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Politik (Archiv)
Israel wachsende Umklammerung Jerusalems verstehen [16.04.2010]

Israel schafft Voraussetzungen für willkürliche Deportationen [13.04.2010]
Durch zwei Militärverordnungen die am heutigen Tag in Kraft
treten, verschafft sich Israel einen Freibrief Palästinenser
auf der Westank nach Gutdünken zu deportieren.
Durch die Änderungen der Verordnungen betreffend die "Prevention of
Infiltration" und "Security Provisions" wird u.a. der Begriff "Infiltrant"
neu definiert, so daß letztlich jede Person von dem Begriff erfasst wird,
die sich in der Westbank aufhält und dazu keine "Erlaubnis" besitzt.
Dabei bleibt unklar, was unter "Erlaubnis" genau zu verstehen ist.
Durch die neue Regelung werden daher auch Palästinenser erfasst,
die keine israelische "Erlaubnis" besitzen, etwa weil sie nie im
Besitz einer solchen waren.
Es ist daher zu befürchten, dass es im Westjordanland aufgrund der
Neuregelung zu zahlreichen Verhaftungen und Deportationen von Palästinensern
durch die israelische Armee kommen wird.
In deutschen Medien ist dazu nur von drohenden 'Ausweisungen' die Rede, womit die Palästinenser gewissermassen offiziell zu 'Eindringlingen' bzw. Flüchtlingen in Palästina erklärt werden.
Ergänzende Links:
Protestbrief isr. Menschenrechtsorganisationen (HaMoked)
Interview mit Elad Cahana, Anwalt von "HaMoked" (dw)
Interview mit Tsafrir Cohen (Audio, dw)

34 Jahre 'Tag des Bodens' [31.03.2010]
Anfang 1975 wurden Pläne der isr. Regierung bekannt, in Galiäa eine jüdische Mehrheit herzustellen. Nachdem dazu im Februar 1976 nahe Sakhnin 2.100 Hektar Land beschlagnahmt worden waren, riefen die Palästinenser für den 30. März zu Protesten und Streiks auf.
Die isr. Antwort bestand in der Entsendung tausender von Soldaten und
Polizisten, welche die Proteste mit Gewalt niederschlugen und sechs
Palästinenser erschossen.
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Israel kommt solchen Zielen und internationalen Verpflichtungen jedoch in keiner Weise nach:
- Israel ignoriert seit mehr als 60 Jahren zahlreiche Resolutionen der Uno-Generalversammlung und des Sicherheitsrates: Es verwehrt den Vertriebenen und Flüchtlingen das Rückkehrrecht und zieht sich nicht hinter die international anerkannten Grenzen von 1967 zurück.
- Israel verstösst seit mehr als 40 Jahren gegen das Völkerrecht: Es eignet sich als Besatzungsmacht palästinensisches Land an, auch in Ost-Jerusalem.
- Israel hat im Gazastreifen die Genfer Konventionen verletzt: Diese verlangen, dass die Zivilbevölkerung im Krieg geschützt wird. Was die Bevölkerung von Gaza an Zerstörung zu erleiden hatte und aufgrund der israelischen Wirtschaftsblockade bis heute aushalten muss, ist eine humanitäre Katastrophe.
- Die Kontrollen und Demütigungen, die der palästinensischen Bevölkerung täglich zugemutet werden, zeugen von der zutiefst menschenrechtswidrigen Politik Israels.
Bitte lesen Sie
hier
weiter.

'Wir sind keine Schachfiguren' (Ahmed Tibi, MK) [14.02.2010]
"Wir sind keine Schachfiguren," sagte Tibi. "Wir sind nicht auf Flugzeugen in diesem Land angekommen und wir sind nicht hierher immigriert. Wir wollen niemand innerhalb der Grenzen dieses Landes vertreiben, aber wenn jemand uns verteiben will, dann sage ich: Jene, die hier zuletzt angekommen sind, werden als erste gehen. Und so wird es auch weniger Faschisten in Israel geben."
Quellen:
Ayalon touts population swap in peace deal

Extremistisch - Kach oder Arbeitspartei? [13.01.2010]
"Kahane spricht über die Vertreibung der Araber, aber er hat nicht einen einzigen vertrieben.
Jene, welche die Araber vertrieben sind genau die, die heute zum Lager der Arbeitspartei gehören.
Sie vertrieben hunderttausende ohne mit der Wimper zu zucken, auch während des Sechstagekriegs,
von den Golanhöhen. Und niemand hat sich darüber aufgeregt."
General Raphael Eitan (1929-2004) in einem Interview in der Yediot Ahronot (25. Dez. 1987).

Majida Abu Rahmah: Mein Ehemann, verhaftet wegen seines Protests gegen die Mauer [05.01.2010]
Am internationalen Tag der Menschenrechte, 2008, befand sich mein Mann, Abdallah Abu Rahmah, in Berlin, um die Medaille der Internationalen Liga für Menschenrechte entgegen zu nehmen.
Letztes Jahr, am selben Tag, dem 10. Dezember, wurde Abdallah um zwei Uhr morgens von zwei Soldaten abgeführt, die in unser Haus auf der Westbank eingebrochen waren. Abdallah wurde genau dafür verhaftet, wofür er den Preis erhielt – für seinen gewaltlosen Kampf für Gerechtigkeit, Gleichheit und Frieden in Israel/Palästina.
Mein Mann ist Schullehrer und Farmer im palästinensischen Dorf Bil'in. Als Israel hier seine Apartheidsmauer errichtete, trennte es Bil'in von mehr wie der Hälfte seines Landes, um damit die Expansion der illegalen Siedlung Ost-Mattityahu zu ermöglichen Als Reaktion darauf begannen Abdallah und anderer Dorfbewohner mit einer Kampagne für den gewaltlosen Widerstand. In den letzten fünf Jahren marschierten wir jeden Freitag mit israelischen und internationalen Unterstützern, um gegen den Diebstahl unseres Landes und unserer Güter zu protestieren.
Den vollständigen englischsprachigen Text finden Sie hier.

Besatzer am Ende (II) [22.12.2009]
Jamal Juma, the director of the Stop the Wall campaign who met with Fayyad last week to discuss the ban, said the number of Palestinians employed in Israeli communities in the West Bank is much higher than the official numbers.
"Officially Israel gives permissions to between 10,000 and 15,000 Palestinians to work in settlements but it's more like 30,000 workers when you include Palestinians working both legally and illegally," he told The Media Line after the meeting with Fayyad. "The settlements are completely dependent on cheap Palestinian labor for their infrastructure so I think we can really hurt the settlements if all Palestinians stop working there."
Juma was arrested by Israel less than 48 hours after speaking with The Media Line.
Den vollständigen Artikel finden Sie hier.
Ergänzende Links:
Bericht von 'theRealNews' über die Verhaftung führender israelischer und palästinensischer Aktivisten
Interview mit Juma (Oktober 09) von E. Cantorow (znet)

Besatzer am Ende: Israel inhaftiert weiteren 'Graswurzel Aktivisten' [20.12.2009]
Am Abend des 20. Dezember wurde nunmehr der dritte prominente
palästinensische Aktivist von den israelischen Behörden verhaftet,
bzw. gefangen genommen.
Nach Muhammad Othman und Abdallah Abu Rahma aus Bil'in traf es nun
den auch in Deutschland recht bekannten Aktvisten Jamal Juma.
Das IPK protestiert hiermit gegen die Inhaftierung Jamal Jumas - die ganz offensichtlich Teil einer Kampagne zur Zerstörung des palästinensischen zivilen Widerstands gegen die Besatzung ist. Eine Kampagne, der sich europäische NGOs in den Weg stellen müssen.
Jedoch, so traurig die auch Nachricht ist - so sehr zeigt sie doch auch, daß die Besatzer Arbeit von Juma, Othman und Rahmah ernst nehmen. Das sie zurecht fürchten, daß die Tage der straflosen und folgenlosen Besatzung gezählt sind.
Ergänzende Links:
Jamal Juma, coordinator of the Stop the Wall Campaign, in Israeli jail
Bericht von 'theRealNews' über die Verhaftung führender israelischer und palästinensischer Aktivisten

Tzipi Livni entgeht der Verhaftung in England [17.12.2009]
Am Dienstag dieser Woche entzog sich die Vorsitzende der Kadima-Partei
und Mitverantwortliche für das Massaker im Gaza-Streifen, Tzipi
Livni, einer möglichen Verhaftung, indem sie einen
geplanten Aufritt bei einer Veranstaltung des 'Jewish National Fund' (JNF)
in England kurzfristig absagte.
Nach Protesten der isr. Regierung - die erklärte, daß dieses Vorgehen die englische Beteiligung am 'Friedensprozess' gefährde -, erklärten die englischen Behörden alles unternehmen zu wollen, um israelische Politiker vor den Nachstellungen der eigenen Justiz zu schützen. Damit wolle man Beitrag zum Frieden im Nahen Osten zu leisten, erklärte der englische Aussenminister.
Hauptgegenstand der JNF-Veranstaltung war eine Promotion für die Ansiedlung von 300.000 Juden im Negev.
Ergänzende Links:
SPIEGEL: Israel empört über britischen Haftbefehl gegen Livni
haaretz: Negev group: Israel misinformed UN about woes of Bedouin

Chronik 14.12.1948 - UNO beschliesst UN-Resolution 194 [14.12.2009]
... beschließt, daß denjenigen Flüchtlingen, die zu ihren Wohnstätten zurückkehren und in Frieden mit ihren Nachbarn leben wollen, dies zum frühestmöglichen Zeitpunkt gestattet werden soll und daß für das Eigentum derjenigen, die sich entscheiden, nicht zurückzukehren, sowie für den Verlust oder die Beschädigung von Eigentum, auf der Grundlage internationalen Rechts oder nach Billigkeit von den verantwortlichen Regierungen und Behörden Entschädigung gezahlt werden soll
Ergänzende Links:
IPK-Chronik / UN-Resolution 194

Walid Khalidi spricht zum 'Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk' (29. Nov 09) [10.12.2009]
Am 30.11. trat anlässlich des 'Tags der Solidarität mit dem
palästinensischen Volk' - dem 29. November - in New York das
'UN-Komitee für die unveräusserlichen Rechte des palästinensischen Volks'
zusammen.
Gast des Komitees war der palästinensische Historiker
Walid Khalidi (1925-), der Gründer des 'Institute for Palestine Studies'.
Den Kern seines Vortrags bildete Jerusalem - die religiöse und die politische Bedeutung der Stadt, die von drei Weltreligionen für sich reklamiert wird.
Den bemerkenswerten Vortrag können Sie unter den folgenden Links
betrachten:
Part I / Part II / Part III / Part IV / Part V

'Wir haben genug Obama' (Dr. Haidar Eid) [20.11.2009]
Sehr geehrter Herr Präsident,
wahrscheinlich werden Sie diesen Brief wegen Ihres vollen Terminkalenders nicht lesen und auch wegen der Berge von Post, die Sie von Präsidenten, Königen, Prinzen, Scheiks und Ministerpräsidenten bekommen. Wer ist schon ein palästinensischer Akademiker aus dem Gazastreifen, der die Frechheit besitzt, einen offenen Brief an den Präsidenten der USA zu schreiben? Was diesen Brief ausgelöst hat, ist ein Photo Eurer Exzellenz, auf dem Sie neben dem inzwischen verstorbenen palästinensischen Intellektuellen Edward Said sitzen. ...
Den vollständigen Text in der Übersetzung von Ellen Rohlfs finden Sie hier.
Ergänzende Links:
Interview mit dem BDS-Aktivisten Dr. Haidar Eid
Dr. Joseph Massad über den Nobelpreis für Barrack Obama

Fayyad und Abu Amr über die Krise (H. Cobban) [13.11.2009]
Gestern hatte unsere Gruppe ein 40-minütiges inoffizielles Gespräch
mit dem sehr pro-amerikanischen Ministerpräsidenten 'Salam Fayyad'.
Wir hatten auch eine längere Diskussion mit Ziad Abu Amr, dem Aussenminister
der kurzlebigen Einheitsregierung von 2007 und engen Vertrauten Abbas.
Beide waren extrem bedrückt und zeigten sehr deutlich, wie sehr sich die
äusserst pro-amerikanische PA-Führung von der Obama-Administration
betrogen fühle.
Abu Amr sagte: "Abbas hat sich vollständig nach den Vorgaben gerichtet.
Die PA hat Palästinenser getötet um zu beweisen, daß sie
bereit ist israelischen Sicherheitsinteressen zu dienen.
Was hat er dafür bekommen? Nur die Fortsetzung des Siedlungsausbaus,
Hauszerstörungen und Enteignungen.
Wenn das so weiter geht, dann wird und sollte er nicht weiter im Amt bleiben."
Den vollständigen Beitrag von Helena Cobban finden Sie
hier.

Aus Washington und Jerusalem: Mehr schlechte Nachrichten [04.11.2009]
Am Montag dieser Woche erschien auf den Seiten von 'Foreign Policy'
ein Artikel von Stephen M. Walt - einer der Verfasser von 'Die Israel-Lobby'
-, in dem das Desaster der neuen alten US-Nahostpolitik auf den Punkt
gebracht wird.
(Ergänzend sei angefügt, daß am Dienstagabend 344 Mitglieder des
Repräsentantenhauses so wie von der israelischen Regierung gewünscht
abstimmten. Nur 36 stimmten dagegen.)
Den vollständigen Artikel - mit Verweisen auf Stellungnahmen Richard
Goldstones und Tony Judts - finden Sie hier.

Wasserraub - zum Bericht von Amnesty International [30.10.2009]
von Dr. Viktoria Waltz
Wasserraub - Eine andere Form der Zerstörung der Lebensgrundlagen in Palästina durch die Israelische Kolonisierung
„Für viele Familien in der West Bank und im Gaza Streifen ist das Wasserrauschen aus einem intakten Wasserhahn seit langem ein Luxus. Muhammed Sharia lebt mit seiner Familie und zwei Brüdern in Bethlehem. Wenn er Glück hat, bekommt er städtisches Wasser einmal im Monat. Und wenn es dann kommt, füllt er die Zisterne und die großen Tanks auf seinem Dach als Reserve: „Seit genau 12 Monaten haben wir keinen Tropfen Wasser aus dem Leitungsnetz zapfen können. Wir müssen Wasser teuer kaufen um unsere Tanks zu füllen.“
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Die Mauer hat Geburstag: Der israelische „Sicherheitszaun“ und die internationale Doppelmoral [09.07.2009]
Von Fritz Edlinger
Am 9.7. jährt sich das Gutachten des Internationalen Gerichtshofes zum Bau des sogenannten Sicherzaunes durch Israel zum fünften Male. In seinem Beschluss hat der Gerichtshof eindeutig festgestellt, dass dieses Bauwerk illegal ist und hat seine sofortige Entfernung verlangt. Dieses – im Auftrag der UN-Vollversammlung erstellte Gutachten – wurde bislang von der Internationalen Staatengemeinschaft ignoriert, ebenso die im Gutachten enthaltene Aufforderung an die Unterzeichner der Vierten Genfer Konvention vom 12.8.1949, sicherzustellen, dass Israel auch dieser Aufforderung nachkommt.
Den vollständigen Text können Sie hier herunterladen.

Kein kleiner Schritt vor, ein ganz großer Schritt zurück! [17.06.2009]
Eine subjektive Einschätzung zur jüngsten Rede des israelischen Ministerpräsidenten
Von Fritz Edlinger
Die Reaktionen, leider auch die meisten aus Europa, auf die jüngste Rede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu offenbaren für Kenner der Nahostpolitik ganz deutlich das Dilemma mit der neuen israelischen Rechts-Regierung. Nachdem deren führende Exponenten im Wahlkampf aber auch schon danach die internationalen Erwartungen so niedrig wie nur irgendwie möglich geschraubt hatten, konnten die meisten Stellungnahmen aus dem Westen fast nur (vorsichtig) positiv ausfallen. Von ersten Schritten in die richtige Richtung wurde da in Washington und gestern auch in Straßburg bei der Konferenz der EU-Außenminister gesprochen. Nun, nachdem Netanjahu und seine Partner in der neuen israelischen Regierung bislang ja de facto jegliche konstruktiven Gespräche mit den Palästinensern abgelehnt hatten, tatsächlich ein Fortschritt! Aber welcher?
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Palästinensische Reaktionen zu Netanjahus Rede [15.06.2009]
Das einzig vorgeblich revolutionäre in der mit Spannung erwarteten Rede Netanjahus -
die allgemein als Reaktion auf die Rede Obamas in Cairo gesehen wird -
bestand in der Erwähnung (!) eines palästinensischen Staates. Diesen versah
Netanjahu jedoch mit derart vielen Vorbehalten und Variablen, dass man
sich dessen Gründung schenken kann.
Der 'palästinensische Staat' a la Netanjahu ist vor allem
erst einmal 'zukünftig' - erst dann zu haben, wenn die Palästinenser
Israel als den "Staat der Juden" anerkennen - d.h. wenn sie
sich dazu bereit erklären, die Existenz von 1.2 Millonen Nichtjuden in Israel
aufzugeben.
Ein Opfer des Rotstift Netanjahus wurden auch die Grenzen des Staates,
in denen die Pal. in Freiheit leben könnten, er soll schlicht keine haben.
Und logischerweise soll dieser Staat auch 'Demilitarisiert' sein -
garantiert unfähig seine Bürger vor der Willkür des israelischen Nachbarn zu schützen.
Mit der von Obama erwähnten Zweistaatenlösung hat dieser 'Palästinenserstaat' rein gar nichts zu tun. Dementsprechend sehen die Reaktionen der Palästinenser aus:
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ARIJ: Israel täuscht und manipuliert die internationale Gemeinschaft bezüglich der Expansion von Siedlungen [30.05.2009]
ARIJ, das mit dem IPK befreundete Applied Research Intitute Jerusalem,
veröffentlichte kürzlich einen Bericht zu den aktuellen israelischen Siedlungs-Expansionsplänen.
Den originalen, englischsprachigen Bericht finden Sie hier.
Für die nachfolgende Übersetzung bedanken wir uns bei Frau Dr. Viktoria Waltz.
Mitte Mai 2009 hat der Oberste Gerichtshof in Israel der Regierung die Anweisung gegeben, ihrer Verpflichtung nachzukommen, nämlich binnen 90 Tagen sechs israelische ‚Outposts’ zu evakuieren, die auf Palästinensischem Boden in der Westbank errichtet worden sind. Diese Anweisung kam wie bestellt zum Besuch des Premier Ministers Benyamin Netanyahu in die USA, wo der Friedensprozess im Nahen Osten mit dem neu gewählten Präsidenten der USA, Barack Obama Thema war, während die Expansion Israelischer Siedlungen ganz öffentlich in vielen Regionen der besetzten West Bank weiter geführt wurde.
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„Kafka in Palästina - Araber in Israel” [30.05.2009]
„Für die palästinensischen Bürger Israels nimmt das Leben immer mehr kafkaeske Züge an.
Seit Jahren hat sich ihr Staat bemüht, seine jüdische Identität durch
gesetzliche, konstitutionelle, kulturelle und politische Mittel zu stärken,
trotz des Umstands, daß jeder Fünfte seiner Bürger Araber/in ist.
Die neueste Serie von Gesetzen ist nur ein weiterer Teil dieses Bemühens.
Zusätzlich zu der Diskriminierung, die sie bereits in allen Lebenbereichen erfahren, soll ihnen nun auch verwehrt werden die 'nakba', den Verlust ihrer Heimat zu betrauern oder gegen Israel als den 'Staat der Juden' zu opponieren.”
Den vollständigen englisch-sprachigen Text können sie hier nachlesen.

„"Kan fii mustautaniin il yom - habt ihr heute jüdische Siedler gesehen?"” [17.05.2009]
"Kan fii mustautaniin il yom - habt ihr heute jüdische Siedler gesehen?" Eine der täglichen Fragen die im palästinensischen Dorf Yanoun die Runde machen. Die jüdischen Siedler leben in sogenannten "Outposts" rund sechs bis zehn Kilometer von der Muttersiedlung Itamar entfernt. Einem Adlerhorst gleich reihen sich die Aussenposten ringförmig auf den Hügeln um das 120-Seelendorf der Palästinenser. Wenn nachts die Scheinwerfer von den Hügelkämmen die Hänge und das Dorf nach Bewegungen absuchen, offenbart sich die allgegenwärtige Präsenz der Siedler.
Den vollständigen Bericht können hier nachlesen.

