| Institut für Palästinakunde - IPK - |

Kultur
"Arabisches Fräuleinwunder" - Der Kölner Alawi-Verlag hat sich
auf weibliche Autorinnen spezialisiert (DLF) [08.03.2010]
"Ein Verlag, der ausschließlich arabische Literatur auf Deutsch veröffentlicht - kann das funktionieren? Ja, meinte Abdul-Rahman Alawi und gründete vor zwei Jahren gemeinsam mit mehreren Mitstreitern den Alawi Verlag. Obwohl das Interesse an arabischer Literatur auf dem deutschen Buchmarkt auch nach dem Auftritt der arabischen Welt als offizielles Gastland der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2004 nur mäßig zunahm, glaubt der gebürtige Palästinenser Alawi fest daran, die Neugier für arabische Literatur beim deutschen Leser wecken zu können - und zwar mit Literatur aus weiblicher Feder. Zwei Titel hat Alawi bisher herausgegeben, der dritte erscheint im Februar. Warum aber diese Konzentration auf Literatur von Frauen, obwohl arabische Literatur es ohnehin schwer hat in Deutschland?"
Den vollständige Bericht des DLF finden Sie hier.
Die Bücher 'Hennanacht' sowie 'Lulu' können Sie auch im IPK-Büro einsehen bzw. erwerben.

The real Ajami (Al-Jazeera) [06.03.2010]
Der Oscar-nominierte Film 'Ajami' spielt in einer gleichnamigen
arabisch-jüdischen Nachbarschaft in Israel und zeigt einen
dramatischen Ausschnitt aus dessen rauher Wirklichkeit.
Unlängst fanden sich die Filmproduzenten jedoch in einem echten
Drama wieder, als einer von Ihnen, Tony Copti und sein
Bruder, verhaftet, geschlagen und anschliessend ohne
irgendeine Anklage wieder freigelassen wurden.
Tony erklärte, daß sich solche Übergriffe für viele arabische
Bewohner Ajamis mehr und mehr zum Alltag entwickelten.
Dies gehöre zu den israelischen Methoden, um die Araber aus Jaffa
herauszudrängen - was in einem engen Zusammenhang mit den
gestiegenen Immobilienpreisen in der Stadt stünde.
Ergänzende Links:
Während des Oscar-Wettbewerbs zeigen die Proteste in Jaffa die Realität hinter dem Film (haa)

„Ajami” - Preisgekrönter Film kommt in deutsche Kinos [02.03.2010]
"Tel Aviv, Jaffa, Ajami. Hier ist das Babel der Gegenwart, das Leben ein permanenter Ausnahmezustand.
Seit langem Verfeindete leben hier als Nachbarn auf engstem Raum. Omar, der sich in die junge Hadir verliebt hat,
wird in einen blutigen Streit mit einer mächtigen arabischen Familien verwickelt und von ihrer grausamen Rache verfolgt.
Ihm bleibt nur die Flucht und dennoch kann er die Stadt und Hadir nicht verlassen. Seine letzte Chance ist,
das von einem islamischen Richter festgesetzte - und dennoch unbezahlbare - Schuldgeld aufzutreiben.
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Berlinale - Mohammad Bakri erhält „Platin Bär für die Meinungsfreiheit” 2010 [19.02.2010]
18 israelische Filmemacher - darunter ehemalige Teilnehmer oder
Preisträger vergangener Berlinalen - haben sich zusammengefunden,
um einen neuen Preis - den „Platin Bär für die Meinungsfreiheit” -
zu stiften.
Preisträger 2010 ist der palästinensische Filmemacher
Mohammad Bakri,
dem der Preis an diesem Freitag im Ballhaus in der Naunynstraße
(ab 17:00, Eintritt frei) nach den Vorführung seines neuen Films
Zhara durch Udi Aloni und Scandar Kopti überreicht werden soll.
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'Middle Eastern Cinemas'-Film (MEC) eröffnet Online-Shop [16.01.2010]
Die Verleih und Vertriebsfirma mec
(middle eastern cinemas), die sich auf kurze, mittellange und abendfüllende
Dokumentar- und Spielfilme aus dem Nahen und Mittleren Osten spezialisiert hat,
gibt die Eröffnung ihres neuen Online-Shops
bekannt.
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„Der palästinensische Dichter Mahmud Darwisch (1941-2008)” - Bachelorarbeit von K. Kretschmann [25.11.2009]
Das IPK dankt Frau Kristin Kretschmann für ihre Zustimmung, ihre
Bachelorarbeit - „Der palästinensische Dichter Mahmud Darwisch (1941-2008)” - auf
den Seiten des IPK zu veröffentlichen:
„Ich will die Sache meines Volkes in allen Ausmaßen auf den Seiten des humanistischen Gedichtbandes festhalten, wie sie es verdient.“ Mit diesen Worten beschreibt Mahmud Darwisch in einem Gespräch 1968 selbst die Rolle, in der er seine Dichtung sieht. Sie sollte Ausdruck des Verlustes seines Volkes der Heimat, seines Leidens unter der israelischen Besatzung und dem Exil und vor allem des Widerstands sein – und ist es bis heute. Weltweit ist Mahmud Darwisch bekannt als Dichter der besetzten Erde, als Dichter des palästinensischen Widerstands. Sein persönliches Schicksal und seine Identität verschmilzen mit denen seines gesamten Volkes. Er verkörpert die Opfer, die der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern gefordert hat und bringt die Probleme zur Sprache, die er hervorgebracht hat.
Die Arbeit können Sie hier einsehen.

