer in der Online-Zeitung Telepolis, nachzulesen hier.


Politik [12.5.2007]
Neue Karten

Zu Ihrer Informationen stellen wir Ihnen von Zeit zu Zeit neuere Karten aus Palästina zur Verfügung. Aktuell sind dies folgende Karten:




Politik [10.5.2007]
Druck für radikale Änderung in der Nahost-Politik der EU

Die Sorge, einen Zusammenbruch Palästinas zu vermeiden, veranlasste das Europaparlament gestern, am 9. Mai 2007, eine radikale Änderung in der Nahost-Politik der EU zu fordern. Der Vorsitzende der sozialdemokratischen Fraktion Martin Schulz sagte: „Meine Fraktion hat einstimmig beschlossen, eine sofortige Änderung der EU-Strategie zu fordern. Um die Existenz Palästinas zu gewährleisten, müssen sofort finanzielle Mittel freigestellt werden. Wer das ablehnt, ist weder konstruktiv noch human. ” Der Bericht in voller Länge ist auf den Seiten der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament in deutscher Sprache hier nachzulesen.


Politik [9.5.2007]
Straßenkinder in Palästina

In einer 64 Seiten umfassenden Broschüre untersucht die Genfer Organisation Defence for Children International (DCI) die Situation der Straßenkinder in Palästina. Der Bericht ist nur in englischer Sprache verfügbar. Wir haben ihn als Download im PDF auf unseren Seiten zur Verfügung gestellt.


Politik [7.5.2007]
Rundbrief Nummer 2

Der Rundbrief Nr. 2 des IPK vom Mai 2007 ist erschienen. Eine Übersicht der bisher erschienenen Rundbriefe finden Sie hier.


Politik [6.5.2007]
Tausende nahmen an pro-palästinensischer Rally in Rotterdam teil

Nach einem Bericht der online Ausgabe der israelischen Tageszeitung Haaretz versammelten sich tausende Teilnehmer an dem niederländischen Befreiungstag in Rotterdam, um gegen Israel zu protestieren. Der ehemalige holländische Premierminister Dries Van Agt bedauerte in einer Ansprache die pro-israelische Politik der Niederlande und den Boykott der Hamas: "Der europäische und niederländische Boykott der Hamas ist falsch und sogar dumm. Wir entschuldigen automatisch den Besatzer und bestrafen die besetzte Nation. " Die Quelle in englischer Sprache ist hier einzusehen.


Politik [3.5.2007]
Warum verfolgt mich Israel?

In der Los Angeles Times berichtet der palästinensische Knesset-Abgeordnete Azmi Bishara über die Repressionen und Verfolgungen, die er auf Grund eines Verdachts der israelischen Polizei, Informationen an einen ausländischen Agenten verkauft zu haben, erleidet. Das Original in engischer Sprache ist hier einzusehen, eine Übersetzung ind Deutsche von Ellen Rohlfs kann hier als PDF geladen werden.


Politik [2.5.2007]
2006 doppelt so viel tote Kinder in Palästina als 2005

Nach einem Report der in Genf ansässigen Organisation Defence for Children International (DCI) sind im Jahr 2006 auf Grund des verstärkten israelischen Militäreinsatzes in den Besetzten Gebieten 2006 doppelt so viele Tote Kinder zu beklagen als 2005. "Der israelische Einsatz von Streitkräften gegen die palästinensische Zivilbevölkerung ist jedoch kein neues Phänomen. Israel hat während der Besetzung der Westbank inklusive Ost-Jerusalems und des Gaza-Streifens stets gewaltsame Mittel gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt. Solche gewaltsamen Maßnahmen wurden zur Kontrolle des Lebens von Millionen von Bürgern und zur Unterdrückung jeglichen Widerstandes gegen Israels erdrückende, diskriminierende Militärherrschafteingesetzt. " Den gesamten Report in englischer Sprache haben wir Ihnen hier als PDF-Datei zur Verfügung gestellt.
In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf einen Brief der Organisation an die UN-Menschenrechtskommission vom Anfang des Jahres: "84 Kinder wurden zwischen dem 28. Juni 2006 und 26. November 2006 durch die israelische Besatzungsmacht in Gaza getötet. Der größte Teil dieser Kinder (69%) war zwischen 13 und 17 Jahren alt; es gab aber auch eine tragisch hohe Zahl jüngerer Kinder (31%), die als direkte Folge militärischer Aktivitäten Israels in Gaza in dieser Zeit getötet wurden. Keines dieser Kinder war in kämpferische Handlungen verwickelt. " Auch diesen Text können Sie als PDF-Dokument von unseen Seiten hier laden.


Politik [2.5.2007]
Beton

Auf dem 14. Internationalen Trickfilmfestival wurde der Preis für den besten Studentenfilm in Höhe von 2.500 Euro an den Film Beton (6 min) von Ariel Belinco und Michael Faust, Israel 2006, von der Bezalel Academy auf Arts and Design, Jerusalem, verliehen. Der Film handelt von dem Mauerbau in Palästina. Die Begründung der Jury im Wortlaut: "Uns ist der sehr hohe Standard der technischen Leistungen an den Animationsschulen aufgefallen. Gleichzeitig wollen wir die Aufmerksamkeit auf den persönlichen Einsatz der Autoren lenken. Deshalb haben wir uns für einen Film entschieden, dem es gelungen ist, eine brisante politische Situation mit emotionaler Dichte zu erzählen. Und der die menschliche Dummheit auf eine sympathische und humorvolle Weise entlarvt. " Die Seiten des Festivals finden Sie hier.


Politik [30.4.2007]
Europa muß auch die Hamas anerkennen

Mairead Maguire, irische Friedensnobelpreisträgerin, wurde Opfer der Polizeigewalt in Palästina. Sie erklärt die EU-Embargo-Politikals als verfehlt. Ein Interview von Andrea Bistrich mit Mairead Maguire ist in der Jungen Welt hier nachzulesen.