Palästinenser erinnnern an den 61. Jahrestag der nakba [17.05.2009]
Tausende Palästinenser erinnerten am Donnerstag an den 61. Jahrestag der "naqba",
der Katastrophe die nach der Gründung Israels zum Exodus hunderttausender
palästinensischer Flüchtlinge führte.
Palästinensische Flaggen und Photos arabischer Dörfer in der Hand haltend,
welche die israelischen Streitkräfte vor 60 Jahren zerstört haben,
marschierten Demonstranten durch das Zentrum von Ramallah in der
von Israel besetzten West Bank.
"Das Recht auf Rückkehr ist heilig", "Kein Friede ohne das Recht auf
Rückkehr" forderten die Transparente, die von den Marschierern getragen wurden.
Die Demonstration fand einen Tag früher statt, da der Jahrestag der "naqba"
dieses Jahr auf einen Freitag fiel, ein Ruhetag in den zumeist muslimischen
palästinensischen Gebieten.
Den vollständigen englischsprachigen Text des 'Palestine Telegraph'
können Sie hier nachlesen.

„Israel Review Konferenz” in Genf (18.-19. April) [20.04.2009]
Am 18. beginnt in Genf die „Israel Review Konferenz”,
zwei Tage vor dem Beginn der
„Durban Review”
UN-Konferenz, um den Fortschritt bei der Implementierung, der 2001 von der Weltkonferenz
gegen Rassismus angenommen 'Durban-Deklaration' und des 'Durban-Aktionsprogramms'
zu begutachten und deren Empfehlungen zu unterstützen.
Die „Israel Review Konferenz” wird international anerkannte Experten und Akteure zusammenbringen, die für soziale und politische Gerechtigkeit eintreten, um zu begutachten ob bzw. wie die Anti-Rassismus-Instrumente der UN auf die Politik und Praktiken Israels gegenüber den Palästinensern angewendet werden können; und um praktische Empfehlungen zu entwickeln, um Israel dazu zu zwingen internationales Recht einzuhalten und die Rechte der Palästinenser zu schützen.
Bitte lesen Sie
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9. April 1948: Massaker in Deir Yassin [16.04.2009]
„Am frühen Morgen des 9. April 1948 attackierten Kommandos des Irgun (angeführt von
Menachem Begin) und der 'Stern Gang' Deir Yassin, ein Dorf mit ungefähr 750
palästinensischen Bewohnern.
Das Dorf lag ausserhalb des Gebiets, das die Vereinten Nationen dem jüdischen Staat
zugesprochen hatten und war für seine friedliche Beziehungen zu den jüdischen Nachbarn
bekannt.
Aber es lag auf der Hochebene im Korridor zwischen Tel Aviv und Jerusalem.
Daher sollte Deir Yassin der Besatzung gemäss dem Plan Dalet anheim fallen,
weshalb es die jüdischen Hauptstreitkräfte, die Haganah, den irregulären
terroristischen Kämpfern des Irgun und der Stern Gang ermöglichten, es einzunehmen.
Alles in allem wurden mehr als 100 Männer, Frauen und Kinder systematisch ermordet. Dreiundfünfzig Waisenkinder wurden entlang der Mauer der Altstadt buchstäblich weggeworfen, wo sie von Hind Husseini gefunden und in ihr Haus hinter dem 'American Colony Hotel' gebracht wurden, das später zum Dar El-Tifl El-Arabi Waisenhaus wurde.”
Die englischsprachige Webseite von 'Deir Yassin Remembered' finden Sie hier.

Guardian: „Wie Sanitäter bei dem Versuch Verletzte zu bergen getötet wurden” [23.03.2009]
„Mediziner und Krankenwagenfahrer, die bei der israelischen Invasion des Gazastreifen
an Versuchen zur Bergung von Verletzten beteiligt waren berichteten dem guardian,
dass sie bei dem Versuch ihren Arbeit zu tun von israelischen Kräften angegriffen
wurden.
Die Offensive liess 16 Sanitäter tot zurück. Beinahe alle von ihnen wurden bei dem Versuch Leben zu retten von israelischem Feuer getötet und noch viel mehr verletzt. Der Weltgesundheitsorganisation zufolge wurden mehr als die Hälfte der 27 Hospitäler in Gaza durch israelische Bomben beschädigt. Zwei Kliniken wurden vollständig zerstört und 44 andere beschädigt.”
Den vollständigen englischsprachigen Text können Sie
hier
nachlesen.

NRZ: 'Die weithin unbekannte Vergangenheit Israels' [19.02.2009]
„Spricht oder schreibt man über Terrorismus sind in der Regel islamistisch motivierte Gewalttaten gemeint, wobei die zionistisch-terroristische Vergangenheit vieler Offizieller in Israel in der Regel selten zur Sprache kommt. Alan Schink will dieser Betrachtungsweise entgegenwirken – in einer dreiteiligen Serie über den friedlichen Ursprung des Zionismus und die Geschichte zionistischer Untergrundbewegungen der 30er, 40er und 50er Jahre. Ohne deren Gewalttaten würde der israelische Staat nicht existieren, und sie prägen seine Politik bis in die Gegenwart. (NRZ)”
Ursprünge des Zionismus (Teil 1)
Die Geburtsstunde des Terrors (Teil 2)
Die „Post-Terror”-Ära (Teil 3)

Waffenstillstand, israelischer Stil [02.02.2009]
Krieg zu führen und dabei vom Frieden zu sprechen ist die übliche israelische Praxis.
Am 19 Januar schrieb haaretz: "Israel erklärt einen einseitigen Waffenstillstand.
Das Sichrheitskabinett autorisierte letzte Nacht einen einseitigen Waffenstillstand
beginnend um 02:00 Uhr am Sonntagmorgen, drei Wochen intensiver Kämpfe beendend".
Bitte lesen Sie
hier
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I. Lübben: „Über die Hintergründe des Krieges im Gazastreifen” [23.01.2009]
„Ich bin sicher, wir werden irgendwann ... in all den anderen Teilen dieses Landes ... siedeln, sei es durch gegenseitiges Einverständnis mit unseren Nachbarn, sei es durch Gewalt. Errichtet jetzt einen jüdischen Staat, selbst wenn es nicht im ganzen Land ist. Der Rest wird im Laufe der Zeit noch kommen. Er muss kommen.” David Ben Gurion 1937
Diskurse über politische Ereignisse haben oft die Tendenz, sich zu verselbstständigen. Irgendwann setzen sie sich in den Köpfen fest und werden als wahr angenommen. ... Problematisch werden solche "diskursiven Wahrheiten" jedoch ... wenn es wie im Gaza um das Leben tausender Menschen geht.
Den vollständigen Text können Sie sich hier ansehen.
Ivesa Lübben, Mitarbeiterin des Averroes Institut für Wissenschaftliche Islamforschung, ist Politologin und Journalistin

Israelische Kriegsverbrecher vor dem internationalen Strafgerichtshof? [23.01.2009]
Zur Zeit laufen Aktivitäten verschiedener NGOs mit dem Ziel, israelische
Militärs und Politiker, die für die Kriegsverbrechen
in Gaza verantwortlich sind, vor den Internationale Strafgerichtshof
in Den Haag zu bringen. Siehe
hier,
hier
oder hier.
Diese Anstrengungen werden von der israelischen Führung
offenbar durchaus ernst genommen
- siehe hier oder
hier -
was nach dem was man in Gaza gesehen hat auch nicht sehr verwundert.
Würden dazu Boykotte gegen von der israelischen Besatzung profitierende Unternehmen in Europa in Schwung geraten - siehe hier - so könnte dies vielleicht tatsächlich dazu beitragen, die Israelis von ihrem selbst/zerstörerischen Kurs abzubringen.
Ergänzende Links:
AI: Beweise für den Einsatz von Phosphor gegen Zivilisten.
Guardian: Demands grow for Gaza war crimes investigation
IPS: Cornering of Civilians Unprecedented, Says UN Official
HRW: "The Incendiary IDF" by Kenneth Roth

Interview mit Noam Chomsky: "Undermining Gaza" [21.01.2009]
CHOMSKY: Jedes Mal wenn man die HAMAS in der Zeitung steht heisst es, die "vom
Iran gestützte HAMAS, die Israel zerstören will".
Versuchen sie mal einen Satz zu finden mit "der demokratisch gewählten
HAMAS, die zu einer Zwei-Staaten-Lösung aufruft" und das seit Jahren.
Tja, das ist ein gutes Progaganda System. Sogar in der US-Presse haben
sie gelegentlich Gastbeiträge von HAMAS-Führern, Ismael Haniya und
anderen zugelassen, die sagten, ja wir wollen eine Zwei-Staaten
Lösung auf der international anerkannten Grenze wie jeder andere.
Das vollständige englischsprachige Interview finden Sie hier.

„Ein kinderleichter Krieg” (G. Levy) [19.01.2009]
Der Kampf im Gazastreifen ist ein De-Luxe-Krieg. Verglichen mit den vorausgegangnen Kriegen ist er wie ein Kinderspiel – Piloten bombardieren ungehindert, und - als ob es eine Probe wäre beschießen Soldaten aus Panzern und die Artillerie Häuser und Zivilisten, Kampftruppen zerstören ganze Straßen aus ihren Fahrzeugen ohne auf einen ernsten Widerstand zu stoßen. Eine große, umfassende Armee kämpft gegen eine hilflose Bevölkerung und eine schwache, in sich zerrissene Organisation, die aus den Kampfzonen geflüchtet ist und noch nie solch einen Kampf durchgefochten hat. All dies muss offen gesagt werden, bevor wir damit beginnen, über unser Heldentum und unsern Sieg zu frohlocken.
Bitte lesen Sie
hier
weiter.

Gaza - Prof. A. Soffer (Haifa): „dann müssen wir töten und töten und töten” [18.01.2009]
„Wenn erst 2.5 Millionen Palästinenser in einem abgeschlossenen Gaza leben,
dann werden diese Menschen noch grössere Tiere sein wie sie es heute sind, mit der
Hilfe eines kranken fundamentalistischen Islams. Daher - wenn wir am Leben
bleiben wollen, dann müssen wir töten und töten und töten. An allen Tagen, an jedem Tag.
Wenn wir nicht töten, werden wir aufhören zu existieren.
Die einzige Sache, um die ich mich sorge ist wie wir sicherstellen können,
daß die Jungs und die Männer, die das Töten ausführen werden, fähig
sein werden nach Hause zu ihren Familien zurückkehren und dabei normale menschliche
Wesen bleiben.”
(Arnon Sofer, Jerusalem Post, Wochenendbeilage vom 21. Mai 2004, zit. bei Omar Barghouti)
Arnon Sofer war 2004 Leiter des Zentrums für geo-strategische Forschung an der Universität Haifa.
Ergänzende Links:
Artikel in counterpunch 2005: Freedom vs. "Academic" Freedom

Israelisches Kriegsverbrechen in Zeitoun (Gaza)? [08.01.2009]
Der englische 'telegraph' berichtet über Geschehnisse in Zeitoun,
die alle Merkmale eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit
erfüllen.
Einhundert Mitglieder einer Grossfamilie wurden demnach in einem Haus
zusammengepfercht, das danach von der israelischen Armee zusammengeschossen
worden sein soll, wodurch nahezu 70 Menschen getötet wurden.
Der Rote Halbmond wurde anschliessend mehrfach mit Waffengewalt davon abgehalten, zu
dem Ort vorzudringen.
Bitte lesen Sie
hier
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Tsafrir Cohen (medico international): EU-Steuerzahler bezahlen die israelische Besatzung [03.01.2009]
In einem Interview mit Tsafrir Cohen von 'medico international' weist Cohen
auf diverse Sachverhalte hin, die im Schlachtgetümmel im Allgemeinen immer
wieder untergehen:
Q.: Die israelische Außenministerin Zipi Livni betonte dieser Tage in Paris, Israel sorge für die palästinensische Bevölkerung. Können Sie das bestätigen?
Bitte lesen Sie
hier
weiter.

Rückspiegel: 5. November - Israel bricht Waffenruhe durch die Ermordung von sechs HAMAS-Kämpfern [02.01.2009]
(guardian) „Ein viermonatiger Waffenstillstand zwischen Israel und militanten Palästinensern in Gaza
geriet in Gefahr, nachdem Israel heute sechs HAMAS-Kämpfer bei einem Einfall in den Gaza-Streifen
tötete.”
Den vollständigen englischsprachigen Bericht können Sie
hier nachlesen.

Bewohner Sderots, Gazas fordern Erneuerung des Waffenstillstandes [01.01.2009]
(ynet) - Trotz der andauernden Raketenangriffe auf ihre Stadt während der letzten Jahre,
haben circa 500 Bewohner Sderots kürzlich eine Petition unterzeichnet,
in welcher der Stop der IDF-Operation in Gaza und die Erneuerung des Waffenstillstandes
mit der HAMAS gefordert wird.
Den englischsprachigen Bericht können Sie
hier nachlesen.

Israelische Luftschläge [31.12.2008]
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Verschiedene jüdische Gruppen verurteilen den Angriff auf Gaza:
Juden im Iran demonstrieren in Teheran: „Mitglieder der kleinen jüdischen Gemeinschaft im Iran (c. 25,000) demonstrierten vor dem UN-Büro in Teheran gegen die Operationen der IDF im Gaza-Streifen.” Näheres können Sie hier nachlesen.
Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost: „Wir die Mitglieder der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost, Deutschland, fordern die sofortige Einstellung aller Gewalt in GAZA.” Näheres können Sie hier nachlesen.
Jewish Voice for Peace:
„Die Jüdische Stimme für den Frieden schliesst sich den Millionen an,
die - inklusive der 1,000 Israelis, die an diesem Wochenende auf den
Strassen Tel Avivs demonstrierten - den andauernden israelischen Angriff
auf Gaza verurteilen.”
Näheres können Sie hier nachlesen.

Palästinensische Luftschläge [31.12.2008]
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medico international e.V., Ärzte für Menschenrechte – Israel, Palestinian Medical Relief Society (Ramallah), Al-Mezan Center (Gaza):
Bitte lesen Sie
hier
weiter.

Gaza: „In Gaza zu sein, bedeutet gefangen zu sein” [28.12.2008]
Einen 'Überblick' über die neuere Geschichte Gazas, gibt Peter Beaumont im Guardian:
„Gaza. Immer das Leiden von Gaza, dem stärksten Symbol für die Tragödie der Palästinenser. 1948, während der 'nakba' - oder "Der Katastrophe", wie die Palästinenser den Krieg beschreiben, der am Anfang der Geburt des Staates Israel stand - strömten 200,000 Flüchtlinge nach Gaza, was die Bevölkerung um mehr als zwei Drittel anschwellen ließ.”
Den vollständigen englischsprachigen Text können Sie
hier nachlesen.

Widerständige Bewohner im Norden Gazas sehen dem Tod in's Auge [28.12.2008]
(maan) Die isr. Armee hat die Bewohner des Nordens von Gaza per Lautsprecher aufgefordert
ihre Häuser zu verlassen, bevor man mit der Beschiessung begänne.
Als die Abu Sultan Familie im Jabalia Flüchtlingscamp ihre Habseligkeiten packte
regneten isr. Granaten auf ihr Haus, töteten einige Mitglieder der Familie und
verletzten andere.
Zeugen des Massakers am Samstag beschlossen sich der israelischen Anweisung zu
widersetzen, und versammelten sich in Zonen unter Beschuss, um sich auf die
Dächer der Häuser der Familien zu setzen, deren Häuser von der sofortigen
Zerstörung bedroht sind.
Den vollständigen englischsprachigen Bericht können Sie
hier nachlesen.

AIC verurteilt tödliche Angriffe auf Gaza,
Aufruf zur Mobilisierung zivilgesellschaftlicher Kräfte, Forderung nach internationale Sanktionen [27.12.2008]
(AIC) - Das Alternative Information Center (AIC) verurteilt den heutigen tödlichen Angriff
der israelischen Luftstreitkräfte auf den Gazastreifen [...].
Das AIC ruft die sozialen Bewegungen in aller Welt
auf, gegen diese israelischen Kriegsverbrechen zu mobilisieren und fordert, daß die
internationale Gemeinschaft Sanktionen gegen Israel verhängt und Tzipi Livni, Ehud Barak
und andere Mitglieder der politischen und militärischen Führung Israels wegen dieser
himmelschreienden Verbrechen anklagt: Verbrechen, begangen als Teil des israelischen Wahlkampfs.
(Übers. T:I:S).
Näheres können Sie in dem folgenden englischsprachigen Bericht
nachlesen.

Palästinensischer Schäfer zum Krüppel geschossen, Siedler zu 16 Monaten verurteilt [22.12.2008]
(B'tslem) - Im September 2007 feuerte Ehud Gadot, Bewohner der Siedling Yitav,
in der Gegend von 'Ein al-Beida' im Nordwesten der West Bank auf Palästinenser
die in der Gegend ihre Herde grasen liessen, von denen er einen traf und der
seitdem gelähmt ist.
Infolge einer Verfahrensabsprache wurde Gadot der "schweren Körperverletzung mit erschwerenden Tatumständen" schuldig gesprochen. Am 14. Dezember 2008, verurteilt ihn das Gericht zu sechszehn Monaten Gefängnis.
Näheres können Sie in dem folgenden englischsprachigen Bericht
nachlesen.

Gazas Familien essen Gras, während Israel die Grenzen verschlossen hält [14.12.2008]
Während ein Konvoi von blau-weissen UN-Lastwagen beladen mit Nahrungsmitteln letzte Nacht
auf die israelische Erlaubnis wartete Gaza betreten zu dürfen, gingen Jindiya Abu Amra
und seine 12 Jahre alte Tochter los, um nach dem wilden Gras zu suchen, von dem die Familie
jetzt lebt.
„Wir hatten eine Mahlzeit heute - khobbeizeh,” sagte Abu Amra, 43, und zeigt dabei die Blätter einer Pflanze, die entlang der Strassen des Gaza-Streifens wächst. „Jeden Tag wenn ich aufstehe, beginne ich nach Holz oder Platik zu suchen als Brennstoff und ich bettele. Wenn ich nichts finde, dann essen wir dieses Gras.”
Den vollständigen englischsprachigen Text können Sie
hier nachlesen.

"Pogrom" in Hebron [07.12.2008]
In einer Analyse in der haaretz vom 7. Dezember beschreibt A. Issacharoff die
Attacken von Siedlern in Hebron auf Palästinenser als ein 'Pogrom durch und durch':
„Eine unschuldige palästinensische Familie, circa 20 Personen. Bis auf drei Männer nur Frauen und Kinder. Um sie herum stehend einige dutzend maskierte Juden in der Absicht sie zu lynchen. Ein Pogrom. Das ist kein Spiel mit Worten. Es ist ein Pogrom im schlimmsten Sinne des Wortes. Erst setzten die maskierten Männer ihre Wäsche im Vorgarten in Brand und dann versuchen sie einen der Räume des Hauses in Brand zu setzen.”
Den vollständigen englischsprachigen Artkel können Sie
hier nachlesen.
Ergänzende Links:
Olmert wirft jüdischen Siedlern "Pogrom" vor
Kommentar d. tagesschau: "Stoppt den Siedler-Terror!"

Vorsitzender der UN Generalversammlung fordert zum Boykott Israels auf [26.11.2008]
Pater Miguel D'Escoto Brockman (Nicaragua), der Präsident der
UN Generalversammlung betonte, daß Israel ein Apartheidstaat sei
und rief die UN und die Mitgliedstaaten dazu auf sich den
NGO's anzuschliessen, um Israel durch Boykott, Investionsstopps und
Sanktionen dazu zu zwingen internationales Recht anzuerkennen.
Die englischsprachige Erklärung Brockmans finden Sie hier.
Ergänzende Links:
Informationen zu Miguel d' Escoto Brockmann

Ali Abunimah skeptisch über Wahl Obamas [05.11.2008]
Der Journalist und Mitbegründer der 'electronic intifada' Ali Abunimah
ist skeptisch hinsichtlich der zukünftigen Politik der USA in Palästina.
In einem Kommentar mit dem Titel "Obama bestimmt Pro-Israel Hardliner
für Spitzenposten" schreibt er:
„Während der US-Wahlkampagne versuchten Rassisten und Pro-Israel Hardliner
ein Problem aus dem zweiten Namen des Präsidentschaftskanditen Barack Obama,
Hussein, zu machen. Diesen Leuten wird ein anderer zweiter Name weitaus mehr
gefallen, den der Person die Obama für den Posten als Stabschef aussuchte:
Rahm Israel Emanuel.”
Den vollständigen englischsprachigen Artkel können Sie
hier nachlesen.
Siehe auch die kritische Analyse des Juristen für internationales Recht John V. Whitbeck.