Bonn: Konzert mit Marwan Abado Duo & Kamilya Jubran [03.10.2009]
In der Bonner Brotfabrik findet am 3. Oktober (Sa.) um 20:00 Uhr ein
Konzert mit zwei hervorragenden Solisten der palästinensischen
Musik-Avantgarde statt; zeitgenössische Poesie-Vertonungen mit dem
zentralen Instrument arabischer Musik, der Oud.
Kamilya Jubran stammt aus einer berühmten Musikerfamilie in Palästina. Mit vier Jahren
begann sie auf der Oud und dem Qanun zu spielen und sucht seit dem das musikalische
Abenteuer. Sie vertont zeitgenössische arabische Gedichte, übersetzt und vertont Poesie aus
anderen Kulturen ins Arabische.
Marwan Abado & Peter Rosmanith
gaben ihr erstes gemeinsames Konzert in der libanesischen
Hauptstadt Beirut. Seither befinden sich die beiden auf einer Reise zwischen Orient und
Okzident. Marwan Abados lyrische Stimme und seine erzählende, arabische Oud treffen auf
Peter Rosmaniths weltoffene, einfühlsame Perkussion. Die Lieder stammen großteils
aus eigener Feder oder von libanesischen und palästinensischen Dichtern.

„Wiedersehen in Jenin” - Stephan Wolf-Schönburg beim 'Freedom Theatre' (Jun 09) [25.09.2009]
Der Schauspieler Stephan Wolf-Schönburg hat nach Abschluss seiner Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien ebendort u.a. an Taboris Theater „Der Kreis” sowie am Volkstheater gearbeitet. Zu den Stationen seiner Karriere gehört eine Vielzahl weiterer prominenter Bühnen.
Im Frühjahr und Sommer diesen Jahres arbeitete er als Lehrer am 'Freedom Theatre' in Jenin:
„Während des Gazakrieges unterrichtete ich bereits die Studenten des medico-Partners The Freedom Theatre. In der Zeit stellte sich heraus, dass in April-Mai ein Lehrerengpass die Schauspielschule belasten würde, und so entschloss ich mich noch mal zwei Monate in Jenin im Norden Palästinas zu arbeiten. Nach mehrfachen Gesprächen mit Juliano Mer Khamis, beschließen wir, dass ich mit den Studenten an Texten von Mahmoud Darwish aus dem Gedichtband “The Butterfly´s Burden” arbeiten werde. ...”
Den vollständigen Beitrag bei 'medico international' finden Sie hier.

„Auftritt des 'Freedom Theatre' in Frankfurt” (von I. Radel, dpa) [23.09.2009]
Das "Freedom Theater" aus Jenin, das einzige Theater innerhalb eines palästinensischen Flüchtlingslagers, macht auf seiner ersten Auslands-Tournee auf die dramatische Lage in den besetzten Gebieten aufmerksam. Das kleine Willy Praml Theater platzt am Donnerstagabend beim Tourneeauftakt in Frankfurt aus allen Nähten - zusätzlich zu den regulären 200 Sitzen werden Matten ausgelegt und Stehplätze erfunden. In dem Stück "Fragments of Palestine" erzählen die jungen Menschen vom Alltag in Jenin. Unterdrückt von den Israelis, aber auch eingeengt von den archaischen Werten vieler Palästinenser.
Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

Fernsehen: west.art (Di., 22.9) - "Das 'Freedom Theatre' zu Gast in NRW" [22.09.2009]
Am Dienstagabend berichtet der WDR um 22:30 Uhr in
'west.art'
über die Tournee des 'Freedom Theatre' in NRW:
„Wenn Kunst Menschen neue Lebenshoffnung gibt, dann hier. In Dschenin im Westjordanland wohnen rund 35.000 Palästinenser, deren Stadt von den Israelis besetzt ist. Personenkontrollen, Absperrungen, Einschränkungen - so sieht hier "Leben" aus. Das Veranstaltungszentrum "Freedom Theatre" möchte jungen Menschen Wege aufzeigen, mit den Mitteln der Kunst soziale und politische Veränderungen herbeizuführen. Junge Schauspieler des Freiheits-Theaters sind jetzt in NRW auf Tournee. west.art stellt das bewegende Projekt und die jungen Künstler vor.”

Marcel Khalife - Mahmoud Darwish: "Wir aber lieben das Leben" [18.09.2009]
Wir aber lieben das Leben wann immer wir es finden
Wir tanzen zwischen zwei Märtyrern, errichten zwischen beiden ein Veilchenminarett oder pflanzen Dattelpalmen
Wir lieben das Leben wann immer wir es finden
Der Seidenraupe rauben wir den Faden, um einen Himmel uns zu bauen und diesen Abschied uns zu weben
Wir lassen das Gartentor offen, damit der Jasmin an schönen Tagen ausgehen kann
Wir lieben das Leben wann immer wir es finden
Wo wir auch wohnen, säen wir schnellwachsende Pflanzen
Wo wir auch wohnen ernten wir einen Toten
Wir blasen auf der Flöte die ferne, ferne Farbe, und zeichnen ein Wiehern in den Staub unserers Weges
Dann schreiben wir unsere Namen auf, Stein für Stein
O Blitz, erhelle uns die Nacht, leuchte ein wenig
Wir aber lieben das Leben, wann immer wir es finden
Mahmoud Darwish
(dt. Claudia Ott)

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