Kultur [27.4.2007]
Gaza an der Keuzung der Zivilisationen

"Die an der Mittelmeerküste gelegenen 362 km 2 des Gaza Streifens werden in den Nachrichtensendungen der Fernsehprogramme mit tragischer Regelmäßigkeit gezeigt. Bombadiert von Bildern mit ausgebrannten Autokarosserien, von zerstörten Häuserreihen und von mit grünen, gelben und schwarzen Fahnen flankierten Begräbnisprozessionen, können sich die westlichen Betrachter nur kaum die sagenhaften archäologischen Reichtümer vorstellen, die hier unter dieser täglichen Gewalt versteckt liegen. " So lauten die ersten Sätze einer Presseerklärung des Kunst- und historischen Museums in Genf zu einer heute eröffneten Ausstellung mit dem Titel Gaza an der Keuzung der Zivilisationen. 530 Objekte wurden für die Ausstellung zusammengestellt, um die mehrere tausend Jahre alte Zivilisation zu dokumentieren. Die gesamte Presseerklärung ist in englischer Sprache hier einzusehen. Eine von 3.500 v.u.Z. bis heute reichende Zeittafel, ebenfalls in englischer Sprache, ist hier als PDF zu laden. Das IPK wird eine Exkursion zu der Ausstellung durchführen. Näheres und Anmeldung hier.


Politik [22.4.2007]
Fischerei in Gaza in Gefahr

In einer Veröffentlichung vom April 2007 warnt das Büro für die Koordination menschlicher Angelegenheiten der UNO (= Office for the Coordination of Humanitarian Affairs = OCHA) vor der ernsthaften Gefährdung der Fischerei im Gaza-Streifen. Nach einem totalen Verbot seit Juni 2006 können die Fischer nun in der im April beginnenden Hochsaison wieder an der Küste innerhalb einer 6-Meilen-Zone fischen. Es gibt aber zwischen den israelischen Streitkräften und den Fischern keine Kommunikation, wie weit Fischerboote ins Meer fahren dürfen. Das führte in der Vergangenheit zum Tod, zu Verletzungen und Verhaftungen von Fischern aus Gaza. Dies führt dazu, dass die küstennahen Gebiete überfischt sind und den Fischen wichtige Brutgebiete genommen wurden. Der komplette Report in englischer Sprache steht auf unseren Seiten als PDF zur Verfügung.


Politik [19.4.2007]
Informationsveranstaltung mit Roni Hammerman

Der Termin für die geplante Informationsveranstaltung mit Roni Hammerman von der israelischen Menschenrechtsgruppe Machsom Watch steht jetzt mit Dienstag, den 26.6.2007, fest. Aktuelle Informationen finden Sie hier.


Politik [16.4.2007]
Mythen und Katastrophen

Auf einer Sonderseite zum Thema Israel veröffentlicht die Schweizer Zeitung Der Bund zwei Artikel von Barbara Engel (Jerusalem) zum Thema. » Mythen und Katastrophen « befasst sich mit der Kritik israelischer Historiker an der Geschichtsschreibung Israels über die Vertreibung von Palästinensern.» Vielfältige Methoden der Diskriminierung « beschreibt die alltäglichen Diskriminierungen arabischer Israelis. Die gesamte Sonderseite steht hier als PDF zur Verfügung.


Politik [15.4.2007]
Wandeltuch

Ein Beitrag zur Diskussion über das Thema Ethnozentrismus liefern der Artikel von Barbara Höfler im Magazin der Frankfurter Rundschau vom 14.4.2007mit dem Thema « Wandeltuch » und den aus diesem Anlass geschriebenen Leserbrief von Claudia Karas. Beides nachzulesen hier auf den Seiten der Freunde Palästinas. (Anlass für dieses Hinweis ist eine beabsichtigte Veranstaltung des IPK zum Thema Eurozentrismus.)


Politik [13.4.2007]
Armut in Palästina: Die menschlichen Kosten des wirtschaftlichen Boykotts

Die international tätige Hilfsorganisation Oxfam hat das Palestinian Centre for Public Opinion (PCPO) mit einer Untersuchung der Auswirkungen des ökonomischen Boykotts gegen die palästinensische Autonomiebehörde beauftragt. Die Untersuchung wurde in der West Bank in Nablus, Ramallah, Bethlehem, East Jerusalem, Hebron, Jericho, Tulkarem, Tubas und Qualqilya und im Gazastreifen in Gaza City, Khan Younis und Jabalya durchgeführt. Das Ergebnis der Untersuchung ist in englischer Sprache hier als PDF zu laden. Ebenfalls als PDF in englischer Sprache steht die begleitende Stellungnahme von Oxfam zur Verfügung. Sie endet mit einer Liste von Empfehlungen zur Beendigung der jetzigen Situation. U. a.: Die israelische Regierung soll alle Steuergelder und Zölle freigeben, die sie den palästinensischen Autonomiebehörden vorenthält; die Regierung der USA soll alle Sanktionen auf Geldtransfers in die Autonomen Gebiete aufheben; Geberstaaten und Israel sollen sicherstellen, dass alle Gelder, die Angestellten des öffentlichen Sektors und sozial Bedürftigen in den Autonomen Gebieten zustehen, in voller Höhe ausbezahlt werden. Nachzulesen hier.


Politik [13.4.2007]
Religiöse Motive sind bei Anschlägen nachrangig

Der Politologe Thorsten Gerald Schneiders, Autor des Buches" Heute sprenge ich mich in die Luft. Suizidanschläge im israelisch-palästinensischen Konflikt. Ein wissenschaftlicher Beitrag zur Frage des Warum", äüssert sich in einem Interview mit dem Online Portal Qantara zu den Motiven palästinensicher Selbsttötungsanschläge. Schneiders: "Die Täter sind keine Psychopathen, sondern - im Gegenteil - meist normale Menschen, die einen Querschnitt der Gesellschaft darstellen ". Das Interview können Sie hier nachlesen. Das IPK hat Schneiders zu einerm Vortrag nach Bonn eingeladen. Näheres zu dem Termin erfahren Sie hier.


Politik [12.4.2007]
Der Sieg der israelischen Bulldozer

In ihrer heutigen Ausgabe hat sich die schweizer Zeitung "Der Bund" des Themas "Westjordanland" angenommen. Einer der Artikel befasst sich mit der heutigen Stuation in Jenin, 5 Jahre nach der israelischen Militäraktion dort, bei der zahlreiche Häuser zerstört und 52 Menschen getötet wurden. Ein weiterer Artikel schildert das heutige Leben von Zakaria Zubeidi in Jenin. Zubeidi ist u. a. aktiv an der Erhaltung des "Freedom Theatres" beteiligt, das die israelische Friedensaktivistin Arna Mer-Khamis im Flüchtlingslager Jenin gegründet hatte. Zitat: "Unter Widerstand versteht Zubeidi nicht bloss Waffengewalt, sondern eine ganze Kultur, die Bildung, Geschichte und Kunst umfasse." Die gesamte Seite in deutscher Sprache kann man als PDF hier laden, oder hier als nachlesen.