Teile der Fraktion der Linken verweigern sich dem Antisemitismus-Antrag der Bundesregierung [04.11.2008]
Die Abgeordnete U. Jelpke der Linksfraktion hat auf ihren Internetseiten
eine Erklärung abgegeben, warum 11 Abgeordnete ihrer Fraktion dem
Antisemitismus-Antrag der Bundesregierung die Zustimmung verweigert haben.
Einer der Gründe sei:
„Der Antrag
versucht, diejenigen als antisemitisch und antiamerikanisch zu diskreditieren, die Kritik an der Kriegspolitik von Nato, USA und Israel äußern. Unter dem Deckmantel der Antisemitismus-Bekämpfung will er damit wesentliche außen- und innenpolitische Ziele der Bundesregierung legitimieren.”
Die vollständige Erklärung können Sie
hier nachlesen.

Free Gaza: 'SS Dignity' sticht erneut in See [03.11.2008]
Am Freitag dem 7. November wird die 'SS Dignity' um 5:00 pm von Larnaka nach Gaza aufbrechen.
Diesmal werden dreizehn Mitglieder des europäischen Parlaments aus England, Irland, Italien, Türkei, Wales, Schweiz und Schottland an Bord sein.
Nach zwei erfolgreichen Reisen, eine im August und eine letzte Woche, freut sich die 'Freiheit für Gaza'-Bewegung
erneut eine Delegation nach Gaza zu bringen, damit diese mit eigenen Augen die israelischen
Verheerungen zu sehen bekommen, denen 1.5 Millionen Palästinenser aussetzt sind.
Den vollständigen englischsprachigen Bericht können Sie
hier nachlesen.
Eine deutsche Übersetzung von Anis Hamadeh finden sie hier.

Seminar in Bonn: "Israel – Demokratie und Besatzung" (11.-12. Okt.) [05.10.2008]
Die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft
lädt zu dem
zweitägigen Seminar "Israel – Demokratie und Besatzung" ein.
Als Referenten sind geladen: der Journalist und Publizist
Dr. Ludwig Watzal (Bonn), Dr. Hassan Jabbarin als Vertreter der
Bürgerrechtsorganisation
„Adalah”
(Haifa) sowie Shir Hever von der Menschenrechtsorganisation
„Alternative Information Center”
(Jerusalem).

Israel treibt illegalen Siedlungsausbau voran [27.08.2008]
Nach Berichten von Peace Now hat Israel neue Ausschreibungen für
die Konstruktion von 1,761 illegalen Wohnungseinheiten allein
im besetzten Ost-Jerusalem getätigt.
Den vollständigen englischsprachigen Bericht können Sie
hier nachlesen.

'Free Gaza' Boote in Gaza angekommen! [23.08.2008]
GAZA (23 August 2008) - Zwei kleine Boote, die 'SS Free Gaza' und die 'SS Liberty',
sind heute Abend erfolgreich in Gaza gelandet, die israelische Blockade des Gaza-
Streifens durchbrechend.
Die Boote waren dazu mit einer Gruppe internationaler Menschenrechtsaktivisten
des 'Free Gaza Movement' bemannt. Diese hatten zwei Jahre für das Projekt
gearbeitet und Mittel bei Vorträgen gesammelt, die sie in Kirchen, Moscheen,
Synagogen und in den Heimen von Familien, Freunden und Unterstützern hielten.
Den vollständigen englischsprachigen Bericht können Sie
hier nachlesen.

Zypern lässt Aktivisten nach Gaza segeln, trotz der israelischen
Belagerung [21.08.2008]
Die 'haaretz' berichtet in ihrer Online-Ausgabe, daß die Boote 'Free Gaza' und
'Liberty' von den zypriotischen Behörden dier Genehmigung erhalten haben auszulaufen.
An Bord der beiden Schiffe befinden sich eine Reihe von Friedensaktivisten
aus Israel und anderen Staaten, darunter Jeff Halper vom
'ICAHD', Lauren Booth -
eine Schwiegertocher Tony Blairs, Hedy Epstein - eine Holocaust-Überlebende
und die Deutsche Dr. Edith Lutz - Gründerin von 'Abrahams Toechter' - aus
Sötenich in der Eifel.
Die allgemeine Erwartung ist, daß die israelische Marine eine Landung der beiden Boote in Gaza verhindern wird, mit der gegen die im Gazastreifen gezielt herbeigeführte humanitäre Katastrophe protestiert werden soll.
Ergänzende Links:
Cyprus lets activists sail to Gaza, despite Israeli siege
Webseiten von 'The free Gaza movement'

Gaza: In Gaza zu sein, bedeutet gefangen zu sein [03.07.2008]
Einen 'Überblick' über die neuere Gschichte Gazas, gibt
Peter Beaumont im Guardian:
„Gaza. Immer das Leiden von Gaza, dem stärksten Symbol für die
Tragödie der Palästinenser.
1948, während der 'nakba' - oder "Der Katastrophe", wie die
Palästinenser den Krieg beschreiben, der am Anfang der Geburt
des Staates Israel stand - strömten 200,000 Flüchtline nach
Gaza, was die Bevölkerung um mehr zwei Drittel anschwellen ließ.
Dann fiel Gaza unter ägyptische Kontrolle.”
Den vollständigen englischsprachigen Text können Sie
hier nachlesen.

Freispruch für neun Antikriegs-Aktivisten in Derry - "Aktion zur Verhinderung israelischer Kriegsverbrechen rechtmässig" [17.06.2008]
Unter dem Eindruck des israelischen Angriffs auf den Libanon
im Sommer 2006 - bei dem die israelische Armee Ambulanzen,
Flüchtlingskonvois und schiitische Wohnviertel in Beirut
bombardierte, wobei über 1000 libanesische Zivilisten zu Tode
kamen - besetzten neun irische Antikriegs-Aktivisten der
'Derry Anti War Coalition' am 9. August 2006 die Büros des
Waffenherstellers Raytheon in Derry, wobei Unterlagen und
Computer des Unternehmens entwendet oder beschädigt wurden.
Bitte lesen Sie
hier
weiter.

Schweiz: Kampagne zu 60 Jahren Nakba [13.05.2008]
Die Palästina-Solidarität Region Basel organisiert in Zusammenarbeit
mit anderen Organisationen rund um den 15. Mai, den 60. Jahrestag der Vertreibung
der PalästinenserInnen im Zuge der Staatsgründung Israels, eine nationale
Kampagne. Ziel ist die internationale Anerkennung der ethnischen Säuberung seit 1947
in Palästina sowie die Durchsetzung des Internationalen Rechts und der UN-Resolutionen
(u.a. des Rechts auf Rückkehr).
Ausführliche Informationen über die zahlreichen Veranstaltungen siehe
www.nahostfrieden.ch.

Aachener Friedenspreis 2008 für MachsomWatch und Pfarrer Mitri Raheb [09.05.2008]
Die israelische Frauenorganisation MachsomWatch erhält gemeinsam mit dem
Palästinenser und evangelischen Pfarrer der Weihnachtskirche in Bethlehem,
Mitri Raheb, den internationalen
Aachener Friedenspreis 2008.

Transkript zur SWR2-Sendung 'Nicht in unserem Namen!' [04.05.2008]
Das Transkript zur SWR2-Radio-Sendung 'Nicht in unserem Namen! - Juden
kritisieren die israelische Nahostpolitik' - mit Beiträgen von Jeff Halper,
Rolf Verleger, Tsafrir Cohen, Dror Feiler und Fanny-Michaela Reisin -
können sie hier nachlesen.

Kafka in Palästina [28.04.2008]
Nachdem den Mitgliedern der Khader-Familie bei Nablus am 16. April diesen Jahres wieder einmal erlaubt wurde ihr Land nahe der jüdischen Siedlung Kedumim zu betreten, stellten sie fest, daß man ihnen circa 1.400 der von ihnen im März angepflanzten Olivenbäume gestohlen hatte.
Auf Anfrage erklärte das israelische Militär, daß dieser Diebstahl unter die Jurisdiktion der Zivilbehörde falle. Die Zivilbehörde erklärte, daß die israelische Polizei verantwortlich sei. Diese bestätigte den Eingang einer Anzeige und riet das israelische Militär zu kontaktieren.
Quellen:
West Bank farmers face ruin after trees uprooted

Fawzy Emrany: Ausstellung in Ramallah [25.04.2008]
Fawzy Emrany, geboren in Gaza/Palästina, seit 2001 in Bonn lebend und künstlerisch tätig,
eröffnete am 21. April seine Ausstellung in Ramallah.
Seine Ölgemälde und Fotos sind noch bis zum 30. April 2008 im
Deutsch-Französischen Kulturzentrum und im
Khalil Sakakini Kulturzentrum
in Ramallah zu sehen.
Ergänzende Links:
Goethe-Institut
in Ramallah.

Aktionen in Frankreich zum Thema "60 Jahre Nakba" [17.03.2008]
Von März bis Mai 2008 finden in ganz Frankreich zahlreiche
Veranstaltungen zur Nakba statt. Beteiligt sind Tausende von
Menschen, unzählige Organisationen und als Einzelpersonen
Politiker, Wissenschaftler, Journalisten, Künstler und andere
Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.
weiter...

Veranstaltung zum 60sten Jahrestag der nakba [02.03.2008]
Der Deutsch-Palästinensische Frauenverein e.V. lädt zu einer Informationsveranstaltung in Köln am 12. April ein.
(Kalender)

Veranstaltung mit R. Neudeck in Godesberg am 26. Feb [22.02.2008]
R. Neudeck ist an diesem Tag verhindert, an seiner Stelle tritt
Marcel Pott auf.
Kalender

200 neue Wohncontainer in der West Bank [29.12.2007]
Nach wie vor stellen Siedler illegale Wohncontainer in der West Bank
auf. Nach Berichten der israelischen Tageszeitung "Haaretz"
beläuft sich deren Zahl seit Beginn des Libanon-Krieges im Juli
auf 200. Der ganze Artikel ist
hier
in englischer Sprache
nachzulesen.

683 Menschen wurden 2006 im Palästinakonflikt getötet [28.12.2007]
Nach der Pressemitteilung des
Israelischen Informationszentrums für Menschenrechte in den besetzten
Gebieten
(B'Tselem)
wurden vom 1. Januar bis zum 27. Dezember 2006 683 Menschen in Israel
und Palästina getötet. Israelische Sicherheitskräfte
töteten 660 Palästinenser in der West Bank und in Israel,
darunter 141 Minderjährige. Mindestens 322 der Getöteten
waren zu dem Zeitpunkt ihrer Tötung nicht in feindliche Handlungen
verwickelt. Palästinenser töteten im gleichen Zeitraum 17
israelische Zivilisten in der West Bank und in Israel, darunter einen
Minderjährigen. Zusätzlich kamen 6 Angehörige der
israelischen Sicherheitskräfte durch Palästinenser ums Leben.
Die ganze
Pressemitteilung
in englischer Sprache ist auf den Seiten der Organisation einzusehen.

Online-Petition: Bundesregierung soll im Nahen Osten aktiv werden [21.12.2007]
Jüdische Bürger aus Deutschland fordern die
Bundesregierung zum Handeln für den Frieden auf:
"Das Grundübel ist die seit 1967 andauernde israelische Besetzung
palästinensischen Gebiets. Die Besetzung bedeutet Entwürdigung und
Entrechtung der Palästinenser. Sie lähmt ihr wirtschaftliches,
politisches und soziales Leben. Darüber hinaus verhindert dieses
täglich neu erlebte Unrecht einen friedlichen Ausgleich des alten
Unrechts, das den Palästinensern mit der Vertreibung von 1948 angetan
wurde. All dies treibt die Spirale der Gewalt an.
"
Die Petition und eine Liste der deutschen jüdischen
Erstunterzeichner kann
hier
eingesehen werden.

Libanonhilfe echt gut [23.10.2007]
Noch bis zum 1. November kann im Internet oder per Telefon darüber
abgestimmt werden, wer beim Wettbewerb „Echt gut! - Ehrenamt in
Baden-Württemberg” einen der ersten drei Plätze belegt.
Es konnten sich Einzelpersonen, Gruppen, Vereine, Projekte oder
Initiativen für herausragendes ehrenamtliches und
bürgerschaftliches Engagement in sechs verschiedenen Kategorien
bewerben. In der Kategorie „Soziales Leben” gehört der
„Flüchtlingskinder im Libanon e.V.” mit zu den
Kandidaten, die von einer Jury als die zehn zur Entscheidung stehenden
Bewerber ausgewählt wurden.
Bitte lesen Sie
hier
weiter.

Rassismus und Komik [23.10.2007]
In einer Rubrik namens „Stimmt das?” versucht die Jerusalemer Nachrichtenagentur „Israel heute” Antworten auf Fragen zu geben, die sie selbst für wichtig hält. Die Antworten schwanken dabei von offenem Rassismus über historische Unwahrheiten bis hin zu ungewollter Komik.
Bitte lesen Sie
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weiter.

Geister in Gaza [22.10.2007]
Von den 54.000 Palästinensern, die von 1993 annach Gaza und in die West Bank zurückkehrten, haben viele bis heute keine Ausweise, weil Israel sie ihnen verweigert. Seit kurzem finden in Gaza wöchentlich Protestkundgebungen statt, in denen diese Menschen Ausweise fordern, die sie nicht nur zum Reisen, sondern auch bei Geschäften des Alltags, wie der Eröffnung eines Bankkontos oder der Ausstellung eines Führerscheins benötigen.
Bitte lesen Sie
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Verbannt und leidend: Palästinensische Flüchtlinge im Libanon [21.10.2007]
„Alle 12 offiziellen [palästinensischen] Flüchtlingslager [im
Libanon] leiden unter ernsten Problemen: keine angemessene
Infrastruktur, Überbevölkerung, Armut und
Unterbeschäftigung. [Libanon] hat den höchsten Anteil
palästinensischer Flüchtlinge, die in erniedrigender Armut
leben ...”
Bitte lesen Sie
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weiter.

Europäischer Aktionsplan für den Nahen Osten [16.10.2007]
Norman Paech, außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE,
kritisiert in einer Pressemitteilung den von Außenminister
Steinmeier angekündigten „EU-Aktionsplan für den Nahen
Osten”. „Die darin enthaltenen Maßnahmen entsprechen in keiner Weise dem, was
die Palästinenser derzeit am dringendsten benötigen.
” Angesichts der sich zu einer humanitären Katastrophe ausweitenden
Abschnürung des Gaza-Streifens und des unvermindert
fortschreitenden Landraubs zur Ausweitung der Siedlungen in der
Westbank, habe die EU am dringendsten die israelische Regierung zur
Einhaltung der Menschenrechte und des humanitären
Völkerrechts zu bewegen.
Bitte lesen Sie
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Studie über Sicherheit in Gaza [16.10.2007]
Die jüngeren Ereignisse in Gaza belasten nicht nur den
israelisch-palästinensischen Konflikt, sondern üben einen
großen Einfluss auf den gesamten Mittleren Osten aus. Nach der
palästinensischen Präsidentenwahl im Januar 2005, Israels
einseitiger Loslösung von Gaza im September 2005, den
palästinensischen Wahlen im Januar 2006 und der Bildung einer
Einheitsregierung nach der Übereinkunft von Mekka im März
2007, schienen die Zeichen für eine Verbesserung der Situation in
den Besetzten Gebieten günstig zu sein. In der Realität hat
sich aber die Situation der Palästinenser seit Juni 2006 drastisch
verschlechtert. Gazas sowieso schon kritische politischen,
ökonomischen und Sicherheitsbedingungen erreichten zuvor nie da
gewesene Stufen der Blockade, Armut, Gewalt und Unsicherheit.
Bitte lesen Sie
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Selbst Blair bestürzt [16.10.2007]
Der britische Ex-Premier Tony Blair zeigte sich bei seinem Besuch in Hebron und der West Bank über die angetroffenen Zustände schockiert. Sein Ausflug in das in der West Bank liegende Jordan Tal machte ihn fassungslos, wo Palästinenser Grundwasserbrunnen nur ein Drittel so tief graben dürfen wie die das Land okkupierenden Israelis, wo die reichen jüdischen landwirtschaftlichen Siedlungen die natürlichen Ressourcen auf Kosten eingeschlossener palästinensischer Bauern ausbeuten.
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Erzbischof Desmond Tutu wieder eingeladen [10.10.2007]
Nach der skandalösen Ausladung von Erzbischof Desmond Tutu von der St. Thomas University in St. Paul, Minnesota, erreichten die Universität über 2700 Protestbriefe. Hinzu kamen massive Proteste der „Anti-Defamation League”, die die „Jewish Telegraphic Agency (JTA)” davon überzeugen konnte, Tutu falsch zitiert zu haben. Auch protestierten 18 Mitglieder der juristischen Fakultät gegen die Ausladung Tutus. Der Präsident der Universität, Father Dennis Dease, bezeichnete daraufhin heute, die Entscheidung, Tutu auszuladen, als einen Fehler.
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Israelischer Arzt Präsident der WMA [8.10.2007]
Der Vorsitzende des Israelischen Ärzteverbandes, Dr. Yoram Blachar, ist am Wochenende als Präsident der „World Medical Association (WMA)” gewählt worden. Blachar war bereits zuvor im Vorstand der WMA und wegen seiner Haltung zur Folter kritisiert worden.
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Israels Friedensabsichten nur verbal [4.10.2007]
In einer Presseerklärung stellte Mustafa Barghouthi, Leiter der „Palestinian National Initiative (PNI)”, fest, dass die Entscheidung der israelischen Regierung, das Jerusalemer Polizeipräsidium in palästinensisches Gebiet zu verlegen, ein weiterer Beweis für den Widerspruch in den erklärten Friedensabsichten Israels und der tatsächlichen Politik liefert.
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Erzbischof Desmond Tutu ausgeladen [3.10.2007]
Eine Friedensgruppe an der St. Thomas University in St. Paul, Minnesota
wurde von der Universitätsleitung veranlasst, eine Einladung an
Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu rückgängig zu
machen. Der Präsident der Universität, Vater Dennis Dease,
entschied sich nach Gesprächen mit dem lokalen jüdischen Rat
und Rabbinern gegen Tutus Auftritt. Begleitet wird die Absage an Tutu
mit der Abberufung der Professorin Cris Toffolo, die den Lehrstuhl
für Studien über Gerechtigkeit und Frieden innehatte. Zwar
darf sie weiter lehren, doch der Vorsitz wurde ihr entzogen.
Bitte lesen Sie
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Patriarch gegen Teilung der Palästinensergebiete [3.10.2007]
Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Michel Sabbah, hatte sich deutlich gegen die sich abzeichnende Trennung der palästinensischen Gebiete in den Gaza-Streifen und die West Bank ausgesprochen. Ebenfalls forderte er, die Hamas in Verhandlungen mit einzubeziehen.
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Kinder in Abfallbergen [1.10.2007]
Wer kennt nicht die erschreckenden Bilder aus den ärmsten Ländern
der Dritten Welt. Menschen wühlen in Müllkippen, um in den
Abfällen genug zu finden, das für ihren Lebensunterhalt
reicht. Diese Bilder erreichen uns inzwischen auch aus Palästina.
Der rapide Anstieg der Armut in Gaza und der West Bank zwingt
inzwischen Dutzende von Menschen, unter ihnen Kinder, den Müll
nach wieder verwertbaren Materialien zu durchforsten. In einer
Reportage der „Integrated Regional Information
Networks-(IRIN)”, einer Abteilung des „UN Office for the
Coordination of Humanitarian Affairs”, von einer Müllkippe
in der Nähe der Stadt Al-Bireh werden die trostlosen Zustände
geschildert.
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Reise palästinensischer Wissenschaftler abgesagt [1.10.2007]
Nach der Entscheidung der britischen Gewerkschaft „University and College Union (UCU)”, keinen Boykott gegen akademische Einrichtungen in Israel durchzuführen, strich die UCU jetzt einen Besuch von Wissenschaftlern aus Palästina in de Großbritannien. Vorgesehen war, dass die palästinensischen Wissenschaftler auf einer Rundreise an britischen Universitäten ihre Sicht der Vorteile eines akademischen Boykotts gegen Israel darstellen.
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Freier Zugang zu religiösen Stätten [1.10.2007]
„Jede Politik und alle Maßnahmen, die von Israel als Besatzungsmacht
ergriffen werden, den Zugang der Palästinenser zu ihren
religiösen Stätten auf Grund ihrer Nationalität,
Religion, Geburt, Geschlecht oder irgendeines anderen Status zu
begrenzen, besonders in dem Besetzten Ost-Jerusalem,”
sind eine Verletzung der Menschenrechte und der 4. Genfer Konvention. In
einer Resolution ruft der „Human Rights Council” der
Vereinten Nationen Israel dazu auf, die Menschenrechte in den
Besetzten Gebieten zu beachten.
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Rechte Aktivisten planen fünf neue Siedlungen [30.9.2007]
Für den heutigen Sonntag planen Aktivisten der rechten „Ne'emanei Eretz Israel” Organisation fünf neue Siedlungen in der West Bank zu errichten. Die israelische Armee lässt verlauten, dass sie unterrichtet ist und die Ausführung des Plans verhindern wird. Journalisten sind von der Region ausgeschlossen.
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Geplanter akademischer Boykott Israels fallen gelassen [29.9.2007]
Die britische Gewerkschaft „University and College Union (UCU)” musste ihren Plan, akademische Institutionen in Israel zu boykottieren fallen lasen. Es war u. a. vorgesehen, Gelder einzubehalten, Besuche und Konferenzen abzusetzen sowie keine gemeinsamen Publikationen mit israelischen Institutionen zu veröffentlichen. Die Gewerkschaft stufte diese Pläne nun als illegal ein.
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Kurt Julius Goldstein gestorben [26.9.2007]
Am Montag, den 24. September 2007, ist nach kurzer Krankheit Kurt Julius
Goldstein (3.11.1914 - 24.9.2007) im Alter von 92 Jahren in
Berlin verstorben. Der 1913 in Hamm geborene Spanienkämpfer,
Auschwitz- und Buchenwaldhäftling Goldstein, war
Ehrenbürger Spaniens, Ehrenvorsitzender der VVN-BdA,
Ehrenvorsitzender des Internationalen Auschwitz-Komitees und Mitglied
des Ehrenpräsidiums der Internationale Föderation der
Widerstandskämpfer (FIR) - Bund der Antifaschisten. 1935 floh
Goldstein vor den Nazis nach Palästina, um beim Aufbau eines
jüdischen Staates mit zu helfen. Von den dortigen Bedingungen
und dem Umgang mit der arabischen Bevölkerung
enttäuscht, zog er 1936 als Interbrigadist in den spanischen
Bürgerkrieg. Goldstein hatte nie mit seiner Kritik am
Zionismus und an Israel zurückgehalten.
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Haidar Abdel-Shafi gestorben [26.9.2007]
Am gestrigen Dienstag verstarb in Gaza Haidar Abdel-Shafi (*10.6.1919 -
+25.9.2007), Mitbegründer der Palästinensischen
Befreiungsorganisation (PLO), Politiker und Arzt, im Alter von 88
Jahren. Nach Mitteilung seiner Familie ist er einem Krebsleiden
erlegen. Abdel-Shafi war einer der allgemein respektierten
palästinensischen säkularen Führungspersonen in Gaza,
der anfangs der ehemals kommunistischen „Palestinian
People’s Party” nahe stand. 1991 war er der erste
Delegationsleiter der PLO-Vertretung bei den Madrider Verhandlungen,
die zwei Jahre später zu den Osloer Verträgen und zur
Einrichtung der Palästinensischen Autonomiebehörde in Teilen
des Westjordanlands und im Gazastreifen führten. Er war aber auch
einer der ersten und heftigsten Kritiker der Osloer Verträge, die
seiner Ansicht nach die israelische Besatzung nicht beendeten, sondern
verstärkten. Er scheute auch vor Kritik an PLO-Chef Yasser Arafat
und der Autonomieverwaltung nicht zurück, die er der Korruption
und Vetternwirtschaft bezichtigte. Zusammen mit Mustafa Barghouthi
gründete er im Januar 2002 in Ramallah die „Palestinian
National Initiative” (Mubadara).
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USA: Overcoming Zionism nun doch im Verkauf [25.9.2007]
Auf die Liste der Repressionen gegen israelkritische Stimmen wurde vor
einigen Wochen der Stop des Verkaufes des Buches „Overcoming
Zionism” von Joel Kovel zugefügt. Kovel propagiert in seinem
Werk die Bildung eines einzigen säkularen Staates aus Israel und
den Besetzten Gebieten. Das bei der Londoner Pluto Press erschienene
Buch wurde in den USA von der University of Michigan Press, die die
Bücher von Pluto Press in den USA vertreibt, aus dem Handel
genommen. Diese Entscheidung wurde jetzt zurückgezogen.
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Sozioökonomie der Besatzung: Erziehungswesen in Ost-Jerusalem [25.9.2007]
„Das Erziehungssystem der palästinensischen Bevölkerung in
Ost-Jerusalem ist ein treffendes Beispiel für die Diskriminierung
und Ungleichheit, die ein direktes und beabsichtigtes Ergebnis der
israelischen Politik gegenüber den Palästinensern sind.”
In einem am Wochenende erschienenen Bericht des Alternative Information
Center (AIC) untersucht der Ökonom Shir Hever das Erziehungswesen
in Ost-Jerusalem. Der Bericht ist Teil der Untersuchungen des AIC
über die Ökonomie der Besetzung.
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Aufruf: Enthaltet der Bevölkerung von Gaza keine Elektrizität, kein Wasser und keine Waren vor! [24.9.2007]
Die Jüdische Stimme für Frieden (Jewish Voice for Peace -
JVP) ruft dazu auf, in einem Protestbrief an Condoleezza Rice und Ehud
Olmert seine Missbilligung über den Entschluss der israelischen
Regierung, den Bewohnern von Gaza Elektrizität, Wasser und Waren
zu entziehen, auszudrücken. Diese Handlungen sind inhuman und
gegen geltendes internationales Recht. Wer sich dem Aufruf
anschließen möchte, muss dazu auf der Seite der JVP nur
seine Adresse eintragen.
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Tony Judt erhält Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis [24.9.2007]
Alle zwei Jahre verleiht die Stadt Osnabrück den nach ihrem
berühmten Sohn Erich Maria Remarque benannten Friedenspreis.
Dieses Jahr erhielt der
1948 in London geborene Historiker Tony Judt den mit 15000 Euro
dotierten Preis. Die Preisverleihung fand letzten Freitag, den 21.
September, statt. Judt ist Direktor des Erich Maria Remarque Institutes
an der New York University. Judt ist für seine kritische Haltung
gegenüber der israelischen und amerikanischen Politik bekannt.
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Yom Kippur: T’shuva, T’fila, Tzedakah [23.9.2007]
Zwei Mädchen verteilten am Yom Kippur in Jerusalem ein Flugblatt an Passanten, in dem sie die jüdische Tradition nach Gerechtigkeit anmahnen. Im folgenden der Text in der Übersetzung von Ellen Rohlfs.
Bitte lesen Sie
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UNICEF-Report zur Lage in den Besetzten Gebieten [23.9.2007]
In ihrem aktuellen Report zur humanitären Lage in den Besetzten
Gebieten kommt die UNICEF zu den Ergebnissen, dass die internen
Kämpfe einen hohen Zoll an toten Kindern fordern, dass nur
minimale humanitäre Hilfe und keinerlei Handelsware Gaza
erreichen, dass die internen Machtkämpfe humanitäre
Operationen behindern und dass die Fähigkeit, Lesen und Rechnen zu
können, unter jungen Palästinensern stark rückläufig ist.
Bitte lesen Sie
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35 palästinensische Flüchtlinge nach Brasilien [21.9.2007]
Am gestrigen Donnerstag verließen 35 Palästinenser das
Flüchtlingslager Ruweished in Jordanien. Ihr Ziel ist der Staat
Rio Grande do Sul in Brasilien, der Ihnen zur neuen Heimat werden soll.
Weitere 70 Flüchtlinge aus dem Lager sollen ihnen in den
nächsten Wochen folgen. Die Umsiedlung der Flüchtlinge geht
auf eine Initiative des „Office of the United Nations High
Commissioner for Refugees (UNHCR)” zurück.
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Kollektivbestrafung der palästinensischen Bevölkerung ist völkerrechtswidrig und menschenverachtend [21.9.2007]
In einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung verurteilt
Norman Paech,
außenpolitischer Sprecher der Fraktion „Die Linke”,
den Beschluss des israelischen Sicherheitskabinetts, den Gaza-Streifen
zum „Feindesland” zu erklären. Paech fordert die
Bundesregierung auf, die israelische Regierung zur sofortigen
Rücknahme des Beschlusses zu bewegen.
„Die israelische Politik muss endlich begreifen, dass menschenwürdige
Lebensbedingungen in den besetzten Gebieten die Vorraussetzung für
erfolgreiche Friedensbemühungen sind.”
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Appell an Österreichs Parlament [20.9.2007]
Die österreichischen Gruppen von den „Frauen in Schwarz” und der „Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost” haben Nationalratspräsidentin Barbara Prammer in einem Appell zur Unterstützung des palästinensischen Volkes aufgerufen. Es müsse endlich Druck auf Israel ausgeübt werden, damit es die UNO-Resolutionen und die Erkenntnisse des Internationalen Gerichtshofes befolge.
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Diskussion in niederländischer Kirche über Positon zu Israel [19.9.2007]
Einem Bericht der israelischen Tageszeitung Haaretz zufolge, wird die zweitgrößte Kirche der Niederlande, die Protestant Church in the Netherlands (PCN), ihre Position zu Israel im November neu überdenken. Honorationen der Kirche, die über zwei Millionen Mitglieder zählt, warnten davor, dass die Kirche im Begriff sei, von pro-palästinensischen Aktivisten „in Geiselhaft” genommen zu werden. Anlass dazu war eine Rede von Henri Veldhuis, Mitglied der Generalsynode, in Utrecht gehalten hat. In seiner Rede stellt Veldhuis die „unaufgebbare Verbundenheit” mit Israel in Frage.
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Gerichtliche Verfolgung gegen Jenin, Jenin Regisseur Bakri [18.9.2007]
Am Donnerstag, den 20. September findet ein Gerichtsverfahren gegen
Mohamed Bakri, Regisseur des Dokumentarfilms „Jenin, Jenin”
in Israel statt. Bakri sieht sich seit der Veröffentlichung des
Films intensiven Nachstellungen in Israel ausgesetzt. Das jetzige
Verfahren beruht auf der Klage von fünf Angehörigen der
israelischen Armee, die an dem Massaker in Jenin 2002 teilgenommen
haben. Dieselben Soldaten strengten auch eine Klage gegen zwei Kinos in
Jerusalem und Tel Aviv an, die den Film gezeigt hatten.
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Wirtschaft als Schlüssel für Frieden [18.9.2007]
In einem 56 Seiten starken offiziellen Bericht nimmt die Britische Regierung zu den Voraussetzungen für den Frieden in Israel/Palästina Stellung: „Die Weltwirtschaft hat sich in den letzten 40 Jahren verändert. Viele Länder, auch Israel, profitierten vom Prozess der Globalisierung. Die palästinensische Wirtschaft blieb jedoch zurück. Ihre heutige Zusammensetzung ähnelt bemerkenswert der von 1967; der private Sektor ist im Vergleich zu regionalen und globalen Wettbewerbern stark fragmentiert und unproduktiv. Die Entwicklungen seit dem Ausbruch der Zweiten Intifada 2000 haben die ökonomischen Möglichkeiten weiter reduziert, was in einer Zeit, in der ein großer Teil der Welt ein unerwartetes Wachstum erfährt, in einem Absinken des Bruttosozialprodukts von 40% pro Kopf resultiert.”
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TIPH -Bürgerbüro in Hebron [17.9.2007]
Die „Temporary International Presence in Hebron” (TIPH)
eröffnet am morgigen Dienstag, den 18. September 2007, ein
weiteres Büro im Herzen der Altstadt von Hebron. Mit dem Büro
in der Salah Al-Din Straße soll den Bewohnern der Altstadt ein
leichterer Zugang zur TIPH eröffnet werden.
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Friede als Werbemaßnahme [17.9.2007]
In seinem Leitartikel vom heutigen Montag brandmarkt der Daily Star aus dem Libanon die von den USA initiierte und geleitete neuerliche Friedenskonferenz als „Übung in Public Relations”. Israels Premier Olmert hat das gesamte Wochenende über jegliche Erwartungen an die Konferenz heruntergespielt. Es sei lediglich eine ‚Absichtserklärung’ zu erwarten.
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Deutsche Filmproduktion über suicide bomber [15.9.2007]
Die Hamburger Produktionsgesellschaft Relevant Film arbeitet z. Z. an einem
Film namens „Schabat Schalom, Maradona”, dessen Hauptfigur
ein palästinensischer Sprengstoffattentäter ist. Der Film
wurde mit 200.000 Euro Fördermitteln von der FFA
Filmförderungsanstalt in Berlin ausgestattet. Regie führt
Dror Zahavi, der schon mit Arbeiten für die TV-Serien
„Doppelter Einsatz” und die „Die Männer vom
K3” erfolgreich war. Zuletzt drehte er das Historiendrama
„Der geheimnisvolle Schatz von Troja”, eine Produktion
für den Privatsender SAT1 mit Heino Ferch in der Hauptrolle. Der
Film soll Anfang 2008 in den Kinos anlaufen.
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Verschärfung der Restriktionen für UN-Hilfslieferungen [15.9.2007]
Die israelische Armee und Vertreter des Außenministeriums haben die
UN wissen lassen, dass Ende des Jahres alle Übergänge in das
palästinensische Territorium standardisiert werden. Der Bau der
Mauer soll bis dahin fast abgeschlossen sein. Schon jetzt stellen
Vertreter der UN an den Übergängen in die West Bank ein
Anwachsen der Restriktionen fest. Die Zustände nähern sich
denen, die an den Übergängen in den Gaza-Streifen herrschen.
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Galtung: Konföderation Israels mit Nachbarländern [14.9.2007]
Der norwegische Friedensforscher Johan Galtung äußert in einem Interview mit dem Internet-Portal „online Reports” seine Vorstellung, wie eine Friedenslösung im Nahen Osten aussehen müsste. Dazu rät er Israel eine Konföderation nach de Beispiel der frühen EU mit seinen Nachbarländern Syrien, Libanon, Jordanien, Ägypten und Palästina einzugehen.
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Weitere Zerstörungen von Häusern in Jerusalem [13.9.2007]
Nach lokalen Berichten begannen israelische Bulldozer am Dienstag Morgen mit einer groß angelegten Kampagne der Zerstörungen von Häusern arabischer Bürger in Nord Jerusalem.
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Nur 30% für Haniyeh [13.9.2007]
In einer Anfang September durchgeführten Meinungsumfrage des
„Palestinian Center for Policy and Survey Research”
(PSR) äußerten 30% der Befragten die Meinung, dass die
Haniyeh Regierung die legitime Regierung der Palästinenser ist,
während 38% die Fayyad Regierung als legitim ansehen. 22% halten
beide Regierungen für nicht legitimiert. Die Zustimmung für
Haniyeh ist im Gaza Streifen (35%) höher als in der West Bank
(27%), während die Zustimmung für Fayyad in beiden Teilen
fast gleich ist.
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Ein Israeli in Palästina [12.9.2007]
Das Buch von
Jeff Halper,
„An Israeli in Palestine”
ist jetzt für April 2008 angekündigt. Der ursprünglich
vorgesehene Erscheinungstermin vom September 2007 konnte nicht
eingehalten werden. Das Buch wird bei der britischen Pluto Press
erscheinen. Halper berichtet in dem Buch von seiner Arbeit gegen die
israelische Besatzung Palästinas. Von einer deutschen
Übersetzung ist bisher nichts bekannt.
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Anwohner gegen Wiederaufbau von Flüchtlingslager [11.9.2007]
Nach einem 15 Wochen dauernden Kampf gegen die Fatah al-Islam im
palästinensischen Flüchtlingslager Nahr al-Baredin im
Libanon, verkündete Verteidigungsminister
Elias Murr
am 2. September ein Ende der Kämpfe. Nach Angaben Murrs wurden 222
Kämpfer des Fatah al-Islam getötet und 202 gefangen genommen.
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Architekten gegen Browns Engagement für Jewish National Fund (JNF) [11.9.2007]
Die „Architects and Planners for Justice in Palestine
(APJP)”, eine Gruppe von Architekten, Planern und anderen im
Baugewerbe Tätigen in Großbritannien, protestierten in einem
Brief an den neuen britischen Premier
Gordon Brown
gegen dessen Entscheidung, Schirmherr des
Jewish National Fund
(JNF) zu werden: Diese Entscheidung könne
„als billigende Inkaufnahme des unakzeptablen Status Quo angesehen werden,
und bringt sie in die Position, nicht als unbefangener Mittler im
Friedespozess angesehen zu werden.”
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Holocaust als Argument gegen Audi [10.9.2007]
Itzhak Cohen
,
Minister der Shas-Partei im israelischen Knesset, ruft alle anderen
Minister des Knesset zum Boykott von Autos deutscher Fabrikation auf.
Cohen führt als Gründe für diese Entscheidung den
Respekt vor dem Holocaust und eine neue Welle von Menschen, die den
Holocaust leugnen, an.
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UNWRA Generalbeauftragte warnt vor zunehmender Armut in Palästina [10.9.2007]
In einer Erklärung warnt Karen AbuZayd, Generalbeauftragte der United
Nations Relief and Works Agency for Palestinian Refugees in the Near
East (UNRWA), vor „skrupellosen” Stufen der Armut unter
palästinensischen Flüchtlingen. Gleichzeitig ruft sie die
Arabische Liga auf, finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen.
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Libanonkrieg: Israelische Angriffe töteten hauptsächlich Zivilisten [7.9.2007]
In einem 249 Seiten starken Report hat die Menschenrechtsorganisation
„Human Rights Watch” festgestellt, dass die meisten der im
letzten Libanonkrieg getöteten Zivilisten Opfer der wahllosen
Luftangriffe waren, die die israelische Armee angeblich gegen die
Hisbollah durchführte. „Human Rights Watch” hat
über 500 der Todesfälle untersucht.
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Professor Finkelstein verlässt Uni [6.9.2007]
Norman Finkelstein
,
der selbst Sohn von Holocaust Überlebenden ist, geriet in die
Kritik, weil er einigen Juden vorwarf, den Holocaust zur Unterbindung
von Kritik an Israel zu missbrauchen. Am gestrigen Mittwoch
verließ er die DePaul Universität.
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Salesianer gegen Mauerbau [6.9.2007]
In einer Erklärung protestieren die Salesianer Don Boscos gegen den
Bau der Mauer auf dem Gelände der Niederlassung Cremisan in der
Nähe von Bethlehem. Die Niederlassung Cremisan betreibt mit Hilfe
von einheimischen Kräften den Anbau von Wein, mit dessen Erlös
sie soziale Einrichtungen in Bethlehem fördert. Die politischen
Verhältnisse haben den Anbau und den Vertrieb des Weines in den
letzten Jahren erheblich erschwert.
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Hanan Ashrawi erhält Mercator-Professur [6.9.2007]
Die palästinensische Gelehrte Dr. Hanan Daoud Khalil Ashrawi wird neue Inhaberin der Mercator-Professur an der Universität Duisburg-Essen.
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Gaza Grundversorgung gefährdet [4.9.2007]
Israels Vize-Pemier
Haim Ramon
plant für den Fall weiterer
Raketenangriffe, den Gaza-Streifen von der Versorgung mit
Elektrizität, Wasser und Benzin gänzlich abzuschneiden:
„Wir müssen den Palästinensern eine Grenze setzen. Wir
müssen klar machen, dass wir für jede abgeschossene Rakete
für zwei oder drei Stunden die Versorgung mit Wasser,
Elektrizität und Benzin in den Gaza-Streifen aussetzen.”
Anlass zu dieser Reaktion ist die Explosion eines Projektils in der
israelischen Stadt Sderot am Montag in der Nähe eines Kinergartens.

Gusenbauer zur Mauer [4.9.2007]
Österreichs Bundeskanzler
Gusenbauer
hat bei seinem Besuch in den palästinensischen Gebieten die
verheerenden Folgen der Mauer beklagt. Das monatliche Einkommen der
Palästinenser sei stark gesunken. Palästinensische Vertreter
erklärten während seines Besuchs, wie, die Kinder von ihren
Schulen abgeschnitten werden.