Kultur [11.4.2007]
Chicago Festival des palästinensischen Films

Das Programm des in Chicago jährlich stattfindenden Festivals für den palästinensischen Film für 2007 steht fest. Gezeigt werden: Belonging (experimenteller Film, Palästina 2006, 35 Min) / Checkpoint Bethlehem (Dänemark) / Encounter Point (USA 2006, 85 Min, Regie: Ronit Avni, Julia Bacha) / Goal Dreams (USA 2006, 86 Min, Regie: Maya Sanbar, Jeffrey Saunders) / Good Morning Qalqilia (Sabah el khair Qalqilia) / Happy Days / It's Not A Gun (über die Musikschule für Kinder al-Kamandjat) / Kemo Sabe / Leila Khaled, Hijacker (Schweden 2005, 85 Min, Regie: Lina Makboul) / Make A Wish (Itmanna) / Open Heart / Palestine Blues / Palestine, Summer 2006 (experimenteller Film, Palästina 2006, 35 Min) / Soup Over Bethlehem (Mloukhieh) / Two Hands. Näheres über das Programm erfahren Sie in englischer Sprache hier. Das Festival findet vom 14. - 26. April 2007 statt. Weitere Informationen über den Film Goal Dreams finden Sie hier auf den Seiten des IPK.


Politik [11.4.2007]
Die Neobarbaren

Der israelische Friedensaktivist Michel Warschawski war viele Jahre lang Vorsitzender der israelisch-palästinensischen Organisation Alternative Information Centre. In einem Essay setzt er sich mit einem vor einem Monat in der israelischen Zeitung Haaretz erschienenen Artikel des israelischen Journalisten und Analytikers Tom Segev auseinander. Segev zieht hier die weitverbreitete Idee in Zweifel, dass der „Zusammenstoss der Zivilisationen ” ein neues Phänomen ist. Warschawski, der alle Kriege als Barbarei ansieht, klassifiziert den Krieg Israels in den besetzten Gebieten als einen Schritt vorwärts in der modernen Barbarei. Der Artikel ist in deutscher Sprache auf den Seiten von Tlaxcala nachzulesen. Zur Person Warschawskis kann man sich in der Wikipaedia informieren.


Politik [8.4.2007]
Studiengang Nahoststudien

Mit Beginn des Wintersemesters 2007/08 bietet das Orientalische Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg einen neuen Studiengang „Nahoststudien” an: "Dieser Studiengang ist auf eine Analyse der aktuellen Problematik der politischen Situation im Nahen Osten ausgerichtet. Der Nahostkonflikt wird dabei in seinen historischen und global-politischen Zusammenhängen situiert. " Weitere Informationen auf den Seiten der Universität.


Politik [7.4.2007]
Britisches Fussball Team in der Westbank

Ein Team von britischen Amateurfussballern macht eine Solidaritäts-Tour durch die Westbank. Bericht in englischer Sprache in den Maannews, einer palästinensischen Nachrichtenagentur.


Kultur [5.4.2007]
Theater über Rachel Corrie abgesetzt

Ein Theaterstück über die US-amerikanische Friedensaktivistin Rachel Corrie wurde in Miamia, Florida, abgesetzt. Rachel Corrie wurde im Gaza-Streifen von einem israelischen Bulldozer überfahren, dem sie sich gewaltlos in den Weg gestellt hatte. Die Produzenten des Stücks führten aus: "... viele Konflikte sind aufgetaucht und die damit verbundenen Risiken erweisen sich für unsere Gemeinschaft als zu groß ... ". Die Verantwortlichen wurden telefonisch und in entsprechenden Blogs bedroht. Nachzulesen in englischer Sprache hier auf den Seiten von Rachel's World.


Politik [4.4.2007]
Wir fühlen uns von den Christen verlassen

Khouloud Douaibess abu Dajeh, die neue palästinensische Ministerin für Tourismus und Altertümer, äussert sich in einem Interview mit dem Rheinischen Merkur zu aktuellen Problemen der Touristik in Palästina. Zur aktuellen Sicherheitslage: "Während der langen Besatzung, selbst während der beiden Intifadas, waren Touristen im Westjordanland nie bedroht. Ich habe keinen einzigen dokumentierten Fall gefunden, dass in den letzten Jahren Anschläge auf Touristen verübt worden sind. Wir sind ein sehr gastfreundliches Volk. Wir haben Touristen immer gut behandelt. Sie sind sicher bei uns. " Nachzulesen auf den Internet-Seiten des Rheinischen Merkur.


Politik [30.3.2007]
Vertreibung von Beduinen aus dem Negev in Israel

In den letzten Wochen haben israelische Behörden hunderte von Beschlüssen zur Vertreibung von Bewohnern von Beduinendörrfern im Negev erlassen. Eine Gruppe israelischer und internationaler Besuchter war im Dorfal-Nasasra, um sich über die Situation zu informieren. Cara Loverock vom Alternative Information Center (AIC) berichtet über die Lage der Beduinen im Negev - eine Lage, die in der israelischen und internationalen Presse selten Beachtung findet. Der Artikel ist hier in englischer Sprache nachzulesen.


Politik [30.3.2007]
Kritische Haltung gegenüber Israel

Nach einer Meldung des Schweizer Dienstes news.search meinen 54 % der Schweizer, dass im Zusammenhang mit dem Palästina-Konflikt in Israel religiöse Fanatiker regieren.


Politik [30.3.2007]
Der politische Zionismus und die Frage seines Überlebens

Die neue Ausgabe Nr. 49 der Zeitschrift INAMO (= Informationsprojekt Naher und Mittlerer Osten) widmet sich dem Thema Der politische Zionismus und die Frage seines Überlebens . Beiträge zu diesem Thema: Lev Grinberg: Die ungewollte Braut» - Von der Schwierigkeit, über die Besatzung zu sprechen / Boas Evron: Israel und die moralische Kompromittierung des Judentums / Moshe Zuckermann: Überlebt der politische Zionismus oder ist er überlebt / Amnon Raz-Krakotzkin: Binationalismus als Bedrohungsszenario? / Oren Yiftachel: Weder zwei Staaten noch einer! Die politische Geographie der «schleichenden Apartheid» / Avi Shlaim: Ist der Zionismus heute der wahre Feind der Juden? / Amnon Raz-Krakotzkin: Ausblendung und Abtrennung - Zur Problematik von Israels politischem Selbstverständnis / Jonathan Cook: Vom Staatsbürger 2. Klasse zur „Demographischen Zeitbombe” / Zionismus - Materialien. (Im wesentlichen geht es hier um die schon früh beginnende Debatte um die Vertreibung, heutiger israelischer Sprachgebrauch: Transfer, der arabischen Bevölkerung. Die Zeitschrift kann über den Verlag bestellt werden. Eine Aufstellung bereits erschienener Hefte mit IPK-relevanten Themen finden Sie hier.


Kultur [26.3.2007]
Mozart Festival in Palästina

Mozart-Festival Vom 31.3. bis zum 14.4. findet in Bethlehem, Jerusalem, Nablus und Ramallah ein Mozart Festival statt. Zu dem Ereignis werden über 200 Musiker und Studenten aus dem Nahen Osten und aus Europa erwartet. Zu den Höhepunkten gehören 3 Aufführungen der Zauberflöte, das Requiem und Auftritte des international gefeierten Pianisten Saleem Abboud Ashkar, der aus Nazareth gebürtig ist. Das komplette Programm und weitere Informationen finden Sie hier in englischer Sprache.


Politik [26.3.2007]
Frieden und Verständigung ist ohne gegenseitige Anerkennung unmöglich

"Frieden bedeutet Grenze. Eine durch ein Abkommen festgelegte Grenze. Ohne eine Grenze kann es keinen Frieden geben. Und ohne Frieden ist es eine Chutzpa (Frechheit), von der andern Seite etwas zu verlangen, das wir selbst absolut verweigern zu tun. " Mit diesen Worten endet ein Artikel von Uri Avnery zu Schulbüchern und Landkarten in israelischen und palästinensischen Schulen. Veröffentlicht auf den Seiten der Berliner Umschau in deutscher Sprache.


Politik [22.3.2007]
UN Anti-Rassismus Komitee drängt Israel zur Beendigung von Diskriminierung und Abgrenzung

In einer neuerlichen Untersuchung des UN Committee on the Elimination of Racial Discrimination (CERD) über die Politik der Apartheid wird Israel aufgerufen, Juden und Palästinensern Gleichheit zuzusichern sowie das Recht der Rückkehr auf eigenes Land und das Recht auf Eigentum. Das Komitee drückt zum wiederholten Male seine Besorgnis über die praktizierte Abgrenzung und Apartheid aus. Insbesondere werden erwähnt: Die Mauer und die damit verbundenen Restriktionen; jüdische Siedlungen; ernste Restriktionen der Bewegungsfreiheit; ungleiche Verteilung des Wasservorkommens; Zerstörung von Wohnhäusern; die Existenz von zwei verschiedenen Rechtssystemen - eines für Juden und eines für Palästinenser. Moniert wird auch Israels Politik der Abgrenzung von Juden und Arabern in den Bereichen von Bildung, Gesundheit und Hausbau. Das Dokument steht hier im englischen Original als PDF zur Verfügung.


Politik [21.3.2007]
Dokumente: Regierungserklärung und Kabinett

Ab sofort wird Ihnen das IPK wichtige Dokumente zur Verfügung stellen. Als erstes können sie bei uns die Regierungserklärung der neu gebildeten Regierung nachlesen und zweitens die Besetzung des neuen Kabinetts einsehen. Beide Dokumente sind als PDF Dateien angelegt und vorerst nur in englischer Sprache vorhanden. Wir werden uns um einen Übersetzung ins Deutsche bemühen.


Politik [20.3.2007]
Tanya Reinhart (1944-2007)

Am Samstag, den 17. März 2007 ist die israelische Lingustin Tanya Reinhart im Alter von 63 Jahren verstorben. Reinhart studierte Philospphie und Hebräische Literatur an der Hebräischen Universität in Jerusalem und später am Massachusetts Institute of Technology, wo Noam Chomsky ihr Doktorvater war. Neben ihren linguistischen Arbeiten lieferte Reinhart auch Beiträge zur Literaturtheorie und zur Erforschung der Massenmedien und Propaganda. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit war Reinhart aber auch ein ständiger Motor als Autorin und Aktivistin in den internationalen Bemühungen um Frieden zwischen Israel und Palästina. Zu ihren letzten Büchern gehörte The road map to nowhere: Israel/Palestine since 2003, London, Verso, 2006. ( ISBN 1-84467-076-7). Reinhart war mit dem israelischen Schriftsteller Aharon Shabtai verheiratet.


Politik [19.3.2007]
Japan spendet 4,2 Millionen US $ für palästinensische Flüchtlinge

Der japanische Botschafter in Jordanien, Shigenobu Kato, unterzeichnete in Amman einen Vertrag über die Spende von 4,2 Millionen US $ zur Unterstützung palästinensischer Flüchtlinge im Libanon, in Syrien, Jordanien, der West Bank und dem Gaza-Streifen. Das Geld soll hauptsächlich zum Einkauf und zur Verteilung von Bohnen verwendet werden. Die Presseerklärung der United Nations Relief & Works Agency for Palestine Refugees (UNRWA) haben wir ihnen in englischer Sprache hier als PDF Datei zur Verfügung gestellt.


Politik [19.3.2007]
Israelis für Kontakte mit Palästinener-Regierung

Nach einem Bericht der österreichischen Zeitung Der Standard sind 56 Prozent der Israelis für eine Aufhebung des Boykotts des Kabinetts von Ministerpräsident Hanieh. Hier nachzulesen.