20 Jahre Deutsch-Palästinensischer Frauenverein [2.9.2007]
Am 15. September 2007 veranstaltet der Deutsch-Palästinensische
Frauenverein e.V. (DPFV) eine Jubiläumsfeier zum 20-jährigen
Bestehen. Die Feier findet in den Räumen der ehemaligen Syrischen
Botschaft in Bonn statt. Eingeladen sind alle Mitglieder, Freunde und
Förderer des Vereins.
Das Rahmenprogramm bestreiten u.a. der palästinensische Lyriker
Saleh Sroudij,
der aus seinen Gedichten vortragen wird und der Oud-Spieler
Samir.
Auch eine Vorführung palästinensischer Trachten wird stattfinden.
Der Deutsch-Palästinensische Frauenverein e.V. (DPFV) hat es sich
zur Aufgabe gemacht, durch gezielte finanzielle Unterstützung und
Projektförderung vor allem Hilfe zur Selbsthilfe für
palästinensische Frauen und Kinder zu leisten. Der Verein
vermittelt auch Patenschaften für Kinder und Jugendliche aus
besonders bedürftigen Familien und übernimmt selbst
Patenschaften. Die Partnerschaftsstudentin Tamara aus Nablus wird bei
dieser Gelegenheit einen Vortrag über das Bildungssystem in
Palästina halten.

Aussetzung des EU-Handels mit Israel [2.9.2007]
Luisa Morgantini
,
Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, erklärte
auf einer Konferenz der Vereinten Nationen in Brüssel, dass ihre
Institution die so genante „Association Agreement” mit
Israel aussetzen wolle.
Diese Vereinbarung garantiert Israel freien Handel mit der EU, was
industrielle Güter und landwirtschaftliche Produkte betrifft. Die
EU-Regierung und die Europäische Kommission lehnen die Aussetzung ab.
Artikel 2 der Vereinbarung besagt, dass beide Vertragspartner die
Einhaltung der Menschenrechte zusichern.
Morgantini kritisierte auch die Einbehaltung der direkten Hilfe an
Palästina. Dies sei als Reaktion auf den Sieg der Hamas in einer
Wahl, die allseits als fair und demokratisch erachtet wird, falsch. Auf
der gleichen Konferenz sagte
Eoin Murray
von der irischen Anti-Armuts-Organisation
„Trócaire”, dass die EU zu einem Vertragspartner der
Okkupation Palästinas geworden sei und dass die EU-Mission in
Rafah beendet werden müsse.
„Die Öffnung von Rafah ist für ... das Ende der Erstickung Gazas
wesentlich. Im Moment ist es so, dass Du, wenn Du in Gaza an Krebs
erkrankt bist, sterben wirst, nur weil die Israelis es Dir nicht
erlauben, die Grenze nach Ägypten zu einer radiologischen
Untersuchung zu überschreiten.”

Die humanitäre Auswirkung israelischer Siedlungen auf Palästienser und die Infrastruktur in der Westbank [31.8.2007]
Der 148 Seiten starke aktuelle Report des
United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs
(OCHA) untersucht die andauernde israelischen Besiedlung der Westbank und ihre
Begleiterscheinungen.
Bereits fast 40% der Westbank sind von der israelischen Infrastruktur
eingenommen. Straßen, die die israelischen Siedlungen verbinden
und und das weitläufige Sysem der Checkpoints schneiden die
palästinensischen Gemeinden voneinander ab. Der Niedergang der
sozio-ökonomischen Bedingungen wird zu einem großen Teil
durch die Beschränkung der Bewegungsfreiheit verursacht.
Download:
Der
vollständige Report
in englischer Sprache kann von unseren Seiten als PDF
geladen werden. Größe: 23,6 MB.

Die Sprache der Gewalt [30.8.2007]
In einem in der Middle East Times erschienenen Beitrag äußert
Uri Avnery
seine Gedanken zur Rolle der Gewalt im
israelisch-palästinensischen Konflikt. Er zieht dabei Paralellen
von der heutigen Situation in Palästina zu dem Berfreiungskampf
der Israelis:
„Es gibt einige
Ähnlichkeiten (natürlich nicht ideologisch): Fatah ist etwa
wie die große Hagana-Organisation, die von der offiziellen
zionistischen Führung kontrolliert wurde; Hamas und der islamische
Jihad, die die PLO-Führung ablehnen, sind wie der Irgun und die
Sterngruppe. Fatahs Al-Aksa-Bataillone können mit der Palmach
verglichen werden, den regulären Kampftruppen der Hagana.”
Seine Bedenken bezüglich der
gegenwärtigen Situation der Olmer-Abbas Verhandlungen:
„Die ganze Sache ist für die Palästinenser sehr gefährlich.
Wenn solch ein Dokument tatsächlich fertig gestellt wird, wird es
zwar offiziell das Minimum sein, das die israelische Regierung zu geben
bereit ist, aber es kann auch dahin interpretiert werden, dass es das
Maximum ist, das Palästinenser fordern dürfen. Im politischen
Leben ist nichts dauerhafter als das ‚Vorläufige’.”

Rabbinat versucht arabische Bauern zum Verkauf von Land an Nicht-Juden zu zwingen [29.8.2007]
Einem Bericht der israelischen Tageszeitung Haaretz zufolge werden
israelische Araber dazu gezwungen, ein Papier zu unterzeichnen, das der
israelischen Landverwaltung und dem Rabbinat das Recht
einräumt, ihr Land zu verkaufen. Nach Ansicht des Obersten
Rabbinats ist dieses Papier die Voraussetzung dafür, das die
auf dem Land erzeugten Produkte als koscher klassifiziert werden
können. Großhändler, die Ware von Bauern
beziehen, die dieses Papier nicht unterzeichnen, würde ihr
Zertifikat, koschere Produkte zu verkaufe, verlieren. Die Ware dieser
Großhändler wäre damit auf dem israelischen
Markt nur noch schwer verkäuflich.
Hintergrund der Aktion ist das beginnende Sabbatjahr „Heiter
Mechira”, das strenggläubigen Juden erlaubt,
Produkte aus dem Land Israel nur zu verzehren, wenn sie auf Land
angebaut wurden, dessen Eigentümer Nicht-Juden sind.

Schiff nach Gaza legt erst 2008 ab [28.8.2007]
Die für diesen Monat geplante Fahrt eines Schiffes nach Gaza ist auf
nächstes Jahr verschoben worden. 70 Menschenrechtsaktivisten
wollten die über Gaza verhängte israelische Sperre mit einem
Schiff überwinden und Hilfsgüter im Wert von 25.000 US $ anlanden.
Initiiert wurde die Aktion von der
Free Gaza Campaign,
die mit der in Texas ansässigen
Palestine Childrens' Welfare Fund
verbunden ist. In einem auf den Seiten von
Global Research
veröffentlichten Interview äusserten sich
Hedy Epstein
und
Greta Berlin
zu den Gründen für die Verschiebung, deren wichtigster der
Geldmangel ist. Epstein ist eine Überlebende des Holocaust und
Berlin eine US-amerikanische Friedensaktivistin jüdischer Herkunft.
Das Schiff soll nun im Frühjahr 2008 von Alexandria
über Zypern nach Gaza fahren.

Gaza Schulkinder ohne Bücher [27.8.2007]
Einem Bericht von IRIN (Integrated Regional Information Networks), einer
Unterorganisation des
UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs,
zufolge, werden 200.000 Schulkinder im Gazastreifen 1. September zu
Beginn des neuen Schuljahres ohne die benötigten Schulbücher
sein. Dies ist auf das Verbot der israelischen Regierung
zurückzuführen, Papier nach Gaza zu importieren. Seit der
Machtübernahme durch die HAMAS im Gazastreifen unterbindet Israel
fast jede Ein- und Ausfuhr mit Ausnahme der notwendigsten Lebens- und
medizinischen Mittel.
Selbst wenn die Einfuhr des Papier sofort genehmigt würde,
müssten die palästinensischen Schüler ohne ihre
Textbücher auskommen. Es müssten ca. 350.000 Bücher
gedruckt werden, was alleine 25 bis 30 Tage dauern würde - und
auch das nur, wenn die Elektrizität normal funktioniert, was nicht
der Fall ist.
Nach inoffiziellen Quellen ist der Hintergrund für das
Importverbot die Vermutung der israelischen Verantwortlichen, dass die
HAMAS das Papier zum Druck indoktrinierter Bücher oder zu
Propagandazwecken gebrauchen könnte.
Gershon Baskin,
israelischer Direktor des
Israel-Palestine Centre for Research and Information,
der sich um die Einfuhr des Papiers bemüht, führte dazu aus:
„Wenn man ihnen nicht erlaubt, Bücher zu drucken, werden die Gedanken
und Ideen verschwinden? Wenn sie [Radikalismus] lehren wollen, kann man
das auch ohne Buch tun”
.

40 Jahre Besatzung [25.8.2007]
Einen kommentierten Atlas in englischer Sprache zur Geschichte
Palästinas und der nunmehr 40 Jahre andauernden Okupation, kann
man auf der eigens dafür eingerichteten Website
40 Years of Israeli Occupation 1967-2007
einsehen. Eingerichtet wurde die Seite von dem
Applied Research Institute-Jerusalem
(ARIJ). Das ARIJ ist eine 1990 gegründete non-profit Organisation,
die sich der Förderung angewandter Forschung, des
Technologietransfers, nachhaltiger Entwicklungsarbeit und der
Selbstbestimmung der Palästinenser über ihre natürlichen
Resourcen verschrieben hat.
Die Seite ist mit einer großen Anzahl an Karten augestattet. Man
kann hier auch auf eine interaktive Karte gelangen, deren Benutzung
allerdings die Installation von Google Earth voraussetzt.

The Raging Grannies Anti Occupation Club [24.8.2007]
Die Berliner Dokumentarfilmerin
Iwajla Klinke
filmte drei Monate lang in Israel die Aktivitäten der
"Raging Grannies",
einer Gruppe älterer Damen, die sich gegen die Besatzung
palästinensischen Landes durch den israelischen Staat einsetzt.
Der Film ist jetzt als DVD in deutscher Sprache erhältlich.

Debatte über Buch verhindert [21.8.2007]
Nach einem Bericht der Chicago Tribune wurde die Debatte über das
Buch The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy, Autoren
John Mearsheimer
von der University of Chicago und
Stephen Walt
von der Harvard University, verhindert.
Das Buch wirft einen kritischen Blick auf den Einfluss der
Israel Lobby,
zu der jüdische Organisationen, christliche Fundamentalisten und
Neo-Konservative gehören, auf die Nahost-Politik der USA.
Dieser Einfluss sei für die Unterbrechung der Gespräche mit
Syrien verantwortlich und behindere die Lösung des
Israel-Palästina-Konflikts. Der Druck auf das renommierte
Chicago Council on Global Affairs,
dem Veranstalter der Debatte,
war offensichtlich so stark, dass das Council seine Existenz gefährdet sah.
Nachzulesen in englischer Sprache
hier.

Vereinbarungen über Mobilität [20.8.2007]
Der 45.Report der UNO über die
Vereinbarungen über die Mobilität der Palästinenser
liegt jetzt vor. Einzusehen als PDF in englischer Sprache
hier.

Beduinen fordern besseren Zugang zur gesundheitlichen Grundversorgung [20.8.2007]
Die 11 medizinischen Gesundheitsstationen in den "nicht
anerkannten Beduinendörfern" im Negev sind nicht an das
israelische Stromnetz angeschlossen. Sie erhalten ihre elektrische
Energie ausschließlich von Generatoren, die nur während der
Öffnungszeiten arbeiten. Medikamente, die eine gekühlte
Lagerung erfordern, können so nicht bevorratet werden.
Einige der 80.000 Bewohner der "nicht anerkannten Beduinendörfern"
haben keinen direkten Zugang zu den Gesundheitsstationen und
können diese nur über längere Märsche erreichen. Die
Association for Civil Rights in Israel
(ACRI), das
Regional Council for the Unrecognized Bedouin Villages
(RCUV) und die israelische Abteilung der
Physicians for Human Rights
(PHRI) haben eine Petition bei der
israelischen Regierung eingereicht, die diesen Zustand ändern soll.
Nachzulesen ist dies in einem Report
von IRIN (Integrated Regional Information Networks), einer
Unterorganisation des UN Office for the Coordination of Humanitarian
Affairs (OCHA), in englischer Sprache
hier.
Zur allgemeinen Information über die Situation der
palästinensischen Beduinen empfehlen wir einen Artikel von
Arturo Avendaño
in
This Week in Palestine,
hier
in englischer Sprache nachzulesen.

Photostory: Die Apartheid Mauer [8.8.2007]
Eine Photostory mit 27 hervorragenden Photos des Journalisten
Tom Spender
kann auf den Seiten der
electronic intifada
hier
angesehen
werden. Ein Kommentar in englischer Sprache zu den Photos erscheint,
wenn man auf das i auf der unteren Menuzeile klickt.

Bremen Friedenspreis 2007 [2.8.2007]
Die Bremer Stiftung "Die Schwelle" verlieh den diesjährigen
Internationalen Bremer Friedenspreis in der Kategorie "Unbekannter
Friedensarbeiter" an den Palästinenser
Bassam Aramin.
Aramin geriet als ehemaliger Fatah-Kämpfer mit 16 Jahren
in israelische Gefangenschaft. Trotz mehr als siebenjähriger
Haft gehört der 39-Jährige zu den treibenden
Kräften der israelisch-palästinensischen Friedensinitiative
„Combatants for Peace”. Auch der Tod seiner
zehnjährigen Tochter Abir, die von israelischen Grenzsoldaten
erschossen wurde, hat seine Friedenappelle nicht verstummen lassen.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Stiftung
"Die Schwelle".

"Todesschwadron" SAMSON [1.8.2007]
In der aktuellen Online-Ausgabe der ägyptischen Wochenzeitung
Al-Ahram
wird von einer neuen "Todesschwadron" namens SAMSON berichtet. Es soll
sich hierbei um Einheiten von Arabern handeln, die den Widerstand
in den palästinensischen Territorien bekämpfen sollen.
Nachzulesen in englischer Sprache
hier.

Warum spricht Bush über Israels Negev und Galiläa? [27.7.2007]
Nadia Hijab,
Senior Fellow am Institute for Palestine Studies, setzt sich mit
einer Rede des amerikanischen Präsidenten Bush vom 16. Juli d.J.
auseinander, in der er erklärte:
"Premierminister
Olmert hat klargestellt, dass Israels Zukunft in der Entwicklung von
Gebieten wie dem Negev und Galiläa liegt - nicht in der
andauernden Besetzung der Westbank.
"
Bush stellte in dieser Rede auch fest, dass die USA
"eine Verpflichtung
gegenüber der Sicherheit Israels als einen jüdischen
Staat und als Heimat für Juden
"
haben. Nachzulesen auf den Seiten des Institutes in englischer Sprache
hier.

Volvo [19.7.2007]
Adri Nieuwhof,
ein in den Niederlanden tätiger Menschenrechtsanwalt, beschrieb am
2. Juli 2007 in einem Artikel auf den Seiten der
Electronic Intifada
die Rolle des schwedischen Automobilherstellers
Volvo
im israelisch-palästinensischen Konflikt.
Volvo
Bulldozer werden zur Zerstörung von Beduinendörfern und
palästinensischen Häusern eingesetzt.
Mayers Cars and Trucks,
ein Händler für Volvo Produkte in Israel, ist einer der
Hauptausrüster für die beim Bau der Mauer eingesetzten
Gerätschaften. So profitiert Volvo vom
israelisch-palästinensischen Konflikt. (Nachzulesen in englischer Sprache
hier.
) In einem Antwortschreiben stellte
Mårten Wikforss,
Vize-Präsident von
Volvo,
dazu fest:
"Es gibt keinen Weg, wie Volvo
letztlich den Einsatz seiner Produktekontrollieren kann.
"
Der Brief in englischer Sprache ist als PDF
hier
nachzulesen. In diesem
Zusammenhang empfehlen wir als weiterführende Lektüre auch den
"Profiting from the Occupation"
Report der Organisation
War on Want.
Dieser ist in englischer Sprache
hier
zu laden. Eine der drei Fallstudien befasst sich mit den beim Bau der
Mauer und bei der Zerstörung von Häusern eingesetzten Machinen.

Schweiz - Palästina - Israel [13.7.2007]
In ihrer gestrigen Ausgabe
beschäftigt sich die Schweizer Wochenzeitung WOZ mit der "Petition
für einen gerechten und dauerhaften Frieden in Nahost", die
als private Initiative gestartet war und inzwischen von
verschiedenen Organisationen, insbesondere von der Gesellschaft
Schweiz-Palästina, unterstützt wird. In einem
Streitgespräch unerhalten sich
Vreni Müller-Hemmi
und Rechtsanwalt
Daniel Vischer,
beide Mitglieder des Nationalrats, über die Petition und die
offizielle Politik der Schweiz. Nachzulesen in den Online-Seiten der WOZ
hier.
Die Palästina-Petition kann
hier
eingesehen und auch online unterzeichnet werden.

Kritik: OCHA-Sonderbericht [11.7.2007]
"Es ist allgemein bekannt, dass die Palästinenser an einem Mangel an
Selbstdisziplin leiden, der schon im Mutterleib beginnt. Es gibt
Foeten, die darauf bestehen, das Licht der Welt genau zu der Zeit zu
erblicken, wenn israelische Soldaten schlafen gehen. Was kann man mit
dieses Babies machen, wenn Azun Athma nur eine Klinik hat, die zweimal
die Woche für zwei Stunden die medizinische Grundversorgung
sichert. Um eine angemessen medizinische Versorgung während der
Geburt zu erhalten, tendieren schwangere Frauen (durchschnittlich
werden 50 Babies pro Jahr in dem Dorf geboren) dazu, ihr Heim zu
verlassen und zu Verwandten zu ziehen, die an Orten leben, wo man einen
zugänglichen und guten medizinischen Dienst erhalten kann. So
wurden von den 33 Babies, die von den Bewohnerinnen des Dorfes zwischen
Januar diesen Jahres und Anfang Juni geboren wurden, 20 außerhalb
des Dorfes zur Welt gebracht. Die anderen wurden ohne die Hilfe eines
Arztes oder einer ausgebildeten Hebamme in den Heimen ihrer Mütter
zur Welt gebracht."
Azun Athma ist eines der Dörfer in der
südöstlichen Westbank, das vollkommen von der israelichen
Mauer eingeschlossen ist. In der israelischen Tageszeitung
Haaretz
beschäftigt sich
Akiva Eldar
kritisch mit dem OCHA-Sonderbericht vom 9. Juli (siehe unten). Eldar
weist auf die 'übergeordneten' politischen Interessen hin, die zur
Veröffentlichung des Reports führten. Nachzulesen in
englischer Sprache
hier.

Drei Jahre danach [9.7.2007]
Vor drei Jahren, am 9. Juli 2004, stellte der
Internationale Gerichtshof fest, dass der Verlauf der Mauer in der
Westbank und die damit verbundenen Restriktionen eine schwere
Verletzung Internationale Rechts ist. In einem Sonderbericht beobachtet
das UN Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten in
den besetzten Gebieten (OCHA) verschiedene Dörfer der
nördlichen Westbank, die durch die Mauer von ihren
Nachbardörfern und von ihrem Land getrennt sind. U. a. werden
dort folgende Ergebnisse genannt:

Das UN Büro für Koordination humanitärer Angelegenheiten in
den besetzten Gebieten (OCHA) hat seinen Bericht über den Zeitraum
vom 28. Juni bis zum 5. Juli 2007 vorgelegt. Zu den Ergebnissen
zählen dass nur 70% des existenziellen Bedarfs an
Nahrungsmitteln Gaza erreichte und dass 75% der Industrie Gaza
gar nicht oder auf einem Level von unter 20% arbeitet. Der Bericht in
voller kann in englischer Sprache
hier
geladen werden. Zur Situation in Gaza weisen wir auch auf den Artikel
"Die Krise in Gaza - Made in Israel"
von
Michael Warschawski
in der deutschen Übersetzung von Ellen Rohlfs hin.
Hier
als Word-Dokument zu laden.

Zum israelischen Planungsvokabular [4.7.2007]
„Mehr als 100.000 Palästinenser leben in 'nicht anerkannten'
Wohnsiedlungen in Israel. Der Staat erlaubt sich, sie so zu bezeichnen
und auch zu behandeln: Die Menschen leben isoliert, sind nicht an die
staatliche Versorgung mit Wasser und Elektrizität angebunden;
Schulen und Krankenhäuser gibt es nicht.”.
In einem auf den Seiten der Generaldelegation Palästinas
veröffentlichtem Artikel erklärt
Dr. Viktoria Waltz
den Terminus 'nicht anerkannt',
„der längst zum israelischen Planungsvokabular gehört und einzig
und allein der ethnischen Beraubung, Verdrängung und Verelendung dient.”
Der Artikel ist
hier
nachzulesen.