Politik [15.3.2007]
Ideenschmiede in Ramallah

Die in Ramallah ansässige Palo-Dutch Concept Factory, eine palästinensische Ideenschmiede, geleitet von Werbefachleuten aus Palästina und den Niederlanden, hält vom 4. bis 6. Mai 2007 einen Workshop in Ramallah ab. Gesucht werden 30 Teilnehmer, die an Konzepten für verschiedene Kampagnen mitarbeiten wollen. Die Teilnahme ist kostenlos. Bewerbungen (in englisch) können per Internet augeführt werden. Themen bisheriger Workshops waren "Send a Friend" (Austausch niederländischer und palästinensischer Schüler), "Sell the Wall" (der Verkauf von kleinen Teilen der Mauer, die markiert und fotografiert werden) und "Palovision" (Kampagne für einen palästinensischeBeitrag für das 2009 stattfindende Eurovision Songfestival).


Politik [14.3.2007]
U-Bahn Jerusalem: Klage in Frankreich

Letzte Woche reichte die Association France Palestine Solidarite (AFPS) eine Klage gegen die Firmen Veolia und Alstom ein, die beide an dem Bau einer israelischen Straßenbahn durch das besetzte Ost-Jerusalem beteiligt sind. Die geplanten acht Linien der Straßenbahn sollen u. a. West-Jerusalem mit dem Ring illegaler jüdischer Siedlungen in der West Bank verbinden. Die Bahn wird somit zu einem bedeutenden Faktor in der israelischen Besiedlung Ost-Jerusalems. Nach französischem Recht sind Verträge nichtig, die gegen die öffentliche Ordnung oder die gute Sitten verstoßen. Die Klage von AFPS zielt auf die Anullierung der Verträge zwischen Alstom, Veolia and der israelischen Regierung über den Bau und den Betrieb der Straßenbahn. Eine Erklärung in französischer Sprache ist hier nachzulesen.


Politik [12.3.2007]
68.4% der Juden in Israel fürchten einen Aufstand der arabischen Bewohner des Landes

Die Online-Ausgabe der israelischen Tageszeitung Haaretz veröffentlichte Ergebnisse einer Meinungsumfrage, die von der Fakultät für Sozialwissenschaften an der Universität Haifa durchgeführt wurde. Weitere Resultate: 63,3% gaben an, dass sie keine arabische Stadt in Israel betreten; 80% der Juden vertraten die Meinung, dass in kommenden Vereinbarungen über die Grenzen und die Demographie von Israel, Juden eine Mehrheit behalten sollten; 64,4% der befragten Juden empfinden die Geburtenrate der israelischen Araber als ein Sicherheitsrisiko; 83,1% empfinden israelische Araber wegen ihrer Unterstützung der Palästinenser als Sicherheitsrisiko; 80% der arabischen Bevölkerung Israels befürchten Massenenteignung an Land durch den Staat; 73,8% der arabischen Bevölkerung Israels fürchten sich vor durch israelische Autoritäten zugefügtes Leid und 71,5% vor durch israelische Bürger zugefügtes Leid. Nachzulesen in englischer Sprache.


Politik [12.3.2007]
Erich-Mühsam-Preis

Bereits am 4.3.2007 wurde der zweijährlich vergebene Erich-Mühsam-Preis dem Komitee für Grundrechte und Demokratie zugesprochen. Die Erich-Mühsam-Gesellschaft hat das Komitee insbesondere wegen der friedenspolitischen Kampagne „ Ferien vom Krieg ” ausgewählt, in der Jugendliche aus Krisengebeieten, u. a. auch iseraelische und palästinensische Jugendliche, alljährlich zu gemeinsamen Ferien eingeladen werden.


Politik [10.3.2007]
Offener Brief an Kardinal Lehmann

Mit einem offenen Brief an Kardinal Prof. Dr. Dr. Karl Lehmann in Mainz äussern sich Evelyn Hecht-Galinski, Ellen Rohlfs und Günter Schenk zu der Kampagne des Zentralrates der Juden in Deutschland gegen die Äusserungen deutscher Bischöfe während ihres Besuchs in Palästina. Den Wortlaut des Offenen Briefes haben wir Ihnen hier als PDF-Datei zur Verfügung gestellt.


Politik [10.3.2007]
The Spirit of Sumud

Eine Fotoausstellung mit 50 Bildern von James Prineas ist im Internet zu besuchen. Die Ausstellung wurde im Oktober 2006 im Bethlehem Peace Center gezeigt. Die Bilder sind den Themenkreisen "Ein palästinensisches Fest", "Das Wadi Kelt" und "Die Mauer" zuzuordnen. Die Untertitlung ist in englischer Sprache.


Politik [10.3.2007]
Challenge 102

challenge102 Die Ausgabe 102 (= März-April 2007) des Magazins Challenge ist erschienen. Challenge wird von Arabern und Juden in Jaffa herausgegeben. Neben politischen Reportagen, Interviews und Augenzeugenberichten finden sich auch Beiträge zu Kunst und Kultur. Das Magazin wurde 1990 während der 1. Intifada gegründet. Es erscheint in englischer Sprache. Näheres zum Inhalt.


Politik [7.3.2007]
2. Jährliche Konferenz in Bilin, 18. - 20. April 2007

Laut einer Mitteilung wird im April 2007 eine Konferenz in Bil'in bei Ramallah stattfinden, auf der folgende Redner angekündigt sind (in alphabetischer Reihenfolge): Sam Bahaour (palästinensischer Aktivist und Unternehmer), Azmi Bishara (palästinensischer Abgeordner im Knesset), Amira Hass (israelische Journalistin und Autorin), Stéphane Hessel (ehemaliger französischer Botschafter), Jean-Claude Lefort (französischer Parlamentarier), Mairead Corrigan Maguire (irische Nobelpreis-Trägerin), Luisa Morgantini (italienische EU Abgeordnete), Ilan Pappe (Autor) sowie Repräsentanten des Dorfes Bil'in. In Workshops sollen gewaltfreie Strategien gegen die Unterdrückung vermittelt werden. Näheres, auch zu einer eventuellen Teilnahme, auf englisch.


Politik [6.3.2007]
Kein weiteres Bantustan!

Die kanadische Koalition gegen israelische Apartheid (Coalition against Israeli Apartheid - CAIA Logo CAIA) ruft weltweit zur Teilnahme an der Ausstellung "Kein weiteres Bantustan!" auf. Gefragt sind alle Kunstgegenstände zum Thema. Kontakt kann über die email Adresse no.more.bantustans@gmail.com hergestellt werden. Die Ausstellung wird in Kanada zu sehen sein. Die Anregung zu der Ausstellung rührt aus der Erfahrung mit gleichartigen Aktionen gegen die südafrikanische Apartheid. Der komplette Aufruf in englischer Sprache kann hier gelesen werden.



Politik [5.3.2007]
Lokale und Internationale Unterstützung für den Kampf der Bauern

Dutzende lokale und internationale Freiwillige halfen am Samstag, den 3. März, palästinensischen Bauern bei der Pflanzung von Olivenbäumen in der Nähe von Bethlemen nahe der illegalen Mauer. Die Aktion war Teil der Kampagne Die Hoffnung am leben erhalten: Olivenbaum-Kampagne (Keep Hope Alive: Olive Tree Campaign). Ziel der Kampgane ist die Anpflanzung von 50.000 Bäumen auf Feldern, die zuvor entweder durch Konfiszierung, den Bau der Mauer oder durch die Ausbreitung illegaler israelischer Siedlungen verwüstet wurden. Nachzulesen in englischer Sprache auf den Seiten von Ma'an News Agency.


Politik [3.3.2007]
Der Unsinn der Mauer

Deutsche Bischöfe waren zu Besuch im Heiligen Land. Ihre Reaktion: Erschütterung über die Mauer. Der Kölner Kardinal Meisner wörtlich: "Dass man Menschen separiert, …so was macht man bei Tieren aber bei Menschen doch nicht " Das Zitat ist einem Bericht des Kölner Dom Radio entnommen, nachzulesen hier.


Bibliothek [02.03.2007]
Buchvorstellung: „Das palästinensische Rundfunksystem und die deutsch-palästinensische Medienkooperation” von Jamal Nazzal (2006)

'Das palästinensische Rundfunksystem und die deutsch-palästinensische Medienkooperation' von Jamal Nazzal Gegenstand der Dissertion des 1971 in Köln geboren Palästinensers Jamal Nazzal ist das palästinensische Rundfunksystem, eines der jüngsten (seit 1996) und bislang kaum erforschten Rundfunksysteme des Nahen Ostens.

Untersucht wird die Rolle audiovisueller Medien bei der Entwicklung des demokratischen Prozesses in den palästinensischen Autonomiegebieten. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwiefern die deutsch-palästinensische Zusammenarbeit bei der Förderung einer pluralistischen Medienlandschaft zum Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen beiträgt.
Der Autor untersucht dazu zahlreiche Projekte medialer Zusammenarbeit zwischen deutschen Medienorganisationen bzw. Stiftungen und palästinensischen Hochschulen, Radio- und Fernsehsendern. Insbesondere wird das von der Heinrich Böll-, der Bertelsmann- und der schwedischen FOJO-Stiftung geförderte Radio- und Fernsehprojekt an der Bir Zeit University (BZUMI) behandelt.

Das Buch kann in der Präsenzbibliothek des IPK eingesehen werden.


Politik [1.3.2007]
Irischer Bischof zur EU und Israel

Auf einer Pressekonferenz am 27. Februar in Dublin berichteten katholische Bischöfe aus Irland über ihre Vorbereitung eines Treffens mit Aussenminister Dermot Ahern. Bischof Raymond Field: "Heute treffen wir uns mit Minister Ahern und sprechen die Ausgestaltung der Vereinbarungen zwischen der EU und Israel an. Wenn wir auch die Zusammenarbeit der EU mit ihren Nachbarländern begrüßen, kann diese Zusammenarbeit nicht auf Kosten eines großen Teils der einheimischen Bevölkerung gehen - in diesem Fall auf Kosten der Palästinenser. Wo vieles für den systematischen Missbrauch der Menschenrechte auf einer bereiten Basis wie in den Besetzten Gebieten spricht, müssen Fragen gestellt werden, die die Angemessenheit enger geschäftlicher, kultureller und kommerzieller Verbindungen mit Israel betreffen." Die gesamte Presseerklärung in englischer Sprache ist hier nachzulesen.


Politik [28.2.2007]
Deutsche Politiker sollten in die Flüchtlingslager gehen

In einem Interview äußerte der Rechtsanwalt Khaled Kasab Mahameed, Leiter des Arabischen Institutes für Holocaustforschung und -Aufklärung in Nazareth, dass deutsche Politiker in die palästinensischen Flüchtlingslager gehen sollten um anhand von Bildern und Texten den Genozid an den Juden zu erklären. Das sei sinnvoller, als U-Boote nach Israel zu schicken. Interview und Übersetzung aus dem Arabischen von Anis, geführt am 24.02.2007. Hier in deutscher Sprache nachzulesen.


Politik [28.2.2007]
Partnerbuchhandlung mit Präsenzbuch - Nachrichten aus dem Institut

Ab sofort sucht das IPK Buchhandlungen, die sich verpflichten wichtige Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt zum Thema Palästina ständig vorrätig zu haben. Als Gegenleistung weist das IPK in der Rubrik Neuerscheinungen diese Bücher als Präsenzbücher aus. Wir hoffen, diese Bücher damit einem größeren Publikum zugängig zu machen.


Politik [24.2.2007]
Mehrheit der Palästinenser unterstützt Ein-Staaten-Lösung

Nach der jetzt veröffentlichten Auswertung der ständigen Umfragen der Near Eastern Consulting vom 2. Februar 2007 unterstützen 65,5% der Palästinenser eine Ein-Staaten-Lösung für Israel und Palästina, d. h. einen Staat auf dem Gebiet des historischen Palästina, in dem Moslems, Christen und Juden gleiche Rechte und Pflichten haben. Das genaue Ergebnis in englischer Sprache ist hier einzusehen. Weitere Ergebnisse, z. B. zur Politik der Hamas, der Einigung von Mekka oder über die Krise zwischen Hamas und Fatah, sind, ebenfalls in englisch, hier nachzusehen.


Politik [23.2.2007]
Freedom Theatre Jenin

Der Informationsbrief vom Januar 2007 des Freedom Theatre aus Jenin liegt jetzt in deutscher Sprache vor. Er ist als PDF einzusehen.