Umfrage: 70% der Israelis für 2-Staaten Lösung [3.7.2007]
In einer in der israelischen Tageszeitung
Haaretz
veröffentlichen Umfrage sprechen sich 70% der jüdischen
Bevölkerung Israels für eine zwei-Staaten Lösung nach
der "Zwei Staaten für zwei Völker" Formel aus. Die Mehrheit
der Befragten glaubt jedoch nicht, dass dies in der nahen Zukunft zu
erreichen ist. 26,5 der israelischen Juden ist gegen eine solche
Lösung. Mehr als 60% der Befragten sind gegen einen
vollständigen Abzugs Israels von den Golan-Höhen als
Gegenleistung für einen Friedensvertrag mit Syrien. Nachzulesen in
englischer Sprache
hier.

US-Regierung konfisziert deutsche Spendengelder [29.6.2007]
In einer Presseerklärung teilt
Helga Dieter,
Beauftragte für die Aktion "Ferien vom Krieg", mit.
Gestern (28.6.07) wurde in vielen Medien das neue EU-
Abkommen über die Weitergabe von Daten europäischer
Passagiere an die US-Behörde bekannt. Im diesem Zusammenhang sagte
der Brüsseler Korrespondent Rolf-Dieter Krause in der 20.00
"tagesschau": "Der Zufall aber will es, dass Europa heute ebenfalls
einwilligte, den USA auch die Daten internationaler
Banküberweisungen zu überlassen. Die sollen zwar wie die
Passagierdaten nur dem Kampf gegen den Terrorismus dienen, aber das ist
für die Skeptiker eher das Problem. In dessen Namen hätten
die USA schon anderes Recht gebrochen." Diese Meldung wurde in
späteren Sendungen nicht wiederholt und ist auch in der sonstigen
Presse nicht zu finden.
Der Zufall will es auch,
dass wir dieser Tage erfuhren, dass solche Kontrollen bereits
stattfinden - und schlimmer noch - das Geld durch US-Behörden
willkürlich beschlagnahmt werden kann.
Das "Komitee für Grundrechte und Demokratie" finanziert seit
Jahren im Rahmen der Aktion "Ferien vom Krieg" auch Ferienspiele
für Kinder in Palästina. Dazu überwies es mit dem
Stichwort "summer-games" 8.000 USD aus privaten Spendengeldern an eine
humanitäre Organisation in Nablus/Westjordanland. Am 26.6.
erreichte die Bank des Komitees ein Schreiben aus New York, das Geld
sei blockiert und läge bei "Bankers Trust" (Deutsche Bank Trust
Company) in NYC.
Das Komitee kann durch einen Vertrag beweisen, dass es sich um das vorher
ausgehandelte Budget für die Ferienspiele handelt und es sich bei
dem Adressaten um eine langjährige Partnerorganisation bei dem
Dialog- und Aussöhnungsprojekt "Ferien vom Krieg" für bisher
fast 800 junge Menschen aus Israel und Palästina handelt.
Die Koordinatorin des Projekts fragte den zuständigen
Sachbearbeiter des Spendenkontos: "Aber wir haben doch dieses Jahr
schon Geld an andere Partnerorganisationen in Palästina geschickt".
"Aber in Euro, das geht durch", antwortete er, "alle
Dollarüberweisungen laufen über die USA. Dass Palästina
nun auch der Blockade unterliegt, wusste ich auch nicht. Das ist sehr,
sehr schwierig, dass Sie das Geld wieder erhalten! Hätten Sie es
nur in Euro überwiesen!
"
Nach der
gestrigen Tagesschau-Meldung wird das in Zukunft auch nichts nutzen.
Die Blockierung dieses Geldes zeigt wieder einmal den willkürlichen
Machtmissbrauch der US-Regierung. Sie ist ein Treppenwitz der
Geschichte, denn die Ferienspiele dienen vertragsgemäß
ausdrücklich der Friedenserziehung palästinensischer Kinder.
Ein ausführlicher Bericht von
Helga Dieter
kann
hier
als PDF geladen werden.

Tony Blair als Sonderbeauftragter des Nahost-Quartetts [29.6.2007]
Hierzu
einige Dokumente und Links auf unseren Seiten.

Ende der Demokratie in Palästina [24.6.2007]
Mit der derzeitigen Situation im Gaza-Streifen setzt sich ein Beitrag von
Peter Schäfer
auf dem Internet-Portal Telepolis auseinander. Der Artikel kann
hier
nachgelesen werden.

Der rufende Berg [22.6.2007]
Der kanadische Rundfunkjournalist
Seth Porcello
produzierte im Sommer 2006 vier Radio-Dokumentationen über die
Situation in den Besetzten Gebieten. Eine dieser Dokumentation spielt
in dem Dorf Majdal Shams in den Golan-Höhen, dessen Bewohner durch
die Waffenstillstandslinie von 1967 von ihren Verwandten in Syrien
getrennt sind.Man kann hier die Realität der Familie Safhia
erleben, die sich über die Stille des Minenfeldes an
der Waffenstillstandslinie hinweg mit Megaphonen verständigt.
Diese Dokumentation ist als MP3 (18.2 MB, 19:54 min)
hier
teilweise unkommentiert, sonst aber in englischer Sprache, zu hören.

Neue Bücher [21.6.2007]
Für den Sommer und Herbst
2007 sind zahlreiche Neuerscheinungen zum Thema Palästina von den
Verlagen angekündigt. Wir empfehlen einen Blick in unsere Rubriken
Neuerscheinungen
und
in Vorbereitung
.
Bis zur Frankfurter Buchmesse ist noch mit zahlreichen weiteren neuen
Publikationen zu rechnen.

Kinder im Flüchtlingslager Beddawi [20.6.2007]
Ca. 21.000 Flüchtlinge haben das Camp
Nahr El Bared im nördlichen Libanon wegen der anhaltenden Kämpfe
inzwischen verlassen. Die meisten von ihnen flüchteten in das
nahegelegene Beddawi Lager, das ohnehin schon
übervölkert war. Über die
Situation der Kinder in diesem Lager berichtet ein Report von
Nicole Ireland
für die UNICEF. Ein regulärer Schulalltag ist kaum
durchführbar, was viele 14 - 18 Jährige sehr belastet, da die
nationalen Prüfungen, die über die weitere Ausbildung entscheiden, kurz
bevorstehen. Doch die trostlose Situation hat den Mut für die Zukunft
der meisten Jugendlichen nicht gebrochen. Nach ihren Berufswünschen
befragt, antworten viele: "Arzt", "Lehrer", "Ingenieur - damit ich
beim Wiederaufbau helfen kann". Nachzulesen
auf den Seiten der UNICEF
in englischer Sprache.

Öffnet Gazas Grenzen, um eine menschliche Katastrophe zu verhindern! [17.6.2007]
8 israelische Menschenrechtsgruppen richten einen dringenden Appell an den
israelischen Verteididigungsminister.
"Während wir dieses schreiben stecken hunderte von Flüchtlingen
zwischen dem verschlossenene Übergang Erez und und der militärischen
Macht der Hamas, die ihre Rückkehr nach Gaza verhindert, in der
Falle. Die Kranken und die bei den jüngsten Ereignissen Verletzten
stecken in Gaza in der Falle. Grundnahrungsmittel werden knapp und es
gibt einen steigenden Fehlbedarf an medizinischer Grundversorgung. In
einer Zeit, wo die fundamentalen Menschenrechte der Bewohner von Gaza
verletzt werden und das Recht auf Leben bedroht ist, kann der Staat
Israel nicht untätig zusehen.
"
Der Aufruf ist
hier
in englischer Sprache nachzulesen.

Zur Situation in Gaza [14.6.2007]
Carsten Kühntopp
vom ARD-Hörfunkstudio in Amman, beschreibt in einem Kommentar in
der Tagesschau die fatale Rolle, die die Unterscheidung des
amerikanischen Präsidenten Bush in "gut und böse" für
die Auseinandersetzungen in Gaza haben.
"In Palästina und im Libanon schlägt er sich deswegen jeweils
massiv auf eine Seite, anstatt Ausgleich und Verständigung zu fördern.
"
Der Kommentar kann
hier
nachgelesen werden. Das gleiche Thema behandelt auch ein Artikel von
Wolf Reinhardt
in der Jungen Welt:
"Washington zieht im palästinensischen Bürgerkrieg die Fäden.
"
Nachzulesen
hier.

40 Jahre und 18 000 zerstörte Häuser sind genug! [11.6.2007]
Zum Auftakt in der Bundesrepublik der weltweiten von
Jeff Halp
er
iniziierten Kampagne (vgl. Nachricht vom 3.6.2007 weiter unten)
erschien heute in der Frankfurter Rundschau eine Anzeige, in der ein
Ende der israelischen Besatzung und der mutwillen Zerstörung
palästinensischer Häuser gefordert wird. Die Kampagne wird
von zahlreichen Friedensorganisationen unterstützt. Auch das IPK
unterstützt die Aktion. Zum Einsehen der Anzeige klicken Sie bitte
hier.

Die Welt sagt NEIN zur israelischen Besatzung! [6.6.2007]
Im Juni 2007 jährt sich zum 40sten Mal die israelische Besatzung von
Westbank, Gaza, Ostjerusalem und den Golanhöhen. Unter dem Motto
"Die Welt sagt NEIN zur israelischen Besatzung!"
protestieren am 9. und 10. Juni in Palästina und weltweit die
Menschen gegen die anhaltende israelische Besatzung, gegen Entrechtung,
Landraub und Vertreibung. Der Aufruf des
Internationalen Koordinationsnetzwerks für Palästina
kann
hier
nachgelesen werden.

Palästinensische Frauen-Fußballnationalmannschaft in Deutschland [3.6.2007]
Die Palästinensische Frauenfussballnationalmannschaft
ist gestern,
am 2. Juni, in Deutschland angekommen, sie wird bis zum 19. Juni bleiben.
Auf dem ev. Kirchentag in Köln wird sie sich Donnerstag, ab 14.15
Uhr auf der open-air-Bühne des Tanzbrunnens vorstellen.
Die beiden Aufnahmen
entstanden heute, Sonntag 3. Juni, auf einem informellen Treffen auf
Einladung der
Palästinensischen Gemeinde Köln.
Zwei
Mitarbeiterinnen des IPK, die am Ball bleiben werden, sprachen mit dem
Team. Nähere Informationen werden folgen.
Auf dem ersten Fotos
sind zu sehen: 15 junge Fussballspielerinnen (zwischen 14 und 23 Jahre
jung), der blonde junge Mann ist Jonathan Schaller, ehemaliger
Assistenz- und Torwarttrainer der Palästinensischen
Frauenfussballnationalmannschaft, Sportstudent. Er betreut sie auch
hier in Deutschland. Das zweite Foto zeigt :
Die Mannschaftsführerin, ihr Name ist Honey M.I. Thaljieh, 22 Jahre
jung.
© Fotos: RKB

40 Jahre und 18 000 zerstörte Häuser sind genug! [3.6.2007]
Jeff Halper
,
Koordinator
des Israelischen Komitees gegen Hauszerstörungen (ICAHD) ruft in
einer von deutschen Friedensorganisationen unterstützten
Erklärung zu einer einzigartigen Initiative auf. Am 11. Juni
startet das ICAHD eine Kampagne, in der jedes palästinensiche Haus
wieder aufgebaut wird, das von Israel in den besetzten Gebieten 2007,
im 40. Jahr der Besatzung, zerstört wird - geschätzt rund 300
Häuser insgesamt. Der Aufruf ist in englischer Sprache
hier
als PDF (15 KB) zu laden. Eine Übersetzung ins Deutsche ist in Vorbereitung.

Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost - EJJP - Deutschland [30.5.2007]
Presseerklärung
In einer Presseerklärung fordert die EJJP eine entschlossene
europäische Initiative für einen gerechten Frieden im Nahen Osten:
"Die Föderation,
European Jews for a Just Peace (EJJP), hat ihre Jahresversammlung am
Vorabend des 40. Jahrestages der israelischen Militärbesatzung der
palästinensischen Gebiete nach Berlin einberufen, um ihre
Besorgnis angesichts der Gleichgültigkeit der EU- und der
G8-Staaten gegenüber den israelischen Verletzungen des
internationalen Rechts und der Not der Palästinenser zum Ausdruck bringen.
"
Auf einer Pressekonferenz am 4. Juni werden die
Abschlusserklärung der 5. Jahrestagung und die zentralen
Forderungen der EJJP an die bundesdeutsche Regierung als
Präsidentin des EU-Rats sowie an die Regierungen der EU- und
G8-Staaten vorgestellt. (Siehe dazu auch unseren
Terminkalender.
)
Rolf Verleger
und
Reiner Bernstein
werden über den Verlauf der Initiative
Schalom 5767
berichten und die Anzahl der im ersten Halbjahr 2007 gesammelten
Unterschriften bekannt geben. Die Presseerklärung ist als PDF in
deutscher
und in
englischer
Sprache zu laden.

Akademischer Boykott [25.5.2007]
In einer 18 Seite starken Broschüre hat das Alternative Information
Center (AIC) diskriminierende Praktiken des israelischen
Hochschulsystems gegenüber palästinensischen Bürgern
zusammengestellt. Das AIC will beweisen, dass das israelische
akademische System mit seinen Institutionen selbst Teil des
israelischen kolonialen Systems ist und aktiv an der Besatzung
palsätinensischen Gebietes teilhat. Die Broschüre ist als
Arbeitspapier gedacht, das fortlaufend aktualisiert werden soll.
Gleichzeitig will das AIC aufzeigen, welche Auswirkungen ein
akademischer Boykott auf das israelische Hochschulwesen hat.
Das AIC ruft zur Mitarbeit auf. Im
Moment arbeitet die Organisation an einer Dokumentation über die
Verflechtung israelischer Universitäten mit dem israelischen Militär.
Downloads:
Die vollständige Broschüre kann
hier
in englischer Sprache als PDF geladen werden. Größe: 197 kb.

CARITAS-Jerusalem beklagt zunehmend schwierigere Verhältnisse [21.5.2007]
In ihrem aktuellen Rundbrief "Staying in Touch" beklagt die
Jerusalemer-Vertretung
der CARITAS die immer schwieriger werdenden Bedingungen für ihre
humanitäre Arbeit in den besetzten Gebieten. Dies liege an den
wachsenden Behinderungen in der Mobilität durch die israelischen
Einirchtungen und Behörden, aber auch an der ansteigenden
Desintegration der sozialen Ordnung. Der Newsletter ist in englischer Sprache
hier
als PDF (581kb) zu laden.

UN-Generalsekretär fordert Waffenstillstand [21.5.2007]
UN-Generalsekretär
Ban Ki-moon
fordert beide Seiten zur Einhaltung des Waffenstillstands in Gaza auf.
Er bezeichnete den palästinensische Raketenbeschuss Israels
als völlig unakzeptabel und als Verletzung internationalen
Rechts. Er zeigte sich auch über die anwachsende Zahl der Opfer
aus der Zivilbevölkerung besorgt, die bei den israelischen
Militäroperationen verletzt oder getötet werden. Die
Erklärung ist
hier
in englischer Sprache nachzulesen.

40 Jahre Entrechtung, Landraub, Vertreibung. Internationaler Aufruf: [20.5.2007]
Die Welt sagt NEIN zur israelischen Besatzung!
In einem Aufruf an die
deutsche Bundesregierung fordert die Palästinensische Gemeinde in
Hamburg und Umgebung e. V. ein Ende des militärischen,
wirtschaftlichen und politischen Unterstützung der
israelischen Besatzung. Mitunterzeichner des Aufrufs
sind: Palästinensische Ärzte- und Apothekervereinigung
e.V., Regionalgruppe Hamburg / Deutsch-Palästinensische
Gesellschaft e.V., Regionalgruppe Hamburg /
Deutsch-Palästinensischer Frauenverein e.V. / Frauen in Schwarz,
Hamburg / AG Palästina von ATTAC Hamburg / IPPNW - Ärzte
in sozialer Verantwortung e. V / Collectif judéo-arabe et
citoyen pour la paix, Strasbourg / Comité pour une Paix
Juste au Proche Orient, Luxembourg. Der Aufruf ist
hier
als PDF zu laden Die entsprechende Unterschriftenliste können Sie
hier
als Word-Dokument laden.

Mit unserer Realität hat das nichts zu tun - Palästinenser und die israelisch-arabischen Gespräche [15.5.2007]
Das Treffen Israels mit
Vertretern der Arabischen Liga zur Besprechung der Arabischen
Friedensinitiative letzten Donnerstag in Kairo wurde von den
palästinensischen Medien wenig beachtet. Israel soll anerkannt
werden, sobald sich dieses völlig aus den 1967 besetzten Gebieten
zurückzieht. "Wozu kommentieren?", fragt Issa Kukali: "Dass das
nichts mit der Realität zu tun hat, sieht hier jeder." Ein Artikel von
Peter Schäfer
in der Online-Zeitung Telepolis, nachzulesen
hier.

Neue Karten [12.5.2007]
Zu Ihrer Informationen stellen wir Ihnen von Zeit zu Zeit neuere Karten aus
Palästina zur Verfügung. Aktuell sind dies folgende Karten:

Die Sorge, einen Zusammenbruch Palästinas zu vermeiden, veranlasste das
Europaparlament gestern, am 9. Mai 2007, eine radikale Änderung in
der Nahost-Politik der EU zu fordern. Der Vorsitzende der
sozialdemokratischen Fraktion
Martin Schulz
sagte: „Meine Fraktion hat einstimmig beschlossen, eine sofortige Änderung der
EU-Strategie zu fordern. Um die Existenz Palästinas zu
gewährleisten, müssen sofort finanzielle Mittel freigestellt
werden. Wer das ablehnt, ist weder konstruktiv noch human.
” Der Bericht in voller Länge ist auf den Seiten der
Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament in
deutscher Sprache
hier
nachzulesen.

Straßenkinder in Palästina [9.5.2007]
In einer 64 Seiten umfassenden Broschüre untersucht die
Genfer Organisation
Defence for Children International (DCI)
die Situation der Straßenkinder in Palästina. Der Bericht ist
nur in englischer Sprache verfügbar. Wir haben ihn als
Download
im PDF auf unseren Seiten zur Verfügung gestellt.

Rundbrief Nummer 2 [7.5.2007]
Der Rundbrief Nr. 2 des IPK vom Mai 2007 ist erschienen. Eine
Übersicht der bisher erschienenen Rundbriefe finden Sie
hier.

Tausende nahmen an pro-palästinensischer Rally in Rotterdam teil [6.5.2007]
Nach einem Bericht der
online Ausgabe der israelischen Tageszeitung Haaretz versammelten sich
tausende Teilnehmer an dem niederländischen Befreiungstag in
Rotterdam, um gegen Israel zu protestieren. Der ehemalige
holländische Premierminister
Dries Van Agt
bedauerte in einer Ansprache die pro-israelische Politik der
Niederlande und den Boykott der Hamas:
"Der europäische und
niederländische Boykott der Hamas ist falsch und sogar dumm. Wir
entschuldigen automatisch den Besatzer und bestrafen die besetzte Nation.
"
Die Quelle in englischer Sprache ist
hier
einzusehen.

Warum verfolgt mich Israel? [3.5.2007]
In der Los Angeles Times berichtet der palästinensische
Knesset-Abgeordnete Azmi
Bishara über die Repressionen und Verfolgungen, die er auf Grund eines
Verdachts der israelischen Polizei, Informationen an einen
ausländischen Agenten verkauft zu haben, erleidet. Das
Original in engischer Sprache ist
hier
einzusehen, eine Übersetzung ind Deutsche von Ellen Rohlfs kann
hier
als PDF geladen werden.

2006 doppelt so viel tote Kinder in Palästina als 2005 [2.5.2007]
Nach einem Report der in Genf ansässigen Organisation
Defence for Children International (DCI)
sind im Jahr 2006 auf Grund des verstärkten israelischen
Militäreinsatzes in den Besetzten Gebieten 2006 doppelt so viele
Tote Kinder zu beklagen als 2005.
"Der israelische Einsatz von Streitkräften gegen die
palästinensische Zivilbevölkerung ist jedoch kein neues
Phänomen. Israel hat während der Besetzung der Westbank
inklusive Ost-Jerusalems und des Gaza-Streifens stets gewaltsame Mittel
gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt. Solche gewaltsamen
Maßnahmen wurden zur Kontrolle des Lebens von Millionen von
Bürgern und zur Unterdrückung jeglichen Widerstandes gegen
Israels erdrückende, diskriminierende Militärherrschafteingesetzt.
"
Den gesamten Report in englischer Sprache haben wir Ihnen
hier
als PDF-Datei zur Verfügung gestellt.
In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf einen Brief der
Organisation an die UN-Menschenrechtskommission vom Anfang des Jahres:
"84 Kinder wurden zwischen dem 28. Juni 2006 und 26. November 2006 durch
die israelische Besatzungsmacht in Gaza getötet. Der
größte Teil dieser Kinder (69%) war zwischen 13 und 17
Jahren alt; es gab aber auch eine tragisch hohe Zahl
jüngerer Kinder (31%), die als direkte Folge militärischer
Aktivitäten Israels in Gaza in dieser Zeit getötet wurden.
Keines dieser Kinder war in kämpferische Handlungen verwickelt.
"
Auch diesen Text können Sie als PDF-Dokument von unseen Seiten
hier
laden.