Politik [19.2.2007]
Jonathan Pollaks Schlusswort

In einem Gerichtsverfahren gegen elf Aktivisten der israelisch/palästinensischen Gruppe Anarchisten gegen die Mauer (Anarchists Against the Wall), wurden alle Angeklagten vin einem israelischen Gericht verurteilt. Sie hatten einen Sitzstreik als Protest gegen den Mauerbau durchgeführt. Zehn von ihnen erhielten 80 Stunden Sozialdienst als Strafe. Jonathan Pollak, der elfte Angeklagte, lehnte diese Strafe ab und forderte das Gericht auf, ihn zur Haft zu verurteilen. "Es ist üblich, um Nachsicht und zur Aussetzung einer Strafe zur Bewährung zu bitten. Ich bitte, mir kein Urteil mit Bedingungen auftzerlegen, sondern um eine aktive Verurteilung, weil, wie es die Sachlage ist, jede in den besetzten Gebieten stattfindende Demonstration nach dem extensiven und anti-demokratischen System der geschlossenen militärischen Zone zur illegalen Versammlung erklärt wird. Unter diesen Umständen wird jede an Bedingungen geknüpfte Verurteilung schnell ein aktive. Wenn Euer Ehren glaubt, dass man dafür ins Gefängnis geschickt werden sollte, bitte nehmen Sie sich die Freiheit und schicken mich persönlich ins Gefängnis, hier und jetzt." Der volle Wortlaut ist in englischer Sprache auf den Seiten der Anarchisten gegen die Mauer nachzulesen. Auf Antrag des Staatsanwalts wurde Pollak doch zur Bewährung verurteilt und mit einer Geldstrafe belegt.


Politik [19.2.2007]
Vorschau demnächst erscheinender Bücher

- Nachricht aus dem Institut
Neu auf den Seiten des IPK ist die Vorschau auf demnächst erscheinende Bücher, seien es Neuerscheinungen oder neue Auflagen älterer Bücher. Einzusehen hier. Eine Seite mit Besprechungen erschienener Bücher ist in Vorbereitung.


Politik [19.2.2007]
Israelische Apartheid Woche

Gestern endete die dritte Israelische Apartheid Woche, die bereits in den zwei IAW Plakat vorangegangenen Jahren durchgeführt wurde. In diesem Jahr waren Organisationen in Kanada (Toronto, Montreal, Ottawa, Hamilton), Großbritannien (Oxford, Cambridge, London) und U.S.A. (New York) beteiligt. Eine Woche lang wurde mit verschiedenen Veranstaltungen über die Politik der Apartheid der israelischen Regierung gegenüber den Palästinensern informiert. Die politischen Ziele der Organisatoren sind die vollständige Gleichheit der arabischen Bürger Israels, das Ende der Besatzung und der Kolonisation der West Bank und von Gaza und das Recht auf Rückkehr und auf Entschädigung für palästinensische Flüchtlinge gemäß der UN-Resolution 194. Zu den Protagonisten zählen prominente Palästinenser, israelische Anti-Zionisten und Südafrikaner. Zu den Referenten gehörte Jamal Zahalka, palästinensischer Israeli, Mitglied des israelischen Parlaments, der eine Vorlesung mit dem Titel "Den Mythos von der israelischen Demokratie entlarven" in Montreal und Toronto hielt. Weitere Informationen über die Israelische Apartheid Woche hier und über die Vorlesung hier. Beide Seiten sind in englischer Sprache.


Politik [18.2.2007]
Das Problem mit Israel

Ein Beitrag vom November 2006 von Jeff Halper, Koordinator des Israelischen Komitees gegen Häuserzerstörungen. Deutsch von G. Weichenhan-Mer. Wortlaut hier als PDF.


Politik [17.2.2007]
Kniefall gefordert

Washington setzt auf Bürgerkrieg: Die geplante palästinensische Einheitsregierung entspricht nicht der westlichen Strategie. Demokratie und Besatzung unvereinbar. Beitrag von Werner Pirker in der Jungen Welt.


Politik [13.2.2007]
Chilenischer Richter Juan Guzman in Israel

Der chilenische Richter Juan Guzman hält sich für eine Woche in Israel auf, um die Möglichkeiten legaler Verfolgung der Zerstörung palästinensischer Häuser zu erörtern. Guzman wurde dadurch bekannt, dass er den chilenischen Ex-Diktator Pinochet vor Gericht anklagte. Er folgt mit seinem Besuch einer Einladung des Israel Committee Against House Demolitions (ICAHD). Nach Angaben des ICAHD Koordinators Jeff Halper, zerstörte Israel seit 1967 rund 18.000 palästinensische Wohnhäuser in der West Bank und in Gaza. Ein Interview in spanischer Sprache mit Guzman zu seiner Mission in Israel ist auf dem chilenischen Nachrichtenportal El Clarin nachzulesen.


Politik [11.2.2007]
Die Besatzung gefährdet das Christentum

Orthodoxer Erzbischof kritisiert Israel. Kurzer Bericht des Tagesspiegels über den Besuch des Erzbischofs der griechisch-orthodoxen Kirche in Jerusalem, Attallah Hanna, in der Bundesrepublik.


Politik [9.2.2007]
Filmverzeichnis - Nachricht aus dem Institut

Das IPK beginnt mit der Dokumentation von Filmen aus und über Palästina. Erste Ergebnisse sind hier zu sehen.


Politik [8.2.2007]
Sisyphos in Ramallah

Wenn die internationale Gemeinschaft so weitermacht, provoziert sie einen Bürgerkrieg ”, wird der vormalige nordirische Polizeipräsident McIvor in einem Bericht von Stefan Tomik über die EU-Polizeimission in Ramallah zitiert. Und: „Hamas steht für Ordnung. Soweit wir das sehen, ist die Hamas nicht korrupt . ” Nachzulesen in FAZ.net.


Politik [8.2.2007]
Der Bürgerkrieg kann noch eskalieren

Helga Baumgarten, Politikprofessorin an der Birzeit Universität in Ramallah, erklärt in einem Interview mit Focus-online, wieso die Palästinenser den Frieden brauchen, und wie wichtig die Haltung der USA und Israels zum Treffen in Mekka ist.


Politik [6.2.2007]
Willig, aber an den Rand gedrängt

Carsten Kühntopp vom ARD-Hörfunkstudio Amman zum innerpalästinensischen Machtkampf und die Rolle Palästinas in der der Arabischen Liga. Bericht online in Tagesschau.de.