Beton [2.5.2007]
Auf dem 14. Internationalen Trickfilmfestival wurde der Preis für den besten
Studentenfilm in Höhe von 2.500 Euro an den Film
Beton
(6 min) von Ariel Belinco und Michael Faust, Israel 2006, von der
Bezalel Academy auf Arts and Design, Jerusalem, verliehen. Der Film
handelt von dem Mauerbau in Palästina. Die Begründung der
Jury im Wortlaut:
"Uns ist der sehr hohe Standard der technischen Leistungen an den
Animationsschulen aufgefallen. Gleichzeitig wollen wir die
Aufmerksamkeit auf den persönlichen Einsatz der Autoren lenken. Deshalb
haben wir uns für einen Film entschieden, dem es gelungen ist, eine
brisante politische Situation mit emotionaler Dichte zu erzählen. Und
der die menschliche Dummheit auf eine sympathische und humorvolle Weise
entlarvt.
"
Die Seiten des Festivals finden Sie
hier.

Europa muß auch die Hamas anerkennen [30.4.2007]
Mairead Maguire,
irische Friedensnobelpreisträgerin, wurde Opfer der Polizeigewalt
in Palästina. Sie erklärt die
EU-Embargo-Politikals als verfehlt. Ein Interview von Andrea
Bistrich mit Mairead Maguire ist in der
Jungen Welt
hier
nachzulesen.

Fischerei in Gaza in Gefahr [22.4.2007]
In einer Veröffentlichung vom April 2007 warnt das Büro für die
Koordination menschlicher Angelegenheiten der UNO (= Office for the
Coordination of Humanitarian Affairs = OCHA) vor der ernsthaften
Gefährdung der Fischerei im Gaza-Streifen. Nach einem totalen
Verbot seit Juni 2006 können die Fischer nun in der im April
beginnenden Hochsaison wieder an der Küste innerhalb einer
6-Meilen-Zone fischen. Es gibt aber zwischen den israelischen
Streitkräften und den Fischern keine Kommunikation, wie weit
Fischerboote ins Meer fahren dürfen. Das führte in der
Vergangenheit zum Tod, zu Verletzungen und Verhaftungen von Fischern
aus Gaza. Dies führt dazu, dass die küstennahen Gebiete
überfischt sind und den Fischen wichtige Brutgebiete genommen
wurden. Der komplette Report in englischer Sprache steht auf unseren Seiten
als PDF
zur Verfügung.

Informationsveranstaltung mit Roni Hammerman [19.4.2007]
Der Termin für die geplante Informationsveranstaltung mit
Roni Hammerman
von der israelischen Menschenrechtsgruppe
Machsom Watch
steht jetzt mit Dienstag, den 26.6.2007, fest. Aktuelle Informationen finden Sie
hier.

Mythen und Katastrophen [16.4.2007]
Auf einer Sonderseite zum Thema Israel veröffentlicht die Schweizer Zeitung
Der Bund
zwei Artikel von
Barbara Engel
(Jerusalem) zum Thema. »
Mythen und Katastrophen
« befasst sich mit der Kritik israelischer Historiker an
der Geschichtsschreibung Israels über die Vertreibung
von Palästinensern.»
Vielfältige Methoden der Diskriminierung
« beschreibt die
alltäglichen Diskriminierungen arabischer Israelis. Die
gesamte Sonderseite steht
hier als PDF
zur Verfügung.

Wandeltuch [15.4.2007]
Ein Beitrag zur Diskussion über das Thema Ethnozentrismus liefern der
Artikel von
Barbara Höfler
im Magazin der
Frankfurter Rundschau
vom 14.4.2007mit dem Thema «
Wandeltuch
» und den aus diesem Anlass geschriebenen Leserbrief von
Claudia Karas.
Beides nachzulesen
hier
auf den Seiten der
Freunde Palästinas.
(Anlass für dieses Hinweis ist eine beabsichtigte
Veranstaltung des IPK zum Thema Eurozentrismus.)

Armut in Palästina: Die menschlichen Kosten des wirtschaftlichen Boykotts [13.4.2007]
Die international tätige Hilfsorganisation Oxfam hat das Palestinian
Centre for Public Opinion (PCPO) mit einer Untersuchung der Auswirkungen des
ökonomischen Boykotts gegen die palästinensische
Autonomiebehörde beauftragt. Die Untersuchung wurde in der West
Bank in Nablus, Ramallah, Bethlehem, East Jerusalem, Hebron, Jericho,
Tulkarem, Tubas und Qualqilya und im Gazastreifen in Gaza City,
Khan Younis und Jabalya durchgeführt. Das Ergebnis der
Untersuchung ist in englischer Sprache hier als
PDF
zu laden. Ebenfalls als PDF in englischer Sprache steht die begleitende
Stellungnahme von Oxfam zur Verfügung. Sie endet mit einer Liste
von Empfehlungen zur Beendigung der jetzigen Situation. U. a.:
Die israelische Regierung soll alle Steuergelder und Zölle
freigeben, die sie den palästinensischen Autonomiebehörden
vorenthält; die Regierung der USA soll alle Sanktionen auf
Geldtransfers in die Autonomen Gebiete aufheben; Geberstaaten und
Israel sollen sicherstellen, dass alle Gelder, die Angestellten des
öffentlichen Sektors und sozial Bedürftigen in den Autonomen
Gebieten zustehen, in voller Höhe ausbezahlt werden. Nachzulesen
hier.

Religiöse Motive sind bei Anschlägen nachrangig [13.4.2007]
Der Politologe
Thorsten Gerald Schneiders,
Autor des
Buches"
Heute sprenge ich mich in die Luft. Suizidanschläge im
israelisch-palästinensischen Konflikt. Ein wissenschaftlicher
Beitrag zur Frage des Warum", äüssert sich in einem
Interview mit dem Online Portal
Qantara
zu den Motiven palästinensicher
Selbsttötungsanschläge. Schneiders:
"Die Täter sind
keine Psychopathen, sondern - im Gegenteil - meist normale Menschen,
die einen Querschnitt der Gesellschaft darstellen
".
Das Interview können Sie
hier
nachlesen. Das IPK hat
Schneiders zu einerm Vortrag nach Bonn eingeladen. Näheres zu
dem Termin erfahren Sie
hier.

Der Sieg der israelischen Bulldozer [12.4.2007]
In ihrer heutigen Ausgabe hat sich die schweizer Zeitung "Der Bund" des Themas
"Westjordanland" angenommen. Einer der Artikel befasst sich mit der
heutigen Stuation in Jenin, 5 Jahre nach der israelischen
Militäraktion dort, bei der zahlreiche Häuser zerstört
und 52 Menschen getötet wurden. Ein weiterer Artikel schildert das
heutige Leben von
Zakaria Zubeidi
in Jenin. Zubeidi ist u. a. aktiv an der Erhaltung
des "Freedom Theatres" beteiligt, das die israelische Friedensaktivistin
Arna Mer-Khamis
im Flüchtlingslager Jenin gegründet hatte. Zitat: "Unter
Widerstand versteht Zubeidi nicht bloss Waffengewalt, sondern eine
ganze Kultur, die Bildung, Geschichte und Kunst umfasse." Die gesamte
Seite in deutscher Sprache kann man als PDF
hier
laden, oder
hier
als nachlesen.

Die Neobarbaren [11.4.2007]
Der israelische Friedensaktivist
Michel Warschawski
war viele Jahre lang Vorsitzender der
israelisch-palästinensischen Organisation
Alternative Information Centre.
In einem Essay setzt er sich mit einem vor einem Monat in der
israelischen Zeitung
Haaretz
erschienenen Artikel des israelischen Journalisten und Analytikers
Tom Segev
auseinander. Segev zieht hier die weitverbreitete Idee in Zweifel,
dass der „Zusammenstoss der Zivilisationen
” ein neues Phänomen ist. Warschawski,
der alle Kriege als Barbarei ansieht, klassifiziert den Krieg Israels
in den besetzten Gebieten als einen Schritt vorwärts in der
modernen Barbarei. Der Artikel ist in deutscher Sprache auf den Seiten von
Tlaxcala
nachzulesen. Zur Person
Warschawskis
kann man sich in der Wikipaedia informieren.

Studiengang Nahoststudien [8.4.2007]
Mit Beginn des Wintersemesters 2007/08 bietet das Orientalische Institut der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg einen neuen
Studiengang „Nahoststudien” an:
"Dieser Studiengang ist auf eine
Analyse der aktuellen Problematik der politischen Situation im Nahen
Osten ausgerichtet. Der Nahostkonflikt wird dabei in seinen
historischen und global-politischen Zusammenhängen situiert.
"
Weitere Informationen
auf den Seiten der Universität.

Britisches Fussball Team in der Westbank [7.4.2007]
Ein Team von britischen
Amateurfussballern macht eine Solidaritäts-Tour durch die
Westbank. Bericht in englischer Sprache in den
Maannews,
einer palästinensischen Nachrichtenagentur.

Wir fühlen uns von den Christen verlassen [4.4.2007]
Khouloud Douaibess abu Dajeh,
die neue palästinensische Ministerin für Tourismus und
Altertümer, äussert sich in einem Interview mit dem
Rheinischen Merkur zu aktuellen Problemen der Touristik in
Palästina. Zur aktuellen Sicherheitslage:
"Während der langen Besatzung, selbst während der beiden Intifadas,
waren Touristen im Westjordanland nie bedroht. Ich habe keinen einzigen
dokumentierten Fall gefunden, dass in den letzten Jahren Anschläge
auf Touristen verübt worden sind. Wir sind ein sehr
gastfreundliches Volk. Wir haben Touristen immer gut behandelt. Sie
sind sicher bei uns.
"
Nachzulesen auf den Internet-Seiten des
Rheinischen Merkur.

Vertreibung von Beduinen aus dem Negev in Israel [30.3.2007]
In den letzten Wochen haben israelische Behörden hunderte
von Beschlüssen
zur Vertreibung von Bewohnern von Beduinendörrfern im Negev
erlassen. Eine Gruppe israelischer und internationaler Besuchter
war im Dorfal-Nasasra, um sich über die Situation zu informieren.
Cara Loverock
vom
Alternative Information Center
(AIC) berichtet über die Lage der Beduinen im Negev - eine Lage,
die in der israelischen und internationalen Presse selten Beachtung
findet. Der Artikel ist
hier
in englischer Sprache nachzulesen.

Kritische Haltung gegenüber Israel [30.3.2007]
Nach einer Meldung des Schweizer Dienstes
news.search
meinen 54 % der Schweizer, dass im Zusammenhang mit dem
Palästina-Konflikt in Israel religiöse Fanatiker regieren.

Der politische Zionismus und die Frage seines Überlebens [30.3.2007]
Die neue Ausgabe Nr. 49 der Zeitschrift INAMO (= Informationsprojekt Naher und
Mittlerer Osten) widmet sich dem Thema
Der politische Zionismus und die Frage seines Überlebens
.
Beiträge zu diesem Thema:
Lev Grinberg:
Die ungewollte Braut» - Von der Schwierigkeit,
über die Besatzung zu sprechen
/
Boas Evron:
Israel und die moralische Kompromittierung des Judentums
/
Moshe Zuckermann:
Überlebt der politische Zionismus oder ist er überlebt
/
Amnon Raz-Krakotzkin:
Binationalismus als Bedrohungsszenario?
/
Oren Yiftachel:
Weder zwei Staaten noch einer! Die politische Geographie der «schleichenden
Apartheid»
/
Avi Shlaim:
Ist der Zionismus heute der wahre Feind der Juden?
/
Amnon Raz-Krakotzkin:
Ausblendung und Abtrennung - Zur Problematik von Israels politischem
Selbstverständnis
/
Jonathan Cook:
Vom Staatsbürger 2. Klasse zur „Demographischen Zeitbombe”
/ Zionismus - Materialien. (Im wesentlichen geht es hier um
die schon früh beginnende Debatte um die
Vertreibung, heutiger israelischer Sprachgebrauch: Transfer, der
arabischen Bevölkerung. Die Zeitschrift kann über den
Verlag
bestellt werden. Eine Aufstellung bereits erschienener Hefte mit
IPK-relevanten Themen finden Sie
hier.

Frieden und Verständigung ist ohne gegenseitige Anerkennung unmöglich [26.3.2007]
"Frieden bedeutet Grenze. Eine durch ein Abkommen festgelegte Grenze. Ohne eine
Grenze kann es keinen Frieden geben. Und ohne Frieden ist es eine
Chutzpa (Frechheit), von der andern Seite etwas zu verlangen, das wir
selbst absolut verweigern zu tun.
"
Mit diesen Worten endet ein
Artikel von Uri Avnery zu Schulbüchern und Landkarten in
israelischen und palästinensischen Schulen. Veröffentlicht
auf den Seiten der
Berliner Umschau
in deutscher Sprache.

UN Anti-Rassismus Komitee drängt Israel zur Beendigung von Diskriminierung und Abgrenzung [22.3.2007]
In einer neuerlichen Untersuchung des UN
Committee on the Elimination of Racial Discrimination (CERD)
über die Politik der Apartheid wird Israel aufgerufen, Juden und
Palästinensern Gleichheit zuzusichern sowie das Recht der
Rückkehr auf eigenes Land und das Recht auf Eigentum. Das Komitee
drückt zum wiederholten Male seine Besorgnis über die
praktizierte Abgrenzung und Apartheid aus. Insbesondere werden
erwähnt: Die Mauer und die damit verbundenen Restriktionen;
jüdische Siedlungen; ernste Restriktionen der Bewegungsfreiheit;
ungleiche Verteilung des Wasservorkommens; Zerstörung von
Wohnhäusern; die Existenz von zwei verschiedenen Rechtssystemen -
eines für Juden und eines für Palästinenser. Moniert
wird auch Israels Politik der Abgrenzung von Juden und Arabern in den
Bereichen von Bildung, Gesundheit und Hausbau. Das Dokument steht
hier
im englischen Original als PDF zur Verfügung.

Dokumente: Regierungserklärung und Kabinett [21.3.2007]
Ab sofort wird Ihnen das IPK wichtige Dokumente zur Verfügung stellen.
Als erstes können sie bei uns die
Regierungserklärung
der neu gebildeten Regierung nachlesen und zweitens die Besetzung des neuen
Kabinetts
einsehen. Beide Dokumente sind als PDF Dateien angelegt und
vorerst nur in englischer Sprache vorhanden. Wir werden uns um einen
Übersetzung ins Deutsche bemühen.

Tanya Reinhart (1944-2007) [20.3.2007]
Am Samstag, den 17. März 2007 ist die israelische Lingustin
Tanya Reinhart
im Alter von 63
Jahren verstorben. Reinhart studierte Philospphie und Hebräische Literatur
an der
Hebräischen Universität
in Jerusalem und später am
Massachusetts Institute of Technology,
wo
Noam Chomsky
ihr Doktorvater war. Neben ihren linguistischen Arbeiten lieferte
Reinhart auch Beiträge zur Literaturtheorie und zur Erforschung
der Massenmedien und Propaganda. Neben ihrer wissenschaftlichen
Tätigkeit war Reinhart aber auch ein ständiger Motor als
Autorin und Aktivistin in den internationalen Bemühungen um
Frieden zwischen Israel und Palästina. Zu ihren letzten
Büchern gehörte
The road map to nowhere: Israel/Palestine since 2003,
London, Verso, 2006. ( ISBN 1-84467-076-7). Reinhart war mit
dem israelischen Schriftsteller
Aharon Shabtai
verheiratet.

Japan spendet 4,2 Millionen US $ für palästinensische Flüchtlinge [19.3.2007]
Der japanische Botschafter in Jordanien,
Shigenobu Kato,
unterzeichnete in Amman einen Vertrag über die Spende von 4,2
Millionen US $ zur Unterstützung palästinensischer
Flüchtlinge im Libanon, in Syrien, Jordanien, der West Bank und
dem Gaza-Streifen. Das Geld soll hauptsächlich zum Einkauf und zur
Verteilung von Bohnen verwendet werden. Die Presseerklärung der
United Nations Relief & Works Agency for Palestine Refugees
(UNRWA) haben wir ihnen in englischer Sprache
hier
als PDF Datei zur Verfügung gestellt.

Israelis für Kontakte mit Palästinener-Regierung [19.3.2007]
Nach einem Bericht der österreichischen Zeitung
Der Standard
sind 56 Prozent der
Israelis für eine Aufhebung des Boykotts des Kabinetts von
Ministerpräsident Hanieh.
Hier
nachzulesen.

Ideenschmiede in Ramallah [15.3.2007]
Die in Ramallah ansässige
Palo-Dutch Concept Factory,
eine palästinensische Ideenschmiede, geleitet von Werbefachleuten
aus Palästina und den Niederlanden, hält vom 4. bis 6. Mai
2007 einen Workshop in Ramallah ab. Gesucht werden 30 Teilnehmer, die
an Konzepten für verschiedene Kampagnen mitarbeiten wollen.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Bewerbungen
(in englisch) können per Internet augeführt werden.
Themen bisheriger Workshops waren "Send
a Friend" (Austausch niederländischer und palästinensischer
Schüler), "Sell the Wall" (der Verkauf von kleinen Teilen der
Mauer, die markiert und fotografiert werden) und "Palovision" (Kampagne
für einen palästinensischeBeitrag für das 2009
stattfindende Eurovision Songfestival).

U-Bahn Jerusalem: Klage in Frankreich [14.3.2007]
Letzte Woche reichte die
Association France Palestine Solidarite
(AFPS) eine Klage gegen die Firmen Veolia und Alstom ein, die
beide an dem Bau einer israelischen Straßenbahn durch das
besetzte Ost-Jerusalem beteiligt sind. Die geplanten acht Linien der
Straßenbahn sollen u. a. West-Jerusalem mit dem Ring
illegaler jüdischer Siedlungen in der West Bank verbinden. Die
Bahn wird somit zu einem bedeutenden Faktor in der israelischen
Besiedlung Ost-Jerusalems. Nach französischem Recht sind
Verträge nichtig, die gegen die öffentliche Ordnung oder die
gute Sitten verstoßen. Die Klage von AFPS zielt auf die
Anullierung der Verträge zwischen Alstom, Veolia and der
israelischen Regierung über den Bau und den Betrieb der
Straßenbahn. Eine Erklärung in französischer Sprache ist
hier
nachzulesen.

68.4% der Juden in Israel fürchten einen Aufstand der arabischen Bewohner des Landes [12.3.2007]
Die Online-Ausgabe der
israelischen Tageszeitung Haaretz veröffentlichte Ergebnisse einer
Meinungsumfrage, die von der Fakultät für
Sozialwissenschaften an der Universität Haifa durchgeführt
wurde. Weitere Resultate: 63,3% gaben an, dass sie keine
arabische Stadt in Israel betreten; 80% der Juden vertraten die
Meinung, dass in kommenden Vereinbarungen über die Grenzen und die
Demographie von Israel, Juden eine Mehrheit behalten
sollten; 64,4% der befragten Juden empfinden die Geburtenrate der
israelischen Araber als ein Sicherheitsrisiko; 83,1% empfinden
israelische Araber wegen ihrer Unterstützung der
Palästinenser als Sicherheitsrisiko; 80% der arabischen
Bevölkerung Israels befürchten Massenenteignung an Land durch
den Staat; 73,8% der arabischen Bevölkerung Israels
fürchten sich vor durch israelische Autoritäten
zugefügtes Leid und 71,5% vor durch israelische Bürger
zugefügtes Leid.
Nachzulesen
in englischer Sprache.

Erich-Mühsam-Preis [12.3.2007]
Bereits am 4.3.2007 wurde der zweijährlich vergebene Erich-Mühsam-Preis
dem Komitee für Grundrechte und Demokratie zugesprochen. Die
Erich-Mühsam-Gesellschaft hat das Komitee insbesondere wegen der
friedenspolitischen Kampagne „ Ferien vom Krieg
” ausgewählt, in der Jugendliche aus Krisengebeieten, u. a.
auch iseraelische und palästinensische Jugendliche,
alljährlich zu gemeinsamen Ferien eingeladen werden.