Politik [6.2.2007]
Die Bedeutung der Kriegsdienstverweigerung in Israel ist sehr groß

Ein Interview mit Hagai Matar, israelischer Kriegsdienstverweigerer und Mitglied bei der israelischen Friedensgruppe New Profile. Hagai Matar machte im Dezember 2006 eine Veranstaltungsrundreise durch die Bundesrepublik. Das Interview ist auf den Seiten der Graswurzelrevolution nachzulesen.


Politik [3.2.2007]
Beleidigung des Humanismus

Der Publizist und Politologe Alfred Grosser, 83, äußert sich in der TAZ zur Verleihung des Börne-Preises an Henryk M. Broder.


Politik [25.1.2007]
Israelische Friedensaktivisten und ein Mitnahmeverbot für Palästinenser

In einem in der Berliner Umschau veröffentlichten Artikel äußert sich Uri Avnery zu der „eingefrorenen” Order, die es israelischen Fahrern verbietet, Palästinenser mitzunehmen.


Politik [25.1.2007]
Seit einem Jahr Ablehnung der Demokratie in Palästina

Eine Erklärung des Exekutivkomitees der Europäischen Juden für einen gerechten Frieden steht in deutscher Übersetzung zum Download auf unseren Seiten bereit.


Politik [19.1.2007]
Die Gesetze des Dschungels

Kurze Chronik einer Kette von Brandstiftungsversuchen. Das Tagebuch des einstigen israelischen Premierministers Moshe Sharett. Besprechung im Freitag von Reuven Moskovitz, Historiker und Mitbegründer des Friedensdorfes Neve Shalom/Wahat Salam in Israel, eine Siedlung, in der Israelis und Palästinenser zusammenleben. Er war Sekretär der Bewegung für Frieden und Sicherheit in Israel und ist Träger des internationalen Aachener Friedenspreises 2003. Unter anderem ist von ihm das Buch erschienen Der lange Weg zum Frieden.


Politik [18.1.2007]
Es muss eine neue politische Konstellation geschaffen werden

Katholische Bischöfe aus aller Welt sind seit Sonntag (14.1.) beim «Internationalen Bischofssymposium im Heiligen Land». Gespräch der Deutschen Welle mit Ulrich Pöhner von der Bischofskonferenz zur Lage der Christen im Nahen Osten. Wortlaut hier.


Politik [18.1.2007]
Friedensaktivistin: Ur-Gewalt in Nahost

Felicia Langer, Trägerin des Alternativ-Nobelpreises, spricht in einem Interview des Wiener KURIER über die Politik Israels.


Politik [17.1.2007]
Die Nahost-Politik der USA ist bigott

In der US-Außenpolitik wird sich nichts Wesentliches ändern. Vielleicht wird, dank der Demokraten, der Ton etwas weniger aggressiv - doch von ihrer einseitigen Pro-Israel-Politik wird Washington nicht abrücken, so Noam Chomsky in einem Interview mit der TAZ.


Politik [13.1.2007]
Sehnsucht nach Frieden

Im Libanon leben über 390.000 Palästinenser in Flüchtlingslagern. Sie warten auf bessere Zeiten in einem eigenen Land. Reportage von Thomas Frenzel in der Jungen Welt.


Politik [11.1.2007]
Bundesregierung ist im Nahostkonflikt gefordert

Eine Erklärung zur Einladung an Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu einem offiziellen Deutschland-Besuch und zur De-Facto-Anerkennung Israels durch Hamas-Chef Chaled Maschaal von Wolfgang Gehrcke, Sprecher für internationale Beziehungen und Obmann der Fraktion DIE LINKE. im Auswärtigen Ausschuss, ist hier nachzulesen.




Politik [10.1.2007]
Auf dem Niveau von Bettlern

Der Leitartikel von Roni Ben Efrat in der aktuellen Ausgabe der "Challenge" (Hinweis auf unseren Seiten hier ) ist inzwischen in der online Ausgabe der Neuen Rheinischen Zeitung in deutscher Übersetzung erschienen. Er kann auch als PDF geladen werden.


Politik [6.1.2007]
Islam und Demokratie

Udo Steinbach, Direktor des Deutschen Orient-Instituts, wehrt sich in einem Beitrag des Österreichischen Rundfunks (ORF) gegen die Behauptung, dass Islam und Demokratie unvereinbar seien: „Sie vergleichen Äpfel und Birnen. Sie können nur Religion mit Religion und Staatsform mit Staatsform vergleichen.” Und: „Es ist einfach nicht zutreffend, dass Muslime im Kontext ihrer Religion ein Problem mit der Demokratie haben!” Ein Auszug des Beitrags kann online gehört werden.


Politik [5.1.2007]
Aufruf der Birzeit Universität

Die Universität in Birzeit sieht sich ernsten Problemen ausgesetzt, den Lehrbetrieb aufrecht zu erhalten. Lehrkräfte und Studenten mit nicht-israelischen Pässen wird zunehmend der Zugang zur Universität verwehrt. Die Universität ruft dazu auf, sich an Politiker oder die israelische Botschaft zu wenden, um die Menschen, die in Birzeit arbeiten, studieren oder leben wollen, mit entsprechenden Visa auszustatten. Der Bericht in englischer Sprache ist hier zu finden.


Politik [4.1.2007]
Challenge

Die neue Ausgabe von Challenge, Januar-Februar 2007, ist erschienen. Näheres zum Inhalt.


Politik [1.1.2007]
Grünhelme bereiten Operation in Gaza vor

Zitat aus der Webseite der Grünhelme: "Wir bereiten mit unermüdeter humanitärer Sturheit eine Operation im Gaza Streifen vor. Aus dem einzigen Grund, weil es den Menschen dort wahnsinnig schlecht geht, und viele Häuser und Dörfer kaputt geschossen wurden. Das Projekt wollen wir in Zusammenarbeit mit der Friedensoase in Israel, Neve Shalom, und der Friedensbewegung in Israel Gusch beginnen und durchführen. Neve Shalon ist einer der Orte, an denen jüdische und palästinensische Familien weiter zusammeleben. Gut zusammenleben. "


Politik [21.12.2006]
Faten Mukarker

Faten Mukarker, palästinensische Christin aus Beit Jala / Bethlehem, kommt für mehrwöchige Vortragsreisen nach Deutschland. Die Pressemitteilung finden Sie hier als PDF.

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