Offener Brief an Kardinal Lehmann [10.3.2007]
Mit einem offenen Brief an Kardinal Prof. Dr. Dr.
Karl Lehmann
in Mainz äussern sich
Evelyn Hecht-Galinski,
Ellen Rohlfs
und
Günter Schenk
zu der Kampagne des Zentralrates der Juden in Deutschland gegen die
Äusserungen deutscher Bischöfe während ihres Besuchs in
Palästina. Den Wortlaut des Offenen Briefes haben wir Ihnen
hier als PDF-Datei
zur Verfügung gestellt.

The Spirit of Sumud [10.3.2007]
Eine
Fotoausstellung
mit 50 Bildern von
James Prineas
ist im Internet zu besuchen.
Die Ausstellung wurde im Oktober 2006 im Bethlehem Peace
Center gezeigt. Die Bilder sind den Themenkreisen
"Ein palästinensisches Fest",
"Das Wadi Kelt"
und
"Die Mauer"
zuzuordnen. Die Untertitlung ist in englischer Sprache.

Challenge 102 [10.3.2007]
Die Ausgabe
102 (= März-April 2007) des Magazins Challenge ist erschienen.
Challenge wird von Arabern und Juden in Jaffa herausgegeben. Neben
politischen Reportagen, Interviews und Augenzeugenberichten finden sich
auch Beiträge zu Kunst und Kultur. Das Magazin wurde 1990
während der 1. Intifada gegründet. Es erscheint in englischer Sprache.
Näheres zum Inhalt.

2. Jährliche Konferenz in Bilin, 18. - 20. April 2007 [7.3.2007]
Laut einer Mitteilung
wird im April 2007 eine Konferenz in Bil'in bei Ramallah
stattfinden, auf der folgende Redner angekündigt sind (in
alphabetischer Reihenfolge):
Sam Bahaour
(palästinensischer Aktivist und Unternehmer),
Azmi Bishara
(palästinensischer Abgeordner im Knesset),
Amira Hass
(israelische Journalistin und Autorin),
Stéphane Hessel
(ehemaliger französischer Botschafter),
Jean-Claude Lefort
(französischer Parlamentarier),
Mairead Corrigan Maguire
(irische Nobelpreis-Trägerin),
Luisa Morgantini
(italienische EU Abgeordnete),
Ilan Pappe
(Autor) sowie Repräsentanten des Dorfes Bil'in. In Workshops sollen
gewaltfreie Strategien gegen die Unterdrückung vermittelt werden.
Näheres, auch zu einer eventuellen Teilnahme, auf
englisch.

Kein weiteres Bantustan! [6.3.2007]
Die kanadische
Koalition gegen israelische Apartheid
(Coalition against Israeli Apartheid -
CAIA) ruft weltweit zur Teilnahme an der Ausstellung "Kein weiteres
Bantustan!" auf. Gefragt sind alle Kunstgegenstände zum Thema.
Kontakt kann über die email Adresse
no.more.bantustans@gmail.com
hergestellt
werden. Die Ausstellung wird in Kanada zu sehen sein. Die Anregung zu
der Ausstellung rührt aus der Erfahrung mit gleichartigen Aktionen
gegen die südafrikanische Apartheid. Der komplette Aufruf in
englischer Sprache kann
hier
gelesen werden.

Lokale und Internationale Unterstützung für den Kampf der Bauern [5.3.2007]
Dutzende lokale und internationale Freiwillige halfen am Samstag, den 3.
März, palästinensischen Bauern bei der Pflanzung von
Olivenbäumen in der Nähe von Bethlemen nahe
der illegalen Mauer. Die Aktion war Teil der Kampagne
Die Hoffnung am leben erhalten: Olivenbaum-Kampagne
(Keep Hope Alive: Olive Tree Campaign). Ziel der Kampgane ist die
Anpflanzung von 50.000 Bäumen auf Feldern, die zuvor entweder
durch Konfiszierung, den Bau der Mauer oder durch die Ausbreitung
illegaler israelischer Siedlungen verwüstet wurden. Nachzulesen in
englischer Sprache auf den Seiten von
Ma'an News Agency.

Der Unsinn der Mauer [3.3.2007]
Deutsche Bischöfe waren zu Besuch im Heiligen Land. Ihre Reaktion:
Erschütterung über die Mauer. Der Kölner
Kardinal Meisner
wörtlich:
"Dass man Menschen
separiert, …so was macht man bei Tieren aber bei Menschen doch nicht
"
Das Zitat ist einem Bericht des
Kölner Dom Radio
entnommen, nachzulesen
hier.

Irischer Bischof zur EU und Israel [1.3.2007]
Auf einer Pressekonferenz
am 27. Februar in Dublin berichteten katholische Bischöfe aus
Irland über ihre Vorbereitung eines Treffens mit Aussenminister
Dermot Ahern. Bischof
Raymond Field:
"Heute treffen wir uns
mit Minister Ahern und sprechen die Ausgestaltung der
Vereinbarungen zwischen der EU und Israel an. Wenn wir
auch die Zusammenarbeit der EU mit ihren Nachbarländern
begrüßen, kann diese Zusammenarbeit nicht auf Kosten eines
großen Teils der einheimischen Bevölkerung gehen - in diesem
Fall auf Kosten der Palästinenser. Wo vieles für den
systematischen Missbrauch der Menschenrechte auf einer bereiten Basis
wie in den Besetzten Gebieten spricht, müssen Fragen gestellt
werden, die die Angemessenheit enger
geschäftlicher, kultureller und kommerzieller Verbindungen
mit Israel betreffen." Die gesamte Presseerklärung in englischer
Sprache ist
hier
nachzulesen.

Deutsche Politiker sollten in die Flüchtlingslager gehen [28.2.2007]
In einem Interview äußerte der Rechtsanwalt
Khaled Kasab Mahameed,
Leiter des Arabischen Institutes für Holocaustforschung und
-Aufklärung in Nazareth, dass deutsche Politiker in
die palästinensischen Flüchtlingslager gehen
sollten um anhand von Bildern und Texten den Genozid an den Juden
zu erklären. Das sei sinnvoller, als U-Boote nach
Israel zu schicken. Interview und Übersetzung aus dem
Arabischen von Anis, geführt am 24.02.2007.
Hier
in deutscher Sprache nachzulesen.

Partnerbuchhandlung mit Präsenzbuch - Nachrichten aus dem Institut [28.2.2007]
Ab sofort sucht das IPK Buchhandlungen, die sich
verpflichten wichtige Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt zum Thema
Palästina ständig vorrätig zu haben. Als Gegenleistung
weist das IPK in der Rubrik
Neuerscheinungen
diese Bücher als Präsenzbücher aus. Wir hoffen, diese
Bücher damit einem größeren Publikum zugängig zu machen.

Mehrheit der Palästinenser unterstützt Ein-Staaten-Lösung [24.2.2007]
Nach der jetzt veröffentlichten Auswertung der ständigen Umfragen der
Near Eastern Consulting
vom 2. Februar 2007 unterstützen 65,5% der Palästinenser eine
Ein-Staaten-Lösung für Israel und Palästina, d. h. einen
Staat auf dem Gebiet des historischen Palästina, in dem Moslems,
Christen und Juden gleiche Rechte und Pflichten haben. Das genaue
Ergebnis in englischer Sprache ist
hier
einzusehen. Weitere Ergebnisse, z. B. zur Politik der Hamas, der
Einigung von Mekka oder über die Krise zwischen Hamas und Fatah,
sind, ebenfalls in englisch,
hier
nachzusehen.

Freedom Theatre Jenin [23.2.2007]
Der Informationsbrief vom Januar 2007 des
Freedom Theatre aus Jenin liegt jetzt in deutscher Sprache vor. Er ist
als PDF
einzusehen.

Jonathan Pollaks Schlusswort [19.2.2007]
In einem Gerichtsverfahren gegen elf
Aktivisten der israelisch/palästinensischen Gruppe
Anarchisten gegen die Mauer
(Anarchists Against the Wall), wurden alle Angeklagten vin einem
israelischen Gericht verurteilt. Sie hatten einen Sitzstreik als
Protest gegen den Mauerbau durchgeführt. Zehn von ihnen erhielten
80 Stunden Sozialdienst als Strafe.
Jonathan Pollak,
der elfte Angeklagte, lehnte diese Strafe ab und forderte das Gericht
auf, ihn zur Haft zu verurteilen. "Es ist üblich, um
Nachsicht und zur Aussetzung einer Strafe zur Bewährung zu bitten.
Ich bitte, mir kein Urteil mit Bedingungen auftzerlegen, sondern um
eine aktive Verurteilung, weil, wie es die Sachlage
ist, jede in den besetzten Gebieten stattfindende
Demonstration nach dem extensiven und anti-demokratischen System der
geschlossenen militärischen Zone zur illegalen Versammlung
erklärt wird. Unter diesen Umständen wird jede an Bedingungen
geknüpfte Verurteilung schnell ein aktive. Wenn Euer Ehren
glaubt, dass man dafür ins Gefängnis geschickt werden
sollte, bitte nehmen Sie sich die Freiheit und schicken mich
persönlich ins Gefängnis, hier und jetzt." Der
volle Wortlaut
ist in englischer Sprache auf den Seiten der
Anarchisten gegen die Mauer
nachzulesen. Auf Antrag des Staatsanwalts
wurde Pollak doch zur Bewährung verurteilt und mit einer Geldstrafe belegt.

Vorschau demnächst erscheinender Bücher [19.2.2007]
- Nachricht aus dem Institut
Neu auf den Seiten des IPK ist die Vorschau auf demnächst
erscheinende Bücher, seien es Neuerscheinungen oder neue Auflagen
älterer Bücher. Einzusehen
hier.
Eine Seite mit Besprechungen erschienener Bücher ist in Vorbereitung.

Israelische Apartheid Woche [19.2.2007]
Gestern endete die dritte
Israelische Apartheid Woche,
die bereits in den zwei
vorangegangenen
Jahren durchgeführt wurde. In diesem Jahr waren Organisationen in
Kanada (Toronto, Montreal, Ottawa, Hamilton), Großbritannien
(Oxford, Cambridge, London) und U.S.A. (New York) beteiligt. Eine Woche
lang wurde mit verschiedenen Veranstaltungen über die Politik der
Apartheid der israelischen Regierung gegenüber den
Palästinensern informiert. Die politischen Ziele der Organisatoren
sind die vollständige Gleichheit der arabischen Bürger
Israels, das Ende der Besatzung und der Kolonisation der West Bank
und von Gaza und das Recht auf Rückkehr und auf Entschädigung
für palästinensische Flüchtlinge gemäß der
UN-Resolution 194. Zu den Protagonisten zählen prominente
Palästinenser, israelische Anti-Zionisten und Südafrikaner.
Zu den Referenten gehörte
Jamal Zahalka,
palästinensischer Israeli, Mitglied des israelischen Parlaments,
der eine Vorlesung mit dem Titel "Den Mythos von der israelischen
Demokratie entlarven" in Montreal und Toronto hielt. Weitere
Informationen über die
Israelische Apartheid Woche
hier
und über die Vorlesung
hier.
Beide Seiten sind in englischer Sprache.

Das Problem mit Israel [18.2.2007]
Ein Beitrag vom November 2006 von
Jeff Halper,
Koordinator des Israelischen Komitees gegen
Häuserzerstörungen. Deutsch von G. Weichenhan-Mer. Wortlaut
hier
als PDF.

Kniefall gefordert [17.2.2007]
Washington setzt auf Bürgerkrieg: Die geplante
palästinensische Einheitsregierung entspricht nicht der westlichen
Strategie. Demokratie und Besatzung unvereinbar. Beitrag von
Werner Pirker
in der
Jungen Welt.

Chilenischer Richter Juan Guzman in Israel [13.2.2007]
Der chilenische Richter
Juan Guzman
hält sich für eine Woche in Israel auf, um die
Möglichkeiten legaler Verfolgung der Zerstörung
palästinensischer Häuser zu erörtern. Guzman wurde
dadurch bekannt, dass er den chilenischen Ex-Diktator Pinochet vor
Gericht anklagte. Er folgt mit seinem Besuch einer Einladung des
Israel Committee Against House Demolitions
(ICAHD). Nach Angaben des ICAHD Koordinators
Jeff Halper,
zerstörte Israel seit 1967 rund 18.000
palästinensische Wohnhäuser in der West Bank und in Gaza. Ein
Interview
in spanischer Sprache
mit Guzman zu seiner Mission in Israel ist auf dem chilenischen
Nachrichtenportal El Clarin nachzulesen.

Die Besatzung gefährdet das Christentum [11.2.2007]
Orthodoxer Erzbischof kritisiert Israel. Kurzer Bericht des
Tagesspiegels
über den
Besuch des Erzbischofs der griechisch-orthodoxen Kirche in Jerusalem,
Attallah Hanna,
in der Bundesrepublik.

Filmverzeichnis - Nachricht aus dem Institut [9.2.2007]
Das IPK beginnt mit der Dokumentation von Filmen aus und über
Palästina. Erste Ergebnisse sind
hier
zu sehen.

Sisyphos in Ramallah [8.2.2007]
„Wenn die internationale Gemeinschaft so weitermacht, provoziert sie einen
Bürgerkrieg
”, wird der vormalige
nordirische Polizeipräsident McIvor in einem Bericht von
Stefan Tomik
über die EU-Polizeimission in Ramallah zitiert. Und: „Hamas steht für Ordnung. Soweit wir das sehen, ist die Hamas nicht korrupt
.
” Nachzulesen in
FAZ.net.

Der Bürgerkrieg kann noch eskalieren [8.2.2007]
Helga Baumgarten, Politikprofessorin an der Birzeit
Universität in Ramallah, erklärt in einem
Interview
mit
Focus-online,
wieso die Palästinenser den Frieden brauchen, und wie wichtig die
Haltung der USA und Israels zum Treffen in Mekka ist.

Willig, aber an den Rand gedrängt [6.2.2007]
Carsten Kühntopp
vom ARD-Hörfunkstudio Amman zum innerpalästinensischen
Machtkampf und die Rolle Palästinas in der der Arabischen Liga.
Bericht online in
Tagesschau.de.

Die Bedeutung der Kriegsdienstverweigerung in Israel ist sehr groß [6.2.2007]
Ein Interview mit
Hagai Matar,
israelischer Kriegsdienstverweigerer und Mitglied bei der israelischen
Friedensgruppe New Profile. Hagai Matar machte im Dezember 2006 eine
Veranstaltungsrundreise durch die Bundesrepublik. Das Interview ist auf
den Seiten der
Graswurzelrevolution
nachzulesen.

Beleidigung des Humanismus [3.2.2007]
Der Publizist und Politologe
Alfred Grosser,
83, äußert sich in der
TAZ
zur Verleihung des Börne-Preises an Henryk M. Broder.

Israelische Friedensaktivisten und ein Mitnahmeverbot für Palästinenser [25.1.2007]
In einem in der
Berliner Umschau
veröffentlichten Artikel äußert sich
Uri Avnery
zu der „eingefrorenen” Order, die es israelischen Fahrern
verbietet, Palästinenser mitzunehmen.

Seit einem Jahr Ablehnung der Demokratie in Palästina [25.1.2007]
Eine Erklärung des
Exekutivkomitees der Europäischen Juden für einen gerechten Frieden
steht in deutscher Übersetzung zum
Download
auf unseren Seiten bereit.

Die Gesetze des Dschungels [19.1.2007]
Kurze Chronik einer Kette von Brandstiftungsversuchen. Das Tagebuch des
einstigen israelischen Premierministers
Moshe Sharett.
Besprechung
im
Freitag
von
Reuven Moskovitz,
Historiker und Mitbegründer des Friedensdorfes Neve Shalom/Wahat
Salam in Israel, eine Siedlung, in der Israelis und Palästinenser
zusammenleben. Er war Sekretär der Bewegung für Frieden und
Sicherheit in Israel und ist Träger des internationalen Aachener
Friedenspreises 2003. Unter anderem ist von ihm das Buch erschienen Der
lange Weg zum Frieden.

Es muss eine neue politische Konstellation geschaffen werden [18.1.2007]
Katholische Bischöfe aus aller Welt sind seit Sonntag (14.1.) beim
«Internationalen Bischofssymposium im Heiligen Land».
Gespräch der Deutschen Welle mit
Ulrich Pöhner
von der Bischofskonferenz zur Lage der Christen im Nahen Osten.
Wortlaut hier.

Friedensaktivistin: Ur-Gewalt in Nahost [18.1.2007]
Felicia Langer,
Trägerin
des Alternativ-Nobelpreises, spricht in einem Interview des Wiener
KURIER
über die Politik Israels.

Die Nahost-Politik der USA ist bigott [17.1.2007]
In der US-Außenpolitik wird sich nichts Wesentliches ändern.
Vielleicht wird, dank der Demokraten, der Ton etwas weniger aggressiv -
doch von ihrer einseitigen Pro-Israel-Politik wird Washington nicht
abrücken, so
Noam Chomsky
in einem
Interview
mit der TAZ.

Sehnsucht nach Frieden [13.1.2007]
Im Libanon leben über 390.000
Palästinenser in Flüchtlingslagern. Sie warten auf bessere
Zeiten in einem eigenen Land. Reportage von
Thomas Frenzel
in der
Jungen Welt.

Bundesregierung ist im Nahostkonflikt gefordert [11.1.2007]
Eine Erklärung zur Einladung an Palästinenserpräsident
Mahmud Abbas zu einem offiziellen Deutschland-Besuch und zur
De-Facto-Anerkennung Israels durch Hamas-Chef Chaled Maschaal von
Wolfgang Gehrcke, Sprecher für internationale Beziehungen und
Obmann der Fraktion DIE LINKE. im Auswärtigen Ausschuss, ist
hier
nachzulesen.

Auf dem Niveau von Bettlern [10.1.2007]
Der Leitartikel von
Roni Ben Efrat
in der aktuellen Ausgabe der
"Challenge"
(Hinweis auf unseren Seiten
hier
) ist inzwischen in der online Ausgabe der
Neuen Rheinischen Zeitung
in
deutscher Übersetzung
erschienen. Er kann auch als
PDF
geladen werden.

Islam und Demokratie [6.1.2007]
Udo Steinbach,
Direktor des Deutschen Orient-Instituts, wehrt sich in einem Beitrag des
Österreichischen
Rundfunks (ORF) gegen die Behauptung, dass Islam und Demokratie
unvereinbar seien:
„Sie vergleichen Äpfel und Birnen. Sie können nur Religion mit
Religion und Staatsform mit Staatsform vergleichen.”
Und:
„Es ist einfach
nicht zutreffend, dass Muslime im Kontext ihrer Religion ein Problem
mit der Demokratie haben!”
Ein Auszug des Beitrags kann
online
gehört werden.

Aufruf der Birzeit Universität [5.1.2007]
Die Universität in Birzeit sieht sich ernsten
Problemen ausgesetzt, den Lehrbetrieb aufrecht zu erhalten.
Lehrkräfte und Studenten mit nicht-israelischen Pässen wird
zunehmend der Zugang zur Universität verwehrt. Die
Universität ruft dazu auf, sich an Politiker oder die israelische
Botschaft zu wenden, um die Menschen, die in Birzeit arbeiten,
studieren oder leben wollen, mit entsprechenden Visa auszustatten. Der
Bericht in englischer Sprache ist
hier
zu finden.

Challenge [4.1.2007]
Die neue Ausgabe von Challenge, Januar-Februar 2007, ist erschienen.
Näheres zum Inhalt.

Grünhelme bereiten Operation in Gaza vor [1.1.2007]
Zitat aus der
Webseite der Grünhelme:
"Wir bereiten mit unermüdeter humanitärer Sturheit eine Operation
im Gaza Streifen vor. Aus dem einzigen Grund, weil es den Menschen dort
wahnsinnig schlecht geht, und viele Häuser und Dörfer kaputt
geschossen wurden. Das Projekt wollen wir in Zusammenarbeit mit der
Friedensoase in Israel, Neve Shalom, und der Friedensbewegung in Israel
Gusch beginnen und durchführen. Neve Shalon ist einer der Orte, an
denen jüdische und palästinensische Familien weiter
zusammeleben. Gut zusammenleben.
"

Faten Mukarker [21.12.2006]
Faten Mukarker, palästinensische Christin aus Beit Jala /
Bethlehem, kommt für mehrwöchige Vortragsreisen nach
Deutschland. Die Pressemitteilung finden Sie
hier als PDF.
